Welches 8 x 42 Fernglas?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas anima
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

anima

Aktives Mitglied
Hallo Leute,
Bin auf der Suche nach einem Fernglas.Denn so eine Zwischenstufe zwischen reinem Beobachten mit dem Auge und dem Teleskop is wohl schon klasse,da ich auch sehr gerne Großfeldbeobachtung betreibe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
Ich denke es sollte ein 8 X 42 werden.
Welches sich von Hand zu Fuß ja auch noch gut ohne Stativ nutzen lässt.
So in ner Preißklasse von 200-300 EURONEN

Was haltet ihr von Vixen Ultima 8x42?
oder doch eins der Dachkantferngläser Vixen Altrek oder Alpina?
Worin liegen hier eigendlich die Vor und Nachteile der Bauarten?
Anzumerken währe auch noch das ich Brillenträger bin und sich die Frage stellt welches den besseren Diobtrinausgleich hat.

Viele Grüße und Clear Skies <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Klaus
 
Hallo Klaus,

Vixen ist keine schlechte Wahl in dieser Preisklasse. Von den drei angesprochenen Fernglaesern habe ich nur das Ultima mal gesehen, und auch nur kurz in der Hand gehabt. Im Grunde ist mir das Sehfeld dieser Geraete zu klein: Von 115m bis 122m auf 1000m, das ist nicht toll fuer ein 8x Fernglas. Das Vixen Ultima 10x42 hat genauso viel Sehfeld. Man sieht also denselben Himmelsausschnitt wie im 8x42, nur groesser. Ich wuerde in diesem Falle zum 10x42 Ultima greifen. Manches 10x50 bietet noch mehr, und das ist vielleicht auch der Grund, warum hier im Forum immer wieder das alte 10x50 Dekarem/Jenoptem mit 123m Sehfeld empfohlen wird. Gerade weil wir in der Astronomie das Fernglas zur Grossfeldbeobachtung einsetzen wollen, macht es wenig Sinn, sich auf einen Tunnelblick von 50 Grad (scheinbaren) Sehfelds einzulassen (das ist im Gegensatz zum Birder, der sich ja auf den Vogel in der Mitte konzentriert und nicht eine ganze Sternkonstellation auf einmal ueberblicken will). Das Dekarem ist aber fuer die Beobachtung mit Brille ungeeignet, weil die Austrittspupillen-Schnittweite (12 mm) sehr kurz ist. Einen vernuenftigen Dioptrieausgleich hat es natuerlich - solange Du nur kurz- oder weitsichtig bist, kannst Du die Brille ja absetzen und entsprechend ausgleichen. Das Vixen Ultima 10x42 hat 15 mm Schnittweite - das ist auch etwas knapp mit Brille.

Als Alternative koennte ich vielleicht das Swift 8.5x44 empfehlen (17 mm Schnittweite), das Frank Schaefer hier vor einiger Zeit getestet und fuer gut befunden hat. Es hat ein sehr weites Sehfeld von 143m/1000m und kostet in der normalen Ausfuehrung 350 Euro. Es gibt noch eine Version mit ED Glas, die 450 Euro kostet, aber die braucht man fuer Astro nicht unbedingt (das ED Glas vermindert die chromatische Aberration, das ist wiederum sinnvoll bei der Vogelbeobachtung bei starkem Gegenlicht, macht am Sternhimmel aber kaum einen Unterschied, vom Mond einmal abgesehen).

Es ist immer schwierig, solche Fragen pauschal zu beantworten, aber ganz grob kann man sagen: In diesem Preisbereich um 300 Euro kommen die Porro Fernglaeser meist mit einer besseren Optik als die Dachkanten, weil Dachkant Fernglaeser aufwendiger in der Produktion sind. Das gleicht sich in der 1000 Euro Preisklasse wieder aus, aber wenn man Geld sparen will und trotzdem eine gute Optik sucht, dann faehrt man mit dem Porro meist besser.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hi Klaus,

Worin liegen hier eigendlich die Vor und Nachteile der Bauarten?

Porro-Gläser können wesentlich billiger produziert werden und liefern m.E. auch das bessere Bild. Nachteil, sie wiegen ein paar hundert Gramm mehr und sind nicht so kompakt. Ein gutes Porroglas bekommt du für 200/300 Euro, bei Dachkant fängt das bei 1000 Euro an!

Gruß

Lots
 
Also sagen wir mal so: ein gutes Dachkant-Glas ist für das von Klaus verfügbare Budget NICHT zu bekommen, in so fern ist der Hinweis, lieber ein Porro zu kaufen, sehr angebracht.

Widersprechen muss ich aber der Aussage, dass es bei Dachkantgläsern erst ab 1000 € anfängt. Es sind durchaus einige Gläser am Markt, die für ca. ab 600 EUR eine mehr als ordentliche Qualität aufweisen und mit den 'billigen' Porros 'mithalten' können. Teurer als die Porros sind sie aber in jedem Falle, das stimmt. Beispiele wären Docter 8x42 oder Gläser aus der Zeiss Conquest-Serie.

Absolute Top-Dachkanten gehen dann ab ca. 1000 EUR los und bei 1500 ist dann immer noch nicht Schluss.

Um nochmal die Frage von Klaus aufzugreifen .... man muss auch differenzieren, was mit der Aussage "Brillenträger" verfolgt wird; nämlich a) das Glas mit aufgesetzter Brille zu benutzen (dann ist eine grosse AP-Schnittweite notwendig, um das komplette Gesichtsfeld überblicken zu können) oder aber b) das Glas auch ohne Brille anzuwenden, dann ist (bei Kurzsichtigkeit) ein grosser Überhub wünschenswert, damit im Unendlichen liegende Objekte noch scharf dargestellt werden können.

Das von Holger angesprochene Swift ist auch m.E. ein guter Tip, es müsste aber, was die Eignung des Beobachtens mit aufgesetzter Brille angeht, mal getestet werden. Ich meine, Frank Schäfer hätte hier schon geschrieben, dass die angegebene AP-Schnittweite von 17mm sehhhhhhhhhr optimistisch war und in der Wirklichkeit wohl eher gg. 14mm tendiert, wenn ich mich recht erinnere.

Also nochmal kurz zusammengefasst:
Bei Budget <= 300 EUS dann Porro. Swift testen, ggf. mal ein gutes CZJ 7x50 oder 8x30 ansehen. (letztgenannte gehen mit Brille NICHT).

Grüsse
Carsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Astrofreunde,

Puh danke erstmal für die viele und so ausführliche Hilfe! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />Bin jetz auf jedenfall ein stückchen aufgeklärter was Ferngläser angeht und somit rückt auch das passende Guckglaß für mich näher und näher. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" />

man muss auch differenzieren, was mit der Aussage "Brillenträger" verfolgt wird

SORRY in der Hinsicht hätte ich mich präziser ausdrücken müssen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Also habe eigendlich zum Glück kein so großes Problem mit meinen Augen,zumindest noch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />
Lediglich links -1,5 und rechts -1 Dioptrien
Also kurzsichtigkeit keine krümmung oder sonstwas.

Würde das Glas gerne ausschließlich ohne Brille benutzen.
Dann kommt man ja ohne Dioptrienausgleich nicht drum rum.

Praktisch währen hier wohl Ausgleichringe in denen sich die entsprechenden Werte fest einstellen lassen so das man nicht dauernd korigieren muß.

Ich denke es soll ein Porro-Glas werden,weil wie ihr sagtet hier die Qualität in der Preisklasse
von 200-350 EUR doch merkbar besser ist.

Kennt ihr vieleicht noch sonstige gute 8x42 Porro-Gläßer mit vernünftigen Dioptrienausgleich?

Vielen Dank und CS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Klaus
 
Hallo Klaus,

mit den Vixen Ultimas lagst du m.E. gar nicht so schlecht. Auf dem Papier sieht deren Sehfeldgröße zwar nicht gerade berauschend aus. Der leider verstorbene Walter Wehr hat hier aber einmal zu Recht darauf hingewiesen, dass es beim Empfinden des scheinbaren Gesichtsfeldes durchaus Unterschiede gibt. Ich empfinde die Sehfeldgröße der niedriger vergrößernden Ultimas keineswegs als störend klein. Ansonsten gab es gerade vor kurzem einen Testbericht über 8x42ern in der Aprilausgabe der Deutschen Jagdzeitung (Aprilausgabe), der sich nicht nur mit Edelgläsern beschäftigte.

Steve
 
Hallo Klaus,

ich habe mal gebraucht für gut 100 Taler ein Minolta
Weathermatic 10x42 WideAngle (6.5°) erstanden. Das ist
ein Dachkantglas, sehr handlich und macht von der Verar-
beitung einen guten Eindruck. Es ist nicht ganz rand-
scharf (gut 2/3 des Feldes scharf), aber ausreichend
für meine Übersichts- und Aufsuch-Beobachtungen. Und
voll gummiarmiert.

Der Dioptrien-Ausgleich hat zwar eine Skala aber keine
Beschriftung - drei Punkte in jeder Richtung. Ich vermute
mal das heißt +/- 3 Dioptrien. Im Freihandbetrieb liegt
es vergrößerungsmäßig an meiner Obergrenze.

Ob das Teil - verglichen mit anderen - etwas taugt weiß ich
nicht, da ich kein dedizierter Feldmops-Beobachter bin.
Für mich reicht es aus.


Gruß Coyote
 
Hi, ich wollte nochmal den Tip von Holger aufgreifen und Dir diese Gläser einfach mal nahelegen, falls Du noch nicht weitergekommen bist.

http://www.optixxx.de/html/swiftindex.htm

Dort die Porros:
Audobon 820 8.5x44
oder

Ultra Lite 961B/G 8x42

Ich denke, in der Preisklasse sehr interessant und es lohnt sich ein Test der Gläser in jedem Falle.

Grüsse
Carsten
 
Ihr erwähnt hohe Preise. Was haltet ihr von den 8x40 Nikons oder Minoltas, die bei Ebay für um die 80 € angeboten werden? Seefeld auf 1000 m = 140m. Sind die Dinger Schrott?

Tom
 
Hallo Tom

Ich habe ein Nikon Action EX 8x40 CF.
Habe es vor einem halben Jahr für 130€ neu gekauft.

Für astronomische Beobachtung find ich es sehr gut.
Am Tag hat es Farbsäume bei harten Kontrasten.

Einen schönen Vergleich der günstigen 8x40 von Minolta und Nikon
findest du hier:

http://212.80.228.216/sites/f.schaefer/default_start.htm

CS Daniel
 
Gut gedacht. So ist es auch bei mir gewesen. Bin selbst neu in der Astronomie, also langsam anfangen. Grosse Rohre ersteinmal nicht, nur kleine. Um Vielseitig bleiben zu koennen und um aber das Rohr nicht im Schrank verstauben zu lassen, habe ich mir ersteinmal ein Nikon ED82A gekauft. Damit kann man einfache Astronomie machen und es aber auch ebenso fuer outdoor Zwecke verwenden (gut fuer Photografie).
In 2 Jahren, sollte ich noch an diesem Hobby interessiert bleiben, dann kann ich mir mit mehr Erfahrung mal ja ein richtiges groesseres Rohr zulegen. Meiner Ansicht nach ein guter Tip an die wie ich Neulinge in der Astronomie. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" />
 
Hallo, ich würde mich hier gern mal einklinken

ich suche schon lange ein Fernglas, das sowohl einen ordentlichen Augenabstand für Brillenträger bietet und **ganzwichtig** es mir erlaubt AUCH MAL OHNE BRILLE auf unendlich zu fokussieren. Also --> ich möchte sowohl mit als auch ohne Brille das Glas verwenden.

Ich denke da an ein 8 x40 oder 10 x 50, verwenden will ich das Teil zur Naturbeobachtung und Astronomie

Und nun der Knackpunkt: Kurzsichtig mit über 11 Dioptrien !!!

Kein mir bekanntes Glas kann ich ohne Brille auf unendlich einstellen :-( Der Dioptienausgleich ist harmlos, ca 0,75,
den Asti mit 0,5 würde ich auch noch hinnehmen aber ohne Nasenfahrrad kann ich die Dinger eben nicht scharfstellen.

Kann mir jemand einen Tip geben? Das Fernglas darf auch etwas Geld kosten, es soll ja eine Anschaffung fürs Leben sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Tach ... mal bei Zeiss oder so anfragen, ob Dir die den Überhub grösser auslegen können ... wobei das bei 11 Dioptrien wohl eng wird. Geht dann auf Kosten des Nahbereichs.

Frag mal nach

Grüsse
Carsten
 
Docter 7x40 B/ 10x42 B/GA

Hallo Thommy,

im Moment fallen mir nur diese Gläser ein, die ich auf Die gewünschten -12 Dioptrie umbauen kann. Das Docter 10x42 B/GA habe ich zur Ansicht vorrätig, um im Vorfeld eine Anprobe zu ermöglichen.

CS Simone <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Re: Docter 7x40 B/ 10x42 B/GA

Hallo Simone,

danke für dein Angebot. Würde ich wirklich gern annehmen, aber ich wohne im Südwesten der Republik (Sindelfingen). Zu weit weg, um kurz vorbei zu fahren, leider.
 
Re: Welches 8 x 42 Fernglas - Überhub

Hallo,

ich habe ein Nikon 8x32 HG und ein Canon 12x36 IS II. Beide haben nach meiner Überprüfung (wahrscheinlich nicht sehr genau aber in richtigen Bereich) ca. 16 (!) Dioptrien Überhub!

Die Unendlich-Einstellung ist bei meinem 12x36 etwa in der Mitte des Fokusierbereiches - es hat als ca. genau soviel Überhub wie Fokusierbereich von Fern bis Nah! Dies ist meiner Meinung auch der Grund für die schlechte Nahgrenze des IS (ca. 7 m).
Das 12x36 ist zwar nicht ein 8x42 aber trotzdem einen Blick wert!

Das Nikon HG hat ca. so viel Überhub wie 2 x die komplette Dioptrien-Einstellung (also 2 x 8 = 16). Ich habe das ausprobiert.

Ich glaube, dass das Nikon HG 8x42 wahrscheinlich einen ähnlich großen Überhub hat. Wenn möglich mal durchschauen und probieren. Allerdings ist das HG nicht billig, aber für die gebotene Leistung preiswert! Manchmal kann man diese bei ebay sehr günstig erwerben!

Das Umbauen beider Glaser ist aber sicher nicht sinnvoll, da der Service von Canon/Nikon nicht besonders ist!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Docter 7x40 B/ 10x42 B/GA

Hallo Thommy,

gerade wenn Du "irgendwo" wohnst, bist Du bei Simone genau richtig! Ich bin nicht mit ihr verwandt, verschwägert oder irgendwie an ihrer Firma beteiligt. Ich bin "nur" ein zufriedener Kunde und sage Dir: Super Service! Ob Du ein Fernglas testen willst oder ob Du eine Spezialanfertigung brauchst: Simone hilft!
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Frank, hallo Gemeinde,
hast Du oder jemand aus der Astroszene inzwischen mal dieses "Kite Birdwatcher 8x42" am Nachthimmel testen können? Die technischen Daten klingen ja recht interessant.

Hintergrund meiner Frage ist Deine Aussage von 10/04, bei der es um preiswerte 8x40 ging: "... Aber eher für terrestrische Beobachtungen. Für den astronomischen Einsatz sieht's da aber schon schwieriger aus, da hier ganz andere Ansprüche ans Fernglas gestellt werden. So kann ein Glas bei der Naturbeobachtung einen sehr guten Eindruck machen und des Nächstens beim Spechteln kommt dann die große Überraschung: Reflexe! Dazu Doppelbilder, Farbränder und falsche Farben, die zvor nicht aufgefallen sind oder das Gesamtbild nicht gestört haben. ..."

Ich tendiere derzeit eigentlich zu einem Nikon Action EX 8x40, aber vielleicht ist das Kite ja eine Alternative?

Gruß und cs Ralf
 
Hallo !
zum Kite Birdwatcher 8x42 kann ich wohl Ende nächster Woche etwas sagen, ich habe es mir gestern bestellt und wenn es da ist und ich es testen kann hört ihr von mir. Wenns nicht so toll ist dann kann man es ja wieder zurückschicken.

viele Grüsse,
Thomas
 
Hallo !
Heute war mein neues Kite Birdwatcher 8x42 schon da, nachdem ich es am Donnerstag bestellt hatte. Erwartet hier bitte nicht einen professionellen Testbericht, da ich noch Anfänger bin. Ich finde es aber toll dass man hier über viele Ferngläser Infos und Meinungen nachlesen
kann daher nun meine Eindrücke über dieses Glas, viel geschrieben wurde ja darüber noch nicht.

Ich habe bereits ein CZJ Jenoptem 10x50W multicoated, aber das war für mich eigentlich ein Fehlkauf weil ich festgestellt habe dass ich beim Fernglas nicht auf eine Brille verzichten möchte. Und zudem ist das Beobachten mit diesem Glas ein ziemliches Gewackel.
Daher habe ich mir mal das Birdwatcher bestellt, man kann es ja bei Nichtgefallen zurückschicken.

Das Kite ist deutlich handlicher und leichter, 745g. Es hat grosse dicke Okulare, und man überblickt das volle Gesichtsfeld auch mit Brille. Vorne aufgedruckt steht: GKA Japan.
Apropos Gesichtsfeld, es werden ja 143m/1000m versprochen. Daher mache ich gleich den Vergleich mit dem Jenoptem, was ja auch schon ein grosses Feld hat. Als Testobjekt
müssen die Chilli-Pflanzen auf dem Balkon, in ca 6m Entfernung, herhalten.
Das Gesichtsfeld ist wirklich eine Nummer grösser als beim 10x50W Jenoptem,
das ist doch schonmal sehr gut.
Die Abbildung am äussersten Rand ist erwartungsgemäss nicht so gnadenlos scharf wie die Chillies die ich beobachte. Aber im Vergleich ist es nicht schlechter als das CZJ,
eher sogar besser. Ich würde sagen dass ca. 70% scharf sind, und der unscharfe
Rand ist auch etwas besser als beim CZJ, also der Schärfeabfall ist nicht ganz so stark.

Im Nahbereich hat das CZJ eine etwas räumlichere Abbildung, was aber bei grösserer Entfernung und nachts eh nicht mehr zum Tragen kommt.

Was am Kite nicht so toll gelöst ist das ist der Dioptrienausgleich. Er neigt etwas zum
Verkanten und ist ein wenig unhandlich und schwergängig. Das ist mir aber egal, den Dioptrienausgleich habe ich ja eh schon auf der Nase sitzen.

Pünktlich zum neuen Glas zeigt heute der Nachthimmel ein paar Wolkenlücken.
Mit diesem Gesichtsfeld macht es schon Spass den Himmel zu beobachten, so passt z.B., wenn auch gerade noch so, die komplette Leier ins Gesichtsfeld,
von Wega bis zu dem Stern links unten, also links vom Ringnebel.
Ich empfinde die Sternabbildung als gut und scharf, allerdings habe ich keinen Vergleich zu einem anderen brillentauglichen Glas.
Was allerdings ein wenig stört, sind die Reflektionen wenn man grob in eine Richtung schaut mit einer hellen Lichtquelle. Bei mir ist das eine Strassenlaterne, die starke Reflektionen hervorruft wenn man nicht ein gute Stück von ihr weg schaut.
Da zeigt das CZJ deutlich weniger Reflektionen als das Kite.

Ich weiss, ich habe hier ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen, das merke ich schon daran dass 10fache Vergrösserung schon mehr zeigt, z.B ist da bei Jupiter Kallisto besser sichtbar als mit dem 8x42. Abgesehen von der etwas schlechteren Randschärfe hat man mit dem CZJ schon das Gefühl, näher dran zu sein, dieser Eindruck
wird auch durch den viel kürzeren Augenabstand verstärkt. Das Kite ist aber für mich ein wirklich brillenträger-freundliches Glas mit einem schönen grossen Feld, für den Preis ein recht gutes Universalglas. Zurückschicken werde ich es wohl nicht ...

ciao, Thomas

PS: sorry für die Rechtschreibfehler, aber die Taste für's scharfe 'S' ist bei mir hinüber ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
 
Hallo Thomas,

erstmal vielen Dank für Deinen Bericht! Wichtig für Dich ist ja in erster Linie, dass Du mit dem Glas zufrieden bist und Deine Eindrücke sprechen wohl dafür. Ein Vergleich zwischen einem 8x42 und einem 10x50 ist nicht einfach und wenn Du die Randunschärfe ansprichst, dann mußt Du auch die unterschiedlich großen scheinbaren Sehfelder berücksichtigen. Dein Kite Fernglas müßte Weitwinkelokulare mit etwa 65 Grad scheinbarem Sehfeld besitzen, die Okulare des Jenoptem haben ein etwas größeres scheinbares Sehfeld von knapp über 70 Grad. Würde man beim Jenoptem kleinere Sehfeldblenden einbauen, so daß die scheinbaren Sehfelder in etwa gleich groß sind, dann würde sich auch die Randunschärfe etwas anders darstellen. Zumindest vermute ich das mal einfach so <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />.

Was mich jetzt zum Kite 8x42 interessiert, sind zwei Punkte:

1. Gibt der Hersteller eine längere Garantie und hast Du eine Ahnung, wer hierzulande den Service für Kite Ferngläser übernimmt? Nicht dass man die Ferngläser im Ernstfall zum Hersteller nach Japan schicken muß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

2. Interessant (zumindest für mich) wäre nun der Vergleich mit dem chinesischen Nikon 8x40 EX. Beide Ferngläser liegen in etwa in der gleichen Preisklasse und haben auf dem Papier ähnliche Eigenschaften. Was mir am Nikon Fernglas bisher noch fehlt, das ist eine verbesserte Vergütung mit einer höheren Transmission und weniger Reflexen. Wenn Du nicht rein zufällig ein Nikon zu Hause rumliegen hast, dann wirst Du mir wohl nicht helfen können. Kauf Dir doch am besten eins und erweitere Deinen Bericht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />...

Frank.
 
Hallo Frank,
die Garantie vom Hersteller beträgt 5 Jahre. Ein Nikon zum Vergleich habe ich leider nicht, ich kenne auch niemanden der eins hat, leider.
Grüße,
Thomas
 
Hallo KLaus!

Unschlagbar im Preis/Leistungsbereich ist das Alpina 8x42 allerdings würde ich für astronomische Beobachtungen auf das 10x42 zurückgreifen!

Mit € 235.- bzw € 245.- sind beide Gläser in Deinem Bereich.
Es gibt kein einziges Fernglas das ich annähernd so oft verkauft hätte wie die Alpina.
Jeder der einmal durchgeschaut hat, war begeistert und ich teile die Auffassung nicht, das ein Porro zwangsläufig besser sein muß.

lg Michael
 
Hallo zusammen,
ein Freund von mir hat dieses Vixen Alpina 8x42 und das hab ich mir jetzt mal ausgeborgt...
Made in China, Kappen für Objektive und Okulare, gepolsterte Tasche, angenehmes Gewicht, stickstoff-gefüllt und wasserdicht, die Augenmuscheln sind hochdrehbar und rasten in den Endlagen ein - aber halt, das Ding ist ja zum durchsehen da.
Ein RIESEN Fortschritt zu meinem bisherigen 10x42 Farlux Dachkant von Eschenbach! Ein Straßenschild in ca. 150m Entfernung ist mit dem Alpina wesentlich besser lesbar als mit dem Farlux, trotz kleinerer Vergrößerung.
Gestern abend gabs auch tatsächlich mal ein paar Wolkenlücken. Hier mein erster Eindruck von dem Glas:

Was hat mir gefallen:
- kontrastreiches Bild am Tage, das Beobachten damit macht Freude
- sehr angenehmer Augenabstand mit 22mm
- kreisrunde AP
- sehr guter Nahfokus von 2m, man kann im stehen die Ameisen zu seinen Füßen "überwachen"
- sehr gute Kollimation, waagerechte und senkrechte Kanten zeigen keinen Versatz beim betrachten der Okulare aus einiger Entfernung
- sehr wenig Randunschärfe, ich empfand ca. 80% des Bildes als scharf, der Rand störte aber nicht
- beim betrachten von Straßenlaternen nachts wenig Reflexe
- das Glas liegt gut und griffig in der Hand
- das Glas hat einen Stativ-Anschluss

Was hat mir nicht so gefallen:
- die Augenmuscheln sind recht dick, manchmal passt die Nase nicht bequem dazwischen
- bei einem Schwenk am Tage durch die Landschaft sieht es aus, als ob man das Bild über eine Kugel spannt, nennt sich wohl Verzeichnung und stört mich etwas
- die Sterne sind schärfer als in meinem alten Glas, aber irgendwie bekomme ich damit noch nicht die "nadelfeinen" Sterne hin, wie ich sie mir vorstelle
- die Knickbrücke ist sehr leichtgängig und verstellt sich oft unbeabsichtigt
- das Gesichtsfeld von 117/1000m empfinde ich als recht eng, da würde ich mir mehr wünschen
- die Gummi-Armierung riecht auch nach Gummi

Fazit: Könnte das mein zukünftiges Schnell-mal-schauen-Astroglas werden? Sollte ich es kaufen? Es ist ganz nett, aber sicher bin ich mir nicht. Ich würde mir gern vorher noch das "Nikon Action EX 8x40 CF" ansehen. Oder ein "Minolta Standard 8x40 EW" (wenn man das noch irgendwo bekommt) oder ein "Minolta Activa 8x40 WP FP" oder...

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Gruß und cs Ralf
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben