Welches Teleskop für einen WillAllesHaben ;)

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martinnms

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Moin moin!

Mal kurz zur Vorgeschichte, bevor ich zur Bitte komme:

Ich hatte ein Lidlscope, was aber aufgrund der doofen Montierung absolut 0,00 Spaß gemacht hat. Dann habe ich mir aufgrund einiger Empfehlungen hier einen Dobson GSO 8" von Wolfi gekauft. Ist auch ganz schön - aber ich habe für mich bemerkt, dass es absolut nicht meine "Beobachtungsart" ist, eine Tonne hin und herzuschieben. Leider ist das Ding auch mittlerweile defekt. Ich hatte es draußen stehen - Spiegel voller Spinnenkot...wollte ihn reinigen, da hatte ich den Schlamassel, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen - Spiegel zerkratzt - toll! Teurer Fehler, dummer Fehler.

Ich arbeite relativ viel mit 10-12 Stunden Tagen und habe ehrlich gesagt nicht sooo viel Lust immer alles erst suchen zu müssen - für mich besteht die Faszination darin, dass ich die Objekte beobachten kann. Und mir fehlt dann auch (auch wenns teilweise ne Ausrede ist) die Zeit fürs Suchen.

Von daher dachte ich nun an ein GOTO Teleskop.

Welche Funktionen wünsche ich mir?

- Schnelle Objektauffindung auch für Dummis (Goto)
- Gute Transportmöglichkeit
- Möglichkeit auch DS Fotografie machen zu können. Ich weiß, schweres Thema, aber ein gutes Notebook und ne Canon EOS 450 ist schon vorhanden. Von daher möchte ich mir diese Möglichkeit nicht verwehren.


Was möchte ich sehen?

- Kurzum? Natürlich alles. ;-) Aber generell möchte ich mich schon auf DS richten. Wobei ein schöner Jupiter natürlich immer was hat.

Was möchte ich ausgeben?

- 1000-1999 EUR war so meine Richtung

Was habe ich schon?

- Brauchbare Objektive (im Gegensatz zum Dobson im guten, geschützen TS Koffer- Zustand): TS WA 15mm, TS SuperPlössl 9mm, TS SuperPlössl 32mm, TS 2x Barlow Linse, TS Super Plössl 6mm, LidlScope Objektive ^^, 2" TS WA 26mm, Farbfilter, Karkoschka, Sternenkarte - das übliche


Nun meine Bitte an euch Profis: Was könnt ihr empfehlen? Hauptsächlich möchte ich auf wenig verzichten, GOTO besitzen und fotografieren können.



Vielen Dank für eure Tipps :)

Martin
 
Hallo Martin,

Leider bist du sehr unentschlossen und zu unerfahren um ein Equipement von ca 2000€ sinnvoll einzusetzen ohne es zu versenken.
Bevor du hier gleich ne Menge guter Tipps bekommst, tu dir selbst den Gefallen und suche Kontakt zu Sternenfreunden in deiner Nähe und schau dir deren Equipement an. Theoretisch kaufen, das ist immer son Glücksspiel.

Was du möchtest und brauchst kann man nicht einfach kaufen. Denn das ist "Erfahrung"

Wenn du nen 8" Spiegel in kurzer Zeit zerstörst, gehörst du leider nicht in die Liga Astrofotographie.

Das meine Ich nicht böse, ist aber so.

Guck erstmal 2-3 Jahre erfolgreich den Himmel an und denke dann über Fotos nach.

Stell dir auch selbst die Frage:

"Bin Ich Fotograf und interessiert an Fototechniken oder will Ich etwas sehen und begreifen"

Beides zusammen ist natürlich super. Aber als Einsteiger ???

Nicht so dolle ^^

Gruß und klaren Himmel
Andreas

Kleines Statement von mir...

Aber es hagelt bald mehr :-)

PS: Ich selber "gucke" schon seit vielen Jahren
komme aber übers zeichnen nicht hinaus. Wozu auch. Bin halt ein Visueller hehe

PPS: Kann mir eigentlich mal irgendwer erklären warum jeder Einsteiger auch immer gleich Fotografieren will ?
Kann es sein das man seinem Bekanntenkreis ne Rechtfertigung für das Hobby präsentieren will/möchte ?
 
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Grüß dich Andy

Vielen Dank für deinen Beitrag - ja, es stimmt - von einem Profi oder fortgeschrittenem Amateur bin ich weit entfernt. Letztendlich lernt man ja aus Fehlern - der Spiegel ist jetzt mittlerweile ein Jahr her ;)

Da es mir nicht so sehr auf 100 Euro ankommt, suche ich jetzt halt was vernünftiges. Nenn mich nun dumm, aber ich möchte gerne alleine bleiben in den paar Stunden Freizeit die ich momentan habe - und dabei auf Messierjagd und Co gehen ohne lange suchen zu müssen.

Natürlich fehlt mir die Erfahrung - ohne Zweifel. Dennoch möchte ich mein Wunschhobby, was mich schon 4-5 Jahre immer wieder verfolgt, ein wenig ausüben. Da käme halt ein GOTO in Frage.

Die Fotogeschichte resultiert daraus, dass ich sehr gerne und oft fotografiere und hier eine Canon EOS 400D rumliegen habe, die ich dann, im Zweifel, auch gerne für Fotos nutzen würde.

Ob die vernünftige visuelle Geschichte dann 800 Euro kostet und die fotografisch nutzbare dann 1400 ist nicht sooo entscheidend.

Bitte versteh(t) das nicht als Geldkotzbrocken, das ist bei weitem nicht so. Aber Astronomie ist neben dem PC mein einziges Hobby...warum rechtfertige ich mich hier eigentlich? ;-)


Vielen Dank trotzdem :)

Martin



P.S.
PPS: Kann mir eigentlich mal irgendwer erklären warum jeder Einsteiger auch immer gleich Fotografieren will ?

Zeitlich würde ich mich nicht als Einsteiger sehen - technisch ein wenig, klar. Warum jeder will? Weils einfach faszinierend ist, die Bilder sehr beeindruckend, es eine Herausforderung ist, man teilweise die technischen Voraussetzungen hat, die finanziellen hat...was weiß ich - hätte jeder so gedacht, hätte sich das Thema Astrofotografie auch nicht entwickelt - Anfänger hat es immer und überall gegeben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Martin!

Ich sehe es nicht ganz so kritisch wie Andreas, sondern halte es durchaus für möglich als Anfänger auch recht zügig in die Astrofotografie einzusteigen.
Vielleicht wäre als Basis dafür eine EQ6 Skyscan oder noch besser die neue Celestrom CGEM mit einem 8-Zoll f/4 oder f/4,5 Newton von GSO oder Orion etwas für dich. Damit wären wir dann im Bereich von 2000 Euro und du hättest eine solide Plattform für die Astrofotografie.
Für den Anfang könntest du deine 450D mit Objektiven bis zu 200mm Brennweite aufsatteln und durch den Newton guiden. Deep Sky Objekte visuell beobachten kannst du damit auch sehr gut.

Marco
 
Hallo,

Fotografisch geht das was Marco angesprochen hat, visuell schauts ganz anderst aus bei nem f4 oder f4.5 Newton. Erstens muss er da peinlichst genau auf die Justage achten, nach jeden Transport am Feld justieren, und zweitens braucht er teure Okulare um Visuell das gut nutzen zu können. Die paar TS plössl und WA's sind da ziemlich ungeeignet fürs schöne spechteln. -> mit 2000 euro kommt man da also kaum hin da dann ja auch autoguiding ansteht und man viel mehr zubehör braucht als nur nen teleskop und montierung.

Eine Goto montierung bedeutet auch viel aufbauzeit und birgt viele Fehlerquellen die man machen kann...plötzlich mussman statt 2 Teilen vom Dobson viel mehr Teile herumschleppen und zusammenbaun. Manchmal wünsch ich mir schon nen Dobson, vorallem wenns ums aufbauen geht...sobald der saturn dann aber 2 stunden im 30° ortho steht is das wieder vorbei ^.^

Eine EQ6 ist um einiges schwerer und sperriger als dein Dob, solltest dir da auch gedanken machen obst das immer schleppen willst.

Für den einstieg in die astrofotgrafie würd ich sowieso nen ED 80 oder so empfehlen, der ist nicht so kritisch beim guiden und da kannman toll lernen und schon gute bilder machen. Der 8" f4 newton birgt viele fehlerquellen, da musst bastlerisch total dahinter sein, und du hast ja schon geschrieben dass du das nicht willst. Sehen tutman damit halt recht wenig außer in dunklen Gegenden.

Grüße

Daniel
 
Hi Daniel!

Hab grad gemerkt, dass du auch in der StudiVZ-Gruppe Astrofotografie bist. Dein Name kam mir so bekannt vor. ;)
Ich ging bei meinem Vorschlag von einem ernsthaften Interesse aus in die Deepsky-Fotografie einzusteigen und da war es eben das sinnvollste Setup, was mir unter Berücksichtigung der Bedingungen von Martin (Goto und das Gerät soll auch visuell für Deepsky genutzt werden) eingefallen ist. Dass er dann etwas mehr für an f/4 taugliche Okulare auf den Tisch legen muss, ist klar. Ein ED80 oder ähnliches Gerät wäre sicher einfacher zu handhaben, aber visuell für Deepsky nicht mit einem 8-Zoll Newton zu vergleichen. Ein f/5 Newton wäre ohne hochwertige Okulare auch schon nur ein Kompromiss. Vielleicht ginge ja ein 120er Equinox, wie du ihn verwendest. Die sollen ja eine wirklich gute Optik haben.

Ansonsten, lieber Martin, muss man leider sagen, dass Deepsky-Fotografie auf die Schnelle leider nicht zu machen ist. Mit Montierung hinstellen, ein paar Knöpfe drücken und knipsen ist es leider nicht getan. Das gilt auch für Goto-Montierungen.

Hoffentlich bleibt die Diskussion in diesem Forum friedlich. Im Nachbarforum läuft es ja nicht ganz so gut, hab ich gerade festgestellt.

Marco
 
Hallo Martin,

mit deinen Anforderungen kannst du richtig Geld versenken und als fortgeschrittener Einsteiger viel Frust ernten. Das glaube ich ziemlich sicher.

Wenn du fotografieren möchtest und gleichzeitig visuell den Himmel abgrasen möchtest, so kann die schrittweise Umsetzung eine Möglichkeit sein.

Die eierlegende Wollmilchsau ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit - aber das haben andere ja auch schon gesagt.

Warum?

Visuell im Bereich DS heißt Öffnung. Mal vereinfacht ausgedrückt.
Da wäre der 8" (f/5) Newton genannt. Diesen auf einer GoTo-Montierung heißt EQ6 inkl. GoTo. Da wären >1500€ zusammen mit gescheiten Okularen bereits nahezu versenkt.

Doch das Goto wäre wirklich teuer erkauft - vergleiche mal gegen einen 8"-Dobson. Die Transport- und Aufbauzeit einer solchen GoTo-Lösung lasse ich mal außer acht.

Soll diese Kombination für die Astrofotografie genommen werden, so kommen noch einige Komponenten dazu. Das bedeutet nochmals mehr Zeit und Geld sowie vor allem viel Know-how.
Letzteres ist ohne Anleitungen oder Unterstützung wahrscheinlich nicht zu bewältigen.

Daher klingt der 'ich will alles' recht verwegen, da das trotzdem benötigte Know-how im Anschaffungspreis einer GoTo nicht enthalten ist. Außerdem baut sich so ein Gerät nicht von selbst auf. By the way - diese teure Kombination würde ich gescheit verpacken (kostet übrigens auch Zeit).

Überlege nochmals, ob ein ich will alles zu diesem Zeitpunkt wirklich dein Ziel ist.

Grüße,
Stefan
 
Hi Zusammen,

sorry, aber jemand, der mit 8" Deepsky erlebt hat, dem kann man schlecht "um des EDs Willen" einen 80mm Refraktor andrehen und auch mit einem 5" ED ist man doch ein gutes Stück entfernt von dem, was das nun zerstörte Gerät zeigen konnte. Diesen Leistungs-Rückschritt sollte man schon erwähnen. Im Prinzip ist bei dem gesetzten Budget ein "Leistungserhalt" schon schwierig, die Okularpalette ist für eine schnelle Optik eher untauglich, somit wären auch Lösungen dahingehend nicht wirklich im Budget machbar.
Das sollte man jedenfalls ansprechen, wenn man solche Päckchen schnürt. Für 2000 Euro und dem geschilderten "Verhalten" würde ich zusehen, ein 8" SC mit Goto zu bekommen, und zwar eines, zu dem man eventuell mal eine Polhöhenwiege für langzeitbelichtete Astrofotos nachrüsten kann. Langzeitbelichtung ist dann immer eher experimentell und auf die Addition vieler Einzelaufnahmen mit kurzer Belichtung beschränkt, bzw. so etwas kann man auch schon mit dem azimutalen SC probieren. Passt ja auch zu den äußerungen.
Ich denke, ein solches Goto-SC sollte in Form der üblichen Verdächtigen, also LX 90 oder Nexstar zu bekommen sein, gebraucht bleibt sogar noch Luft im Budget um die Okularpalette sinnvoll im 2" Bereich zu ergänzen. Das halte ich in dem Falle nämlich für nötig, ist aber beim SC unkompliziert.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

sorry, aber jemand, der mit 8" Deepsky erlebt hat, dem kann man schlecht "um des EDs Willen" einen 80mm Refraktor andrehen

Das passt auch gut zu der Aussage von Martin, dass für ihn der Reiz im Betrachten der Objekte liegt. Da gibt es bei einer 80er Linse nicht allzuviel zu betrachten. Das verschlimmert sich noch durch die Goto-Montierung, mit welcher viele Objekte angefahren werden können.

CS,
Stefan
 
Hallo Martin,

Fettwerfer sind ja schon genügend unterwegs, ich versuch mal was konstruktives.

Was natürlich schon stimmt ist, dass gerade Astrofotografie viel Zeit nimmt.

Es gibt dazu nen schönen Artikel:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Immer informativ.

Was auch stimmt ist die Frage, ob Dir Goto wirklich weiterhilft. Denn ein Goto will initialisiert werden, dazu brauchts evtl. auch die Suche von Sternen die man kennen muß. Außerdem kostet Goto Geld, das Dir wieder für die Knippserei fehlt. Dann kommts drauf an, welche Art von Goto welches Teleskop tragen soll. Wenn Du bei 8" Öffnung bleiben willst, mußt Du sehr wahrscheinlich in Heq5-Klasse einsteigen. Dann ist die Hälfte Deines Geldes wieder weg, ohne dass Du eine Optik hast. Und selbst wenn Du die Optik hättest, wäre die vom Öffnungsverhältnis her schnell und wäre mit Deinen vorhandenen Okularen wirklich nicht gut bestückt.

Mir fallen bei Deiner Schliderung folgende Dinge ein:

1) Brauchst Du wirklich ein neues Teleskop nur weil Du nichts findest?

- es gäbe die Möglichkeit mal nen Telrad oder einen Peilsucher statt dem Sucher zu verwenden. Vielleicht reicht das ja schon
- was Deinen Spiegel angeht: das ist natürlich ärgerlich, kann aber auch erfahrenen Füchsen passieren. Daraus abzuleiten, dass Foto nix für Dich ist ist meiner Meinung nach reichlich absurd.
- Bau den Dobs doch mal zusammen und schau, ob sich die Kratzer überhaupt bemerkbar machen.

2) Fotografie ist ja sehr weitschichtig.

- Was Du sofort machen kannst, ist mal ne Aufnahme der Milchstrasse auf Stativ - kostet nix und geht schnell
- Vielleicht wäre auch die Astrotrac was für Dich? Ein neues Produkt, dass man einmal ausrichtet, dann die Kamera draufschnallt und laufen läßt. In der Brennweité natürlich beschränkt (200-300mm aller Aussicht nach), aber es gab schon absolut bemerkenswerte Ergebnisse mit so ner Ausrüstung. Würde allerdings wieder Dein Budget aufbrauchen.

3) Und dann gäbe es noch die Möglichkeit einen 6" F5-Newton auf ner parallktischen Goto-Montierung zu überlegen. Noch ein kleines Leitrohr dazu, einige halbwegs vernünftige Okulare für F5 und was zum Guiden. Das wäre mit den 2kEUR machbar. Allerdings ist diese Kombination in den Möglichkeiten begrenzt: zum einen was die Öffnung angeht, zum anderen was die Stabiltät für DS-Fotografie angeht. Und alles erfordet wieder viel Zeit und Geduld.



CS

Klaus




 
Hallo,

auweh, jetzt krieg ich von Sven eins auf den Deckel. Muss man jemandem mit beobachtungserfahrung wirklich erklären dass man mit 5" im Deepsky weniger sieht als mit 8" ? Ich nehme mal an die obligatorischen einsteigerseiten hat er hinter sich und da wird das oft genug durchgekaut.

Wir erläutern hier ja nur Möglichkeiten, was Martin im Endeffekt kauft ist sein Kaffee. Ich denke er wird diesmal alles kritisch prüfen denn mit dem hier oft empfohlenen 8" f/6 dobson war er ja nicht zufrieden.

Bevor man hier weiterfachsimpelt sollte man mal auf eine Antwort seinerseits warten was er sich denn nun wirklich antun will vom Gewicht und Transport her und welche der bereits genannten möglichkeiten er in betracht zieht.

Grüße und clear skies

Daniel
 
Hallo Daniel,

ach, ich mein gut, Du ziehst Dir das jetzt an, aber eigentlich ist doch hier die Fragestellung und die ganze Entwicklung so, dass man nicht unbedingt von jemandem ausgehen muss, der das nun schon wirklich einschätzen kann. Sonst würde die Frage doch so nicht kommen, völlig ins blaue. Schauen, was es für Goto-Komplettpakete für 2000 Euro gibt, und was ihm nach seinen Erfahrungen zusagt, kann er doch schließlich auch, oder?
Ich bin halt vorsichtig damit, die nun massig verfügbaren EDs sind zwar toll für diesen oder jenen, aber um sie als generelle "Fire and Forget"-Lösung für Unentschlossene zu verwenden, sind die Teile denn doch noch zu teuer.

Wie gesagt, ich sehe hier eigentlich einen Sternfreund, auf den die Goto-SCs genau passen. Wenn schonmal ein Dobson da ist und es damit eben nicht hinhaut, muss man das eben auch einsehen. Ob es dann was bringt, noch über irgendwelche Kniffe wie Sucher usw. nachzugrübeln? Ich glaube nicht. Es soll dann halt eine solche Goto-Maschine sein, das Teleskop genauso unkompliziert, auf Ansprüche muss man dann auch diesbezüglich verzichten, und somit komme ich zu dieser Lösung. Ein schneller Newton auf Goto Monti kommt wegen der Okulare und dem Aufwand, damit richtig umzugehen, kaum in Frage. Ein ED ist in der nötigen Größe (damit's überhaupt Sinn macht) schon so teuer, dass man da nicht mehr an Okulare denken kann - müsste man aber eigentlich, um den gut auszunutzen.
Das macht hier die Variante Goto SC attraktiv. Selbst ein C6 hätte da seinen Reiz, aber wenn man 8" bereits gewohnt ist, sollte man diese Öffnung auch "halten". Man denkt ja doch langfristig.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Martin,
ich bin ende Nov. 2009 als absoluter Einsteiger zu den Sternegucker aufgestiegen. Als Gerät habe ich mir auch beim Wolfi ein 8 Zoll Dobson geholt. Die ersten 2-3 Beobachtungsnächte fand ich auch etwas frustrierend, weil ich ausser Orion-Nebel, Andromeda Galaxie und zwei-drei Doppelsterne absolut nichts gefunden haben. Anfangs kam ich mit den Sternenbilder nicht zurecht, dann kam ich mit dem Sucher (8x50) nicht zu recht. Mit einem Leuchtpunktsucher konnte ich zwar dann recht schnell den angepeilten Stern im Okular finden aber z.B. die Offenen Sternehaufen im Fuhrmann konnte ich so auch nicht finden. Aber irgendwann machte es bei mir „klack“ und die Lernkurve ging steil nach oben. Mittlerweile kann ich dir auf Anhieb ohne Zuhilfe einer Karte eine Handvoll interessanter Objekte am Sternenhimmel zeigen. Lange rede kurzer Sinn, es bedarf m.E. –wie in allen Dingen des Lebens- erstmal eine gewisse „Anlaufzeit“ bis man z.B. mit dem Gerät, Material, Sternenhimmel, Karten, Maßstäbe ecc. zurecht kommt, und dann kommt der Punkt wo die Lernkurve durch die Praxis erstmals steil nach oben geht.

Ich habe das Gefühl, dass du den schnellen Erfolg suchst, diesen mangels Praxis aber nicht wirklich gefunden hast.
Da wird dir m.E. ein umsatteln auf GoTo und Astrofotografie auch nicht wirklich weiterhelfen.
Aber vielleicht liege ich bei dir auch ganz falsch...
 
Hallo Daniel,

nein, durch den Reducer hat man kein Feldgewinn - Feld, was nicht im Okularauszug drin ist, kann ein Reducer im selben OAZ nicht hinzuzaubern!

Clear Skies
Sven
 
"PPS: Kann mir eigentlich mal irgendwer erklären warum jeder Einsteiger auch immer gleich Fotografieren will ?
Kann es sein das man seinem Bekanntenkreis ne Rechtfertigung für das Hobby präsentieren will/möchte ?"

Hallo, Andreas!
Ich kann dich beruhigen,
ich bin auch Einsteiger und habe erst mal überhaupt keine Lust zu fotografieren. Nicht nur aus Geldgründen, sondern weil ich erst mal kennen lernen möchte, was ich dann vielleicht mal später fotografieren könnte. Bis dahin wirds ein bisserl Zeit brauchen. Costa, dir geb ich voll und ganz recht, mir geht's genauso.
Der scheinbar zu oft empfohlene Dobson ist halt deswegen für so manchen Einsteiger ideal, weil man sich sehr wenig mit dem technischen Schnickschnack auseinander setzen muss. Es reicht zu verstehen wie man mit den Okularen umgeht, wann was genommen wird (Fernrohr Führerschein ist da ja echt genial!) und wie man richtig justiert. Somit ist der Aufwand, lieber Martin mit einem Dobson verschwindend gering. Und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich dann eben auf das, warum man ein Teleskop überhaupt kauft. Eben halt Sterne gucken. Und der Lernzuwachs ist zumindest am Anfang recht groß. Wie später ist weiß ich nicht. Bei dir, Martin, ist's halt wörtlich genommen Sch.... gelaufen. Ich hab den Vergleich mit dem Teleskop meines Bruders, der sich eben auch gleich mal ein Teleskop mit Goto, und Fotografie und was weiß ich noch alles gekauft hat und ganz schnell aufgegeben hat, weil ihm selbst das Ausrichten auf den Polarstern zu kompliziert war. Jetzt liegt das Teleskop rum. Und ich pack mal ganz schnell meinen Dobson aus hab nach ein par Anlaufminuten meine ersten Erfolge.
So und jetzt dürfte mein Dobson soweit ausgekühlt sein, dass ich mal nach draußen verschwinde um mir da mal ein paar Haufen reinzuziehen!... Wunderbar klare Nacht bei uns!
Freien Himmel für euch!
Andreas

 
Zitat von andreasi:
So und jetzt dürfte mein Dobson soweit ausgekühlt sein, dass ich mal nach draußen verschwinde um mir da mal ein paar Haufen reinzuziehen!... Wunderbar klare Nacht bei uns!
Freien Himmel für euch!
Andreas
na hoffentlich waren es Sternenhaufen und keine andere ;) Poste mal einen Beobachtungsbericht. Würde mich echt interessieren, da du auch einen GSO 8 Zoll Dobson besitzt wie ich, und genau so wie ich im süden der Republik wohnst. Übrigens, ich war vor ca. 2,5 Wochen in Fischen, bei Sonthofen, leider gab der Himmel nichts her -bedeckt- :(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da ich mich von diesem Thema selbst stark berührt fühle - möchte ich nun auch mal einsteigen.

Ich bin selber erst bei der Astronomie seit Anfang des Jahres, und habe eine 6" f/5 Optik auf ner LXD75 Monti MIT Goto. Und ich bin in etwas mit den gleichen Anforderungen in das Hobby eingestiegen. Ich stelle in der letzten Zeit sehr häufig fest wie Mühselig gute Fotos soind, und da ich jetzt grade meine DSLR habe die auf Ihr first light wartet.. naja schauen wir mal was da bei rum kommt. Ich weiß für mich das ich es schaffen werde / kann brauchbare Fotos hinzubekommen, aber ich bin wie ein kleiner Hofhunf. Ich verbeiße mich richtiggehend in ein Thema und dann kann ich in wenigen Tagen Unmengen an Infos aufsaugen (Recherche) und ich bin ein kleiner Rocky.Keine Schmerzen - niemals aufgeben. Diesist natürlich sehr Zeitaufwendig, und das mit dem Goto.....

Ich erinnere mich an mein erstes Aufbauen. Goto ist ne tolle Sache, aber wenn der Himmel über dir anders aussieht wi in Stellarium.... - sagen wir so: Ich hab die Monti nicht eingestellt bekommen. Und alleine wenn ich Visuell los ziehe ist das nen Riesen Haufen Gepäck. Seit dem ich Fotos mache wird es irgendwie nicht weniger was ich mitschleppe......

Und auch die Frage warum jeder Einsteiger Fotos machen will (oder zumindest viele)?! - Für mich ist es so: Ich liebe Foto (arbeite schon seit kleinem Kind mit Kleinbild Spiegelrefl. OM-1 von Olympus, Liebe Fotografieren einfach. Und wenn man so tolle Fotos von den Objekten hier in der Galerie sieht, dann ist das schon ehrfurchteinflößend. Und ich hab mir gesagt: Das will ich auch machen. Um jeden preis......


Und genau hier ist mom das Problem bei mir. Der Preis. Mal abgesehen von der DSLR die ich mir sowiso gekauft hätte. Da geht es nämlich richtig los: Alle möglichen Adapter, die auch jeweils gleich 20 - 30 Euros kosten, Verlängerungen für den Fokus, oder was noch schlimmer ist irgendwelche Bauteile die zu lang sind um NICHT mehr in den Fokus zu kommen (und das sind leider sehr viele).... Dann kommt beim Guiden nen Leitrohr dazu, der Laptop, Unendliches Kabelgewirr, Ne extra Autobatterie für en Schleppi, und so weiter. Ich für mich selber schleppe das alles gerne und habe spaß beim AUfbauen, aber wer ,,mal schnell los will" - der hat keine Chance.


Und da ich nicht nur nörgeln will (mach ich ja nicht - sage nur wie schwer das anfängerleben der Fotografen ist) gibts jetzt ne Kaufempfehlung:

Besorg dir ne gut gebrauchte und eingestellte EQ6. Die kostet dich so um die 1000 Euro mit Goto. Besorg dir nen 8" Newton mit sagen wir F/5 oder F/6, nen kleines Leitrohr, kostet so um die 100 Euro mit Montagematerial (gebraucht) und schon ist die Kohle weg. Aber wenn ich ,,noch mal" anfangen müsste dann würde ich es so machen.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen - oder zumindest mut machen das andere Anfänger sich auch durchbeißen.

Liebe grüße und viel Glück aus Hanau

Kai
 
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