Welches Frequenzspektrum ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 80886
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Ehemaliges Mitglied 80886

Hallo Leute !
Mir steht hier eine Empfangsmöglichkeit zu im Bereich von 400 - 470 MHZ.
Ganz einfache Frage. Was könnte ich in diesem Spektrum hören und von welcher Quelle kommt es ?
Ich habe mehrere Funkamateure gefragt, was man wo hört und bekam zur Antwort, "musst mal nachschauen, irgendwo kommt was". (wirklich sehr ausführlich beschrieben)
Wäre schön, wenn es etwas genauer ginge.
Gruß an Euch alle.
*entfernt*
 
Hallo Udo,

es gibt zu lesen, Wikipedia, dieses Subforum hat threads...
Sonne geht immer und die ist auch nicht völlig ruhig derzeit, auf allen Frequenzen bei denen die atmosphärische Dämpfung kein Partyzerstörer ist. Such dir einen ruhigen Bandbereich wo sonst nix los ist und logge den Rauschpegel.
Dann schaust Du z.B. im Thread über SID-Beob8ung oder dergleichen ob Anstiege oder Abfälle mit irgendwelchen Ereignissen von dort zusammenpassen.
Für weiter weg kannst du um 20.1 MHz auf Jupiter lauschen oder auf 1420 MHz nach H1 aus dem Kosmos, schon etwas aufwendiger, in erster Linie aber hinsichtlich Antennengewinn und rauscharmer Vorverstärkung.

Vy 73
Hendrik
 
Hallo Hedrik !
Gut, schönen Dank. Ja ich werde hier demnächst eine 4-rer Gruppe haben (jede Helix mit 12 Windungen).
Ich denke, damit sollte man etwas hören.
VY 73
*entfernt*
 
CasA und VirA sind auch sehr helle Radioquellen. Im Frequenzbereich 400-470 MHz ist mit vielen Funkaussendungen zu rechnen. 406-410 MHz ist für Radioastronomie freigehalten, allerdings in Deutschland nur in einem größeren Bereich um das Effelsberger Radioteleskop in der Eifel. Ansonsten hilft in der Tat nur selber messen, wie die Situation am Beobachtungsort ist. Das kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem wo man sich befindet.

1400-1427 MHz ist das "erste" passive Band (die anderen sind dann bei höheren Frequenzen), wo wirklich niemand senden darf.
 
Hallo Udo,
wie schon von anderen erwähnt ist die Herausforderung in dem Frequenzbereich ein ruhiges Fleckchen zu finden. Dann sollte man es zuerst mit der Sonne probieren. Da haben wir so was um die 400.000 Jansky je nach Sonnenaktivität. Wann das sauber zu erkennen ist, dann kann man weiter sehen. CAS A und VIR A sind so im Bereich von 5000 Jansky, also ein gutes Prozent von der Sonne. Was erwartest Du, wie der Gain Deiner 4-er Gruppe sein wird?
Wolfgang
 
Das wäre doch mal ein schöner Bereich für Citizen science: In ungeschützten Bereichen wie z.B. bei Udos Vorhaben möglichst viel S/N rausholen durch Kompensation der irdischen Quellen? Schließlich sind die Mehrheit der Signale zumindest einigermaßen vorhersehbar, zumindest auf welchen Frequenzen sie auftauchen, welche Modulationsverfahren sie nutzen und teilweise auch wann sie zu vernehmen sind. Spekulation an: Evt. durch Minimumsuche im Spektrum oder durch Anwendung einer Gewichtung, dabei selbstausgedachte Modelle nach Anschauen des Frequenznutzungsplans vergleichen mit dem was ne KI vorschlägt?
Hendrik
 
Hallo Leute !
Habe mal gerade hier wieder rein geschaut. Die "Helix" macht bei bereits nur drei Windungen einen Gewinn von annähernd 10 dB.
Jede weitere Windung wäre dann ca. 1 dB wobei aber irgendwann diese Faustregel nicht mehr zutrifft. Ich müsste den Gewinn meßtechnisch ermitteln. (geht mit einem HF-Indikator der Marke Eigenbau) sehr gut ! Bei der Zusammenschaltung von vier Antennen (unabhängig vom Gewinn der Einzelantennen) steigt der Gewinn auf 6 dB, was einer vierfachen Strahlungsleistung entspricht. Das gleiche auch von der Empfindlichkeit auf der Empfängerseite. (also um das Vierfache sensibler).
Beispiel: Einzelantenne liefert 12 dB Gewinn. Das Ganze viermal ergibt als Gruppe dann 18 dB. Bei 18 dB kommen wir auf eine 64-fache Strahlungsleistung. Empfängerseite somit 64 mal sensibler immer gegenüber dem"offenen Dipol". (weil die Frage nach dem Gain gestellt wurde).
Aber momentan hänge ich schon wieder an andere Objekte wie zB. der Bau einer Verfielfacherstufe vom 70 cm - Band in das 3 - cm - Band.
Das 3 - cm - Band ist ebenfalls für Radioastronomie interessant und die Antennen dafür, werden nicht solche "Trümmer" wie für tiefere Frquenzen.
Gruß, *entfernt*
 
Ok, wenn die Antennengruppe bei ~70 cm Wellenlänge 18 dBi Gain hat, dann entspricht das etwa einer Aperturfläche von 2,5 Quadratmetern. Bei der Sonne mit einem Fluss von 400.000 Jy haben wir dann 10^-20 Watt pro Hz Bandbreite. Wenn man dann mit 1 MHz Bandbreite beobachtet (mehr wird bei der starken Belegund dieses Frequenzbereiches schwer möglich sein), dann hat man eine Empfangsleistung von der Sonne von -170 dBm. Entsprechend rauscharm und stabil müsste dann der Empfänger sein.
Was das Ku-Band (also was um die 3 cm) angeht, so sieht das schon freundlicher aus, weil die Sonne da deutlich intensiver ist (ungefähr ein Faktor 10). Da gibt es sehr viele erfolgreiche Experimente, meistens mit Sat-Antenne.
Gruß
Wolfgang
 
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