Welches Dobson?

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MartinMueller

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Hallo,

ich plane im nächsten halben Jahr mir ein Teleskop zu kaufen. Bisher beobachte ich mit einem Fujinon Feldstecher (10x50).
Da ich beabsichtige keine Astrofotografie zu betreiben und größtenteils Deep Sky Objekte beobachten will, habe ich mich dazu entschieden ein Dobson zu kaufen bzw. selbst zu bauen.

Ich habe dazu folgende Fragen:
1. Welche Größe ist sinnvoll? 8, 10 oder 12 Zoll.
Ich wohne im Stadtgebiet, habe aber die Möglichkeit schnell mit dem Auto an einen relativ dunklen Ort zu kommen.
Das wäre auch mein erstes Teleskop, mit dem Feldstecher habe ich bisher hauptsächlich "spazierengeguckt", ohne gezielt Objekte zu suchen (bis auf "einfache", wie zB die Andromeda Galaxie oder den Orion Nebel).

2. Lohnt sich ein Selbstbau in Bezug auf die Tatsache, dass man dadurch sein Teleskop besser "kennt", es also besser justieren kann, ect..., oder lernt man das mit einem fertigen ebenfalls gut (ohne etwas kaputt zu machen)?
Ist soetwas überhaupt ohne große Vorkenntnisst innerhalb eines halben Jahres zu bewerkstelligen? (Mein Onkel ist Schreiner, eine Werkstatt stünde also zur Verfügung)

3. Von welcher Marke sollte ein solches Dobson ansonsten gekauft werden? Wie groß bzw entscheidend sind die qualitativen Unterschiede? (preislich gibt es für meinen Geschmack große Unterschiede, beispielsweise bei einem 250cm Dobson: Teleskop Service eigene kosten da ca 1500 Euro, die von GSO die Hälfte)

4. Was gibt es für weitere wichtige Kriterien außer der Größe des Hauptspiegels? Ist ein Okularausgang von 2 Zoll in dieser Größenklasse (8, 10, 12 Zoll) wichtig?
Wie wichtig ist die Brennweite, wenn ich keine Astrofotografie betreiben will?
Was ist der Unterschied zwischen Alu und Holz?
Was gibt es für Materialien für die Hauptspiegel?, was bedeutet es zB wenn dieser aus "Pyrex" ist?

Das zu verfügung stehende Budget beläuft sich auf etwa 2000 Euro inklusive Zubehör. Wenn das ganze dann weniger kostet als die Höchstgrenze bin ich natürlich sehr glücklich...

Vielen Dank schonmal für die Antworten!

Viele Grüße
Martin Müller
 
Hallo,
hier eine kurze Zusammenfassung von einem Anfänger der sich eine 8’’ Dobson zugelegt hat.
1. je größer die Öffnung, desto mehr Licht kann es sammeln. (Schwächere Objekte heller darstellen; aber auch der durch die Stadt hellere Himmel wird heller.)
2. dazu kann ich nichts sagen, habe mir eine Teleskop gekauft ( von Händler Justiert)
3. Ich hatte nicht soviel Geld zur Verfügung, daher habe ich zu einer „Billigmarke“ (Synta Sky Watcher,GOS) gegriffen, die nicht immer die beste Spiegelqualität liefert.
4. Ein Okularauszug von 2’’ ist sehr Sinnvoll, da man mit 2’’ Okularen ein sehr großes Gesichtsfeld haben kann. Die Brennweite ist in Hinblick auf die Okulare wichtig, da so die Vergrößerung entsteht. Pyrex bedeutet, dass der Spiegel schneller abkühlt, wenn man nicht sehr schnell gucken will kann man auch einen anderen Werkstoff nehmen. Da du aber genug Geld hast, wäre vor allen dingen bei einem großen 12’’ Dobson Pyrex von Vorteil.
Tobi
PS Hoffe alles ist richtig, sonst werden die anderen sicher meine Fehler richtig stellen.
 
Hi Martin,

zu 1.) Am besten so groß wie du noch transportieren willst/ kannst (ist ja auch ne Frage des Gewichts)

zu 2.)
Lohnt sich ein Selbstbau in Bezug auf die Tatsache, dass man dadurch sein Teleskop besser "kennt", es also besser justieren kann, ect..., oder lernt man das mit einem fertigen ebenfalls gut (ohne etwas kaputt zu machen)?

Wenn du befürchtest ein fertiges Teleskop kaputt zu machen, dann würde ich über Selbstbau garnicht erst nachdenken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Aber im Ernst: Wenn du es dir zutraust, selbst zu bauen, dann ist da garnix einzuwenden.


zu 3.) Wenn du nicht in Erwägung ziehst, dein Teleskop mal parallaktisch zu montieren, kommt es auch nicht mehr so auf´s Gewicht an, das Geld würde ICH mir sparen und einen GSO nehmen.

zu 4.) 2" Auszug ist absolut Empfehlenswert, ich würde sogar sagen Pflicht- aber da gibt es vielleicht auch andere Meinungen
Was meinst du mit "Was ist der Unterschied zwischen Alu und Holz"???

Die verschiedenen Materialien der Spiegel wirken sich auf das thermische Verhalten aus, da gibt es im "Beobachtungspraxis-Bereich" von Teleskop-Service eine kurze Erklärung zu.
Bezüglich der Brennweite will ich mal lieber nix sagen, da gibt es hier genügend, die davon weit mehr verstehen als ich.

Ich würde zu einem 10" GSO greifen da hast du deine Rockerbox gleich dabei und bleibst weit unter deinem Budget-limit- hast also noch massig Platz für wichtiges Zubehör.

Gruß
Oli
 
Hiho,

vielen Dank für die bisherigen Antworten!

Was meinst du mit "Was ist der Unterschied zwischen Alu und Holz"???
Meine Frage ist, ob die unterschiedlichen Materialien für den Tubus weiter auswirkungen auf das Teleskop haben. Dass sie ein unterschiedliches Gewicht haben ist klar, haben sie aber noch weitere besondere Eigenschaften?

Ich würde bisher auch eher zu einem billigeren GSO tendieren und lieber mehr Geld in das Zubehör investieren.
Könnt ihr mir da ein paar konkrete Tipps zum Okularkauf geben? Ich habe zwar schon einige Artikel darüber gelesen, allerdigs fällt mir eine Wahl schwer, da ich keine praktische Erfahrung habe. Falls ihr mir ein paar 2 Zoll "Standarokulare" empfehlen könntet, könnte ich damit meine ersten Erfahrungen machen, um dann beurteilen zu können, beispielsweise ob ich eher weitwinkel Okulare mir zulegen will, oder andere.
Welches weitere Zubehör ist zu empfehlen? Hier bitte ich auch um konkrete Tipps, beispielsweise im Bezug auf Nebelfilter.

Vielen Dank!
Martin
 
Zur Okularfrage: Ich nutze folgende Kombination: TSWA32 , Vixen LVW 17, LVW 13, Speers-Waler Zoom 5-8. Diese Kombination entzückt mich jedesmal wieder aufs Neue und ich würde sie genau wieder so kaufen. Ist zwar nicht ganz billig, aber bedenke bitte, daß Du Okulare wahrscheinlich länger behälst als ein Teleskop.

Zur Teleskopfrage: So groß nehmen wie Du ihn noch transportieren, bzw. lagern kannst.
 
Hi Martin,
guter Gedanke, der mit dem Zubehör.
Für f/5 kann ich meine Okularsammlung empfehlen:
35mm PanOptik
22mm LVW
14 und 10mm Speerswaler WA
8-5mm Speerswaler Zoom
3,5mm LVW
und für die ganz Dreisten 2,5mm Nagler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Kostet zwar richtig, aber da bleibt kein Wunsch mehr offen.
Nutze alle am 12,5 Zoll Dobs f/5 - natürlich auch an anderen Geräten.
CS
 
Hallo Tobias,

dann will ich Dich mal auf den Weg bringen, durch Deine Fehler dazuzulernen.

zu 1. richtig ist die Fähigkeit mit wachsender Öffnung mehr Licht zu sammeln. Die Grenzgröße steigt. Falsch ist hingegen, nicht zu berücksichtigen, daß auch typischerweise die Brennweite mitansteigt, und somit die Helligkeit des Himmelshintergrundes nicht zwangsläufig mitansteigt. Kurz gesagt, bei flächigen Lichtquellen (Himmelshintergrund, Jupiter, Mond...) - im Gegensatz zu punktförmig erscheinenden - zählt die Austrittspupille (AP). Schau Dir die Zusammenhänge von Okularbrennweite, Öffnung, Öffnungsverhältnis, Vergrößerung und Flächenhelligkeit an. Richtig große Newtons sind auch lang und haben auch ganz normale Öffnungsverhältnisse - sonst wäre auch die Abbildung ziemlich mies. Durch ihre Größe haben sie zwar höhere Vergrößerungen (sowohl Minimal- als auch Maximal-), bieten aber dieselben APs normaler Geräte. Also auch normale Okulare verwendbar. Sorry, kein hellerer Himmelshintergrund. Nutze doch die Suchfunktion mit den Stichwörtern "Himmelshintergrund" "AP" "Flächenhelligkeitsquelle". Oder klicke auf meinen Namen und such da, das hab ich schon mehrfach erklärt.

zu 3. a)was sind Deine Erfahrungen/ist Deine Quelle zur Behauptung, "Billigmarken"-Spiegel hätten nicht immer die beste Spiegelqualität? Wer liefert beste Spiegelqualität? Wie definierst Du beste Spiegelqualität?
b) "GOS" heißt GSO (Guang Sheng Optics)
c) GSO-Spiegel mit dem Maß 8"-f/6 sind bei mir im Bekanntenkreis mehrfach zur vollen Zufriedenheit ihrer Besitzer vorhanden. Die Spiegelqualität der beschreibenen parabolischen Hauptspiegel ist somit durchaus mindestens gut.

zu 4. Entscheidender als das Spiegelmaterial ist die aktive Ventilation, auf die hingewiesen werden sollte. Ich bin mir auch nicht mehr ganz sicher, ob Pyrex tatsächlich schneller auskühlt als niederpreisigere Spiegelträgermaterialien, wohl ist seine Formänderungstendenz mit sich ändernder Temperatur geringer und darauf kommt es an. Das sollte dann aber auch so benannt werden. Je größer der Spiegel und bei 12" ist da sicher schon die Grenze erreicht, wenn ich mich recht an so etliche Postings erinnere, umso sinniger ein besseres, also formstabileres Spiegelmaterial.
Könntest Du das mit der Wärmekapazität von Pyrex gegenüber Float/BK7 mal nachschauen und mitteilen, in Gegenüberstellung dann die Ausdehnungsbeiwerte? [Google dürfte schnell fündig werden, denke ich, oder die Suche hier. Links würden mir schon reichen.]

Wenn Du Deine Aussagen klarer formulierst und erst die Zusammenhänge lernst und sorgfältig recherchierst und dann postest, gibt es weniger Raum für Fehlerrichtigstellung. Du hast Talent, Dich aus dem Fenster zu lehnen - kein Thema, man darf Fehler machen, jeder macht Fehler. Lernst Du denn auch aus Deinen Fehlern?

Klare Himmel mit Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
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Könntest Du das mit der Wärmekapazität von Pyrex gegenüber Float/BK7 mal nachschauen und mitteilen, in Gegenüberstellung dann die Ausdehnungsbeiwerte? [Google dürfte schnell fündig werden, denke ich, oder die Suche hier. Links würden mir schon reichen.]
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Gut habe mal bei google geguckt und hier ein Link ( Ich hoffe es ist das richtige)
http://www.intercon-spacetec.de/ratgeber/vorteile_pyrex.html
 
moinmoin,

vielen Dank für die Okulartipps! meine wunschliste steht jetzt...^^

ich tentiere nun zu einem 300 cm GSO Dobson von TS.
nun gibt es davon allerdings mehrere Versionen. Da würde ich gerne noch einmal fragen, wie bedeutend die Unterschiede sind:

Beim Okularauszug:
GSD 300E : 2"Okularauszug
GSD 300 : 2" Crayford Auszug
Was ist da der Unterschied?

Beim Hauptspiegel:
Lohnen sich die Mehrkosten beim GSD 300 für ein Suparex Hauptspiegel im Gegensatz zu einem BK-7 (200 Euro mehr)

Rechtfertigt der Unterschied in der Ausstattung den Aufpreis von 300 Euro zwischen dem Gsd 300E und dem GSD 300 mit BK-7 Spiegel?
Beim GSD 300: "2" Übersichtsokular TS WA 30mm (Erfle Okular) - voll multivergütet
1,25" Super Plössl - voll multivergütet
Mondfilter"
Beim GSD 300E: "2" Übersichtsokular RK 32 - bietet mehr Gesichtsfeld, als jedes 1,25" Okular"
Weitere "Extras" des GSD 300:
1. angeblich "Dünne Fangspiegelstreben", anscheinend sind die beim 300E dicker?!?
2. "Industrie Rollenlager - kein einfaches Teflon Lager" Ist das nötig?

Lohnt sich das Zubehör, welches von TS dazu angeboten wird?
a) Ronchi Test mit Abbildung und Kurzinfo für 30,-
b) Justierokular aus Metall mit eingebautem Fadenkreuz für 45,-
c) Justierlaser mit seitlichem Einblick für 65,-
Ist ein Justierlaser in jedem Fall vonnöten?
d) 2" Verlängerungshülse - 35mm opt. Weg für 25,-
Was ist das überhaupt^^?

Die Angaben beziehen sich auf
http://teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm

Gibt es unverzichtbare Dinge (außer Okularen) die gleich mitgekauft werden sollten?

Vielen Dank
Martin
 
Hallo,
hoffe, dass es diese Mal richtig ist.
Bist du sicher, dass du ein 300cm Dobson kaufst?!?
Tobi
PS Ich meine, ein 3 Meter Spiegel ist etwas groß und sperrig.
PPS Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, aber du meinst sicher ein 300mm \30 cm Spiegel.
 
Hallo Martin,

die Unterschiede im OAZ betreffen die Verarbeitungsqualität und möglicherweise die Präzision im Fokussieren. Mit dem Öffnungsverhältnis von f/5 ist da eine feinfühlige und genaue Fokussierbarkeit schon von gewissem Vorteil. Ich habe an meinem GSO-8"-f/6 "nur" den Standard-2"-OAZ, bin damit zufrieden. Allerdings ist bei f/5 das ganze schon etwas kritischer. Das müssen Erfahrene damit mal texten. Wenns um direkt Hochquali geht, sicherlich eine schöne Sache. Wenns um erstmal eher da sparen geht (vielleicht sind andere Dinge im Zubehör attraktiver), würde es wohl auch der Standard-OAZ tun. "Früher" gab es den nur, und ich habe nicht von Problemen darüber gelesen.

Suprax/Pyrex etc. lohnen, wenn Du schneller optimale Abbildung im Hochvergrößerungsbereich haben willst. Wenn alles ausgekühlt ist, ist da kein Unterschied. Der Aufpreis ist ja nicht unerheblich. Zu bedenken wäre:

1. kühle Lagerung (draußen, Balkon...) beschert direkt einen optimal geformten Spiegel. Aufwendiges Material bietet in dieser Situation keinen besonderen Vorteil.

2. Ein sinnvoll angebauter Lüfter unten ist die beste Schnellkühlquelle. Allerdings sind dazu Verblendungen aus Hartschaumplatte o. ä. (per Klett/Gummi spurenfrei rückbaufähig) anzubringen, sonst kühlt der Lüfter nur sich selbst mit torusförmigem Gewirbel um sich herum ("Falschluft"). Viele lassen auch während der Beobachtung den Lüfter noch auf kleiner Stufe (geringere Spannung) mitlaufen, um sowohl dem Temperaturverlauf der Nacht zu folgen, als auch ruhige, geordnete Strömung im Rohr zu gewährleisten. (Instrumentenseeing-Verbesserung)

3. Solange der Spiegel nicht ausgekühlt ist, gibt es Instrumenten-Seeing, welches Hochvergrößerung verleidet. Unabhängig vom Spiegelträgermaterial.

4. Solange der Spiegel nicht ausgekühlt ist, können viele ausgedehnteren Objekte mit geringer Vergrößerung bereits beobachtet werden. Dann steigert man sich mit zunehmender Auskühlung nochmals zu vielen weiteren Objekten in den mittleren Vergrößerungsbereich.

An f/5 sollte man schon etwas aufwendigere (und höherpreisige) Okulare andenken, da sonst am Gesichtsfeldrand die Newton-Koma keine scharfe Abbildung mehr gewährleistet. Ich würde wohl darauf hinwirken, gegen geringeren Aufpreis im Paket kein 2"-RK (reversed-Kellner) Okular zu nehmen, sondern ein randscharfes, feines Weitwinkelteil. Das Budget bietet da ja wirklich viel Raum. Auch Plössls würde ich eher nicht so sehr andenken, obwohl sicher tragbar. Spaß am Dobson machen Weitwinkeldesigns. Hier ist wichtig, daß f/5 auch randscharf ist. Nimm eine sinnvolle Abstufung. Ich bin mit meinem SW Zoom 5-8 (80 Grad Feld) sehr zufrieden, aber da werden noch viele edle Vorschläge kommen.

Soweit mir bekannt sind die FS-Spinnenstreben beider Geräte gleich und dünn und gut.

zu a) Ronchitest: Gegenfrage: was brächte eine Leistungsmessung mit Zertifikat Deines Autos? 62,05 PS zum an-die-Wand-Hängen. Ich würde in Equipment investieren. Wenn Du das Gerät hast, justiert hast und unter gutem Himmel ausprobierst, wird sich schon zeigen, ob Du zufrieden bist (Erfahrungswerte kannst Du hier finden+diskutieren, Kollegen durchschauen lassen), oder dann halt zurück zum Händler, der ja m. W. beugungsbegrenzt garantiert, zurücksendest und ein weiteres Exemplar ausprobierst... Die allerallerallermeisten sind mit GSO aber zufrieden, was ich hier in 2 Jahren so alles gelesen habe und auch in meinem Bekanntenkreis stellt sich das so dar.

zu b) die ganz Ausgefuchsten können mit einer Kleinbilddose und am Stern fokussieren. Ein Laser ist aber auch sehr hilfreich. Lies doch einfach mal schon ein paar Justieranleitungen, da gibt es haufenweise hier im Forum. Wisse, Dein Newton bringt nur richtig gute Leistung, wenn er 1. justiert und 2. ausgekühlt ist. (Zudem schadet auch nicht, ihn mit Schwarzfilz oder Schwarzvelours innen auszukleiden und die Lager durch größere, günstige Teflonstückchen zu verbessern, dann gehts ab!)

Die Verlängerungshülse ist schlichtweg ein Stück optischer Weg zum reinstecken in den OAZ und mit Klemmung am oberen Ende. Manches 2"-Okular müsste sonst etwas rausschauen aus dem OAZ, um in den Fokus zu kommen (bei mir mein 2"-30er BW, 80°, läßt sich aber auch fokussieren durch nicht ganz reinstecken und dann noch supersicher klemmen.) Für Barlowlinsen können Verlängerungen deren Wirkung verstärken, es ist lediglich das Stückchen Strecke, um das es geht. Da ist keine Linse drin, nichts.

Zu zusätzlicher Ausstattung:

- Rotlampe (LED-Fahrradrücklicht z. B.)
- Sternatlas (Karkoschka) zum Finden

Und über die okularseitige Ausstattung würde ich noch ausführliche Beratung anregen. Eigentlich will "man" heute am Dobson immer Weitwinkel. Im Geringvergrößernden Bereich wegen des großen Stück Himmels für schwache Objekte, im höheren Bereich, weil dann auch die scheinbare Himmelsdrehgeschwindigkeit mitvergrößert wird und Du immer bedenken mußt: nachschubsen, ausschwingen, beobachten. Mit größerem Feld hast Du dann mehr Zeit zur Beobachtung und bist nicht nur am warten. Auch wichtig bei Okularen: der Einblick. Ich wollte nicht vor einem 6er Plössl "kleben", die Wimpern schon fast im Klotz.

Vielleicht habe ich etwas helfen können,

klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Hallo Martin
Du brauchst die Verlängerunshülse erstmal NICHT. Sie ist halt für denn Fall, dass du mit dem okular nicht in in Fokus kommst. Das musst du aber am Gerät direkt testen. Man kann auch das Okular ohne Bedenken ein Stückchen aus dem Okularzug ziehen.
Bis bald
Marcus
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