welches Stativ für 20*80er?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Maiko
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Maiko

Aktives Mitglied
Hallo an alle!

Was kann man denn so empfehlen, um ein 20*80er Bino (2.5kg)

einigermaßen vernünftig zu montieren?

Kann bei den Fotostativen, die ich gesehen habe, absolut nicht sagen, ob sie was taugen...


Gruß, Maiko
 
Hallo Maiko,
ich nutze meines auf einem Manfrotto 074B (2m) mit Manfrotto-Kopf 136 - das ist stabil und hoch genug.

Ich denke, in der Klasse sollte es schon sein...

Nix ist schlimmer, als wenn bei der geringsten Berührung alles wackelt.
 
Hi!

Berlebach wäre auch einen Blick wert. Ich benutze als Fotostativ und für einen ED80-Refraktor ein knapp 15 Jahre altes Stativ, das einem modernen Berlebach Report mit einfachem Beinauszug entsprechen dürfte. Mit einem 20x80-Fernglas etwa der selben Gewichtsklasse und niedrigerer Vergrößerung sollte das also auch keinerlei Problem sein.

Den Refraktor hatte ich einige Zeit lang mit einem Videoneiger von TS montiert, der wohl dem aktuellen Triton entspricht - hat gut geklappt, auch wenn die Schnellwechselplatte etwas Spiel hatte, und ist nur wegen dem fehlenden Feintrieb durch eine Porta ersetzt worden (die auf dem Berlebachstativ viel besser als auf dem Original-Vixen-Alustativ ist).

Gruß,
Alex
 
Ich rate zu einem Stativkopf mit Feinbewegungen. Auf normalen, einigermaßen bezahlbaren Stativen ruckt ein so schweres Glas immer deutlich nach. Das macht das Starhopping schwierig. (Ich spreche aus Erfahrung.)

Wolfi hat eine Stativ mit Feinbewegung, welches ich für ein SPektiv benutze. Die Qualität ist in Ordnung.
Dieses ist leider für ein FG zu niedrig. Ich rate dazu, nur den Kopf mit normalem Stativanschluss zu kaufen und eine einigergmaßen stabiles und hohes Stativ drunterzupacken.

Der Link zum Feinbewegungskopf:
http://www.teleskop-service.de/Antares/Montierung/montierung.htm#TSAZ
 
Zitat von Maiko:
Was kann man denn so empfehlen, um ein 20*80er Bino (2.5kg)

einigermaßen vernünftig zu montieren?

Mit einem Stativ allein ist Dir nicht geholfen. Ganz wichtig ist noch eine vernünftige Montierung! Ein normaler Neiger kann Dir nur halbwegs komfortable Blicke bis maximal 45° ermöglichen. Wenn man auch gern von 45° bis 90° im Zenit beobachten möchte, wird die Auswahl nur noch auf eine Schwenkarm-Montierung fallen können. Alles andere ist unkomfortabel und mühseig.

http://www.teleskop-service.de/Fernglas/Fernglas/Zubehoer/fernglaszub.htm#Binomount

oder besser noch eine Binomount UML wie sie bei ICS Seite 84 (PDF) zu finden ist. Damit sind auch Schwenks möglich, wenn man auf einer Liege liegt und das Stativ seitlich steht. Bewegt sich aber mit 379,- EUR schon im obersten Preissegment und ist aber vom Gewicht nur eingeschränkt reisetauglich (Flugreise).

http://astro-markt.de/download/Astronomie 2006 72dpi.pdf

Ich selbst verwende auf Flugreisen für mein Fujinon 16x70 FMT2 ein leichtes Manfrotto 055 MF4 (Carbon) und einen a) Novoflex Ball 30 und der b) Novoflex Panoramaplatte.
a) http://www.fotokoch.de/39256.shtml?redirect=39256&partnerid=10261
b) http://www.fotokoch.de/search.shtml...latte&sessionid=4202121227&fields=6&x=29&y=14

Beides habe ich allerdings in erster Linie für die Fotorgafie, aber selbst für Astronomie ist die Kombi sehr gut. Auf dem Ball 30 kann man das Fernglas bequem in alle Richtungen mit der Hand verwacklungsfrei führen und bei Bedarf sofort bombenfest mit dem Kugelkopf arretieren!


Grüße, Amin
 
Danke an euch für die Infos!

--- @ Amin:

welche Erfahrungen genau hast du denn mit dem Ball 30 Kugelkopf gemacht u. wie genau wird er verwendet? Ist der echt spielfrei bei 20fach? Erinnert mich an ne Idee, die ich mal selber für mein 20* 80er umsetzten wollte... bin sehr interessiert


Gruß, Maiko
 
Hallo,

Manfrotto 074B oder, noch besser, 075B. Letzteres verwende ich mit meinem Miyauchi zusammen mit dem Manfrotto Joystick. Das Stativ trägt auch meine 13/18cm Linhof Master GTL noch klaglos. Geht bis 220cm, also absolut ausreichend. Gibt es bei ICS, die haben das gesamte Sortiment.
Schön auch ein entsprechendes Berlebach mit Videoneiger.

CS
Winfried
 
Hallo Maiko,

willst Du das Ganze zum Sternegucken nutzen? Dann wäre ich beim normalen Stativ (welcher Neiger, etc. ist egal) sehr skeptisch. Wirklich Freude wirst du bei ausdauernder Beobachtung wohl nur bei den Spezialstativen haben.

Ich habe auf meinem Miyauchi ein (älteres) Berlebach Report, geht bis so ca. 210 cm Höhe, alles wunderbar, aber das Glas hat halt 45 Grad Einblick.

Wenn Du es für Natur / Vögel nutzen möchtest, wäre das meine erste Wahl. Ich habe (mit den TAL-Okularen) das Miyauchi beim Spechteln nach Bussarden in 300 / 500 m Entfernung im Urlaub wunderbar ohne Feintriebe nutzen können.

Es wird sich lohnen,wenn Du Dir die (ja nicht gerade billigen) Optionen mal selbst anschausts, da ich mal davon ausgehe, dass Du so was nicht so oft kaufen wirst...

Grüße

Joachim
 
Hallo Joachim,

Ziel soll schon die Himmelsbeobachtung sein... da scheint ja ganz schön was an Material und Kosten zusammenzukommen, nach den bisherigen Beiträgen zu urteilen...

Gruß u CS, Maiko
 
Hallo Maiko,

ja, ein gutes Stativ kann schon mal das gleiche kosten wie ein gutes Fernglas. Aber das ist am Ende wie bei einer Stereoanlage: das schwächste Glied einer Kette zerstört den Genuß!
Wenn Du ein Großfernglas auf ein billiges und wackeliges Stativ stellst, dann hättest Du Dir die Ausgabe für das FG sparen können und ein 8x42 kaufen müssen.
20x, das ist schon eine Sache, die stabil stehen muß. Aber Du kannst ja mal in Foren der Fotografie nachschauen. Da gibt es auch mal Profistative von Leuten, die sie nicht mehr brauchen, günstig. Ein gutes Stativ hält ein Leben lang und kann ruhig alt und gebraucht sein, auf die Optik kommt es ja nicht an, nachts sieht man es eh nicht...

Aber spare nicht am Stativ, das brächte bei Deinem Glas nur Frust und das Teil würde irgendwann in der Ecke verkommen.

CS
Winfried
 
Hallo Zusammen,

Wie schauts mit der Kombi aus?

20x80 Triplet+ Triton Neigekopf PH 36...
Das Ganze für 158,- gebraucht!!!

???

Das 20x80 Triplet schwirrt mir schon länger im Kopf rum:-)

Doch passt das dann auch alles so?

Hätt halt gern n Eqipment das ich z.B. mit auf Kurzreisen oder auch mit in Urlaub nehmen kann....(astronom. Zwecke)

Der Neigekopf hat 2 1/4 Anschlussgewinde.
(max. 9 kg)

Über eure Antworten/Hilfe freut sich,

Patricia
 
Hallo Patricia,
diesen Triton-Kopf hatte ich auch mal.
Für das 20x80 Triplet halte ich ihn für zu klein.
Er mag zwar 9kg halten, aber der Hebel durch die Länge des Glases ist das Problem. Außerdem fand ich die Einstellmöglichkeiten an dem Kopf nicht feinfühlig genug und das Gummi an den Griffen stank wirklich penetrant - da half nicht mal Hände waschen hinterher, um das wieder loszuwerden.

Das Glas ist für diesen Preis durchaus zu empfehlen.
 
Hallo

Danke für deine schnelle Antwort, ja das Glas werd ich auch kaufen, doch ohne Stativ werd ich damit auch nicht glücklich.

Such halt n recht günstiges...na gut ich such mal weiter, sollt ich eines ins Auge fassen, frag ich nochmal nach...
Das Ganze sollte eben auch halten....:-)


Gruß
Patricia
 
Hi!

Habe selbst kürzlich das 20x80 Triplett erworben und bin überaus zufrieden damit.
Da ich ebenfalls noch nach einem geeigneten Stativ suche, warte ich gespannt auf Deinen Bericht!

Gruß

Tim
 
Hallo Patricia,

frag doch zwecks Montierung mal bei Herrn Martini, ob seine Lösung unter http://www.dietermartini.de/neues.html (nach unten scrollen) auch zu Deinem Wunschglasd passt.

Wenn nicht, macht er das schon passend.

Ciao
Martin

 
Zitat von Maiko:
Danke an euch für die Infos!

--- @ Amin:

welche Erfahrungen genau hast du denn mit dem Ball 30 Kugelkopf gemacht u. wie genau wird er verwendet? Ist der echt spielfrei bei 20fach? Erinnert mich an ne Idee, die ich mal selber für mein 20* 80er umsetzten wollte... bin sehr interessiert


Gruß, Maiko

Hallo Maiko,

sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich war gerade zwei Wochen mit der obengenannten Fernglas/Stativkombi auf Gran Canaria. :)

Mit dem Ball 30 von Novoflex habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings hauptsächlich mit der Fotografie. Aber auch bei meinem Fujinon 16x70 gibt das Stativ eher nach, als der Kugelkopf! Allerdings habe ich ihn nie auf meinem Berlebach mit dem Fujinon ausprobiert, sondern bisher nur auf dem Manfrotto-Carbon-Stativ. Trotzdem, einmal festgezogen und nichts rührt sich mehr, wenn das Stativ top ist. Das Gute am "geöffneten" Ball 30 ist auch, dass man das Fernglas verwacklungsfrei mit der Hand schwenken kann, ohne irgendein Zittern im Sucher festzustellen. Hat man das Objekt gefunden, zieht man die Schraube fest und das Fernglas bewegt sich keinen Millimeter mehr, hat also kein Spiel. Wie gesagt, geben meiner Meinung nach selbst die stärksten Stative mehr nach als der Ball 30 oder der noch stärkere Ball 40! Hinzu kommt noch, dass der fettfreie Kugelkopf weder Sand noch Dreck fürchtet und praktisch ohne Verschleißerscheinungen sich schon zwei Jahre im Einsatz bei mir befindet.

Wem 5 kg Belastung zu wenig ist, der kann ja den 40er mit 10 kg Belastung nehmen. :/ Insgesamt kann man beim Novoflex Ball 30 oder 40 von richtiger deutscher Wertarbeit sprechen, die ihren Namen auch verdient hat.


Grüße, Amin
 
Hi

Habe mir das FEX 1 Stativ bestellt + Neigekopf PH 42 .

Soll für den Anfang auf jeden Fall genügen, preislich erschwinglich!



Gruß
Patricia
 
Hallo,

falls es hier noch um das 20x80 Glas mit geradem Einblick geht, halte ich nahezu alle "einfachen" Lösungen für Astrobeobachtungen für nicht dauerhaft praktikabel. Denkt mal an Eure Halswirbel und das was in dem Bereich noch alles unmäßig geknickt bzw. gezerrt wird ...

Für einfache Stative sollte es min. ein 45° Einblick am Fernglas sein. Und für einfache Ferngläser braucht man min. einen Ausleger am Stativ, um "unter" dem Fernglas bereits geneigt sitzen bzw. (halb) liegen zu können.

Meint zumindest
Adson
 
Hallo Adson,

sehe ich im Prinzip genauso. Mit einer Außnahme: ich selbst war kürzlich mit meinem Fujinon "Reisefernglas" 16x70 am 20. Breitengrad. Da steht zur Zeit die Milchstraße mit Schütze und Skorpion in voller Pracht deutlich über dem Horizont. Das waren die wichtigsten Objekte für meinen Urlaub und die liegen zwischen 10° und 45°, also genau richtig für ein geradsichtiges Fernglas auf einem Stativ. Im Zenit brauchte ich das Glas nicht, da ich den Bereich von zuhause her kenne.

Wer aber in unseren Breiten mit dem 20x80er Fernglas beobachtet, findet eigentlich nur ab 30° - 45° über dem Horizont ordentliche Sichtbedingungen. Nur da ist das geradsichtige Fernglas wegen der erwähnten Genikstarre kaum zu gebrauchen.

Grüße, Amin
 
Ich habe mir für meinen Manfrotto 3D-Neiger auf meinem Manfrotto Alustativ ein Gegengewicht gebastelt.
Es steckt in der Aufnahme für die Nachführstange, ist aber um 90° abgewinkelt. Dadurch kann ich es so stecken, dass es immer dem Fernglas gegenüber steht.

Durch das Gegengewicht kann ich die Friktion des Neigers so leicht einstellen, dass ich das Glas auch bei hohen Winkeln ruckelfrei nachführen kann. Das macht das Beobachten sehr bequem. Noch bequemer würde es allerdings ein 45°-Einblick machen. ;)

Marcus
 
Hallo Marcus,

wie weit kommst Du mit dieser Konstruktion von der Stativ-Mittelachse weg?

Das Problem ist ja oft, dass die Okulare auf einfachen Stativen mit Neiger so positioniert sind, dass man mit dem Körper im Grunde "im Stativ" stehen müsste´. Deshalb sind Gegengewichte oder auch Versatzstücke schon mal ein brauchbarer Kompromiss, um wenigstens ohne allzu große Verrenkungen das Okular zu erreichen.

Gruß
Adson
 
Ja, OK, ich weiß. ;)
Es ist mit einem gradsichtigen Fernglas nie bequem bei hohen Altituden zu beobachten. Praktisch komme ich im stehen bis etwa 70°. Wenn ich höher hinauf will, lehne ich mich gegen das Schaukelgestell meiner Tochter und kippe das Stativ nach hinten.

Mit "bequem" meinte ich auch nur das ruckelfreie Nachführen, bzw. Starhopping.
Ich versuche nachher, wenn ich meine Tochter ins Bett gebracht habe, ein Bild der Konstruktion zu posten.

Marcus
 
So, etwas spät, aber wie versprochen: Ein Bild von meinem 20x80 auf meinem Manfrotto mit dem Gegengewicht:


Link zur Grafik: http://img232.imageshack.us/img232/5646/dscf5296tg7.jpg


Was da aussieht wie ein Griff ist das Innenleben eines Wanduhrgewichtes. Wiegt etwa 1,5kg. An der Stange ist es mit zwei Klemmschrauben befestigt. Damit ich es angenehmer anfassen kann, habe ich es mit dünnem Moosgummi umklebt.
Das Winkelstück, das im Schwenkkopf steckt, habe ich in meiner alten Firma aus Messing gedreht. Aber jede andere Möglichkeit die Stange um 90° abzuwinkeln geht genauso gut. Z.B. einfach umbiegen.

Das ganze ist etwas leichter als das Glas. Aber indem ich das 20x80 an seiner Längsstange verschiebe, kann ich den Schwerpunkt für die momentan beobachtete Altitude so einstellen, dass ich mit minimaler Friktion in Höhe arbeiten kann. Das ganze ist zwar etwas schwingungsanfällig, aber wenn ich einen Finger leicht auf das Gewicht lege, steht die Konstruktion bombenfest.

Das Gegengewicht ist ein echter Zugewinn für Stativ und Fernglas. Schwenks ab etwa 30° Höhe werden IMO erst damit zu einer angenehmen Sache. Etwa so wie ein gut ausbalancierter Dobson.

Ich bin auf Eure Meinungen gespannt. Ich habe bislang noch nirgendwo etwas in der Art gesehen, aber vielleicht hat hier ja schon mal jemand etwas ähnliches gebastelt.

Marcus
 
Hallo,

gute Idee und sauber umgesetzt. Nennen wir es mal "brauchbaren Kompromiss" ;)

Die Schwingungsanfälligkeit wird durch die zusätzlichen 1,5 kg leider nicht geringer, und der Einblick ist immer noch sehr nahe an der Stativachse.

Die dem Optimum nahe Lösung wäre ein Parallelogramm und dazu ein tarierbares Gegengewicht (ich habe da mal mit Überresten von einem alten Reißbrett experimentiert, leider ist geeignetes Material nicht immer einfach zu finden, mitunter sind auch Lampen mit Parallelogramm montiert ...).

Sehr gut finde ich die Idee mit dem Moosgummi am Gewicht.

Gruß
Adson
 
Als alternative zum Videoneiger verwende ich den Kugelkopf, der sich angenehm in alle Richtungen drehen lässt. Bedient wird zum festmachen oder lösen der Kugel nur eine Schraube, während das Fernglas mit der anderen Hand festgehalten wird. Bei offener Kugel kann das Fernglas mit beiden Händen gehalten werden. Man hat fast das Gefühl, als würde man das Glas freihändig über den Himmel schwenken.

Persönlich finde ich diese Lösung für geradsichtige Gläser handlicher.


Gruß Hermann



Link zur Grafik: http://www.sternwelt.net/astro/Feldstecher_files/Untitled-1-filtered.jpg
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben