welches Fernglas 10x50

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Ich rate vorerst zum 10x50. Ein 15x70 eventuell später und zusätzlich?
Das Stativ ist auch für´s 10x50 ein großer Gewinn, wenn man etwas in Ruhe beobachten will, anderseits kann man abwechselnd auch bequem freihändig umherschweifen. Das ist mit einem 15x70 mühevoll(er).
Das Skymaster hat keine volle Mehrschichtvergütung (nicht auf den Prismen), die 15x70 von TS und von Omegon(?) schon. Das sollte mehr Kontrast bringen, was wichtig ist. Die LE-Serie von United Optics/Kunming (daher stammen alle genannten) ist punkto Kontrast ohnehin steigerbar (das liegt auch an nicht so guter Innenschwärzung), zumindest das vollvergütete Exemplar das ich habe. Die nächste Fernglaskategorie (um 200€, Porro nat.) bringt einen merklichen Sprung punkto Kontrast/Vergütung/Schwärzung. In dieser Kategorie gibt es aber meines Wissens keine neuen 15x70, erst wieder über 300€ in Marine-Bauweise mit Einzelokularverstellung und viel mehr Gewicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ok, das Nikon 10x50 ist bestellt. Vorsichtshalber zwei Exemplare, wg. eventueller Schwankungen i.d. Endkontrolle.
Gelten die üblichen Tests zum Prüfen der Qualität von Optik und Justierung auch für rein astronomische Anwendungszwecke, oder gibt es da noch zusätzliche Methoden?
 
Hallo Dominique,

danke für deine Erläuterungen zum Thema Stativanschluss. Nun finde ich endlich Zeit, dir darauf zu antworten.

Ich beobachte ja fast ausschließlich mit Porro-Gläsern und da gibt es wirklich gute Lösungen. Hervorheben möchte ich die sehr durchdachten zweiteiligen Adapter für die CZJ/Docter-Porros. Aber wie sieht das bei Dachkantgläsern aus. Mein einziges Glas dieser Art ist ein Kowa Genesis 8x33. Dieses hat ein Stativgewinde objektivseitig vorn in der Knickbrückenachse und das finde ich sehr vorbildlich, auch wenn ich den Anschluss bei diesem Glas wohl nie nutzen werde.
Ich kann viele deiner Argumente gegen ein Stativgewinde objektivseitig vorn in der Knickbrückenachse nachvollziehen, gerade an Gläsern mit Durchgriff, finde sie aber für mich trotzdem als die bessere Lösung, wenn auch nicht perfekt. Das liegt vielleicht daran, dass wir ein Fernglas auf dem Stativ unterschiedlich handhaben.
Du schreibst:
Zitat von leicam62003:
Ein Hauptproblem welches ich erkenne ist folgendes:
Wenn ein Anwender z.B. einen auf einen Fluss startenden Schwan beobachtet, oder im Grundsatz bewegte Objekte verfolgen will, wird alle Kraftübertragung seitens des verwendeten Equipments auf die Nahtstelle FG und Schraube übertragen. Und das unbefriedigend, meine Erfahrung. Wenn ich einen mit Friktion ausgestatteten KK oder einen Neiger oder.... benutze, muss ich die gewählte Einstellbremse mit dem FG+Halter überwinden. Zu diesem Umstand im Lastfall kommt die Masse, die einen Überhang in Richtung Okular oder Objektiv erzeugt, da der Stativanschluss nicht im Schwerpunkt liegt. Die Schraube/Verbindung wird also bei „aktiver“ Nutzung m.E. unsachgemäß beansprucht und unweigerlich auch das FG-Gehäuse.
Ich habe immer mindestens eine Hand am Neiger zur Nachführung und gegebenenfalls die andere an der Fokussierung. Es wird dabei keine Kraft zur Nachführung über den Fernglaskörper ausgeübt. Die Schraubverbindung ist natürlich klar die Schwachstelle. Allerdings erwarte ich von einem führenden Hersteller, das trotz ungünstiger Masseverteilung (Ungleichgewicht, Hebelwirkung) das Fernglasgehäuse davon bei normalem Gebrauch unbeeindruckt bleibt.
Warum sind die Universaladapter, wie Binofix, für mich Krücken. Nun, ich bin kein Freund dieser Befestigungsbänder. Einige Stichworte sind hier: fummelig, (un)sicherer Halt und verrutschen, schiefes Festziehen, Verstellung des Augenabstandes!!! Unter einer guten technischen Lösung stelle ich mir etwas anderes vor. Außerdem ist so ein Adapter im Vergleich ziemlich groß.
 
Hallo Ralf,
uns ist ja bekannt, dass die Meinungen in der Sicht auf solche technischen Details auseinander gehen.
Ich schrieb ja auch KK = Kugelkopf, sicher, der Neiger mag da die bessere Variante der Bedienung sein.

Ich möchte an z.B. meinen Swaro kein Gewinde, selbst wenn vorhanden, vorne nutzen wollen. Stop&Go im Feld, wie mit z.B. Einbein beschrieben, vermögen die ~1000gr. nicht nach meinen Vorstellungen am integreirten Gewinde halten. Deine Vorgehensweise ist eben eine andere, aber wie ich erwähnte, ein Hersteller muss die Variablen der Anwendergewohnheiten mit berücksichtigen. In der Gebrauchsanweisung sollen ja keine Ausnahmen stehen.

fummelig, (un)sicherer Halt und verrutschen, schiefes Festziehen, Verstellung des Augenabstandes!!!

Nein, kann ich gar nicht bestätigen. Alles gut durchdacht, zumindest bei dem Modell, welches ich hier habe.
Verrutschen tut da nix, sehr fixierte Einheit vom UTA und Glas.
Schiefes fest ziehen kann ich nicht feststellen, da das gewählte Auflagematerial relativ stumpf ist und man auch schnell die Montagepraxis raus hat.
Wenn die Anpassung der Augenabstände am Glas innerhalb der UTA meinst, sicher, dass ist ein KLEINER Umstand. Doch, mit wenigen Sekunden ist das Glas entnommen und wieder platziert.

H I E R z.B.

Aber: Sollte mal warum auch immer, dein Stativ stürzen, ist die Gewindelösung die weit aus schlechtere. Die Kräfte gehen mit Sicherheit auf die formschlüssige Verbindung, hingegen kann das Glas im UTA unter dem Gurt durch begrenzten Kraftschluss "verrutschen" diese besser ableiten.

Danach legt man kein FG aus, dennoch für mich ein Vorteil.

Der beste UTA ist der des EL42, technisch wie optisch. Dummerweise nur für diese Modellgröße, warum auch immer.

H I E R

Außerdem ist so ein Adapter im Vergleich ziemlich groß.

Stativ und Tasche im Feld + Glas?, da kommts auf das kleine Ding nicht an, passt in jede Frontasche.
Sicher, nicht der Zeiss, der ist, sorry, dumm durchdacht.
 
Hallo Dominique,

die UTAs von Swarovski hatte ich noch nicht in den Händen. Schön, das diese besser funktionieren. Den Adapter ohne Befestigungsband fürs EL42 kannte ich noch nicht, sieht gut aus.
 
Hallo Ralf,
den Überwurf kann man demontieren, dass Gummischloss ist im Halbscharnier, somit wirklich im Packmaß klein, da dann 2 kleine Teile in jeder Tasche Platz finden.

Nikon geht diesen Weg UTA Nikon soft

und mit Gewalt: Monster !

Und beim Bushnell gefiel mir der Verschluss nicht.

Einzig der von Leica vermag da noch eine gute Konstruktion sein, da er mit einer Prismenaufnahme verbaut wurde. Leica
 
Re: welches Fernglas 10x50 (bisschen OT)

Hallo Dominique,

der Preis für den Nikon Stativadapter (Soft) ist schon eine Un­ver­schämt­heit. :o
 
Re: welches Fernglas 10x50 (bisschen OT)

Zitat von selenograph:
........
der Preis für den Nikon Stativadapter (Soft) ist schon eine Un­ver­schämt­heit. :o

......würgen muss ich auch bei den Preisen der FG, gleichgültig aus welcher Oberliga. Einziger Trost, so ein Teil hält wahrscheinlich ein ganzes Fernglasleben - so darf man glauben.

Wenn ich´s richtig hier bei meinem sehe, es stehen die Ersatzt.Nr. winzig klein auf den Bauteilen. Also Nachkaufgarantie und da hat man, auch der UTA ist nicht "günstig", ein ganz gutes Gefühl und toleriert den Preis.
 
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