Welches Fernglas für Astronomie?

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orion76

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Hallo!

Ich bin auf der Suche nach einem Fernlgas für astronomische Beobachtungen. Zur Zeit beobachte ich mit einem Nikon Action 10x50 und bin nicht so recht zufrieden. Das Glas hat m.E. eine deutliche Randunschärfe und außerdem eine leichte (vielleicht auch in dieser Presiklasse normale?) Dejustage. Dies ist mir aufgefallen, bachdem ich durch ein Leica? eines bekannten schauen konnte.

Daher suche ich ein Ferngals, dass folgende Eigenschaften erfüllen sollte:

- leicht
- 42-50mm Öffnung
- bis EUR 1.000,-

Danke im Voraus!
 
Tach ... vielleicht noch 100-200 EUS drauflegen ?
Dann machst Du bei den 42er Victory FL von Zeiss sicher nichts falsch. Vergrösserung nach 'belieben', wobei ich eher der 7-fach-Fan bin!

Also wenn ich schon soviel Geld ausgebe, dann richtig!


Grüsse
Carsten

PS
Hast Du denn alle Deine Kriterien bzw. Deine Einsatzschwerpunkte schon klar definiert ? Mit 1200 EUS kann man natürlich im Fernglasbereich auch interessante Alternativen oder auch Kombinationen zweier Gläser wählen. Meines Erachtens nach muss man da aber nicht zwingend soviel Geld ausgeben, um gut Beobachten zu können. Nach einigen Jahren Erfahrungsammeln kaufe ich mir zum Winter für den Einsatztyp Astro ein kleines Miyauchi 15x60 (45°-Einblick). Die mit Stativ gegebene Bildruhe und das bequeme Beobachten höherer Objekte ist mindestens so wichtig (für mich), wie ein randscharfes Bild oder die Eleminierung des letzten Geisterbbildes.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

darf es etwas weniger kosten?
Muss es unbedingt 10x sein?
wird es auch für Naturbeobachtungen genutzt?

Bei ja, nein und ja würde sich ein Fernglas anbieten, welches ich kürzlich testen konnte und als
-für mich- ideal empfunden habe.

Das Swift 8,5 x 44 ED.

+ Sehr gut freihändig nutzbar/großes Feld/farbfehlerfrei/gute (Rand)Schärfe und Transmission/exakter,
treffsicherer Mitteltrieb/gute Haptik und Verarbeitung

- eingeschränkte Brillenträgertauglichkeit

Ich habe selten ein so gutes Preis-/Leistungsverhältnis gesehen.
Z.B. dort> www.optixxx.de <kann man sich das Teil ansehen.
CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Für reine Astrozwecke würde ich auf jeden Fall zu einem 10x50 raten, weil das Optimum an Auflösung und Lichtstärke durch so ein Glas gegeben ist, bei Freihandbeobachtung. Ein weiterer Vorteil ist, dass man für Astrozwecke sicher kein High End Fernglas benötigt, zum Beispiel ist der Streulichtschutz nicht ganz so wichtig, wie bei der Tagbeobachtung, ebenso wird keine Wasserdichtigkeit benötigt.

Eine Empfehlung kann ich allerdings nicht abgeben, im 10x50 Bereich suche ich selber noch. Interessant scheint mir das neue Minox HG 10x52 BR zu sein. Kennt das jemand?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

theoretisch ein uneingeschränktes JA.
Praktisch hat sich bei meinem Vergleich (neben dem Swift ein älteres Swaro und ein Zeiss Jena,
jeweils 10fach), daß ich mit 8,5 fach freihändig besser bedient bin.
Handzittern ist individuell und ICH konnte das höhere Auflösungsvermögen der 10fach Gläser in
der Praxis nicht unsetzen. Ich sah z.B. die Sternhaufen im Fuhrmann im 8,5 x 44 zwar etwas kleiner, aber midestens
ebenso deutlich wie im 10x50 Glas und sie standen, auch aufgrund guter Schärfe und Transmission
"sauberer" im größeren Himmelsumfeld.
Man merkt eigentlich erst im direkten Vergleich, was man besser nutzen kann.

Wenn es ein reines Astroglas werden soll und 10fach tatsächlich ruhig gehalten werden kann,
ist das Fujinon FMT-SX 10x50 mit Einzelfokussierung m.E. mehr als einen Blick wert.

CS
*entfernt*
 
Hallo Carsten,
wo Du Recht hast, hast Du recht.
Ich weiß nicht, wie es anderen Leuten geht, aber 10fach und leicht verträgt
sich in meinen Händen überhaupt nicht.
Ich brauche da zwingend mehr als 1000 Gramm oder "Stabi".
CS
*entfernt*
 
Hallo Günther .... ich beneide diejenigen, die ein 10er Glas wirklich über einen längeren Zeitraum freihändig nutzen können. Das ist echt der Knackpunkt, meiner Ansicht nach.

Zum spontanen Spechteln verwende ich derzeit mein 7x40. Will ich dann demnächst entspannt und locker stundenlang den Himmel durchforsten, werde ich dies mit einem Miyauchi 15x60 oder ähnlichem tun, also definitiv mit einem 45° oder 90° Einblick.

Deswegen neige ich immer relativ schnell dazu, wenn ein Astroglas gesucht wird, was stativgebundes zu empfehlen. Klar kann man mit einem 10x50 mal eben kurz in den Himmel gucken .... aber wirklich eine Stunde (oder auch nur 10 Minuten) am Stück mit Gewinn?

Aber wie auch immer, man muss diese Erfahrung einfach selber machen. Der eine Mags, der andere nicht.

Gruss
Carsten
 
Hallo Carsten,

genau so sieht´s aus. Ich habe mich ja aus monetären Gründen zunächst für das 10x50 aus Jena
entschieden, unter bewußter Inkaufnahme der Nachteile.
Derzeit habe ich eine Schulterstütze in Arbeit. Erste Test´s verliefen für 10x50 recht
vielversprechend. Ein Laufgewicht ersetzt den üblichen langen Hebel nach hinten und kann im
fertigen Zustand hoffentlich verschiedene Fernglasgewichte exakt ausgleichen. Ob das mit 12facher oder
15facher Vergrößerung noch sinnvoll nutzbar ist, wird die zukunft zeigen.
Trotz schneller Einsatzbereitschaft hat dieser Aufbau mit Freihand nichts mehr zu tun. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Fest steht, und damit zurück zum Thema, 10fach Freihand ist für mich schon kritisch und von
Beobachtungsdauer/Tagesform, Fernglasgewicht/Haptik abhängig.
Abschließend empfehle ich dringend, solche Gläser unabhängig von guten und richtigen
Empfehlungen, sebst bei unstrittiger optischer Qualität, einem persönlichen Handhabungs- und
Eignungstest zu unterziehen und im Zweifelsfall vergrößerungstechnisch einen
Gang zurück zu schalten.

CS
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

10-fach freihändig - das geht nur für kurze Zeit, da sind wir wohl einer Meinung. Für Astroanwendungen versuche ich immer, eine Stütze (Baum, Mauer) oder noch besser einen Liegestuhl zu nutzen, dann geht auch ein 12x60 Glas über mehrere Minuten. Selbst mit meinem 8x35 ist eine leichte Stütze von Vorteil.

Das Fujinon finde ich für Astrozwecke ebenfalls interessant, bloss die Einzelokulareinstellung macht es für alle anderen Anwendungen absolut untauglich.

Hat noch keiner durch die neuen Minox geschaut?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo an Alle!

Zunächst vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Dazu folgendes:

- An das Fujinon habe ich auch schon gedacht - oder seinen angeblich genauso guten Nachbau von TS oder APM, jedoch stören mich zwei Dinge: das Gewicht (1,6kg) und die Einzel-Okular-Fokussierung.
- Das Zeiss Victory 8x42 FL wäre mein Favorit - aber der Preis ist schon heftig - wenn der Betrag noch dreistellig wäre würde ich es mir überlegen!
- Weiterhin von Zeiss gibt es die Conquest-Gläser, die zwischen EUR 600,- und 900,- liegen - vielleicht kennt die jemadn und kann was dazu sagen.
- Die Minox-Gläser sind mir auch schon aufgefallen, allerdings konnte ich sie bislang nicht in Natura begutachten. Kennt vielleicht jemand das Minox BL 8x42 BR?

Keine leichte Entscheidung. Ich werde wohl mal versuchen irgendwo die Minox-Gläser und die günstigeren Zeiss zu finden. Vielleicht ist da ja das richtige dabei!
 
Hallo,

wenn es 1000 Euro kosten darf, dann schau Dir auch unbedingt die Nikon 42er HGs an. Die sind optisch auch Spitzenklasse.
Die einzgen Nachteile sind vielleicht das im Vergleich zum Zeiss FL kleinere Sehfeld und ein höheres Gewicht (ca. 40 g). Dafür ist die Randschärfe besser!

Allerdings wird des schwierig sein einen Händler zu finden, der die HGs vorführbereit hat.

Evtl. wäre auch ein gebrauchtes Spitzenklasse-Fernglas eine gute Wahl (z. B. Trinovid 10x50), aber das ist dann einiges schwerer.
 
Wie wäre es mit einem bildstabilisierenden Canon 10x42 L IS? Soll ja sehr gut sein, zumindest laut Herrn Schön und anderen Experten. Vielleicht mal im juelich-bonn.com schauen.
 
Hervorragende Idee, zumal dieses Glas derzeit mit 150,-EUR cashback zu haben ist

http://canonextrapromotion.onlinerebates.com/intro.aspx

Dieses Glas ist ohne IS mit das Beste 10x50, durch das ich je durchgeschaut habe. Es spielt in einer Liga mit meinem Trinovid 10x50 BN.

Ohne IS ist 10-fach nur bedingt am Sternhimmel machbar. Eine Auflage oder eine Isomatte erhöht die Detailabbildung um ein Mehrfaches. 7- oder 8x Gläser sind aber IMHO nur Krücken, da sie zwar subjektiv das Zittern vermindern, dies aber zu Lasten der Auflösung und Lichtstärke tun(wie war das mit Teufel und Beelzebub...). Es geht hier stets um den besten verträglichen Kompromiß.

carpe noctem
Matthias
 
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