Welches Spektiv eignet sich?

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RolandMV

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Hallo Leute!

Will mir als Zweitgerät und eventuell für erste Fotoversuche ein Spektiv zulegen. Ich wills vor allem auf Bergtouren mitnehmen können, und da ist mir ein ausgewachsenes Teleskop zu sperrig. Jetzt hab ich schon mal zwei Geräte in die engere Wahl genommen . Das eine ist ein Refraktor das andere ein Maksutov, beide mit 70mm Öffnung. Jetzt frag ich mich ob ein Maksutov in der Leistung überhaupt mit einem gleichgroßen Refraktor mithalten kann?

mfg Rolando
 
Hi Rolando,

ich denke beim Mak wird sich ein ganz anderes Problem einstellen, nämlich die Schwierigkeit, geringe Vergrößerungen zu verwenden. Das langbrennweitigste Okular was man in 1,25" bekommt hat 40mm (mir fallen jetzt auch keine "Exoten" ein, die diese Grenze sprengen). Wenn ich jetzt mal (Näheres nennst Du ja nicht... na toll) schätze, dass der Mak wenigstens f/10 hat, dann bedeutet das immerhin noch eine brauchbare Vergrößerung von 18x. Aber ein Mak mit 70mm Öffnung und f/10? Der müsste schon ziemlich obstruiert sein. Wenn das Gerät f/14 hat, dann liegt man schon bei 25x und das ist schon recht viel als "praktische Minimalvergrößerung". Da wird der Einsatz als Spektiv vielleicht drunter leiden. Das solltest Du also ausrechnen.

Was Refraktor gegen Mak angeht, so ist schwer zu sagen, was dabei herauskommt. Gegen ein gut korrigiertes ED-Apo-Spektiv dürfte der Mak es schwer haben, gegen ein achromatisches Spektiv wird er hingegen gut bestehen, weil das Spektiv seinen Kontrastvorteil wegen des Farbfehlers verspielt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

also des Mak hat mit einer Brennweite von 520mm und 70 Öffnung f/7,5 oder? Was errechnet sich nun daraus für eine praktikable Minimalvergrößreung, und Kannst du aus diesen Angaben auch Schlußvolgern wie stark Leistungsschmälernd sich die Obstruktion bemerkbar macht?

Der Refraktor ist ein (preiswerter) Achromat mit D70, f320. Möchte auch noch sagen mir geht es jetzt mal nicht so um die möglichen Vergrößerungen und was es sonst noch alles zu bedenken giebt.Mir geht es viel mehr darum zu wissen ob der Mak (wie oben beschrieben) vom System her, mit einerm Achromat mithalten kann, da er ansonsten das von mir bevorugte Gerät wäre.

mfg Rolando
 
Hallo Rolando,
es wäre schon sinnvoll wenn du uns sagen würdest um welche
Geräte es sich konkret handelt. Man kann nicht einfach sagen ein Mak ist besser als ein Achromat oder umgekehrt.
Das Wichtigste ist die qualitative Ausführung.
Beim Mak meinst du wohl diesen hier, oder?
Was für ein Zufall, ich interessiere mich im Moment auch
für dieses Instrument. Weiß jemand genaueres?
Wie groß ist die Obstruktion?
Wie hoch läßt sich sinnvoll vergrößern?
Wie groß sind die Gesichtsfelder des Zooms bei verschiedenen Vergrößerungen?
Wie ist die allgemeine Bildqualität?
Über jede Aussage eines Voyager-Besitzers wäre ich dankbar.
 
Hallo Ronaldo et all,

Irgendwo werden da die Begriffe durcheinander geworfen. Mit allergrößter Mühe kann ich einen Minirefraktor mit Amiciprisma noch als Spektiv vezeichnen, auch wenn`s weh tut. Ein Mal ist aber nun mal ein Mak und kein Spektiv.

Unter einem brachbaren Spektiv verstehe ich Swarovski, Leitz, Zeiss und ggf. noch Kowa. Aber die spielen preislich in einer ganz anderen Liga bei um die 2000 Euro (mit Zoom-Okular 20-60x). Im Vergleich zu diesen Geräten, die ich mit einem Ornithologen vor einigen Wochan alle bei mir testen konnte, sind das andere leider Spielzeuge, die nicht annähernd an die Qualitet der 4 genannten herankommen. Zudem: Zu einem Spektiv benötigt man ein Zoomokular, um es sinnvoll einsetzen zu können, und das muß schon recht hochwertig sein.

Soweit mein Statement, ohne zu wissen, was Du damit eigentlich möchtest.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,
wenn du mir 2000€!!!!! gibst, dann kaufe ich mir auch ein
Zeiss. Oder vielleicht auch nicht, denn 3 Zoll Öffnung sind
unterm Sternenhimmel eh nur Spielzeug. Und tagsüber tuts
auch ein preiswertes Gerät. Nicht jeder kann einen Haufen
Kohle für sinnloses Astrozeugs aus dem Fenster schmeißen.

So und jetzt zurück zum Thema Spektivvergleich...
 
Hallo Winfried,

ein Teleskop ist ein Spektiv, wenn man es als solches benutzt oder sinnvoll einsetzen kann. An Herstellern, die bestimmte Optiken als Spektive bezeichnen (und sich da manchmal ganz schön was rausnehmen, zum Beispiel bei dem was als Spektiv APO genannt wird) würde ich das nicht festmachen. Übrigens, sowohl Celestron als auch Meade verkaufen ihre kleinen Maks ganz normal als Spotting Scopes.
Naja, und ob man den Titel "brauchbares Spektiv" an einer Marke festmachen sollte? Ich denke nein, man sollte das immer an die Leistung koppeln. Falls jedenfalls die Ornithologen alles an die Marke koppeln können wir Sternfreunde froh sein, eine ganze Ecke weiter zu sein, was den Erkenntnisstand angeht.

Übrigens, noch zur Sache: Spektiv und Fotografie ist nicht unbedingt einfach, weil man mit dem Fokusweg Probleme bekommen kann, wenn man nicht gerade afokale Projektion bei einer Kamera mit Festobjektiv anwendet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

alle Spektive kenne ich natürlich nicht, aber zu folgenden (als Spektive beworbene) gibt es spezielle Kameraadapter (nicht diese Digitaladapter): Leica, Zeiss, Jujimon,Docter, Pentax und Swarovski. Alle zwischen 350 und 500 Euro. - Dafür bekommt man fast schon eine DSLR der Einstiegsklasse.

Ich gebe Dir recht, man kann das Wort Spektiv nicht unbedingt auf Marken anwenden die bestimmte Geräte als solche benennen. (vorsichtig genug ausgedrückt?...)

Was aber für diese Geräte spricht, ist die kompakte Einheit eines solchen Geräts. Da ist nicht einfach ein Amici-Prisma eingesteckt, denn es könnte im harten Feldeinsatz herausfallen. Komponenten wie Scharfeinstellung sind im Gehäuse integriert, was das Eindringen von Schmutz verhindert u.s.w.
Sie sind also ganz bewusst auf nur ganz spezielle Einsatzgebiete hin gebaut. Jedenfalls nicht kompromißlos auf Astronomie, das ist nur ein Nebenefekt, an den man bei der Konstruktion bestimmt nicht gedacht hat.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

sicher, ein Spektiv konsequent als Spektiv durchkonstruiert hat so seine Vorteile, da möchte ich noch einwerfen, dass Pentax seine XW und XL mit Absicht "Regenfest" konstruiert hat, damit diese Okulare am Spektiv auch unter harten Bedingungen benutzt werden können.

Was mich am Spektiv so ein Wenig stört ist, dass Spektive mit hochwertigen Gläsern oft nicht die Farbkorrektur und den möglichen Kontrast bei hoher Vergrößerung erreichen, den ein astronomisches Teleskop hat bzw. haben muss. Da leisten sich manche Marken Ausrutscher, indem z.B. aus einer FPL-Optik (ED-Glas mit Fluorophosphat glas, oft verwirrend "Fluorit" genannt) nicht das herausgeholt wird, was geht. Denn FPL mit passenden Partnergläsern kann laut Laux tatsächlich die Abbildungsqualität eines Fluorit-Kristall-APO erreichen. Wenn aber ein Spektiv mit derartiger Optik bei "Spektiv-Vergrößerungen" dennoch Farbsäume zeigt, ist was faul im Staate Dänemark.

Leider haftet dieser Ruf dem Spektiv allgemein an, auch wenn es Spektive gibt, für die das nicht gilt.

Die Frage, die man sich aber in diesem Thread stellen muss ist, wie sehr Spektiv soll das Spektiv denn sein, und könnte nicht genauso ein kleiner ED-APO die Anforderungen erfüllen? Möglicherweise wäre der vielseitiger, möglicherweise aber auch zu teuer, je nachdem, was man als Spektiv so im Auge hatte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen !

@coltran: ja genau das ist das Mak das ich im Auge habe das TS Voyager. Das andere wäre ein "klassisches" Spektiv von Exacta, hier zu begutachten.

Mir ist schon klar das es in der Preisklasse nix Anspruchsvolles giebt. Es stellt sich für mich nur die Frage wo ich wohl noch am meisten für mein Geld kriege.
Ein Spektiv soll es deswegen sein weil ich etwas brauche das sich leicht transportieren läßt und universell einsetzbar ist.

mfg roland
 
Hallo Roland,

hmmm... jedenfalls ist nun klar, wovon wir reden. Meiner Meinung nach schränkt es aber zu sehr ein, aus Transportgründen auf ein Spektiv zu setzen. Denn kompakt sind auch diverse astronomische Geräte. Schau Dir mal Refraktoren 80/400 oder 70/350 an, oder auch die kleinen Mak-Cassegrains. Das erweitert jedenfalls Deine Alternativen und diese Geräte sind genausogut auf einem stabileren Fotostativ ("Videostativ") zu montieren.
Für den Spektiv-Einsatz allerdings muss man astronomische Geräte eben immer noch mit einem Amici-Prisma ausstatten, und das Teleskop muss genügend Fokussierweg bieten, um den Lichtweg im Prisma auszugleichen.

Was Deine beiden Geräte konkret angeht, weiss ich nicht recht, was ich dazu sagen soll. Das Exakta hat definitiv "Supermarkt-Qualität". Wie weit sich das TS-Voyager davon abheben kann, noch dazu muss es mit f/7 deutliche Obstruktion haben. Ich habe also an beiden Geräten so meine Zweifel.

Ich respektiere natürlich Deine Vorauswahl, würde aber dennoch vorschlagen, dass Du uns Deinen Finanzrahmen (insgesamt) und alle Anforderungen nennst. Dann können wir mal schauen. Wichtig zu wissen wäre, was Du beobachten willst, sowohl astronomisch wie auch "Natur". Außerdem ist noch wichtig, was Du als Stativ angedacht hattest, bzw. wenn die Anschaffung noch aussteht, sollte man das in den Gesamtpreis einrechnen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Roland,

ist wohl wie zwischen Jacke und Hose mit dem Voyager vs. Exacta.

Für den Mak spricht die kurze Bauform. Das wäre für Bergtouren natürlich sehr vorteilhaft. Nachteilig hingegen ist das milchige Bild. Das ist nun mal das Manko von Spiegellinsen wegen Streulicht am Tage. Ich hab mir mal den Voyager zugelegt, allerdings nur als Sucher für eine andere Optik, da spielt das halt keine Rolle.

Beide Optiken haben ein äußerst mickriges Gesichtsfeld. Das ist ein typischer Nachteil von Spektiven im allgemeinen, einschließlich Leitz und Zeiss, weil die bildaufrichtenden Prismen und die Zoomokulare nun mal erhebliche Komplikationen darstellen.

Für beide Optiken brauchst Du natürlich auch ein Stativ. Das dürfte dann in jedem Fall sowohl vom Volumen als auch vom Gewicht bei den Bergtouren dominieren und sollte gut überlegt sein.

Ich persönlich würde zum Photographieren eher ein mittleres Teleobjektiv mitnehmen und zum Beobachten ein kleines Fernglas. Ist beides vielseitiger und effektiver.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
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