Welches SLT

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Azarius

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Juten Tach,

Ich bin eigentlich schon immer fasziniert von den Sternen und wollte mir jetzt endlich ein Teleskop kaufen.
Ich habe mich auch schon etwas umgeschaut und bin der der Celestron SLT Serie hängen geblieben.
Ich wohne in Berlin und habe einen Garten etwas weiter nördlich, beobachten ist zu 80% von einem Balkon in Süd/Ost Lage.
Die SLT Serie finde ich wegen dem GoTo recht interessant, da ich zur Zeit auch nur maximal 600€ zur Verfügung habe ist leider kein Highend Gerät drin.
Welches SLT Model würdet ihr mir empfehlen?
Ich möchte erstmal nur beobachten und vllt mal den Mond Knipsen.

Grüße
Azarius
 
Hi Azarius,

Ich wohne in Berlin und habe einen Garten etwas weiter nördlich, beobachten ist zu 80% von einem Balkon in Süd/Ost Lage.
Die SLT Serie finde ich wegen dem GoTo recht interessant, da ich zur Zeit auch nur maximal 600€ zur Verfügung habe ist leider kein Highend Gerät drin.
Welches SLT Model würdet ihr mir empfehlen?

garkeins!

Das ist sauteure Elektronik in Plasteausführung, für das Teleskop selber bleibt dann zu wenig Öffnung für das Geld über.

Von den angesprochenen 40.000 Objekten sind 39.980 schlicht Sterne. Popelige Pünktchen. Und 2/3 davon sind so lichtschwach, daß sie mit den beim SLT möglichen Öffnungen nicht zu sehen sind. :smiley55:

Das Alignment funktioniert, wenn Du die Namen der vorgeschlagenen Sterne/Planeten kennst und die Punkte am Himmel dann auch identifizieren kannst. An sonsten ist das rausgeschmissenes Geld.

Ich möchte erstmal nur beobachten und vllt mal den Mond Knipsen.

das Teleskop hat einen 1 1/4" Okularauszug, da kriegst keine schwere DSLR direkt ran. Und wenn Du über Adapter gehst, vignettiert der Okularauszug. Der Mond paßt bei 1500 mm Brennweite so eben auf den APS-C CHip einer DSLR, aber es kann sein, daß durch die zusätzlichen Adapter dann die Brennweite soweit verlängert wird, daß etwas abgeschnitten wird. Die Montierung ist eine azimutale Montierung - selbst wenn sie perfekt aufgestellt ist, macht sie Bildfelddrehung. Dem Auge fällt das nicht auf, weil es "kurz" Belichtet. Der Kamera aber fällt das auf, wenn Du mal 1 oder 2 Minuten belichtest. Dann sind die Sterne alle kleine Kreisbögen... :smiley64:

Ich würde kein solches Gerät als Anfänger kaufen. Oder kennst Dich schon perfekt am Himmel aus?

Ich würde einen "Allrounder" nehmen und keinen "Planetenspezialisten". Denn mit 127/1500 hast ein sehr eingeschränktes Gesichtsfeld im Okular. Größere Nebel passen da nicht rein. Als Beispiel: Du fährst per Goto auf die Andromedagalaxie und wunderst Dich, wo die denn ist. Nun, Du bist mitten drinn und merkst es nicht, weil Du nur einen winzigen Ausschnitt davon sehen kannst... :mauer:


 
Zitat von Sternenfee123:
Das Alignment funktioniert, wenn Du die Namen der vorgeschlagenen Sterne/Planeten kennst und die Punkte am Himmel dann auch identifizieren kannst. An sonsten ist das rausgeschmissenes Geld.
Nö. Du musst drei beliebige helle Sterne/Planeten einstellen sowie Datum, Uhrzeit und Standort eingeben, dann errechnet das Teleskop die möglichen Kandidaten selbständig. Funktioniert schon ziemlich lange so. Er will ja keine uralt-GT-Montierung der Jahrtausendwende kaufen (da musste man die Sterne wirklich kennen), sondern ein aktuelles Modell.
Zitat von Sternenfee123:
Ich möchte erstmal nur beobachten und vllt mal den Mond Knipsen.

das Teleskop hat einen 1 1/4" Okularauszug, da kriegst keine schwere DSLR direkt ran.
Im Prinzip ja, aber z.B. das 102er Modell ist ein hübscher Richfielder mit 2"-Okularauszug. Es war ja keine Rede von einem speziellen Modell :mauer:

Klar: Mehr als Mondfoto geht da auch nicht wegen azimutaler Montierung, und einen Blausaum dürfte es auch geben, aber Fotomaschinen sind die ganzen azimutal montierten Teleskope eh nicht. Und mich würde der Blausaum weniger stören als die Spikes vom 130/650 Newton (auch mit 2" Okularauszug).

Die beiden Maks sind schön kompakt, aber mein Favorit – als zugegebener Freund großer Bildfelder und niedriger Vergrößerungen – wäre der Refraktor, wegen weniger Brennweite, 2"-Option und keine Spikes um helle Sterne.

Außerdem braucht man für Mondfoto keine DSLR, da langt Okular und Handy - das angehängte Bild ist Freihand-Schnellschuss durch ein achromatisches Spektiv (gut: 80/480, kein 102/600). Wenn ich das Handy gerade gehalten hätte, wäre sogar der ganze Mond scharf und nicht nur die untere Hälfte :/ Falls das der Anspruch ist ("vllt mal den Mond Knipsen"), dann braucht's keine schwere DSLR.

Beste Grüße,
Alex
 

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Hallo Azarius,

Dein Standort "riecht" nach sehr viel Lichtverschmutzung.

Bevor man Dir da eine konkrete Teleskopempfehlung geben kann, halte ich es für sinnvoll, dass Du mal die erreichbare Strengrenzgröße in einer klaren, mondlosen Nacht an Deinem bevorzugten Beobachtungsstandort ermittelst. Erst danach würde ich in Empfehlungen konkreter werden.
Problem ist, dass es derzeit in Deutschland gar nicht mehr richtig dunkel wird. Deine Chance, dfas so um den 24.6. oder 23.7 (jeweils Neumond) herum zu tun beschränkt sich also auf die Zeit um Mitternacht.
Die zweite Karte im folgenden Link

http://www.home.uni-osnabrueck.de/ahaenel/aol/lightpol.html

ist da hilfreich.

Je weiter unterhalb von 5 Mag Grenzgröße du dabei rauskommst, um so schwieriger wird es aber es wird keineswegs unmöglich, Dir guten Rat zu geben.

Es ist halt leider eine Tatsache, dass man unter viel Lichtverschmutzung für Beobachtungen über Mond ud Planeten hinaus, also in der Hauptschache Deep-Sky (aber auch Komenten) auch viel Öffnung braucht, andererseits aber auch mit der gängigen Aufsuchmethode des Starhoppings mangels Sterne zum "hüpfen" schon mal viel leichter scheitern kann als unter guten Bedingungen.
Das kann also durchaus neben möglichst viel Öffnung auch auf eine Empfehlung zu GoTo hinauslaufen und das wird dann, wer hätte das gedacht, ziemlich schnell recht teuer.

Dann heißt es, eigene Ansprüche überprüfen und Prioritäten setzen.
Hilfreich ist da immer der Beschuch in Sternwarten, bei Vereinen und bei aktiven Beobachtern. All das gibt es in und um Berlin reichlich.

Gruß
*entfernt*
 
Tach,

also erst einmal Danke für die Antworten!
Ich hatte das SLT 102 sowie das SLT 130 ins Augegefasst, da ich gelesen das die anderen beiden Mak's seinen und das wohl nur für Planeten gut sei.
Hier wo ich wohne ist laut meinen Erkenntnissen Bortle 5 Zone.
Da ich viel Nachtschicht habe bzw nur, habe ich das glück auch unter der Woche von 3 Uhr an beobachten zu können.
Ich möchte halt erst einmal anfangen, irgendwann darf es auch mal größer werden und dann auch ohne GoTo.

Gruß
Azarius



Edit: laut www.lightpollutionmap.info Wohne ich in Orang und habe rund 300Meter bis Grün.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Azarius,

leider liegt der Omegon 203/1000 Push+ so eng am Rand des Budgets, dass kein Budget für dringend benötigtes Zubehör mehr da ist. Sonst wäre das bei diesen Bedingungen meine Empfehlung. Da Du dabei selbst den Dobson nach Anweisung vom Display (eigenes Handy) schwenkst, lernst Du trotz Computerführung den Himmel kennen.
Bei einem f/5 Newton (dem 200/1000) ist das mit den Okularen aber so kritisch, dass man das einfach nicht im Budget übergehen kann. Da ist es mit 100 Euro oben drauf nicht getan. Ein kleineres Gerät auf der Push+ lohnt auch nur bedingt. Eventuell ein 150/750, aber dann ist da auch schon ein Missverhältnis zwischen Optik- und Montierungspreis.

Clear Skies
Sven
 
Tach,
ich muss erstmal sagen das ich es klasse finde, das man als Anfänger wirklich viele Antworten und Tipps bekommt.
Nur leider fällt mir in diversen Foren immer wieder auf, das die "alten Hasen" uns Frischfleisch direkt equipment für weit über tausend Euro ans Herz legen.
Versteht das nicht falsch, ich weiß das sowas nur gut gemeint ist, aber um in Hobby rein zu schnuppern finde ich das doch recht übertrieben.
Mag sein das man mit einem SLT 130 nur um die 100 - 150 Objekte effektiv beobachten kann, aber das ist für einen Anfänger doch erstmal ausreichend um zu schauen ob das Hobby etwas für einen ist, oder?
Man kann ja immernoch aufstocken wenn man dabei bleibt, dann macht auch das auch Sinn.
Nehmt mir das nicht übel, sind nur meine Gedanken dazu.

Mit freundlichen
Azarius
 
hallo Azarius,

es geht weniger darum, dass Dir "alte Hasen" teures "HighEnd" Equipment aufschwatzen wollen, sondern es geht darum, dass Du mit so einem SLT130 wohl eher einen halben Tausender in überteuertem elektronischem Spielzeug versenken möchtest, und die "alten Hasen" dich davor bewahren möchten. Zumal auch beim SLT130 mit f/5 Du noch passende Okulare bräuchtest...
Warum nicht statt dem SLT130 das Heritage130? Gut, suchen musst du dann selber, aber die typischen Stadthimmelobjekte findet man auch so mit ein klein wenig Übung und Willen problemlos. Aber damit wäre dann auf jeden Fall noch etwas Geld für sinnvolles Zubehör übrig und der Verlust bei "Nichtgefallen am Hobby" nicht ganz so groß.

vG Ronald
 
Hallo Azarius,

es kommt noch hinzu, dass die meisten Neulinge (Du ausnahmsweise nicht) "ein wenig knipsen" wollen. Da ist man mit 1000 € noch meilenweit von einer HighEnd-Foto-Ausrüstung entfernt, je nachdem was noch alles beschafft werden muss.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Azarius,

es kommt m.E. wirklich darauf an, ob Du unter einem Himmel stehst der Starhopping

https://www.amazon.de/Starhopper-20-Himmelstouren-für-Hobby-Astronomen/dp/3938469234

zulässt oder eben nicht.
Da hilft mir zur Beurteilung die Lichtverschmutzungskarte wenig, denn ich habe z.B. zwei Standorte, die sich dort deutlich unterscheiden, zu den relevanten Beobachtungszeiten aber sehr ähnliche Bedingungen bieten, weil am schlechteren Standort dann viele Lichter aus gehen.
Ich will also gerne, wie schon mal geschrieben, wirklich die Grenzgröße in einer mondlosen Nacht und in einer guten Höhe über dem (immer lichtverschmutzten) Horizont wissen, also die Sequenz im kleinen Wagen.

Das 130er SLT kann unter gutem Himmel viele Objekte zeigen die es anfährt, unter schlechter werdendem Himmel reicht die Auflösung halt für immer weniger davon.
Dabei bedingt es sich, dass diese hellen Objekte, die dann überig bleiben, auch relativ einfach ohne GoTo zu finden sind und so stellt sich eben wirklich und tatsächlich die Frage, ob man unter Bedingungen über 4 Mag Grenzgröße auf GoTo verzichtet und eventuell auf einen 8" f/6 Dobson ohne GoTo geht, um die Objekte die sich finden lassen und auch mit kleinerer Öffnung und GoTo gut beobachtbar "übrig" bleiben, deutlich besser und klarer aufgelöst zu sehen. Auch an Mond und Planeten macht sich mehr Öffnung in diesem Rahmen überhaus positiv bemerkbar.

http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm

Hier mal ein Thread zu einem 130er SLT, bei dem allerdings erst mittendrin jedem klar ist, dass das Ding 2" Ausstattung packt und die anfänglichen Technikprobleme müssen ja nicht Jeden treffen
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/539196/1
Also: Die m.E. wichtige 2" Option hat er und das ist auch der Newton (von den Kleinen), der offensichtlich (???) auf eine etwas niedrigene Fokuslage ausgelegt ist als die anderen Kleinnewtons, die zum 70 mm hohen OAZ noch eine 35-50 mm lange Verlängerungdshülse zum Erreichen des visuellen Fokus benötigen. Das hat Ausleuchtungsprobleme bis hin zur Öffnungsbeschneidung zur Folge, die Problematik dürfte hier etwas entschäft sein.

Zum 8" f/6 Dobson, der bei 100 Euro weniger anfängt, auch zwei Beipackokulare mitbringt, schon mit denen aber besser funktioniert als ein f/5 Newton gibt es Beiträge in Masse, wobei die kritischen Stimmen hauptsächlich monieren, dass man fast nie an (s)einer Empfehlung vorbeikommt.

Die Option mehr Öffnung, mehr sehen, für weniger Geld, hängt am Himmel und an Deinen Vorstellungen zum Teleskop. Sie hängt nicht, wie Du befürchtest, an zusätzlichen Ausgaben.
Die kommen früh genug, wenn es passt und das Hobby verfängt.

Gruß
*entfernt*
 
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