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Pimbura

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Hallo liebe Forumsgemeinde,
hallo Freunde der Nacht!

Ich darf mich kurz vorstellen, ich bin Thomas, komme aus Berlin und bin seit kurzem dem Virus der nächtlichen Fotografie erlegen.

Letztes Wochenende ist es dann zu meiner ersten "Deepsky"-Aufnahme gekommen. Ich habe M13 belichtet. Insgesamt habe ich 14 lights mit a 120sec. gemacht, 10x darks und 10x bias angefertigt. (Die flats habe ich nicht gemacht, weil ich bis dato noch nicht wußte wie man sowas anstellt.

Das Ganze habe ich damm mit DSS und PI sowie PS solange barbeitet, bis das folgende Bild dabei heraus kam - mein erstes Bild ;)

Gemacht wurde das Bild übrigend mit einer unmodifizierten Canon 6D, einem EF100-400 4.5-5.6L IS und einer Losmandy Starlapse.

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/image4jlayguch8.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/view/image4jlayguch8.jpg


So, jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Wie sollte ich weiter vorgehen, um bessere Bilder zu machen? Sollte ich mich erst darauf beschränken, die Software zu beherschen, weil da noch einiges herauszuholen ist? Ist meine Belichtungszeit einfach noch viel zu kurz oder sollte ich besser kürzer belichten, dafür aber öfter? Oder sollte ich die Lasmandy Starlaps um die Deklinations-Einheit erweitern (also eine vollwertige Montierung daraus machen), um einen Autogider anschließen zu können. Oder sollte es doch erst ein Teleskop sein? Beim Thema Teleskop habe ich z.b. an den Esprit 80/400 gedacht. Ist der Unterschied zum Teleobjektiv groß?

Tja, wie und in welcher Reihenfolge sollte eine Entwicklung jetzt stattfinden?

PS: Alles auf einmal ist geht leider nicht ;-)

Beste Grüße,
Thomas




 
Hallo Thomas,

willkommen und herzlichen Glückwunsch zu diesem ersten Bild.
Ich meine, es ist ein sehr gelungener Einstieg.
Die genaue Beurteilung ist schwierig, da mir unter dem Link der Download nicht gelingt.
14 Lights ist schon eine gute Basis. Natürlich dürfen es auch mehr sein.
Die BIAS- und Dark-Aufnahmen sind zu wenige.
Mache mindestens ebenso viele Darks, wie Lights, sonst hast Du im Master-Dark einen schlechteren Signal-/Rauschabstand als im Light und das trägst Du dann ins Endergebnis. Die Belichtungszeit der Darks soll gleich sein wie die Lights.
Ein Problem ist die Temperaturabhängigkeit der Darks. Sie müssen also bei der gleichen Temperatur wie die Lights aufgenommen werden.
Mache mindestens 5x soviele BIAS wie Lights. Damit erhälst Du ein glattes Master-BIAS mit geringem Rauschen.
Viele Fotografen verschieben das Teleskop zwischen den Aufnahmen um einige Pixel (Dithern). Sie erreichen damit deutlich bessere Ergebnisse, da Pixel-bedingte Fehler auf jedem Light verschoben sind und beim Stacken herausgemittelt werden.

Was Deine Ausrüstung betrifft, so würde ich vielleicht über eine Astro-Modifikation der Kamera nachdenken. Dann stehen Dir mit dieser Ausrüstung eine Menge Objekte offen.
Alles andere ist eine Frage der persönlichen Ziele und des Budgets. Aus eigener schmerzhafter Erfahrung empfehle ich Dir, bedächtig an eine Aufrüstung zu gehen und möglichst mehreren Astrofotografen in der Nähe oder auf Teleskoptreffen über die Schulter zu schauen, bevor Du Geld ausgibst.
Das von Dir genannte Teleskop habe ich nicht persönlich getestet. Es macht von der Beschreibung her einen guten Eindruck. Natürlich ist es leichter zu fokussieren als ein Fotoobjektiv. Mich irritiert, dass der Kauf eines Kollimationsokulares dazu empfohlen wird. Ein hochwertiger Refraktor sollte eigentlich lange ohne solche Justierungen durch den Nutzer auskommen. Ich habe einen Takahashi FS-60CB benutzt und war damit glücklich, weil es ein perfektes Stück Optik und Mechanik ist.

Viele Grüße
Uwe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Uwe,

vielen Dank für deine Antwort. Ja, an eine Modifizierung meiner 6D habe ich auch schon gedacht, ist es ja auch die günstigste aller möglichen Investitionen, aber da habe ich ganz ehrlich gesagt, ein bisschen schiss, dass ich mir die Kamera verhunze und ich sie nicht mehr im normalen Tagesgeschäft nutzen kann.

Der kleine Takahashi ist mir auch schon aufgefallen. er würde mit dem entsprechenden Reducer auf ca. 270mm Brennweite kommen und wäre eigentlich ziemlich perfekt für eine Fotomontierung. Allerdings fühlt sich das für mich so an, als ob ich einen Rückschritt machen würde, bietet mein Teleobjektiv ja schließlich 400mm und mehr Öffnung. Ich habe schon gelesen, dass mein Objektiv durch den Bildstabilisator eigentlich nicht geeignet sein soll, aber da ich es ja schon habe.... Gibt es da eigentlich einen unterschied in der Auflösung?

Ich habe das Bild und die ganzen Rohdateien mal in meine Dropbox gepackt, vielleicht geht das besser. Es kann allerdings sein, dass es noch ein bisschen dauert, bis sämtliche Dateien hochgeladen sind.

Hier das Bild: https://www.dropbox.com/sh/zusnq1oav0xt5o7/AADOXk9iCiAo0V6XfvMtVKeJa?dl=0

Hier der ganze Ordner mit den Rohdaten: https://www.dropbox.com/sh/zusnq1oav0xt5o7/AADOXk9iCiAo0V6XfvMtVKeJa?dl=0

Beste Grüße,
Thomas
 
Hallo Thomas,

zur Canon-Modifizierung:
Ja, die Entscheidung ist nicht leicht.
Ich hatte eine 50D modiziziert und mit einem Astronomik-OWB-Filter die Nutzbarkeit für Tageslicht erhalten. Der Unterschied in der Empfindlichkeit, insbesondere in den astronomisch wichtigen Spektralbereichen ist schon erheblich.
Ob es den Clip-Filter für die 6D gibt, weiss ich nicht genau.
Ich möchte nur noch mit geregelt-gekühlter CCD aufnehmen.
Allein die Schwierigkeiten mit den Darks, weil die Temperatur schwankt. Außerdem hat die s/w-CCD eine deutlich höhere Empfindlichkeit, weil auf der gleichen Pixelfläche ja nicht 4 Subpixel für die Farbkanäle unterkommen müssen. Bearbeitungszeit sparst Du auch nicht, denn die Farbkanäle müssen ja extrahiert, bearbeitet und wieder kombiniert werden.
Aber die hervorragenden Astro-Aufnahmen mit DSLR relativieren diese Argumente.

Was das Objektiv betrifft, da bin ich nicht berufen, dass schlecht zu reden. Der Stabilisator lässt sich doch bestimmt ausschalten.
Mir macht die Fokussierung Bauchschmerzen. Ein Mikrofokussierer an einem guten Refraktor spielt in einer ganz anderen Liga und bringt reproduzierbare Ergebnisse, insbesondere bei Deiner doch schon recht langen Brennweite bei schnellem Öffnungsverhältnis.
Natürlich ist Öffnung nur mit noch mehr Öffnung zu ersetzen. Das geht aber sofort ins Geld und zwar exponentiell.

Ich meine auf Deinen Aufnahmen ein kleines Problem mit der Sternabbildung zu erkenn. Die haben alle nach rechts oben ein Halo. Sehen aus wie Kometen. Meine Fertigkeiten im Bereich DSLR-Astronomie ist aber begrenzt, um das richtig beurteilen zu können. Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu dem Thema.

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo,

bei den Vollformat-EOS gibt es auch eine Clipfilter-Lösung, allerdings blockiert diese den Spiegel in der oberen Endlage, so dass nur noch Live-View-Fotografie übrig bleibt, was bei mir ein no go ist (am Tage). Daher ist die Entscheidung bei einer VF-Kamera schon hart, es sei denn man setzt für ein oder zwei Objektive den OWB vor die Linse, auch das geht (getestet an einer EOS 30D).

Jörg
 
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