Welches System ???

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MichaelKienle

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Hallo,
ich überlege gerade rum welches Teleskop ich mir zulegen soll. In der engeren Auswahl hätte ich einmal das Celestron C8 auf EQ-6 oder den Antares Refraktor 150/1200mm auf EQ-6. Beide gibt es für den gleichen Preis.

Wäre schön wenn Ihr mir vielleicht allgemein Vor- und Nachteile oder Erfahrungsberichte nennen könntet. Welches System würdet Ihr kaufen ?

Gruß
Michael
 
Ich habe weder mit dem einen noch dem anderen Erfahrung, trozdem möchte ich Deine Frage beantworten:


Unter der Prämisse zwischen den beiden entscheiden zu müssen:

C8, weil

1. kompakter
2. farbfrei
3. bequemerer Einblick wg. kleinerer Baulänge
4. mehr Öffnung

Abgesehen von diesen beiden gibt's natürlich noch eine Menge anderer Optionen.
 
Moin Leute,

@Karsten Meine Worte !

@Michael Zusätzlich solltest Du bedenken, das du mit dem 150/1200 auf der EQ-6 mit dem Standartstativ nicht weit kommst. Es sei denn, du möchtest Bodenturnen oder beobachtest gerne im Liegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
@Astrojockel
Ich würde von Baader das Holzstativ nehmen.

@tomlicha
Also eher weniger DeepSky, abgesehen habe ich es
eigentlich mehr auf Mond und Planeten.
 
moin,

schließe mich meinen vorgängern an und würde ebenfalls das SC nehmen.
leistet gleichviel wie der refraktor und das bei den genannten
vorteilen. ein vorteil des refraktors ist die möglichkeit, zur
sonnenbeobachtung ein herschelprisma zu verwenden. das geht am
SC nicht.

wenn du übrigens so sehr auf planeten aus bist, dann würde ich mir
den kauf einen maksutov-newton von intes-micro mit 6" öffnung
überlegen. am besten wäre der MN68. der leistet nochmal um einiges mehr.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo bino,

MN68 - jetzt blicke ich bei Intes (Mikro, STF) nicht mehr durch. Ich habe was von einem MN61 und MN66 gelesen.
Was zeichnet denn das 68er gegenüber den anderen aus?

Ist die EQ-6 für ein C8 nicht gnadenlos überdimensioniert?

Wenn die EQ-6 schon vorhanden ist, wäre dann nicht auch ein Newton 8" f/8 eine gute Idee? Der dürfte an Planeten doch auch gut sein, die EQ-6 nicht überfordern und dazu nicht teurer als ein C8 sein.
 
die beschreibung des gerätes ist leider etwas dürftig.
als APO-eater würde ich es allerdings nicht bezeichnen, das ist
auch ein MN nicht, schon allein wegen dem kleinen ausgeleuchteten
bildfeld.

ob das teil auch wirklich taugt hängt noch von anderen faktoren ab:
- wie gut ist die aktive belüftung, wird die luft im tubusinneren wirklich
vollständig umgewälzt?
- wie gut ist die schwärzung des tubus, gibts ein blendensystem?
- das erkennen von details ist durch die dobsonkonstruktion
generell herabgesetzt. handnachführung ab 300fach ist dem erkennen von
details nicht gerade förderlich
- durch die fangspiegelhalterung geht kontrast verloren
- wie gut ist der crayfordauszug?

fragen über fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
wie auch immer, dobson und planetenbeobachtung iss nich, das wiederspricht
sich von grundauf. so betrachtet ist das teil eigentlich eine fehlkonstruktion, denn derartig auf obstruktion zu minimieren und dann
per hand nachführen zu müssen ist quatsch, amerikanisch eben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
wie auch immer, dobson und planetenbeobachtung iss nich, das wiederspricht
sich von grundauf. so betrachtet ist das teil eigentlich eine fehlkonstruktion, denn derartig auf obstruktion zu minimieren und dann
per hand nachführen zu müssen ist quatsch, amerikanisch eben

Mit Verlaub, hast du das je in der Praxis ausprobiert? Ich fürchte nicht!

Da gibt es zum Beispiel das Phänomen, daß das Auge *besser* Details wahrnehmen kann, wenn das Bild nicht statisch in der Mitte verharrt, sondern immer wieder langsam wandert. Eben zwischen den Nachführbewegungen am Dobson. Das liegt an der tatsache, wie Nerven Signale wahrnehmen. Ordentliche Montierung vorausgesetzt und gutes Eigengesichtsfeld am Okular ist auch 600x machbar.



 
Da habe ich mich wohl von den 1/20 ptv blenden lassen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Liegen die Intes-Teile nicht bei 1/6 ptv? Wenn der Spiegel hält, was er verspricht, dann wäre das doch ein Wahnsinnsteil!

Man könnte den Tubus doch sicher auch auf ne EQ-6 montieren, oder?
 
außerdem nur mehr 15% obstruktion, was den kontrast
nochmals ein wenig erhöht.

So leider auch nicht vollständig. Der Kontrast an der Grenze der Auflösung wird durch grössere Obstruktion erhöht(!) - und zwar wird er dann höher als beim Refraktor und sogar höher als beim "idealen" Teleskop - , bei ca. 1/3 der Auflösung allerdings verringert.

 
natürlich kenne ich das aus der praxis.
oft genug schon mußte ich leider ohne nachführung beobachten weil
entweder mit der monti was war oder ich keinen strom zur verfügung hatte.

das phänomen mit der bewegung kenne ich auch. allerdings gilt ebenso,
daß du ganz feine details nur erkennen kannst, wenn das bild eine
zeitlang auch in ruhiger position beobachtet werden kann.
wenn das bild von anfang immer nur durchläuft, so ist die wahrscheinlichkeit
hoch, daß dir bestimmte details einfach von vornherein entgehen.
daher macht der versierte planetenbeobachter auch beides, er betrachtet das bild erstmal an die 5 bis 10 minuten lang statisch und läßt es dann erst zwischendurch mal ein bischen wandern, allerdings auch nicht zu weit an den
gesichtsfeldrand, wegen der randunschärfe (ist immer vorhanden, wenn auch nur
gering).

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Anstatt den Planeten wandern zu lassen, kann man doch einfach die Blickrichtung ändern, also den Blick etwas kreisen lassen.
 
nein, das hat nicht denselben effekt, sollte aber trotzdem zwischendurch gemacht
werden, einfach um das auge zu entspannen.
wenn man zu starr auf den planeten blickt, ohne jegliche augenbewegung,
so wird das schon nach etwa einer minute sehr anstrengend.
eine kreisbewegung zwischendurch bringt dann neue kräfte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

allerdings muß hier jeder selbst seine eigene beste methode finden.
ein allgemeinrezept gibts leider nicht, dazu sind wir menschen einfach zu
unterschiedlich genetisch geprägt.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
wie auch immer, dobson und planetenbeobachtung iss nich
Als Dobson-Besitzer muss ich da auch widersprechen! Anständige mechanische Verarbeitung vorausgesetzt sind Vergrößerungen jenseits von 400x wirklich kein Problem. Es liegt wohl eher an den persönlichen Vorlieben und Vorurteilen. Der eine sagt sich: "Ich bin doch nicht blöd, und führe per Hand nach und zitter den Planeten hinterher!" - der andere "Ich bin doch nicht blöd, und norde eine schwere Montierung ein und wuchte einen 14-Zöller drauf."
Wie bei vielen Fragen ist das Ansichtssache.
 
Allgemein kann man aber folgendes übers Auge sagen:

Das Auge sendet nicht jedes Pixel (Sehzäpfchen oder Stäbchen) Signal zum Hirn, so wie es eine CCD zum Rechner macht.

Vielmehr werden in mehreren Nervenschichten hinter den Sehzellen die Daten bereits vorverdichtet. Zum Beispiel findet dort die Bewegungs- und Kantenerkennung statt.

Wenn man den Planeten jetzt wandern lässt, ergeben sich zusätzliche Details aus dem "Bewegungsdetail-Rechner" des Auges. Das ist in der Tat was anderes, als wenn man das Auge selbst bewegt.

Und: Alle Nervenzellen sind so aufgebaut, daß ein gleichmässger Input nach wenigen Sekunden zu *keinem* Output mehr führt. D.h., die Nervenzellen können nur Änderungen wahrnehmen. Das merkt man jeden Morgen, wenn man zunächst die Klamotten am Leib spürt, aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr...

Deshalb gibt es im Auge ein permanentes Zittern mit ca. 50 Hz. Dieses Zittern wird vom "Augenrechner" sogleich herausgefilter, das Hirn kriegt davon also nichts mit.

Bei müden Augen (oder anderen Lähmungseffekten wie Nikotin und Alkohol) ist diese Bewegung dann schwächer. Da kann auch die externe Bewegung (Planetendrift) helfen, aber auch das absichtliche Ändern der Blickrichtung...

Alles wirklich sehr kompliziert...
 
Nabend!

Jau, auch ich würde zum C8 raten!
So ein C8 auf Eq6 ist nämlich eine bombensichere Sache!
Es steht auch bei Wind recht gut und ist ziemlich kompakt.
Ich jedenfalls beobachte schon seit Jahren mit mehreren C8 (seit ca 3 Jahren auch mit meinem eigenen) und bin visuell rundum glücklich mit dem Teil.

Aufgrund der Hauptspiegelfokussierung wirst du auch niemals probleme mit der Fokuslage haben, da sie nämlich variabler nicht mehr sein kann.
So kannst du, sollten dir die 2m Brennweite manchmal zu viel sein, einfach mittels Reducer die Brennweite radikal runterschrauben.
So betreibe ich mein C8 zumeist mit dem Celestron Reducer/Korrektor.
Auch mit einem Binoansatz wird man bei einem C8 keine Probleme bekommen.
Insgesamt also ein feines Gerät und ich glaub auch das meist verbreiteste Teleskop, ich meine nicht ohne Grund.
Teilweise werden die Geräte nur etwas unterschätzt.

Der Refraktor ist schon ein paar Überlegungen mehr Wert, da seine Ausmaße schon recht üppig sind. Die Länge sowie die unsymmetrische Gewichtsverteilung des Teils führen außerdem dazu, daß die Rohrschellen ziemlich weit Richtung Objektiv sitzen müßen. Das sieht erstens ein bischen unschön aus und zweitens kann man dann nur noch am Boden liegend beobachten, wenn man mit dem EQ6 Stativ in Zenitnähe versucht zu beobachten.

gruß,
André
 
Hallo,
ich danke Euch für die Ratschläge und Tips, habt mir echt weitergeholfen. Ich werde wohl dann das C8 nehmen, dass ich eigentlich schon etwas favorisiert habe und meine Wahl nun noch bekräftigt wurde.

Michael
 
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