Welches Guidscope ist das beste?

Ich suche ein gutes guidscope für mein 60mm Apo. Mit dem Flattener/Reducer bin ich bei 288mm Brennweite, ich will ein Guidscope mit dem ich Jahre lang zufrieden sein werde und genügend Sterne finden werde, auch eventuell für zukünftige größere Apo,s oder Newtons
Ich überlege mir eventuell das William optics Guidescope 32mm zu holen da der Name. Ja für gute Qualität steht
Zum Einsatz kommt die gute alte Asi 120mini.
Lieber würde ich eine asi 220mini holen
Da die auf dem Papier noch besser Performance würde aber für mich zu teuer ist.
Also welches Guidescope mit einer asi 120mini Mono könnt ihr mir empfehlen und was sind eure Erfahrungen.
Cs

(Bild wurde aus Urheberrechtsgründen von der Moderation entfernt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Daniel,

Guidescopes sind recht entspannt, die meisten am Markt werden das leisten, was für Guiding notwendig ist.
Man kann ein Guidescope mit ED Element wählen um eine bessere Sternabbildung zu bekommen, zwingend notwendig ist das aber nicht.
Ich guide sehr gern mit OAGs, da ich das als die sinnvollste Lösung erachte. Ein gutes Guidescope ist z.B. das EvoGuide ED50, was sogar fotografisch ganz brauchbar ist. Der WO Guider ist definitiv auch ein Guter. Solltest Du Interesse an einem EvoGuide haben, ich hätte einen günstig abzugeben.

CS, Ralf
 
Hallo Daniel,

Das kommt darauf an.

Von der optischen Qualität ist das Evoguide nicht zu schlagen. Mit dem Starizona FF Field Flattener kann man auch schöne Widefields damit aufnehmen. Für Deinen kleinen Refraktor mit 288mm Brennweite ist die Brennweite des Evoguide mit 242mm im gleichen Bereich. Benutzten kannst Du es natürlich trotzdem. Ein 30mm SVbony Guiding Scope für wenig Geld reicht aber vollkommen aus.

Aber bei längeren Brennweiten sollte man mehr Brennweite und auch eine größere Öffnung haben, sofern man nicht einen Off Axis Guider benutzt. Ein C11 kann man mit einem 60mm Guiding Scope mit 240mm und ASI 120MM Mini nachführen. Da reden wir aber schon über 2800mm Brennweite. Wenn man hier einen OAG einsetzt, benötigt man aber auch eine sehr empfindliche Guiding Kamera.

Plane hier nicht zuviel in die Zukunft, ich habe anfänglich auch so gedacht und mittlerweile für jedes Teleskop eine eigene Guiding Lösung...

Ralf hat Dir ja schon eine Offerte gemacht, da würde ich mal Kontakt aufnehmen...😉

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Daniel,
vor einiger Zeit stand ich auch vor dem, was für Guidescope? Meine Wahl fiel auf das von dir genannte Williams 30mm.Gekauft. Am Test musste ich dann feststellen, Focus finden mit Fokussierer zu ungenau und wenn den Focus gefunden dann feststellen, Fazit Focus wieder nicht genau. Wieder verkauft! Neue Suche und fündig geworden Dank dieses Video auf Youtube


Dort geht es auch um das Williams Guidescope im Vergleich mit dem Askar 32mm F4.
Daraufhin habe ich mich für das Askar entschieden und der Focus ist sauber durch Drehung der Optik. Ob das jetzt das beste ist????
Gruß Wolfgang
 
Kleine Ergänzung zum Askar 32mm F4.
Man kann es auch als Sucher verwenden.
Okular rein und mit den Justierschrauben mit dem Hautrohr justieren.
Gruß Wolfgang asl32-guidescope-black.jpg
 
Hmm, ein Guidescope ist ja in erster Linie ein Messinstrument. Die Abbildungsleistung ist da ja, meiner Meinung nach, ziemlich sekundär. Punktscharfe Sterne sind dem Guiding, meiner Erfahrung nach, auch eher abträglich, da sie schneller ausbrennen und sich der Flächenschwerpunkt schwerer berechnen läßt (Stichwort Subpixelguiding) Ich nutze schon ewig eine 50mm Sucher mit Parafokaladapter. Die Dinger sind schön leicht und man kann sie mit justierbaren Schellen gut und genau ausrichten. Mit ca. 180mm Brennweite sind sie zudem recht lichtstark. Mit dem Multistarguiding des PHD2 und einer Touptek G3M2210M läuft das wie geschmiert.

Viele Grüße
Michael
 
Ich überlege mir eventuell das William optics Guidescope 32mm zu holen
Ich hab nen kleines, 32mm, Tecnosky, ufff ED oder nicht ED, ziehmlich wurscht bei der Fokussierung und dem Ring zum kontern(/schräg schielen)
Ich komm klar damit bei freundlichen Temperaturen mit zwei Mini verstellbaren Schellen a 3 Schrauben.
Guiding funktioniert bei meinem 70`ED locker.
Ausrichten auf Balkonien dauert halt was länger, wie die Monti auch eh.
Das kleine funktioniert prima, jetzt(!) erinnere ich mich, ist ein "ED", waren 80Euro damals.
Was ich gewusst wollte waren zwei solche verstellbare Schellen.
Ansonsten rumfummeln mit Chims, näh! wirklich nicht die Arbeit!

Clear skies,
- Martin
 
Das schöne an dem evoguide 50ed ist ja wirklich, dass es mit einem flattener fotografisch super für widefield nutzbar ist. Wenn man etwas mehr Geld ausgeben möchte hätte man hiermit zu dem Main scope noch gleichzeitig ein zweites wide field setup und ist breiter aufgestellt.
Aber rein zum guiden ist es natürlich kein Muss in sowas zu investieren.
Ich habe es grade mit einer zwo120mm mini an meinem explorer 150pds und suche im Moment noch eine passende zwo kamera um den evoguider als mobiles setup zu nutzen.

Cs
Tobias
 
Moin Daniel
Meine bestes Guidescope ist das von dir angedachten von WO mit 30/122 mm . Warum ? Durch die feste Bauweise ohne die nervigen Schellen mit den Plastik Schrauben die sich bei Transport gerne leicht verstellen!
Ich nutze es sogar am 8“ Newton mit 1000 mm Brennweite.
Tip für dauerhaftes Guiding wie bereits von Winnie erwähnt : nicht ganz scharf stellen

CS Knut
 
Seit ich nen OAG nutze, würde ich immer wieder zu diesem greifen! Und das geht auch mit der 120MM Mini gut (wobei ne 220er tatsächlich nochmal etwas besser läuft).
Vorteil: wenn du mal ein zweites Teleskop hast, musst du viel viel weniger umbauen! Der OAG (samt Guidecam) bildet bei mir (zusammen mit ner Filterschublade) quasi eine Einheit mit der Cam! Dieses Gesamtpaket kann (einmal alles richtig eingestellt) ohne jegliche Nachjustiererei nun vom einen aufs andere Teleskop gewechselt werden.
Zudem sind meine Guidingwerte nochmal etwas besser geworden!
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine bestes Guidescope ist das von dir angedachten von WO mit 30/122 mm
Das möchte ich nochmal unterstreichen. U.a. bei Aliexpress gibt es baugleiche Exemplare von Svbony für einen günstigen Preis und auch immer mal wieder mit deutlichen Rabatten. Die sind robust und verlieren den Fokus auch bei häufigen Wechseln nicht.

Ein OAG kann Vorteile habe, aber insbesondere für einen 60mm Refraktor sehe ich hier keinen oder kaum Mehrwert, insbesondere für Anfänger*innen. Auch bei größeren Refraktoren oder Newtons habe ich mit so einem Guidescope gute Erfahrungen gemacht. Bei modernen Kameras und Dithering gehen die Empfehlungen (in meiner Wahrnehmung) eh zu kürzeren Belichtungszeiten und das senkt de facto die Ansprüche an das Guiding. Trotzdem kann ein OAG natürlich Sinn machen, es kommt auf das individuelle Equipment an :)

Viele Grüße,
Hendrik
 
Ich hab einiges durch, am besten finde ich das WO 32 Uniguide mit der Asi 120MM. Das liefert genau das, was ich brauche. Bei Brennweite von 360 bis 560 mm. Fokusprobleme habe ich damit keine. Beim Guiding müssen die Sterne auch nicht nadelfein sein, das kann sogar kontraproduktiv sein. Wichtig ist ein hinreichend genauer Fokus, der ist mit dem Uniguide überhaupt kein Problem.

Meinen Askar SQA55 guide ich mit der ZWO ASi 2600 mc Air, also vom Prinzip her mit OAG. Das klappt auch gut, aber nicht besser als mit dem Uniguide. Überhaupt muss ich sagen, dass bei meinen Setups der OAG keine Verbesserung gebracht hat, sondern das Guiding erst mal verkompliziert hat. Ich hatte einen Askar OAG 54 mm im Einsatz, ein sehr gutes Teil. Als alles eingestellt war, lief es gut, aber eben nicht so gut, dass ich das jetzt zwingend empfehlen würde. Bei kleinen bis mittleren Brennweiten tut es ein kleines Guidescope genauso gut und ist einfacher in der Handhabung. Den OAG werde ich wieder verkaufen.

LG Olaf
 
Als ergänzender Hinweis zu Olaf: Ich hab sogar ein Mak mit einer Brennweite um die 1800mm für Belichtungen um die 20-30 Sekunden mit einem baugleichen Svbony SV165 zufriedenstellend und ohne Ausschuss guiden können.

Also: Mit einem Uniguide/SV165 etc und einer ASI120 machst du auf keinen Fall was falsch und bist auch für viele zukünftige Szenarien gerüstet.

Viele Grüße,
Hendrik
 
@Olaf M. - seltsam, dass sich das Guiding bei dir verkompliziert und auch nicht verbessert hat. Bei mir haben sich spürbar bessere Guidingwerte ergeben (obwohl ich ein gutes WO Guidescope hatte). Und kompliziert war da auch nix. Einbauen, ausrichten, grob alles scharfstellen, mit Flats kurz prüfen dass der Spiegel nicht den Sensor bedeckt - und dann in der ersten Nacht nochmal final scharf stellen. Seither hab ich meine Ruhe, und bei Windstille dann Guidingwerte deutlich unter 0.40, eher so um die 0.25! Kosten tut so ein OAG auch nicht viel mehr als das Guidescope.
 
@Olaf M. - seltsam, dass sich das Guiding bei dir verkompliziert und auch nicht verbessert hat. Bei mir haben sich spürbar bessere Guidingwerte ergeben (obwohl ich ein gutes WO Guidescope hatte). Und kompliziert war da auch nix. Einbauen, ausrichten, grob alles scharfstellen, mit Flats kurz prüfen dass der Spiegel nicht den Sensor bedeckt - und dann in der ersten Nacht nochmal final scharf stellen. Seither hab ich meine Ruhe, und bei Windstille dann Guidingwerte deutlich unter 0.40, eher so um die 0.25! Kosten tut so ein OAG auch nicht viel mehr als das Guidescope.
Vielleicht liegt es an deinen besseren Bedingungen, ich fand es relativ aufwendig, den richtigen Abstand zur Haupt- und Guidingkamera hinzubekommen, mit dem Guiderohr bin ich flexibler an verschiedenen Teleskopen. Die RMS-Werte liegen bei mir je nach Wetter zwischen 0,3 und 0,9. Das reicht völlig aus, ich muss nicht permanent unter 0,5 kommen. Ich sage nicht, dass ein OAG Unsinn ist, ich finde nur den Umstieg von einem funktionierenden Setup mit Guiderohr zum OAG unnötig. Es sei denn, man findet den Aufbau mit OAG grundsätzlich aus Handlingsgründen besser. Am Bild wird man keine Verbesserung sehen, wenn man nicht länger als 180 Sekunden belichtet, so jedenfalls meine Erfahrung mit meinem Setup. Wie das bei 300 Sekunden aussieht, weiß ich nicht, so lange belichte ich aber eh nicht,

CS Olaf
 
Der TE hat ja noch kein Guidscope! Daher würde ICH persönlich aufgrund meiner Erfahrungen ganz klar zum OAG raten. Von nem guten und zuverlässigen Guidescope umzuwechseln ist natürlich ne andere Sache. Bei mir hat es zwar Sinn gemacht, da ein Umbauschritt vom Teleskop 1 auf das zweite Teleskop nun entfällt - aber ist sicherlich nicht bei jedem so, da geb ich dir recht.
 
Servus,
ich habe das WO UniGuide50f4 am Zenithstar 81 wifd mit der 120mini.
Bin super zufrieden, findet seine Sterne einfach und guided solide. Hab noch ein UV/IR Filter installiert, 300sec konnte ich damit erreichen.
Gruß Stefan
 
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