Welches Taschenfernglas?

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Romulus

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Moin,

nachdem ich nun in meinem Thread im Einsteigerforum ein gutes Einsteigerteleskop gefunden habe, habe ich nun noch ein anderes anliegen.

Ich suche ein Fernglas, welches man leicht mitnehmen kann, es muß in einen Aktenkoffer passen und am besten auch in die Jackentasche, eben ein Taschenfernglas.

Es muß nicht absolut perfekt sein, ich habe zuhause schon ein 8x56 von Zeiss und möchte einfach nur etwas nettes für unterwegs haben.

Die Anforderungen zusammengefasst:
- möglichst kleines Format
- tauglich für Astro und Erdbeobachtung (am Tage)
- Preis maximal um 200€ (günstiger ist auch gut ;) )


Na nun bin ich ja mal gespannt...


Vielen Dank schonmal und Grüße,
Bernhard





 
Hallo Bernhard,

Nikon Monarch 8 x 36 D CF mit Schwerpunkt Astro,
Nikon Sportstar 8 x 25 D CF mit Schwerpunkt Tagesbeobachtung.

CS
*entfernt*
 
Hallo Bernhard,

möglichst kleines Format und Astro schließen sich meiner Meinung nach aus, vor allem bei max. 200 EUR Preis.

Ich habe z.B. ein Nikon 8x25, welches um 60 EUR kostet und für diesen Preis zum einen eine annehmbare Qualität in Optik und Verarbeitung bietet, zum anderen am Sternhimmel doch schon einiges zeigt. Aber 25 mm Öffnung und ~ 3 mm AP sind schon ein wenig problematisch.

Hier ein ähnlicher Thread zu diesem Thema, vielleicht findest Du ja ein paar Anregungen:

Welches Kleinstfernglas taugt was?

Gruß
Adson
 
Hallo Bernhard.

Ich empfehle das "Steiner Safari 8x22".

Grüsse
Rafael
 
Moin,

bezüglich Astro sollte ich noch folgendes erwähnen:

ich bin sehr oft mit dem Flugzeug unterwegs, dort werde ich am häufigsten beobachten, also sollte man bei der Astro-tauglichkeit berücksichtigen, daß ich der Atmossphäre quasi entrinne ;)

Den Thread acker ich gleich mal durch, die bisher empfohlenen Gläser schau ich mir mal an.

Danke schonmal und Gruß,
Bernhard
 
Moin,

hab jetzt mal den Thread gelesen und noch ein paar andere hier und mir bei der Gelegenheit gleich mal das Buch "Sky Vista" bestellt.
Ansonsten soll meine Wahl eher astrolastig sein, da ein Astroglas für Tagesbeobachtung ohnehin allemal reicht. Einzelokularfokussierung möchte ich jedoch nicht, das hat mich schon beim Bund wahnsinnig genervt!


Mal was Grundsätzliches:

Mir ist schon klar, daß Gläser unterschiedlicher Qualität auch unterschiedlich gut geeignet sind, was das Verhältnis von Vergrößerung zu Öffnung angeht. So wird wohl ein Zeiss 8x30 ein besseres Bild liefern als ein 20€ 10x50.

Was ist jedoch bei gleicher Qualität besser geeignet? Da kann man sich doch sicher bestimmte Kennzahlen wie Lichtstärke etc. ausrechnen.

Beispiel Steiner:
Das Wildlife gibt es dort relativ kompakt, einmal in 8x24 und einmal in 10x26.
Welches eignet sich denn für Astro eher?

 
Hallo Bernhard,

bei diesen kleinen Gläsern habe ich Probleme, 10x ausreichend ruhig zu halten. Die Gläser sind relativ leicht und haben wenig "dran" zum anfassen. Die leichten Zitterbewegungen der Hand schlagen da also ohne "Trägheitsbremse" voll durch. Deshalb würde ich lieber ein 8x nehme als ein 10x - ob Nikon oder Steiner wäre dabei egal.

Gruß
Adson
 
Hallo Bernhard,

neben dem doppelten Preis haben für mich die Steiner Gläser gegenüber dem Nikon Sportstar den entscheidenden Nachteil eines sehr kleinen Gesichtsfeldes.
Wie Adson schon anmerkte, ist 10fach für so leichte Gläser keine sinnvolle Vergrößerung mehr.
Schwerpunkt Astro spricht allerdings eher für mindestens 8x30, da kenne ich aber kein annehmbares neues Glas, welches zu den Preisvorstellungen passt.
Daher kam meine Empfehlung zum Monarch (mit leichten Budgetübreschreitungen hast Du ja schon Übung). ;)
Das 8x36 kenne ich persönlich nicht, aber ein anderes Glas der Serie konnte mich überzeugen.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Adson,

ach deshalb lieber ein 8fach. Ja das macht wohl Sinn.

Also habe ich dann jetzt die Qual der Wahl...

Habe bisher folgende Gläser in die engere Auswahl gezogen:

- Nikon Sport Lite 8x25 (das 8x36 Monarch ist wohl kein Taschenfernglas mehr?)

- Steiner Wildlife 8x24 (das Safari 8x22 ist wohl nicht so gut?)

- ICS Dachkant Pocket 8x24

- Docter Compakt CSP 8x22

- Fujinon Air-Drop 8x23


Soweit, sogut. Welches sollte man nehmen? Gibt es weitere Alternativen?


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

habe in der Vergangenheit viele Kleinferngläser probiert. Hängen geblieben bin ich bei:

Canon 8x25 IS ( aber teurer als € 200. )
Pentax Papilio 6,5 x 21 mit Naheinstellgrenze 50cm ( Lupenglas ( wird so um die 100 - 120 € gehandelt.

Beide sind gerade noch so klein, um in die Jackentasche zu passen

Volvitur
 
Guten Morgen,

hmmm, hat das Papilio für Astro nicht etwas arg geringe Vergrößerung und Objektivdurchmesser?

Das Canon hat ja immerhin einen Bildstabilisator. Wenn es tatsächlich den anderen von mir angesprochenen Gläsern am Sternhimmel überlegen ist, würde ich dafür auch etwas mehr ausgeben. Wie ist denn hier die allgemeine Meinung zum Canon 8x25IS, lohnt sich das im Vergleich zu den anderen 8fach-Kompaktgläsern?


Viele Grüße,
Bernhard

P.S.: bin bis Mittwoch nicht mehr im Netz, also nicht wundern
 
Hallo Bernhard,

Du hast eine interessante Vorauswahl getroffen.

Auch wenn max. 200 EUR kein Vermögen sind, empfehle ich Dir, die Gläser mal in die Hand zu nehmen und vor die Augen zu halten ;-) ... ich denke, dann reduziert sich Deine Auswahl recht schnell.

Steiner: Ja, Wildlife ist die bessere und brauchbare Serie, Safari ist xxx (es wurde mir schon mal angekreidet, weil ich diese Serie als "Dreck" bezeichnet habe ;) )

Gruß
Adson
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin,

ja das werd ich machen, Ende des Monats ist ja Pferd&Jagd in Hannover, falls ich da hin komme, werd ich mal die Herstellerstände abklappern.

Wieso findest Du die Vorauswahl denn interessant?

So ich muß los, viele Grüße,
Bernhard


P.S.: @Adson: in dem von Dir verlinkten Thread hast Du doch mal angekündigt, einen Kompaktglas-Test machen zu wollen. Gibts sowas von Dir? Hast Du eine Homepage?
 
Hallo Adson,

ich habe auch ein 10x25 und hatte am Anfang auch das Zitterproblem. Mit der Zeit habe ich mir angewöhnt, das Glas so zu halten, dass mein Daumen dabei zwischen Fernglas und Nase quasi eingeklemmt wird. Dadurch habe ich praktisch eine Auflage, die das Zittern auf ein Minimum reduziert.

Ich muss aber dazusagen, dass ich relativ kleine Hände habe - wie das mit großen funktioniert weiß ich nicht.
 
Hallo Bernhard,

ich war dann zu faul zum schreiben :) sorry.

Gruß
Adson
 
Oh, da teilt jemand meine Meinung zu Steiner Safari und verwendet auch noch das gleiche Wort dafür ... :)

Jawoll, so ist es!

Gruß
Adson
 
Moin,

bin wieder im Lande, aber nur kurz ;)

Habe mittlerweile mal kurz bei Saturn vorbeischaun können und mir den dort liegenden "Krempel" angesehen.

Die Billigdinger (unter 50€) taugen überhaupt nix, durch die Bank alle verstellt, ist nur was für Masochisten (Kopfschmerzen), ich weiß gar nicht wie man sowas verkaufen kann...

Dann waren da einige Steiner-Modelle: auf die Schnelle habe ich im Laden keinen Unterschied zwischen Wildlife und Safari feststellen können, aber nachts sieht das vielleicht anders aus.

Dann lag da aber auch noch das Canon 8x25IS, die 10fach-Version davon auch noch. Davon war ich sehr begeistert, so ein Bildstabilisator ist ja wirklich Gold wert! Anstatt tanzender Punkte ein ruhiges, scharfes Bild. Leider sind die etwas klobig, ich muß mir das nochmal genau überlegen...

Gibts eventuell bildstabilisierte Gläser, die von den Abmessungen her etwas kleiner sind?


Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo,

zu den Canon Gläsern gibt es keine Alternative mit einem vergleichbaren Preis-Leistungsverhältnis. Bei einem 8x ist der Stabi zwar auch schön aber m.E. nicht wirklich sinnvoll. Dann kannst auch gleich ein 10x30 nehmen, es muss sich ja auch lohnen :)

Die Steiner Safari sind verarbeitungsmäßig bescheidener und haben eine schlechtere Optik. Hat schon seinen Grund, warum die so viel billiger sind.

Gruß
Adson
 
Moin,

ja, das stimmt schon mit dem 10fach. Aber das ist schon fast zu groß für einen Aktenkoffer oder die Jackentasche. Aber ich seh mir das nochmal an...

Gruß,
Bernhard
 
Moin,

nochmal ne kurze Zwischenfrage: wo liegt denn eigentlich der Unterschied zwischen Steiner Wildlife 10x26 und Steiner SkyHawk 10x26? Die kosten nämlich beide gleich viel (199€).

Weiß da jemand was drüber?

Grüße,
Bernhard
 
Guten Abend,

um diesen Thread zu einem sinnigen Abschluss zu bringen, gebe ich hier meinen Abschlußbericht.

Zunächst einmal vorweg: Bei Fernrohren ist ja eigentlich schon so, aber bei Ferngläsern ganz sicher:
Man muß die Dinger selbst sehen, selbst in die Hand nehmen, das Gewicht fühlen, die Maße sehen und ausprobieren und selbstverständlich hindurchsehen.

Erst dann erschließt sich einem der praktische Nutzen des Geräts. Ein Fernrohr oder Großfernglas stellt man sich gewöhnlicherweise hin, d.h. man trägt es nicht besonders oft herum und beobachtet nicht frei Hand.
Bei einem Fernglas, insbesondere bei einem kompakteren Modell ist das eben schon der Fall und man muß so seine persönliche Priorität zwischen Maßen, Gewicht, optischer Qualität, Vergrößerung, Öffnung und natürlich Preis setzen.

Ich wollte ein kompaktes Fernglas für den Aktenkoffer und die Jackentasche, eben zum immer dabei haben und nicht zu groß und schwer. Es sollte möglichst hoch vergrößern und viel Öffnung haben, die (optische) Qualität sollte in Ordnung sein und es sollte max. 200-250€ kosten.

Nach dem Sichten und Ausprobieren wurde mir klar, daß das alles nicht vereinbar ist, jedenfalls nicht für mich.

Um es vorweg zu nehmen: es ist bei mir das Canon 12x36 IS II geworden. Warum? Aus folgenden Gründen:

1. Für den Einsatzzweck Astro- und Tagesbeobachtung unterwegs ist meine leichte Zitterhand nicht gerade förderlich, gerade bei Vergrößerungen über 8fach, und ich wollte eigentlich mindestens 10.

2. Für mich sind Größe und Gewicht zwar an der Obergrenze, aber gerade noch akzeptabel.

3. Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung, die optische Qualität empfinde ich als gut bis sehr gut.

4. Die Öffnung ist zwar nicht besonders groß und die AP beträgt nur 3mm, aber im Vergleich zu größeren Öffnungen und APs zeigt mir der Bildstabilisator mehr Details bei geringerer Größe und Gewicht.

5. Ich hatte auch das 8x25 und das 10x30 aus gleichem Hause ins Auge gefasst, aber das 8x25 zeigt mir zu wenig am Himmel und das 10x30 ist weder bedeutend günstiger noch kleiner noch leichter.

6. Der Preis ist mit ca. 550€ nun zwar mehr als doppelt so hoch wie angepeilt, aber ich kannte den Bildstabilisator vorher auch nicht. Dieser stellt für mich persönlich aber einen entscheidenden Mehrwert dar, den ich gebe lieber mehr Geld für etwas aus, was ich auch tatsächlich benutze, als immer noch viel für etwas, was ich dann eh nie zur Hand nehme. Und dem Bildstabilisator hätte ich dann immer hinterhergetrauert. Der bringt bestimmt nicht jedem so viel wie mir, aber ich war erstaunt, wie viel mehr ich damit erkennen kann.


In diesem Sinne eine gute Nacht und einen besinnlichen Advent,
viele Grüße,
Bernhard
 
Guten Tag,
ich hätte ganz gleiche Frage, aber bezogen auf die Marke Minox. Wie findet ihr Marke Minox? Gibt es in dieser Marke total schlechte Seiten?
Danke
 
Bernhard,

herzlichen Glückwunsch zum Kauf! Ein tolles Glas und ... ja, ich kann Deine Feststellungen alle bestätigen :)

Auch wenns kein "Taschenfernglas" mehr ist (deshalb hat es eine eigene Tasche dabei), ist das Canon 12x36IS II meiner Meinung nach ein absolutes Spitzenglas. Der Nutzen des Stabi ist einfach phänomenal, ich habe mein Glas schon vielen in die Hand gedrückt und gesagt: "Durchgucken." - So viele "aaahh" und "oohhh" höre ich sonst selten ;)

Gruß
Adson
 
Moin Adson,

jo genau, das ist es eben. Kein wirkliches Taschenfernglas, aber immer noch ok zum mitnehmen bei ausgesprochen guter Leistung an den Sternen.

Vielleicht gibt es einige, die mit einem 10x50 Billigglas aufgrund der größeren Öffnung sogar mehr sehen. Aber die haben entweder eine sehr ruhige Hand oder ein Stativ.
Aber ein Stativ ist weder gut zum mitnehmen, noch kann man es überall aufstellen.

Ich habe es ausprobiert: ein 10x50 zeigt viel und das Bild ist durchaus etwas heller als im 12x36, aber (ein großes ABER) das helle Bild huscht bei mir durch das Sichtfeld und mit viel Konzentration erkenne ich etwas. Doch das etwas dunklere Bild im 12x36 IS steht bei mir ruhig im Sichtfeld und ich kann ohne Anstrengung und ständiges hinterher sehen das Objekt beobachten. Das ermöglicht es mir, viel mehr Details zu erkennen als in einem helleren, aber wesentlich unruhigeren Bild.

Ich habe sogar das 8x56 Victory von Zeiss mit dem 12x36 IS verglichen. Klar, das Victory ist hochwertiger, es kostet ja auch 1000€ mehr. Auf einem Stativ zeigt das Zeiss auch mehr (oder besser gesagt kleiner, aber dafür heller), aber frei Hand ist das 12x36 IS auch in diesem Vergleich unschlagbar besser, weil viel ruhiger. Was bringen mir z.B. die Pleiaden als helles, scharfes Bild, wenn Sie hin und her hüpfen. Dann lieber etwas dunkler, aber dafür ruhig und immer noch knackscharf!
Mal davon abgesehen ist das 8x56 ein Monster im Vergleich zum 12x36 IS.

Für den Normalanwender mit "normal" ruhiger Hand zeigt das 12x36 IS einfach vergleichweise viel zum vergleichsweise geringen Preis - zumindest, wenn man mit Zeiss, Svarowsi, Leika vergleicht. Und diesen Vergleich braucht das Canon nicht zu scheuen, gerade was Details angeht.

Fotos würden nichts bringen, wie gesagt: selber durchschauen und beurteilen bringt in diesem Fall mehr als theoretische Tests, weil so ein Fernglas einfach praktisch sein muß!

Gute Nacht und Grüße,
Bernhard
 
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