Welches Okular wäre perfekt?

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a_echta_Tiroler

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Hallo liebe Astrofans.
Ich bin auf den Geschmack gekommen mit meinem Takahashi FS60C f=355mm Erdbeobachtungen zu machen.
Ich benutze derzeit ein Amiciprisma und ein Bader Hypetion Mark III 8 bis 20mm. Bin an und für sich recht zufrieden. Aber wie so immer, denke ich es könnte vielleicht NOCH besser sein.

Ich denke 60x, also 1 x d, wäre ausreichend und ein angenehmer Einblick und Augenabstand erstrebenswert. Der Kontrast soll top sein.
Dies soll das letzte Oular sein, das ich kaufe.
Kennt jemand aus eigener Erfahrung eines das er ruhigen Gewissens empfehlen kann.

Es würde mich freuen eure Meinungen und Ratschläge dazu zu lesen.
 
Okulare sind - wie hier bereits oft diskutiert - neben den reinen Daten und "Testberichten" auch eine persönliche Sache. Was einem taugt, ist für den anderen suboptimal - warum auch immer. Generell kann ich mich aber den Testberichten anschließen, die die TV Delos mit als Top-Okulare bezeichnen. Sie sind zumindest bei 1,25" neben den Ethos eine sehr erfolgreiche Baureihe, die Transparenz und Schärfe sind top. Ich mag sie ebenfalls sehr, der Augenabstand ist mit 20mm angenehm. Mir genügt auch das Gesichtsfeld. Die verschiebbare Distanzhülse zur Augenauflage ist ebenfalls sehr durchdacht.

lg
Niki
 
Schon mal Danke für Eure Antworten.
Beim kurzen vorab informieren im Internet bin ich auch auf diese Typen gestoßen.
Irgendwo habe ich spezielle für Erdbeobachtungen geeignete Okulare gesehen, die damit werben.
Was hat es damit auf sich?
Kann ich die einfach ignorieren und gleich auf die TV Ethos Delos, oder Pentax XL zusteuern?
Momentan sind das für mich allerdings nur Typenbezeichnungen. Ich habe mich noch nicht damit beschäftigt.
LG Roland
 
Hi Roland

da muss ich passen. Speziell für Erdbeobachtung kenne ich nichts.

Die alten XL waren in der Farbwiedergabe sehr klar/neutral, fast etwas kühl im Ton. Das finde ich für die Erdbeobachtung wo Farben ja eine Rolle spielt, ein wesentliches Merkmal. Die damals konkurrierenden Nagler T6 (Ethos gabs damals noch nicht) waren im Ton gelblicher ebenso wie die LVW.

CS
 
spezielle für Erdbeobachtungen geeignete Okulare gesehen,
Ich kenne nur den Punkt, dass bei terreestrischer Beobachtung das Bild natürlich aufrecht sein soll. Ggf. auch seitenrichtig. Deshalb das Amici-Prisma, das Du bereits hast - auf die Okulare beziehe ich das eigentlich nicht, wenn die farbrein sind und das gewünscht Gesichtsfeld haben, sollte alles gut sein. :coffee:

lg
Niki
 
Ich hab das jetzt kurz mal so zusammengestellt: FS-60 CB plus 1,25" Spiegel plus TeleVue Delos 6mm.
Vergrößerung ca. 59x und AP ca. 1mm. Man muss natürlich gerade hieingucken, sonst bekommt man Kideny-Beaning. Ich fand das Bild top. Schärfe bis fast ganz zum Rand. SG = 72 Grad. Delos 72° Apparent Field Eyepieces

Bei Tagbeobachtung ist ja Deine Pupille auch nur 1-2mm geöffnet, aber wenn man auf Achse hineinblickt passt alles perfekt. Um sich schnell bewegende Motive zu verfolgen muss man sicher ein wenig Übung mitbringen, bei 60x... aber das kennst Du ja bereits vom 8-24mm. :coffee:

lg
Niki

Bildschirmfoto 2021-06-15 um 10.30.28.jpg
Bildschirmfoto 2021-06-15 um 10.31.02.jpg
 
Super, Niki und Dank, dass das Setup zusmmengestellt hast. Freut mich jetzt echt. Klingt auch gut. Wenn bloß der Kideny Beaning Efdekt nicht wäre, würde ich mich sofort auf die Suche machen.
LG Roland
 
der Bohneneffekt kommt von der Abberation der Austrittspupille, die mit dem Rand Deiner Eintrittspupille (Iris) beschnitten wird, Das ist weniger eine Frage des Okulars, sondern der Durchmesser... es liegt also weder an einem Pentax noch TeleVue, denn bei Tagbeobachtung reagieret der visuelle Image-Train nicht so wie in der Nacht, wenn Deine Pupille 6-7mm offen ist. Da kannst Du mit dem Auge rollen bei einer AP von 1mm und es wird nichts passieren...

Bei Tag müssen bei 60 x die AP und die Irisöffnung eben zentrisch sein und man guckt gerade hinein, dann ist das auch kein Problem. Herumwandern im Gesichtsfeld mit dem Augapfel geht dann nicht, egal welches Zeug Du kaufst. ;) Wie ist das denn mit dem 8-24er bei 8mm?

lg
Niki
 
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Wenn Du ein wenig Freiheit mit dem Augapfel haben möchtest, gehe auf 30 x statt 60 x... :cool:

lg
Niki
 
Hallo,

Ich benutze derzeit ein Amiciprisma und ein Bader Hypetion Mark III 8 bis 20mm. Bin an und für sich recht zufrieden.
Dann solltest du es dabei belassen. Die damit erreichbare Austrittspupille ist auch ganz vernünftig. Jedenfalls denke ich, für Erdbeobachtung ist ein Zoom ganz nützlich. Noch etwas höherwertig könnte vielleicht ein Leica oder Zeiss Spektiv-Okular sein. Hat nicht APM ein neues Zoom im Angebot mit konstantem scheinbarem Gesichtsfeld?

Das Problem bei den astronomischen Weitwinkelokularen ist die Verzeichnung (nicht zu verwechseln mit Aberration) zum Bildfeldrand hin. Das heißt, die Vergrößerung ändert sich über das Bildfeld, zum Teil enorm bis 20%. Nur so erreichen die Okulare die großen scheinbaren Felder. Am Sternenhimmel ist das egal, bei der Erdbeobachtung mit geraden Linien (Horizont, Gebäude) wird das dann unschön. Ich denke, 70° scheinbares Gesichtsfeld reichen für die Erdbeobachtung aus. Durch das helle Bild wirkt es subjektiv sowieso größer.

Viele Grüße
Andreas
 
Es wäre interessant diese Kombi mit einem Zeiss oder Swarovski Spektiv zu vergleichen. Aber wer hat schon diese Möglichkeit.???
Peislich wird es in der selben Liga sein.
LG Roland
 
Es wäre interessant diese Kombi mit einem Zeiss oder Swarovski Spektiv zu vergleichen. Aber wer hat schon diese Möglichkeit.???
Wird nicht viel um sein, denke ich. Ich hab leider kein Zeiss... ;)

dein Baader Zoom kann bei 8mm angeblich 68 Grad (hätt ich zwar auch da, habs aber jetzt nicht verglichen). Ob da ein anderes 6-8mm WEESENTLICH besser ist, ist fraglich und tw. subjektiv. Probier es lieber vorher irgendwo aus, wenn Du Gelegenheit hast...

lg
Niki
 
Danke übrigens für Eure Links, Beiträge, Erfahrungen....
Jetzt wird mir so einiges klar und vieles noch unklarer. Und dadurch bin ich noch verwirrter.
Ich werde da wohl mal versuchen müssen einige Okulare probieren zu dürfen. Ja die Verzeichnung hätte ich beinahe vergessen. Die ist mir auch ziemlich wichtig.
LG Roland

Dass es nichts Perfektes gibt war mir schon klar, aber wir kommen wahrscheinlich der Sache schon näher.
 
Ich versuche mal bei Gelegenheit das scheinbare Gesichtsfeld irgendwie zu bestimmen, ohne zu glauben was in den technischen Daten steht. Hätte dazu vielleicht auch jemand eine Idee wie das zu bewerkstelligen ist?
geht das wenn ich den Abstand (ca 1km) und die Höhe bzw Breite eines Gebäudes kenne und mit dem Tangens rechne? Oder liege ich da etwa falsch?
Weil wenn das bei meinem Hyperion bei 8mm wirklich 68° sind dann weis ich dass 70° Okulare nicht in Frage kommen.
LG Roland
 
scheinbare Gesichtsfeld irgendwie zu bestimmen, ohne zu glauben was in den technischen Daten steht. Hätte dazu vielleicht auch jemand eine Idee wie das zu bewerkstelligen ist?
Durchlaufzeit am Stern messen :)
Aber: ja, kann man natürlich mit tan rechnen, wenn die Punkte weit genug weg sind... das Hyperion verliert beim Zoomen viel Gesichtsfeld. Gute Überlegung also, mit welcher Vergrößerung Du wirklich am meisten beobachtest...

lg
Niki
 
Auf die Idee mit dem Sternendurchlauf wäre ich nie gekommen.
Nochmals möchte ich mich bei Euch allen Beteiligten bedanken. Ich werde nun all Eure Tips und Anregungen in Betracht ziehen und in den nächsten Wochen zu einem Ergebnis kommen.
Weiters werde ich versuchen ein Swarovski Spektiv auszuleihen, weil die sind ja wirklich für Erdbeobachtungen ausgelegt.
Besten Dank und LG Roland
 
Hi Roland
das Ziffernblatt der Uhr hat nur 12 Std. Ergo ist eine Stunde 30 Grad.
Wenn Du mit beiden Augen gerade nach vorn blickst, hast du im Bereich um 190 Grad im Blick.
Das ist Dein Sehwinkel bzw das scheinbare Gesichtsfeld. Das beschreiben die Okulare, das sind die 100 Grad oder 82 etc..
Nicht zu verwechseln mit dem wahren Feld am Himmel, denn hier ist die Vergrößerung als Faktor einzu beziehen.
CS
 
Hallo Roland,

das mit der Durchlaufzeit (1 Grad = 4 Zeitminuten) stimmt nur bei Sternen am Himmelsäquator. Die anderen ändern zwar in 4 Minuten ihre Rektaszension auch um ein Grad, je näher sie dem Himmelspol sind um so kleiner wird aber die Projektion der scheinbaren Bewegung auf der "Himmelssphäre". Nimm dir mal als extremes Beispiel den Polarstern. Bis der durch das Okulargesichtsfeld gelaufen ist, das kann dauern.

CS Gerhard
 
Hallo,

auch Ferngläser haben oft absichtlich eine leichte kissenförmige Verzeichnung um dem sogenannten " Globuseffekt " entgegenzuwirken.
Stimmt, das wirkt angenehmer bei einer Schwenkbewegung. Das ist auch bei Mikroskop-Okularen zum Teil extra so gewollt. Hier sind es bei mir bekannten Okularen 3% Verzeichnung. Astronomische Weitwinkelokulare liegen aber deutlich höher.

das mit der Durchlaufzeit (1 Grad = 4 Zeitminuten) stimmt nur bei Sternen am Himmelsäquator.
Am besten einen Stern nahe des Himmelsäquators nutzen. Ansonsten geht es auch mit Umrechnung: Die 4 Zeitminuten / cos(Deklination)

Gruß,
Andreas
 
Schon mal vorab Danke für Eure Antworten.
Ja, bei der Überlegung mit dem Polarstern, muste ich schmunzeln?.
Jetzt brauche ich aber mal Zeit um Euer geteiltes Wissen zu be- und verarbeiten.
LG Roland
 
Das ist Dein Sehwinkel bzw das scheinbare Gesichtsfeld. Das beschreiben die Okulare, das sind die 100 Grad oder 82 etc..
Nicht zu verwechseln mit dem wahren Feld am Himmel, denn hier ist die Vergrößerung als Faktor einzu beziehen
Jetzt verstehe ich, glaube ich, aber Entschuldigung, für die weitere Frage,(ich bin zeitlich noch nicht dazugekomme Eure Links sorgfältig durchzulesen).
Ich habs gern mit praktikablen Beispielen untermalt oder mit Fotos und Skizzen:
Nehmen wir mal an ich beobachte den Mond (ca. 0,5°) mit 200x Vergrößerung. Das heißt er ist 200x näher. Damit hätte er ca. 61° wenn ich richtig gerechnet habe. Heißt das dann, wenn ich ihn komplett sehe ist das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars 61° ?

LG
 
Nehmen wir mal an ich beobachte den Mond (ca. 0,5°) mit 200x Vergrößerung. Das heißt er ist 200x näher. Damit hätte er ca. 61° wenn ich richtig gerechnet habe. Heißt das dann, wenn ich ihn komplett sehe ist das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars 61° ?
Wieso 61° ?
0,5° x 200 = 100°

Man sieht ihn also in einem 100° Okular mit 200x Vergrösserung gerade formatfüllend.
(wenn man mal Verzeichnungen ausser acht lässt ;) )

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habs gern mit praktikablen Beispielen untermalt oder mit Fotos und Skizzen:
Nehmen wir mal an...

Es gibt auf alle Deine Frage bereits perfekte Antworten und Simulationen. Guck mal hier:

Oklularansichten und Kamerachip-Felder kann man auch am gesamten Himmel in Stellarium (gratis) anzeigen.

lg
Niki
 
Es gibt auf alle Deine Frage bereits perfekte Antworten und Simulationen. Guck mal hier:
Danke nochmals.
Wie erwähnt bin ich zeitlich noch nicht dazugekommen alle Links zu folgen geschweige zu lesen. Ich habe mich aber gleich schon mal vorab Entschuldigt, weil auch bei mir die Faulheit siegt, indem ich hier frage und auf Antworten hoffe.
Aber ich werde hoffentlich am Wochenende Zeit finden.
Ich bin Euch allen echt Dankbar für Eure Teilnahme.
LG Roland
 
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