Welches Bildformat sinnvoll ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 80886
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Ehemaliges Mitglied 80886

Hallo Leute !
Da bin ich mal wieder mit einer "nervigen" Frage. Zeitnah wird hier die neue CCD - Kamera eintrudeln. Was mich persönlich jetzt noch interessieren würde wäre die Frage nach dem Bildformat. Dazu könnt Ihr mir mit Sicherheit mehr sagen !
Unabhängig davon welches Stackingprogramm benutzt wird, eignen sich zum Stacken welche Formate ? (Jpeg, Tiff, PNG o.ä)
Die Kamera hat die Möglichkeit, Einzelbilder in diese entsprechenden Formate zu erstellen. Also, welches dieser Formate würde sich besonders gut eignen wenn anschließend die Sache gestackt werden soll ?
So, das war`s dann auch schon. Schönen Sonntag noch und Gruß an Alle !
*entfernt*
 
Hallo,

es eignen sich nur unkomprimierte Formate, also das kameraeigene RAW-Format, FITS, TIFF, usw.

Jpg komprimiert verlustbehaftet und scheidet aus, wie alle ähnlichen Formate auch.

Je originärer die Daten aus der Kamera kommen, um so besser.

LG Jörg
 
Hallo Udo,
in FITS können RAW oder Color Bilder eingepackt werden, aber noch wichtiger sind die Aufnahmedaten in astronomischen Formaten im Kopf. Der Aufnahmezeitpunkt wird zwar auch in JPG gespeichert, aber die Bezeichnung wird z.B. von Siril abgelehnt! In FITS sind quasi alle wichtigen Daten dabei.
Die Nachbearbeitung ist in JGP daher stark eingeschränkt.
Programme wie Starnet++ fordern aber TIFF und kommen noch nicht mit FITS klar. Die Konvertierung FITS <-> TIFF ist aber kein Problem.

Gruß
thomas314
 
Yep, OK ! Dann weiß ich bescheid. Von den möglichen Einstellungen her werde ich dann TIFF nehmen.
Dazu fiel mir noch folgendes ein. (iteressiert nur mal so nebenbei)
Würde es vom Informationsfluß auch ausreichend sein wenn man JPEG auf TIFF konvertiert, oder hätte man da ein Problem ?
Aber wie gesagt, nur mal so als "Nebenbei-Info".
Gruß an Euch alle !
 
Moin Udo,

sobald ein Bild im JPEG gespeichert ist, ist effektiver Informationsverlust darin, da JPEG prinzipiell ein Bild-Kompressionsverfahren gegenüber dem Originalbild ist, da hier nicht die Information je Pixel gespeichert wird, sondern eine Näherungs-Funktion verwendet wird, die eine Art Glättung darstellt, um in etwas das gleiche Bild mit weniger Informationen (Dateigröße) zu speichern.
Also wenn du JPEG in TIFF umwandelst hast du weniger Information im TIFF als wenn du das Originalbild als TIFF speicherst, auch wenn die Dateigröße die gleiche im TIFF sein dürfte, da TIFF je Pixel speichert.

Daher von vornherein mit Original-Daten als TIFF (o.ä.) arbeiten, JPEG kann man ggf. als spätere Speicherung des Endergebnisses für "Diashow" oder Präsentation auf einer Webseite, um Traffic zu reduzieren, verwenden.

Klare Nächte,
Micha
 
Aha, dann weiß ich bescheid. Ja, wollte ich mal gewusst haben.
Ich weiß nicht, ob die neue "CCD" auch RAW anbietet. Ich habe es nur mal im "Schnelldurchlauf" gelesen. Falls ja, nehme ich dieses Format ansosnten wähle ich dann TIFF.
OK, alles gut !
Schönen Sonntag noch !
 
Hi,

nur um's nochmal klar zu sagen.
Nach der Aufnahme im RAW Format, ist FITS (und/oder SER für Sequenzen) für astronomische EBV das richtige Format.
Da zB auch astronomische Informationen (FITS Header) darin gespeichert werden, auf die Astro-SW im EBV Workflow dann zugreift.

Kleine Oberlehrer-Frage:
Hast du dir wirklich eine CCD Kamera zugelegt?
Die werden ja heute eher nicht mehr benutzt.
Wahrscheinlich ist es doch keine CCD sondern eine CMOS Kamera.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter !
Ja, CMOS ist es. Weiß jetzt auch nicht wie ich auf CCD komme. Die kommt aber erst noch.
 
Würde es vom Informationsfluß auch ausreichend sein wenn man JPEG auf TIFF konvertiert, oder hätte man da ein Problem ?
Ein Beispiel: ich hatte beim letzten Kometen mieses Langzeitwetter und plötzlich eine 15min Wolkenlücke in der richtigen Richtung - d.h. keine Zeit fürs Teleskop. Also EOS M50 geschnappt und mit 150er Objektiv und Fotostativ 15 Kurzzeitaufnahmen ohne Nachführung gemacht. Die sollten in Siril gestapelt werden. Doch Siril verweigerte die Registrierung ohne Begründung und ich war erst mal ratlos. Auch Konvertieren nach TIFF oder andere Formate brachte nix.
Dann habe ich herausgefunden, dass im Header der JPEG Dateien eine ganz bestimmte Zeitvariable fehlte, welche somit auch in allen daraus konvertierten Formaten fehlen musste (Konvertieren erfindet natürlich keine neuen Variablen). Diese habe ich dann per Python aus den Windows-Timestamp's der JPEG Dateien in den Header der konvertierten Dateien geschrieben und siehe da, Siril spielte jetzt mit. Ergebnis -> meine erste Kometenaufnahme.

Der Kompressionsverlust von JPEG war mir da egal, zumal eine DSLR bei JPEG eine leistungsstarke Bildoptimierung anwendet, auf welche man bei RAW verzichten würde. Da dürften z.B. Hotpixel schon reduziert sein. Aber bei einer Marke soll diese Optimierung auch ein Sternenfresser sein (nicht so bei Canon).
Ohne Hektik würde ich natürlich auch RAW nehmen, da die Astrobildverarbeitung noch stärker ist, als die der Kamera und kein Kompressionsverlust erfolgt. Bei DSLR's als Kamera scheint mir zudem im RAW Formal mehr im Kopf zu stehen, als im JPEG Format.
Da Astrokameras normalerweise als USB Kameras mit Astroprogrammen Bildserien erstellen (FITS, SER), werden die wichtigen Kopfdaten eigentlich immer generiert. Welches Format sinnvoll ist hängt eigentlich nur davon ab, was die Bildverarbeitungssoftware gern haben möchte.
Für die Umwandlung von RAW mit der Bayermatrix muss man in Fitswork unter CCD nachsehen, obwohl man eine CMOS Kamera hat- Anfängerfalle ;)! Die Bayermatrix ist auch ein Beispiel für "sollte im Kopf der RAW Datei sein", tut es aber leider nicht immer.

Gruß
thomas314
 
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