Welches Fernglas macht euch am meisten Freude?

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Hallo Bernhard

Ich hatte Ende April beim Thread "100 mm Fernglas" auch mal meinen Senf dazu gegeben und zum Schluss was über das BT81S-A geschrieben, aber ich glaube da war die Luft schon draußen, ich habs nochmal hier hinein gestellt:




Re: 100 mm Großfernglas [Re: plonsky]

Hallo Stefan

Letzten Sommer habe ich mir den kleineren Bruder bestellt,
den TSG 7090 und nach einer halben Stunde Prüfung eingepackt
und zurückgeschickt. Die Prismen waren zu klein, das wurde
in anderen Threads vom 100 Glas schon gesagt, so auch bei
dem kleineren handlichen Teil.

Aaaaber, was ganz schlimm war, die Prismen waren dejustiert,
es lag sogar eine Justageanleitung bei, die beschreibt wie der
Prismenkopf zu öffnen sei und welche Schrauben dabei benutzt werden.

Wie gesagt, das Glas ging als Ausreißer zurück, klappte alles
prima und ein neues geliefert und sofort überprüft.
Das Ergebnis war genau gleich, nur daß sich die Justierschrauben
schlechter bedienen ließen wie beim Vorgänger.
Die Vergrößerungsfähigkeit lag weit unter dem,
was in der Beschreibung zu lesen war, es war gerade mal 20x zu erreichen,
dann wurde der Unterschied der einzelnen Objektive klar und deutlich sichtbar,
von erfüllender Beobachtung war ich weit entfernt.

Das Glas ging natürlich auch zurück, der Service hierzu war aber
genial, es wurde mir gesagt, daß möglicherweise die ganze
Serie oder Lieferung betroffen sei.

Ich bin dann auf ein anderes Produkt umgestiegen,
eines das was gar nicht bei TS auf Lager war
und auch nicht im Sortiment vorgesehen war, es war das
Vixen BT 81 S, welches mir schnellst möglichst vor Beginn meiner
Urlaubsreise geliefert wurde.

Ich habe das Glas einige Male bis jetzt im Einsatz und mit meinem
100 mm Selbstbau aus den "Semi Apo Triplet" Objektiven verglichen,
das Teil ist für seine 80 mm sehr sehr leistungsfähig
und eine tolle Alternative zu 100mm Gläsern die preislich auf gleicher Höhe liegen,
aber qualitativ da nicht rankommen.
Nun habe ich mit meinem Vixen Glas keinen Ärger, bin sehr
glücklich damit geworden, habe im Urlaub einen Abend lang
Gehsteigastronomie damit gemacht und nur in begeisterte
Gesichter geschaut.
TS hat das Glas kurze Zeit später in sein Sortiment aufgenommen.




Ja Bernhard, ich werde noch die 13,8mm Okulare der Serie 4000 testen, das 17er auch noch,
obwohl ich leider nur eines habe, aber zum testen wird es gehen.

Gruß Daniel

 
Hallo Dominique,

auch wenn es OT war, was Du beizutragen hattest, fande ich Deine Ausführungen zum Vergleich Nikon EII <> Zeiss SF sehr hilfreich!

Zu dem erwähnten "Liliputismus-Effekt" möchte ich noch etwas ergänzen:

Beim Vergleich der beiden Ferngläser haben wird im Abstand von ca. 2 Metern einen Aktenschrank anvisiert. Im Nikon konnte ich 8 Rücken zählen, im Zeis 7 (bei gefühlten ähnlich großen Gesichtsfeldern). Somit hatte ich den Eindruck, dass das Zeiss eine stärkere Vergößerung hatte, als das Nikon. Beide hatten jedoch 8fach. Die Schrift am Ordnerrücken erschien tatsächlich deutlich größer. Für mich ein Vorteil bei der Vogelbeobachtung.

Ein anderer Test war das Betrachten einer weißen Wand. In beiden Gläsern war die Helligkeit gleich und dass bei 30mm gegen 42mm Öffnung. In der Dämmerung wird das wohl anders aussehen.

Was mich aber richtig "auf die Palme" gebracht hatte, war der Mitteltrieb, der knirschende!

Vielleicht erinnerst Du Dich, wie ich mein Zeiss Terra 8x40 oder 42? spontan zurückgegeben hatte, da der Mitteltrieb ein Spiel von 5-10 Grad aufwies, das Fokussieren war eine Qual. Und jetzt bei Spitzenmodell ein deutliches Knirschen zu spüren! Was macht Zeiss da eigentlich? Ich finde es unfassbar, dass so etwas durch die QS gelangen kann.

Und das Material des Fernglases fühlte sich auch nicht besonders wertig an, da ist das Nikon ein kleiner Handschmeichler.

Fazit für mich:
es ist wichtig, durch die Gläser zu schauen, um sich eine Meinung zu bilden. Der sehbare Unterschied war minimal, der Preisunterschied schon gewaltig.


Dir viele Grüße und nochmals Dank! für die Infos.
Jo
 
Lieber Jo.

Beim Vergleich der beiden Ferngläser haben wird im Abstand von ca. 2 Metern einen Aktenschrank anvisiert. Im Nikon konnte ich 8 Rücken zählen, im Zeis 7 (bei gefühlten ähnlich großen Gesichtsfeldern). Somit hatte ich den Eindruck, dass das Zeiss eine stärkere Vergößerung hatte, als das Nikon. Beide hatten jedoch 8fach. Die Schrift am Ordnerrücken erschien tatsächlich deutlich größer. Für mich ein Vorteil bei der Vogelbeobachtung.

Gefühlte Gesichtsfelder sind hier nicht interessant, mehr auf 2 Meter Entfernung real bewertete. SF 148m/1000 zum EII 154m/1000m, den Rest kannst du mathematisch ermitteln.

Ein anderer Test war das Betrachten einer weißen Wand. In beiden Gläsern war die Helligkeit gleich und dass bei 30mm gegen 42mm Öffnung. In der Dämmerung wird das wohl anders aussehen.

Da der Helligkeitsvergleich gleich war, deutet dies auf eine Beleuchtungsstärke der Wand hin, die eure Augenpupille in der Grenze ausweitete, als das die Mehrleitung der 42mm Öffnung nicht generiert wurde.
Wenn du ein strahlend helle Wand mit einem 8x20 oder einem 8x56, oder etc. 8fach Glas bertrachtest und deine Pupille sich auf Grund der Helligkeit nur auf 2mm öffnet, wird auch hier kein Unterschied zu erkennen sein (theoretisch). Nein, denn 2x D AP x V = 8 ==> beide Eindrücke endsprechen einem 8x16.

Und ja, erst wenn die AP des Auges auf Grund der Dämmerung einen Durchmesser von > 4mm fordert, wird der Unterschied 42 zu 32 sichtbar. Z.B. aber auch am Tage im dichten Dickicht oder ggf. bei dichtem Wald in Bodennähe, dort saufen in den Schattenpartien Details im 32mm Glas ggf. bereits vorher ab.

In diesem Zusammenhang sind weniger die Helligkeitseindrücke unter Tagesbedingungen interessant, sondern mehr basierend auf einer weißen Referenzfläche die Vergleiche der AP beider FG hinsichtlich der wenn überhaupt vorhandenen Farbstiche.

Was mich aber richtig "auf die Palme" gebracht hatte, war der Mitteltrieb, der knirschende!
Vielleicht erinnerst Du Dich, wie ich mein Zeiss Terra 8x40 oder 42? spontan zurückgegeben hatte, da der Mitteltrieb ein Spiel von 5-10 Grad aufwies, das Fokussieren war eine Qual. Und jetzt bei Spitzenmodell ein deutliches Knirschen zu spüren! Was macht Zeiss da eigentlich? Ich finde es unfassbar, dass so etwas durch die QS gelangen kann.

Die Großen haben teils ihre QS nicht richtig im Griff, definitiv. Da kann die eine oder andere Banane schon mal beim Kunden reifen, ärgerlich, ja. Daraus resultiert aber nicht, dass die Hersteller schlechte Gläser bauen.

Bei Zeiss hat man sein Glas, wenn nötig, innerhalb von 14 Tagen (bei mir ~12) wieder zurück. Und in meinem Fall, perfekt. Erkundige dich mal, wo dein EII im Falle eines Falles repariert wird und wie lange es dauern würde. Guck mal.
HIER

An Stelle sich über den MT des Kollegen SF zu ergießen, würde ich dem Hersteller, in diesem Falle Zeiss, die Chance geben seine ausgelieferten Mängel zu beseitigen. Das werden die erledigen, m.E. und nach meinen Erfahrungen mit über 100%.
Es mag Gläser geben, die sich wertiger anfühlen, keine Frage. Doch emotionale Sichten auf einen Gegenstand sind für den technischen Nutzwert eines WERKZEUGES zweitrangig. Und ja, ich liebe auch präzise Werkzeuge und da auch das von mir zuvor mit Zweifeln mir nicht behagte SF nun längere Zeit im Einsatz ist, sehe ich das in Summe anders. Das SF hat Werte, auch in der Verarbeitung und Präzision. Mit den mechanischen Sachverhalten der verwendeten Bauteile des SF darf man sich für ein finales Urteil aber differenzierter auseinandersetzen, als es auf Grundlage gefühlter Neigungen zu fällen.

Fazit für mich:
es ist wichtig, durch die Gläser zu schauen, um sich eine Meinung zu bilden. Der sehbare Unterschied war minimal, der Preisunterschied schon gewaltig.

Stimmt, unbenommen.
Der sichtbare Unterschied wird aber dann sichtbar, wenn man die Unterschiede sichtbar macht. Sie treten dann hervor, wenn die Parameter dafür vorhanden sind. Z.B. bei gerade diesem Wetter zum Zeitpunkt dieses Beitrages (~19:00Uhr). Leider gehen den 32er Öffnungen hier bereits die Lichter aus.


Wie erwähnt, ein FG mit 32mm kann man nicht mit einem 42mm Glas vergleichen, schon gar nicht hinsichtlich der Bauweise. Der Ansatz ist schon m.E. (falsch) ein vollkommen anderer.
Naja, Äpfel und Birnen, kennst du ja vergleichsweise. Klar, 3 Äpfel und 2 Birnen sind 5 Obst, mit so einer Bestellung kann nur keiner (kaum) etwas anfangen.
Des Weiteren darf man das eine nicht aufzeigen und anderes nicht erwähnen, dies verzerrt das Bild. Hier lesen viele User oder Gäste mit und da finde ich schon, wenn man pauschal seine Meinung zu Sachverhalten postet, sollten diese sich auch auf nachvollziehbare Sachverhalte stützen. Ist nicht böse gemeint, meinerseits nur so ganz generell erwähnt.

Die Freude und der Spaß an deinem EII sei dir unbenommen und ich kann diesen vollkommen nachvollziehen. Und es ist immer noch ein hervorragendes Fernglas, dies zeigen unzählige Anwender und Test´s auf. Eine Gegenüberstellung zum 42 DK ist aber sachlich betrachtet falsch. Ergo, die gefühlte Bewertung ebenso. Das EII passt mir zum Beispiel, und sei es noch so super dolle toll, nicht in mein Anforderungsprofil, da es eben gewisse Anforderungen nicht erfüllt, als Porro erfüllen kann.

Ein EII als 8x42 mit den mechanisch,- optischen Eigenschaften des SF in Porro Bauweise, hört hört, wäre m.E. fast genauso kostspielig.

differenziert klärenden.....


 
Hallo,

von mir auch noch ein paar Ergänzungen zum Nikon 8x30EII,
Das ist einfach ein schönes Porroglas mit großem Sehfehd und guter Mittenschärfe. Ich habe dieses Glas seit 10 Jahren und nehme es immer wieder mal gerne zur Hand. Es ist ein guter Klassiker und hat einen gewissen "Retrocharme".
Ich habe aber auch vor über einem Jahr mir ein Zeiss Conquest HD 8x32 zum Vergleich mit nach Hause genommen.
Ich habe viel verglichen auch mit anderen Personen, das Nikon EII ist wirklich nett, aber das Zeiss Conquest HD war im direkten Vergleich besser, nach meinem subjektiven Eindruck sind die Farben brillianter und die Schärfe noch einen Tacken besser.
Also, nach meiner Meinung ist das Nikon 8x30EII ein tolles Glas, das wurde ja auch schon viel hier und in anderen Foren besprochen, aber an die modernen aktuellen Gläser kann es nach meiner Meinung nicht mehr ganz heranreichen.

Mein Lieblingsglas für Naturbeobachung am Tage ist das Zeiss Conquest HD 8x32, in der Dämmerung nehme ich noch lieber das Meopta 8x42 oder das Lunt 7x50. Für die Astronomie ist mein Lieblingsglas das Fujinon 16x70 und das "billige" TS 10x50 Marine ist ein erstaunlich gutes Glas am Sternenhimmel und das unabhängig von seinem günstigen Preis.

Viele Grüße und viel Spaß mir Euren Lieblingsgläsern ;-)
Jürgen
 
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Vll. nochmals zur Klarstellung meinerseits:

Es war nicht meine Absicht, dem EII seine bekannte Leistung abzusprechen. Warum auch? Man darf froh sein Porro Ferngläser im Sortiment des Marktes zu finden, dessen Eigenschaften viele Interessenten ansprechen. Seien es die optischen oder die mechanischen oder einfach nur, weil ein Porro ein Porro ist. Wer schon einmal durch ein Swarovski aktuelles Habicht 7x42 oder den kleinen oder großen Bruder geschaut hat, wird das verstehen. Deren Optik entspricht mehr oder minder den Premiumgläsern.
Wie auch immer, mir ging es um den Umgang mit der Gegenüberstellung von unterschiedlichen Fernglaskonzepten und deren Bewertungsparametern. Ferner werten sicher berechtigte kritische Anmerkungen eines aktuellen Modelles der Großen dieses Modell ab, aber werten dadurch das andere nicht auf. Wer eine 15-25 Jahre alte Fernglasoptik erwirbt, erwirbt vollkommen unabhängig von den derzeitig aktuellen Gläsern auch die 15-25 Jahre alten Eigenschaften. Das ist Fakt, aber auch, das diese nicht schlecht sein müssen.

Eine schöne Belederung an einem Porro hat was, unterstreicht auch die Formsprache und das Design. Eine moderne Gummierung, wenn sie denn richtig verarbeitet ist, hat aber im richtigen Feldeinsatz ganz andere Nehmerqualitäten. Ob man diese nun schön findet oder nicht, ist für den an sich grundsätzlichen Vorteil in der Beurteilung mehr persönlich als sachlich.

Das als Beispiel meiner Absicht auf zu führen, persönliche Sichten in Bewertungen separiert und abgegrenzt vom Kern der Sache als Randbemerkung zu verzeichnen.

 
Also ich bin derzeit mit dem Nikon A30 Fernglas 10x25 sehr zufrieden. Durch das minimale Gewicht von ca 300g kann man das Fernglas praktisch überall mitnehmen und trotz des geringen Durchmessers entsteht eine gute Sicht. Mit der Haptik muss man auch nicht meckern. Wer genauere Daten sehen möchte kann mal hier nachschauen. :)
 
................ Taschengläser, ... er hat Joda gesagt :)

Diese ominösen umstrittenen kleinen 2,5mm AP, jene sind doch keine Ferngläser im KLASSISCHEN Sinne!

Spaß bei Seite, so ein nettes Teil habe ich auch und jeder für sich sollte so ein Gläschen testen.

Und wenn man noch minimalister Unterwegs sein will, da gäbe es viele Anwendungsbeispiele, der nimmt 1/2 x 8x20 :)

Ich jedenfalls nutze die Begleiter sehr gern und von der Qualität mal gänzlich abgesehen..
 

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Moin,

final bin ich bei meinem Zen-Ray HD Prime 8x42
geblieben. ED Gläser, Flattener, 141/1000 also ca. 8°
randscharfes und kristallklares Gesichtfeld machen mir
viel Freude. Meine brillentragende
Frau kommt ebenfalls gut damit zurecht.

LG Arno
 
Ich habe leider nur ein Fernglas, ein Swarovski EL 10x50. Allerdings bin ich mit dem sehr zufrieden. Verwende es hauptsählich für Tages Beobachtungen Landschaft und Tiere.

Astro ist aber auch geil, hatte damals eine Sternenklare Nacht, da war der Orion Nebel messerscharf zu sehen. Die Jupitermonde ebenfalls und beim Mond sieht man auch jede menge Details.

Kann es nur empfehlen es macht mir wirklich Freude.
 
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