Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen?

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Tim87

Aktives Mitglied
Hallo,
ich interessiere mich sehr für all das was um die Welt rum passiert.
Meine Seminararbeit in der 12. Klasse habe ich über "Astronomie - Sternentstehung" geschrieben.
In der 12. Klasse war ich auch in der Atronomie-AG wo wir die schwarz-weiß bilder dann auch selber entwickelt haben.
Doch leider hab ich kein Teleskop^^
Deshalb will ich mir so gegen Herbst ein Teleskop zulegen, irgendein Gebrauchtes.
Blos was kauf ich da am besten?
Ich hab mir jetzt mal ein Buch gekauft - "Hobby-Astronom in 4 Schritten" um mal einen groben Eibklick zu bekommen.
Im Moment stöber ich eigentlich täglich in Stellarium :)
Eigentlich würde ich schon gerne in die Fotografie von Deep-Sky Objekten und Galaxien/Nebel einsteigen (wenn das nicht sogar das Selbe ist^^), aber ich würde bei meinem ersten Teleskop lieber mal klein anfangen und in einem Jahr oder zwei so langsam aufrüsten mit einer DSLR und nem gescheiten Teleskop/Stativ.
Schlecht fänd ichs natürlich nicht wenn das Teleskop eine Nachführung integriert hat.
Budget kann cih im Moment gar nicht sagen weil ich nciht weiß was auf mich zukommt^^
Ich würde mich freuen wenn ihr mir trotzdem etwas empfehlen könntet oder wie ihr das am besten machen würdet :)

Mfg, Tim
 
Hallo Tim,

ähnliche Fragen, wie du sie stellst wurden vor einigen
Tagen in diesem Forum diskutiert. Die Titel:

* Einstieg in die Astrofotografie
* Einstieg in die Astrofotografie bis 2000 Euro.

Dort gibt es Links zu Einsteigerseiten, Tips usw. Es ist
für alle besser, wenn du dich in diesen beiden Threads
etwas einliest. Dann kannst du auch deine Fragen besser
präzisieren.

Zur Fotografie, visuellem Beobachten, zu den Hilfsmitteln
der Reihe nach:

-Fotos-
Für dich kommen wohl vorerst nur Brennweiten bis ca. 200mm
in Frage. Wenn du selbst etwas bauen willst, kommt auch
"Barndoor" in Frage, ist halt nicht jedermanns Sache.
Schau dir die Links an.

-visuell-
Ein gutes Fernglas für den Anfang sollte man nicht
unterschätzen. So lernt man den Himmel kennen und das
wirst du müssen. Standardbudgets (8" Dobson) betragen
etwa 400.- bis 600.- Euro als Grundausstattung. Wäre das
o.k. für dich?

-Hilfsmittel-
Du brauchst als erstes: Eine drehbare Sternkarte,
Sternkarten (Karkoschka). Das kannst du dir schnell
besorgen. Das steht aber auch in den Links.

Das wärs fürs erste. Mit Grüssen.
Joachim


 
Hallo Joachim, ich werde mich mal einlesen(bzw hab es schon bevor ich den Thread gestartet habe).
Meint ihr nicht dass so ein 8" Dobson eine Nummer zu groß für mich ist, ich hab bisher immerhin noch kein einziges Teleskop besessen :)
In den Themen geht es ja mehr um die Fotographie, aber die würde ich ja dann erst mit nem gescheiten Teleskop damit Anfangen.
Aber ich brauch ja dann auch ein gescheites Stativ und gerade dort sollte man ja nicht sparen.
Ich wollte ja lieber mal klein anfangen um zu sehen wie das so alles ist und um zu sehen ob das das richtige Hobby für mich ist.
Die Drehbare Sternkarte hätte ich jetzt mal beiseite gelassen, letztes Wochenende saßen wir mit Laptop mit WLAN und Stellaris auf der Wieße^^ Der Wandel der Zeit :P

Ich werde die Themen jetzt aber nochmal genau durchlesen.
Danke schonmal dür die schnelle Antwort.
Mfg, Tim
 
Hallo Tim,

so wie du deine Anforderungen formulierst läuft es schon mittel auf zwei Teleskope heraus, eins fürs "Anfangen und Gucken" und eins fürs Fotografieren, diese beiden Anforderungen laufen einander zuwider, zumindest bei beschränktem Geldhaufen im VOrgarten...

Ein Teleskop dass die Wünsche nach FOtografie (langfristig und nicht nur so ein paar Knipsereien) erfüllt ist a.) teuer und b.) eher klein wenn es nicht exorbitant teuer sein soll. Selbst im günstigen Fall, also ein kleines Fotogerät auf einer tauglichen Montierung kommt inkl. Kamera und Zubehör schon sehr leicht in vierstellige Bereiche ohne irgendwas überflüssiges gekauft zu haben. Das ist dann natürlich auch zum Durchschauen doch zeigt es natürlich visuell bei weitem nicht so viel wie ein grösseres dass dann aber nicht zum Fotografieren geeignet ist...

Ob ein 8"er was für dich ist musst du wohl oder übel selbst herausfinden und am besten live vor Ort :) Auf jeden Fall gibts damit eine Menge zu sehen und auch mit Details. Zum Fotografieren damit muss man zwei weitere Tausender auf den Tisch legen und wie schon erwähnt ist es der Lernkurve zuträglich wenn man mit geringen Brennweiten anfängt (Piggyback) und sich im Laufe der Jahre hocharbeitet.

Viele Grüße Benny
 
Hallo Tim

Zitat von Tim87:
Ich wollte ja lieber mal klein anfangen um zu sehen wie das so alles ist und um zu sehen ob das das richtige Hobby für mich ist.

Gute Einstellung. Demnächst im Juli, noch mehr im August,
wenn die Nächte länger werden, dann rückt die Sommer-Milchstrasse in den Mittelpunkt des Interesses.
Ich würde mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Sage vielleicht in etwa, wo du wohnst, dann bekommst du
auch Empfehlungen und kannst in der nächsten Zeit bei den
aktiven Beobachtern live vor Ort teilnehmen. Die
Amateur-Astronomen machen so etwas gerne.

Das meinte auch Benny, aber die Einstiegs-Schwelle in
die Fotografie ist meiner Meinung nach nicht ganz so
hoch, wie Benny sie darstellt. Darüber vielleicht in
den nächsten Tagen etwas mehr, wenn du dir eine erste
Meinung gebildet hast. Die Einsteigerseite von
Sven Wienstein ist für dich interessant. Den Link
findest du in den erwähnten Threads.

Viel Erfolg beim ersten Info-Sammeln wünscht
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi!

Der 8-Zoll-Dobson ist insofern eine gute Wahl, dass er recht zukunftssicher ist (mit acht Zoll sieht man schon einiges, um mit kleineren Öffnungen was zu sehen, sollte man schon etwas Beobachtungserfahrung haben - ab 20 cm gibt's auch für Einsteiger nicht nur an den Standard-Objekten Erfolgserlebnisse) und mittlerweile recht günstig zu haben ist. Am Zubehör kann man sich trotzdem totkaufen... Außerdem sind 8 Zoll noch halbwegs transportabel - wobei es natürlich darauf ankommt, was für Transportmittel zur Verfügung stehen. Aber ob Du jetzt Tubus und Rockerbox vom Dobson schleppst oder Tubus, Montierung und Stativ vom parallaktisch montierten Teleskop, nimmt sich nicht viel.
Mit einem guten 8-Zöller hast Du gute Chancen, das Teleskop "fürs Leben" zu kaufen - wenn's mit dem Hobby wirklich ernst wird, kommen zwar wahrscheinlich noch Teleskope dazu, aber das Gerät muss nicht weg. Und bei Gebrauchtkauf hält sich der Verlust bei Wiederverkauf auch im Rahmen. Bei den Preisen heutiger 8"-Dobsons lohnt's sich nicht, klein anzufangen. Wenn irgendwie möglich, schau dir so einen Dobson mal auf der nächsten Sternwarte oder beim Händler an, ob er dir zu sperrig ist und ob dir das Dobson-Schubsen liegt. Wenn der Dobson gut läuft sollte es zwar kein Problem sein, aber es ist letztlich Geschmackssache. Parallaktische Montis mit Nachführung lohnen sich nur für Astrofotografie oder Öffentlichkeitsarbeit - und sind richtig teuer und richtig schwer, wenn sie 8" fotografisch stabil tragen sollen.

Fotografie ist halt ein völlig anderes Thema. Strichspuraufnahmen mit Diafilm sind kein Problem, wenn analoge Kamera und Fotostativ vorhanden sind. Planetenfotografie setzt Webcam sowie ein Teleskop mit Nachführung und langer Brennweite voraus und ist noch die billigste Variante der Astrofotografie.
Deep-Sky-Fotografie ist tricky und teuer. Für den Anfang empfiehlt sich wie gesagt erst einmal eine DSLR mit Teleobjektiv (nimm, was vorhanden ist; wenn noch nichts vorhanden ist, kauf eine Canon, die rauschen am wenigsten) auf einer Nachführplattform - das kann eine selbstgebaute Barndoor sein, eine historische Purus, ein moderner (und teurer) Astrotrack oder eine echte, kleine, motorisierte parallaktische Montierung, vielleicht sogar mit Teleskop zur Nachführkontrolle - je nach Geldbeutel.
Plan viel Zeit und Frust ein, je länger die Brennweiten werden - ich versuche mein Glück grad mit einer fest montierten 15.000-Euro-Ausrüstung, auf die ein 80/600-Refraktor aufgesammelt ist, und hab ohne Nachführkontrolle auch noch genug Ausschuss dabei. DSLR mit Teleobjektiv oder Mondfotografie sind da wesentlich befriedigender... Probier's aber trotzdem ruhig aus, nur erwarte keine Wunder.

Gru,
Alex
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Joachim,

ich gebe dir Recht, dass die Einstiegsschwelle wie du es nennst bei weitem nicht so hoch liegt wie ich das dargestellt habe, aber alles ist eine Frage des Anspruchs. Wenn jemand schreibt: Ich möchte Nebel/Galaxien fotografieren. Was soll man da denken? Wo macht man den Schnitt zwischen Anspruch und Vorstellung des Fragenden und den tatsächlichen Möglichkeiten? Mit 30s unnachgeführt bekommt man zumindest eine Galaxie bereits sichtbar auf den Chip ;) Aber was sich die meisten unter Fotografie vorstellen (und das ist nachvollziehbar da sie sich an den vorgestellten Fotografien orientieren) ist nunmal etwas anderes. Aber vollkommen d'accord dass man mit einer einfachen Montierung und einer aufgesattelten Kamera schöne Fotos machen kann :super:

Tim, den schon erwähnten Artikel von Sven zum Thema Foto kannst du dir ja hier mal zu Gemüte führen, zum Vergleich von Equipment und zu erwartendem Ergebnis kannst du auch mal einen Blick auf meinen Artikel werfen den ich mit Hilfe einiger Fotografen gemacht habe.

Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hi Tim
Du hast noch Zeit bis Herbst.
Nutze Sie um bei Kollegen mitzugucken und zu probieren.
Daneben noch ein bischen einlesen und dann weißt Du ganz sicher was es werden soll.

Ob ein 8" Dobson zu groß ist, können wir Dir nicht sagen.
Die Frage ist ob er Dir zu groß ist oder nicht.
Schau ihn an dann weißt Du es. ;)
CS
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo, danke für die vielen Antworten.
Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich die Sternfreunde in meiner Umgebung kontaktiert habe. Sobald sie sich treffen werde ich da auch mitgehen.
Leider weiß ich nciht welche Teleskope dort benutzt werden.
Ich hab auch keine Ahnung wo ich mir sonst ein 8" Dobson anschauen soll.
Ein Stativ brauch ich ja dann auch noch dazu, was schlagt ihr da vor?
 
Hallo Tim,

ich würde mir 3 Fragen stellen

1) Was willst Du mit dem Teil erreichen?
2) Welche Aufwand willst Du bei der Benutzung treiben?
3) Was willst Du ausgeben?

Beim ersten Teleskop klein anfangen - heisst das nun preislich oder von der Größe her?

Meiner Ansicht nach ist es überhaupt nicht nötig mit wirklich kleinem Gerät einzusteigen wenns ums beobachten geht. Im Gegenteil: wenn Du in Deep Sky einsteigen willst ist es vermutlich sogar kontraproduktiv. Der Tipp mit dem Fernglas z.B: ist ja nett gemeint, wird aber auch ein kleines Teleskop nicht ersetzen können.

Ein wichtiger Punkt wäre das Handling. Schau mal beim Benny auf die Webseite: da gibts schöne anschauliche Grafiken wie groß gängige Teleskope im Vergleich zu einem selbst sind.
Dann kannst Du auf gängige Händler-Webseiten kucken und mal das Gewicht in Erfahrung bringen. Damit hast Du schon mal nen Anhaltspunkt, was Du zu tragen hast. z.B.: Wenn Du nen Kasten Bier oder Selters ein paar Treppen hochtragen kannst dann kannst auch nen 8" F/6 Dobs benutzen. Das ist dann nicht zu groß für den Anfang. Die Frage ist, ob Du das öfter machen willst.

Was das Geld angeht, naja, da könnte man ein paar Szenarien durchspielen. Ausprobieren geht mit 50EUR, etwas ernsthafter einsteigen mit 200EUR, den Wow-Effekt gibts ab 500EUR - ganz grob geschätzt.

Bei Fotografie siehts wieder anders aus. Kleines Gerät ist hier einfach deutlich einfacher zu bedienen. Großes Gerät würde mit hoher Wahrscheinlichkeit Frusterlebnisse liefern.
Hier stellt sich halt grundsätzlich die Frage, ob knippsen ohne visuelle Erfahrung überhaupt funktioniert.

Schau mal auf www.sven-wienstein.de und auf www.deepsky-brothers.de . Dort gibts auch konkretere Empfehlungen und allerlei wissenswertes.


CS

Klaus
 
Zitat von KlausTietzel:
Meiner Ansicht nach ist es überhaupt nicht nötig mit wirklich kleinem Gerät einzusteigen wenns ums beobachten geht. Im Gegenteil: wenn Du in Deep Sky einsteigen willst ist es vermutlich sogar kontraproduktiv. Der Tipp mit dem Fernglas z.B: ist ja nett gemeint, wird aber auch ein kleines Teleskop nicht ersetzen können.
Umgekehrt kann ein kleines Teleskop aber ein Fernglas auch nicht ersetzen. Ein Fernglas bietet z.B. ein größeres Bildfeld und binokukalares Sehen und ist hervorragend transportabel.

Das Fernglas ist mittlerweile mein Hauptgerät bei der astronomischen Deepsky-Beobachtung. Und damit meine ich ernsthafte Beobachtung, mit Plan und Beobachtungsbericht.

Den Nachteil des Fernglases für den Anfänger sehe ich nicht so sehr bei Deeps-Sky (da kann man tolle Erfolgserlebnisse mit dem FG haben: z.B. Andromedagalaxie, Nordamerikanebel, Milchstraße, Sternenmuster, sogar Doppelsterne, aber auch offene Sternhaufen, hellere Kugelsternhaufen wie M13) sondern bei Planetenbeobachtungen. Jeder Anfänger hat normalerweise den Wunsch, Planeten zu beobachten. Und das geht mit einem 10x50er Fernglas nicht wirklich.

Thomas
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hi!

Beim Dobson brauchst Du kein Stativ, das ist ja das schöne. Die Rockerbox ist Stativ und Montierung - allenfalls ein Stuhl/Hocker ist noch sinnvoll.

Zum Thema Fernglas: Ein gutes Fernglas gehört eigentlich immer dazu, als "Extrem-Richfielder" - Es gibt einige Ziele (Andromedanebel, Plejaden, Nordamerikanebel) die schon wegen ihrer Größe fast reine Fernglasobjekte sind. Prinzipiell geht zwar fast der ganze Messier-Katalog im 10x50, allerdings laufen viele Ziele dann auch nur als "erahnt und abgehakt". Kleine Nebelflecke - und viel mehr ist selbst M13 im normalen Fernglas nicht - sind nicht gerade Einsteigerobjekte :) Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man kleine Öffnungen erst mit etwas Beobachtungserfahrung wirklich zu schätzen weiß, daher auch mein Rat zum 8-Zöller.

Beim Fernglas brauchst Du dann - zumindest bei mehr als 7-facher Vergrößerung - irgendein solides, hohes Fotostativ mit Videoneiger. Am verbreitetsten sind Berlebach (Holz) oder Manfrotto (Metall). Wenn's stabil genug ist, kann so ein Stativ dann auch eine kleine Fotomontierung tragen, je nach Adaptionsmöglichkeit.

Gruß,
Alex

PS: Aus welcher Ecke Deutschlands (Österreich/Schweiz?) kommst Du eigentlich?
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo,

zwar werde ich sicherlich wieder erschlagen, aber wenn jemand vielleicht noch nicht weiß, wo die Reise hingeht, dann wäre ein Spektiv auch nicht gerade verkehrt. Bei Aldi Süd gibt`s gerade eines, 30-60 oder sogar 90x mit Stativ und Tasche für um die 80 Euro.
Das taugt zwar nicht sonderlich viel, wurde ja schon darüber berichtet, aber für den Anfang und um sich da oben zurecht zu finden, kann das erstmal schon reichen.

Und wenn man dann Blut geleckt hat, ab in die Bucht damit und was vernünftiges gekauft. Viel wird man an dem Teil nicht verlieren und besser als ein großes Gerät, das dann im Keller vergammelt.

Wobei: natürlich wäre der 8" f6 Dobson oder auch ein gutes Midrange-Fernglas ein hervorragender Einstieg, der Dobson sogar einer, der ein Leben lang ausreichen könnte.

CS
Winfried
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo KlausTietzel,
um mal deine Fragen zu beantworten:
1) DeepSky Objekte, Nebel, etc. Planeten eher nicht, aber wenn die Planeten gut liegen werde ich die schon mal beobachten.
2)Der Aufwand kann schon groß sein. Ich besitze ein Auto und hätte jetzt keine Probleme das schwere Teil irgendwohin zu schleppen, die Entschädigung dafür bekommt man ja sicher ein paar Minuten später :)
3) Ja der Preis ist so ne Sache. Eigentlich schau ich immer dass ich so den Preis-Leistungs-Sieger erwische. Aber ein 8" Dobson wäre schon drin.
Dass es Sinn macht für DeepSky gleich nen gescheites Teleskop zu kaufen leuchtet mir auch ein, deshalb tendiere ich im Moment auch dazu.

Hallo Kerste,
Ich komme aus Schwäbisch Hall(Wochenende) und Winnenden(unter der Woche) also in Baden-Württemberg.

Am Wochenende war ich auch mit nem Fernglas unterwegs, leider weiß ich nur noch dass es 10x vergrößert(Es war das Fernglas von meinem Opa, der ist Jäger)

Dann hätte ich noch ein paar Fragen:
1) Meint ihr dieses Dobson 8"?
2) Was sind den die gängigsten Shops für Astronomie Peripherie? Ich kenne jetzt nur den Astroshop.
3) Wäre es denn möglich nachträglich eine Nachführung und eine Kamera zu befestigen? Die Astrofotografie lässt mir nämlich keine Ruhe :)
4) Ratet ihr mir zu einem Neukauf oder gibts im Internet irgendwelche Foren für An- und Verkauf von Atronomie-Artikel?
5) In meinem Atsronomie-Buch steht, dass man keine Farben erkennen kann. Aber man sieht doch dass der Mond ein gelbschimmer hat oder? Das man DeepSky Objekte immer wieder mit anderen Filtern aufnehmen muss weiß ich jetzt auch schon, aber Farben erkennt man doch trotzdem, oder etwa nicht?

Danke schonmal für eure Antworten :)
Mfg, Tim

edit: so ich lese mich gerade durch die Seite von Sven Wienstein und es ist wohl tatsächlich so dass alles nur schwarz weiß ist. Ich hätte aber schon gerne farbige Aufnahmen, weshalb die Atrofotographie fast schon ein Muss sein sollte.
Ich werde dann mal in den 2 anderen Themen durchlesen in denen es um die Astrofotografie geht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Tim,

wir sind ein loser Haufen aus der Gegend um Göppingen. Wenn es das Wetter zulässt, treffen wir uns am Wochenende zum sprechteln. Wenn Du magst und mobil bist -Schwäbisch Hall ist ja nicht so weit weg-, kannst Du ja gerne mal mitkommen. Letztes Wochenende waren wir wegen des unsicheren Wetters nur zu dritt, hatten aber einen Mini-Dobson, einen Refraktor und ein SC dabei.

lG & CS
Thomas

P.S. Es gibt sicher auch näher bei Dir in der Gegend Sternenfreunde, die Dich gerne mal mitnehmen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Zitat von Tim87:
... Preis-Leistungs-Sieger ...
2) Was sind den die gängigsten Shops für Astronomie Peripherie? Ich kenne jetzt nur den Astroshop.
3) Wäre es denn möglich nachträglich eine Nachführung und eine Kamera zu befestigen?
4) Ratet ihr mir zu einem Neukauf oder gibts im Internet irgendwelche Foren für An- und Verkauf von Atronomie-Artikel?

Wenn es sowas wie einen Preis-Leistungs-Sieger gibt, dann
sind es die 8" Dobsons. Von diesen Geräten konnte man vor
10 Jahren nur träumen, jetzt gibt es die Serienproduktion
in Fernost. Eine gewisse Marktübersicht über die
Hersteller gibt es hier: http://www.teleskop-service.de

Die Dobsons sind für Foto-Nachführung nicht geeignet.
Du siehst, bei deinen Interessen läuft alles auf eine
Zwei-Montierungs-Lösung hinaus. Zu den Foren für An- und
Verkauf: ich bitte dich. Du sitzt direkt an der Quelle.
astronomie.de hat doch eine "Biete" und ein "Suche" Board.
Allgemein glaube ich, du unterschätzt, welch eine Fundgrube
die astronomie.de-Foren für dich sind.

Zur Astrofotografie.
Hier noch einmal, was mit kurzen Brennweiten möglich ist:
http://www.christoph-kreher.de/Astrobilder
Die handelsüblichen digitalen SR-Kameras haben Probleme
mit der Rotempfindlichkeit, die chemischen nicht.
Darüber: http://www.astrofotografie.org
Ich greife mal zwei Lösungsmöglichkeiten heraus:
1) low-cost 2) Standard

1)low-cost
Du kannst dir so was wie den "Skylux"("Lidl-Refraktor")
besorgen, mindestens auf einer Astro3-Montierung. Dann
kannst du mit der Hand deine Kamera ein paar Minuten
nachführen. Die Aufnahmen haben eine gute Qualität.
Ich habe selbst sowas eine zeitlang gemacht. Aber
du sitzt oder stehst 5 Minuten in gebückter Haltung an der
Montierung. Als Schüler-Praktikum ist das möglich, auf
die Dauer wird das aber für dich eine Sklavenarbeit.
Die nachträgliche Motorisierung bringt nichts.

2)Standard
Wie in den erwähnten Threads beschrieben kannst du
dir eine Vixen-Montierung (oder ein Clone) besorgen, sie
motorisieren und mit einer Steuerung versehen.
Die Kosten grob: 800.-Euro. In einzelnen Punkten kann
man sparen (einen, vielleicht gebrauchten, Clone statt
original Vixen usw.). Darauf will ich zunächst nicht
eingehen. Es geht nur um die Grössenordnungen.

Gibt es etwas zwischen 1) und 2)? Ich glaube kaum. Es
gibt die Nexstar-Montierung als Reisemontierung. Die
trägt nur wenig. Und man landet schnell in einer
Sackgasse, weil sie nicht ausbaufähig ist.

Das wärs als Groborientierung für den Augenblick.
Einen klaren Himmel wünscht
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Tim,

nimm Kontakt zu aktiven Beobachtern auf, beobachte mit.
Zwei/drei kontakte, 3 bis 4 verschiedene Teleskope, das hift für die Entscheidungsfindung ungemein.
Z.B. schreibst Du..."Deepsky Objekte, Nebel eher nicht...." und ich sage Dir voraus, das wird sich ändern, wenn Du ein gutes Planetenteleskop hast welches auch gut Deepsy tauglich ist.
Das geht mit relativ wenig Aufwand.

Was nicht ohne größeren Aufwand geht ist die in allen Bereichen befriedigende Kombination von visueller Beobachtung und Langzeitfotografie in einem Gerät.
Gerade der empfohlene 8" F/6 Dobson kann zwar mit Digiknipse für Planetenfotografie (Kurzzeitbelichtung) herhalten, es gibt im Forum Leute, die das sehr gut drauf haben, aber für Langzeitaufnahmen braucht der eine Montierung wie die EQ 6 und das ist schon "heavy", nicht nur vom Geld her.

Auch wenn Du das dann angeschafft hast, ist zunächst geringere Berennweite angesagt, quasi zum Üben, also nur den Foto drauf, mit Normalobjektiv, dann mit Tele.
Später ein kleines Teleskop um 500/800 mm Brennweite für die weiteren Schritte, das nimmt man dann zum Schluss gerne als Leitrohr, wenn endlich das große Rohr Mal zum Zuge kommt, falls man dann noch Lust und Geduld hat.

Es ist also schon gar keine so schlechte Idee, sich fotografisch zunächst mit günstigen Dingen wie "Barndoor" zu beschäftigen und zeitgleich mit dem Teleskop visuelle Erfahrungen zu sammeln.

Da Du noch Zeit hast, schau Dich um bei den Sternenfreunden und informiere Dich gründlich.

Möglich auch, dass bis zum Herbst ein neues Teleskop auf dem Markt ist.
Geplant ist ein 6" F/6 Dobson, also ein 150/900er Newton auf Rockerbox der wahlweise auch mit passenden EQ-Montierungen ausgestattet werden kann.
Das sollte unter der EQ 6 Klasse gehen, wäre also günstiger und leichter zu handhaben.
Die Idee dahinter ist, einen günstigen Einsteigerdobson zu kleinem Preis mit der Option auf eine spätere Anwendung auf fototauglicher Monti hinzustellen.
Das wäre dann der visuelle Allrounder mit Fotooption, immer Schritt für Schritt, wie es die Neigungen und die Kasse des Besitzers erlauben.
So weit die Idee, was daraus wird sollte sich bis zum Herbst zeigen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hi Tim,

au Backe, is schion Herbst? :totlach:

Ich kann Deine Ungeduld sehr gut verstehen, aber bitte tu DIR den Gefallen, nimm Dir die Zeit und informiere Dich gründlich.

So ein Orion Newton fällt von gleichen Band wie ein Skywatcher oder Celestron, GSO und Galxy sind ein Ding und so weiter und so weiter.
Wenn Du Dir die Dinge in Ruhe anschaust, wirst Du feststellen, dass zubehörbereinigt immer der gleiche Schnitt rumkommt.

Um 300 € gibt es eine "beugungsbegrenzte" Optik mit einfacher, brauchbarer Mechanik.
Entspricht das Teleskop dieser Definition ist es sehr PREISWERT und ein guter visueller Allrounder. Man kann noch einige Verbesserungen durch Tuning erreichen die sich lohnen und man braucht weiteres Zubehör (Okulare, Filter pp) um das volle Potenzial abrufen zu können.
Für dieses nützliche Zubehör gibt man im Endefekt weitaus mehr Geld als den Einstandspreis des Teleskops aus, wenn man am Ball bleibt und nicht die Lust am Hobby verliert.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hi *entfernt*GMS,
ich konnte mir nur noch nichts unter der Größe vorstellen und bei dem link konnte man eben sehr gut sehen wie groß das Teil ist, weil da ein Mann daneben steht :)

Ich komm aber nicht wirklich von der Astrofotografie weg und überlege mir, auch wie Ben3001 auf ein Orion Ed80 auf einer GP zu setzen.
Dann werde ich später mit einer DSLR aufrüsten.
Was haltet ihr davon?
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hi Tim,

ich konnte mir nur noch nichts unter der Größe vorstellen und bei dem link konnte man eben sehr gut sehen wie groß das Teil ist, weil da ein Mann daneben steht \:\)

Dann hilft dir vieleicht mein kleiner Artikel zum Thema "Wie gross ist ein Teleskop?" :)

Aber erfassbar ist das nur wenn du dich neben eins stellst ;)

Grüße Benny
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Tim,
Zitat von Tim87:
.. und überlege mir, auch wie Ben3001 auf ein Orion Ed80 auf einer GP zu setzen.
Dann werde ich später mit einer DSLR aufrüsten.

Mit dem "Ben3001" meinst du den Benjamin aus einem früheren Thread. Meistens reden sich die Leute hier im Forum mit dem Vornamen an. Das ist angenehm. Du bringst
jetzt einen völlig neuen Gesichtspunkt ins Spiel. Soll der
ED-Refraktor für den Anfang dein Hauptinstrument für die
visuelle Beobachtung sein?

Ich weiss nicht, ob du den Ernst der Lage begriffen hast. Was man visuell sieht, ist eine Sache. Man kann bei manchen Sternhaufen Sterne sehen mit Magnitudines ("Grösse") von Grösse 2 bis Grösse 11. Das sind mehr als 7 Blendenstufen.
Für gewöhnliche Fotos sind 7 Blendenstufen sehr viel.
Diesen visuellen Eindruck bekommt man nur live, nicht auf Fotos. Dazu kommen noch die hohen Vergrösserungen ohne Farbfehler, die mit dem 8"-Dobson möglich sind, mit dem
ED-Refraktor aber nicht.

Was man fotografiert, ist eine andere Sache. Die farbigen Emissions-Nebel sieht man nicht visuell. Der von dir angedachte Refraktor hat eine längere Brennweite. Hier
sind wir bereits bei einer aufwendigen Fotografie. Das willst du meistern, ohne vorher mit bescheidenen Mitteln
geübt zu haben? Warum diskutieren wir dann? Auch der
erwähnte Benjamin wird seine Lehrstunden haben müssen.

Ich habe den Eindruck, im Moment leidest du unter Reizüberflutung. Warte ein paar Tage ab, dann siehst du klarer. Dann möchte ich meinerseits auch noch das Thema "Stern-Entstehung" kommentieren, das du ja bereits behandelt hast. Das ist unvermeidlich.

Behalte einen kühlen Kopf, mit Grüssen,
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Joachim,
ja ich meinte den Benjamin von "Einstieg in die Astrofotografie bis 2000 Euro".
Das mit der Reizüberflutung kann sehr gut möglich sein :)

Der 8" Dobson ist halt schon ein richtiges Monster von der Größe her.
Ein weiteres Minus wäre die mangelnde Aufrüstbarkeit, weil es ja eben nur ein Klotz ist.
Ich hab mir eben gedacht dass man mit einem Ed80 auf einer GP einfach variabler ist und auch aufrüsten kann.
Bei den Teilen wäre dann auch die Astrofotografie möglich.
Für mich sind das alles sehr viele positive Argumente.
Preislich ist diese Konstellation eben viel teurer, was natürlich ein Nachteil ist.
Was müsste man denn für ein gebrauchtes 8" Dobson bezahlen?
Würdet ihr mir eher dazu raten meine erste Erfahrung mit einem 8" Dobson zu machen und einfach ein oder zwei Jahre später auf ein zusätzliches Ed80 auf einer GP zu setzen?
Wäre das vernünftiger?
Was genau meinst du denn mit der Seminararbeit über Sternentstehung?

Gruß,
Tim
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Zitat von Tim87:
Was genau meinst du denn mit der Seminararbeit über Sternentstehung?

Deine Arbeit selbst kenne ich natürlich nicht. Für einen Schüler vor dem Abitur ist das ein anspruchsvolles Thema!
Diese Fragen sind unabhängig von deiner Erstausrüstung für die Beobachtungspraxis. Aber für jemanden, der sein Weltbild erst noch finden will, sind es wichtige Anfängerfragen.

Ich habe meinerseits Fragen. Im Sternbild Perseus sieht man den berühmten Doppelsternhaufen h und chi. Den wirst
du bald live kennenlernen. Diese Sterne sind jung. Sie
sind 1 Million Jahre alt oder jünger. Daher ist es logisch,dass dort Sterne zur Zeit immer noch entstehen. Wo sind die Wolken aus Gas und Staub, aus denen die Sterne angeblich entstehen sollen? An dieser Stelle im Perseus ist der Himmel völlig transparent. Es sind keine Wolken in zu sehen.

Man kennt die planetarischne Nebel. Auch die kannst du mit dem 8"-Dobson live kennenlernen (mit dem Refraktor nur sehr eingeschränkt). Aus denen entstehen aber keine Sterne. Die Sternen selbst haben diese Hüllen abgestossen.
Ich könnte zahllose Beobachtungen hinzufügen.

Dass Sterne gegenwärtig entstehen, und nicht nur in der
Vergangenheit entstanden sind, das ist erst seit etwa
60 Jahren bekannt. Man hat das aus der Entdeckung gewisser
Sternhaufen, den Assoziationen gelernt. Die erwähnten
h und chi Persei sind solche Assoziationen. Der armenische
Astronom Ambarzumian hat sie mit seinen Mitarbeitern
entdeckt. Das ist empirische Beobachtung und Analyse und
nicht reine Theorie.

Diese Analyse führte zu der Auffassung, dass Sterne (und auch unser Mutterplanet, die Erde) aus dichten und überdichten Körpern entstehen. Ambarzumian selbst war kein Sonderling oder Eremit. Er war jahrelang Präsident der Weltorganisation der Profi-Astronomen. Man hat ihm dieses Kompliment gemacht und danach gnadenlos totgeschwiegen.
Was sagen deine Quellen dazu, als du seinerseits die
Facharbeit geschrieben hast?

Ich bin jedenfalls im Gegenzug in Notwehr auf meiner
Astronomie-Seite darauf eingegangen. Dort finden sich die wichtigsten weiterführenden Hinweise.

Dixi et salvavi animan meam.
(Ich habe gesprochen und meine Seele gerettet).

Ich wünsche allerseits einen klaren Himmel
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Zitat von Tim87:
Der 8" Dobson ist halt schon ein richtiges Monster von der Größe her.
Ein weiteres Minus wäre die mangelnde Aufrüstbarkeit, weil es ja eben nur ein Klotz ist.

Hi!

Der 8"-Dobson ist klein und schnucklig, wenn Du mal einen 16"-Dobson gesehen hast - oder auch nur das ganze Geraffel, das Du zu schleppen hast, wenn Du ein parallaktisch montiertes Gerät hast (Teleskop + Montierung + Stativ + Okularkoffer).

Beim Dobson steckst Du das ganze Geld in die Optik, was den Vorteil hat, dass Du visuell gute Ergebnisse hast und halbwegs transportabel bleibst. Es gibt für Dobsons Nachführplattformen, wobei ich nicht weiß, ob die fotografisch was taugen - die von dir verlinkten Geräte mit 1200mm Brennweite sind auch schon ziemlich anspruchsvoll, was die Nachführgenauigkeit angeht. Die Computersteuerungen oder digitalen Teilkreise sind ein nettes Spielzeug, aber nicht nötig - ein guter Leuchtpunktsucher oder Telrad, evtl. in Verbindung mit einem optischen Sucher, sind billiger und bringen dich genauso gut zum Ziel - außerdem lernst Du so den Himmel besser kennen. Der Vorteil von den Dobsons mit 200/1200 ist übrigens, dass sie mit f/6 ein recht entspanntes Öffnungsverhältnis haben und Du bei Okularen viel Geld sparen kannst. Es gibt auch Modelle mit kürzerer Brennweite, da sind Okulare dann sehr teuer, wenn Du randscharfe Bilder willst.

Zitat von Tim87:
Ich hab mir eben gedacht dass man mit einem Ed80 auf einer GP einfach variabler ist und auch aufrüsten kann.

Soviel ist bei der Kombi auch nicht mit aufrüsten - eine GP (besser GPD2) trägt zwar ein kompaktes 8"-Schmidt-Cassegrain, aber nicht fotografisch. Ein längerer Newton könnte schon wieder zu viel Hebel und Windanfälligkeit haben, außerdem solltest Du gerade bei einer mobilen Montierung noch ein zweites Teleskop als Leitrohr montieren.

Falls Du mit "Aufrüsten" meinst, dass Du beliebig viel Geld in Zubehör stecken kannst - das geht auch beim Dobson :/ Die reine Optik ist noch das billigste...

Ich habe selbst einen ED80, der nach rund 15 Jahren Astro dann als erstes und endgültiges Gerät angeschafft wurde. Ich habe genug Zeit gehabt, an größeren Geräten beobachten zu lernen und weiß jetzt, was mich erwartet und was ich aus der Optik herausholen kann. Ich hab mich quasi "sattgesehen" und kann jetzt die kleinere Optik ausreizen. Als erstes Gerät würde ich das Teleskop trotzdem nicht empfehlen - 8cm Öffnung sind grad bei Deep Sky nicht viel, und wesentlich über 120x kann man auch nicht vergrößern. Den ED80 habe ich gekauft, da er transportabel ist: Ich habe das Teleskop samt Zubehör in einem Koffer und montiere ihn auf einem Fotostativ mit Vixen-Porta-Montierung - die Montierung ist azimutal und hat keine Nachführung. Trotzdem werde ich in der letzten Ausbaustufe bei rund 3000 Euro liegen...

Fotografie mit dem ED80 geht, unter http://kerste.de/M3.jpg findest Du eine weitestgehend unbearbeitete Aufnahme von M3 durch ein Orion ED80 - die Sterne am Bildrand sind etwas verzerrt, da ich keinen Bildfeldebner eingesetzt habe. Die Aufnahme ist etwa 3-5 Minuten belichtet, Montierung war eine fest aufgebaute und perfekt eingenordete Alt-Montierung ohne Nachführkontrolle - was bedeutet, dass ich etwa 20-40% Ausschuss bei meinen Fotosessions habe. Unter Messier.de gibt's noch ein paar Aufnahmen mehr mit dem Gerät.

Mit einer kleineren, mobilen Montierung gibt's ohne Kontrolle mehr Ausschuss.

Zitat von Tim87:
Würdet ihr mir eher dazu raten meine erste Erfahrung mit einem 8" Dobson zu machen und einfach ein oder zwei Jahre später auf ein zusätzliches Ed80 auf einer GP zu setzen?
Wäre das vernünftiger?

Absolut. Einen ED80 + kleines Leitrohr trägt die GPD2, und im Dobson siehst Du visuell einiges. Außerdem ergänzt der kleine ED den Dobson ganz gut als Richfielder. Bei vernünftiger Okuarwahl kannst Du die Okulare auch an beiden Geräten nutzen und brauchst nur einmal gute Okus kaufen statt zweimal Geld zu investieren.
Für den Einstieg in die Astrofotografie solltest Du trotzdem erstmal mit Teleobjektiven anfangen, um ein Gefühl für die Tücken der Bildaufnahme und -bearbeitung zu bekommen.
Im Dobson siehst Du dann auch, wie die Dinge wirklich aussehen und wo Du bei der Bildbearbeitung aufhören solltest.

Gruß,
Alex
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

wofür ein stativ?
warte einfach erstmal ab, was du an geräten da sehen kannst
eventuell hast du ja ne eigene möglichkeit, dich zu entscheiden...


Zitat von Antares:
Hi Tim
Du hast noch Zeit bis Herbst.
Nutze Sie um bei Kollegen mitzugucken und zu probieren.
Daneben noch ein bischen einlesen und dann weißt Du ganz sicher was es werden soll.

Ob ein 8" Dobson zu groß ist, können wir Dir nicht sagen.
Die Frage ist ob er Dir zu groß ist oder nicht.
Schau ihn an dann weißt Du es. ;)
CS
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Das ist jetzt natürlich schon 2 Jahre her seit ich das geschrieben habe, aber ich versuche es mal noch grob zusammen zu fassen.
Ein Protostern akkrediert ca 100.000 Jahre die Moleküle von der Molekülwolke von der er umgeben ist.
Bist zu diesem Zeitpunkt sieht man ihn glaub ich noch nicht.
Nach dieser Zeit ist die Akkredation beendet und er verbrennt so langsam die angesammelten Moleküle.
In diesem Stadium müssten die von dir beobachteten Sterne nun sein.
Ein Grund dass er von keiner Wolke umgeben ist könnte sein, dass er sie schon vollständig "verschlungen". Oder aber er hat sich über diese Wolke hinaus ausgedehnt, er vergrößert sich nämlich um das das fünffache.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, aber solche Fragen müsste man wahrscheinlich schon eher erforschen als mich danach zu fragen :)
 
Re: Welches Teleskop für Anfänger im Herbst kaufen

Hallo Tim,
Zitat von Tim87:
Das ist 2 Jahre her seit ich das geschrieben habe ...
Ein Protostern akkrediert ca 100.000 Jahre die Moleküle von der Molekülwolke von der er umgeben ist...

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen

Auch wenn es um Theorie und Hintergrundwissen geht, braucht man Hilfmittel und Equipment. Genau in diesen Fragen wollte ich dir eine faire Beratung geben, und ich bin der Meinung, ich habe meine Pflicht erfüllt. Die "Fragen", die ich gestellt habe, waren ernst gemeint, obwohl sie sarkastische Untertöne haben. Diese Fragen richten sich an die Fachastronomen, aber jeder unbefangene Mensch muss sie sich stellen.

Du hast einen grossen Theorie-Überhang. Ich bin froh, dass du dich mit Engagement nun an die Praxis wagst. Die Semimar-Arbeit, die du geschrieben hast, hätte ich persönlich nicht geschrieben, jedenfalls nicht freiwillig.
Ich hätte die Themenstellung abgelehnt.

In diesem Thread geht es jedoch zu mehr als 98% um handfeste Instrumente. Ich steige hiermit aus der Beratung bezüglich Theorie und Hintergrundwissen in diesem Thread aus. Dafür gibt es andere Foren.

Ich habe eine drehbare Sternkarte, die funktioniert ohne Batterien und ich benutze sie ständig. Einen Laptop habe ich aber auch.

In diesem Sinn, mit Gruss, Joachim
 
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