Welches Teleskop für EQM-35 Pro?

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jandederer

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hätte eine Frage. Vorher kurz zu mir: ich bin Jan, 17 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf im Emsland. Momentan besitze ich ein SkyWatcher 200/1000 Newton. Nachdem ich die Ausrüstung in letzter Zeit vermehrt für die visuelle Beobachtung nutze, möchte ich nun in die Astrofotografie einsteigen. Leider ist mein Teleskop dafür leider zu groß für die Montierung, weshalb ich nun nach einem anderen Teleskop schaue. Momentan habe ich das SkyWatcher 130 PDS im Blick, was meint ihr dazu? Als Kamera würde ich die Nikon D800e nutzen. Preislich sollte das Teleskop für den Einstieg in die Astrofotografie in der gleichen Preisklasse liegen wie das SW 200/1000. Ich würde gerne Deep Sky Objekte fotografieren, natürlich nicht die ganz dunklen, da dies ja wahrscheinlich mit meinem Budget nicht möglich ist.

Ich freue mich auf eure Antworten,
Jan
 
Hallo Jan,
sorry. die Monti stand ja im Titel.
Ich hab mit der Montierung keine Erfahrung.
Von den Werten her sollte der 130PDS aber passen. Dir ist aber schon klar, dass Du bei deiner Vollformatkamera einen Komakorrektor z b. Baader MPCC, sowie eine Guidingcam plus Guidingscope z.b 8x50 Sucher brauchst?
Hast zu der Nikon auch Objektive? Dann kannst Du Astrofotografie mit der Kamera und z b.einem 200er Tele machen.
Gruss
Matthias
 
Hallo!
Hallo Jan,
wir reden also von 399,- für das Teleskop alleine oder inkl. "Zubehör" (in Deinem Fall zzgl. Komakorrektor, falls es der 130PDS werden wird, Autoguiding?, ....).
CS
Stefan

Für alles zusammen. Da ich noch zur Schule gehe, habe ich nicht so viel Geld zur Verfügung.

Von den Werten her sollte der 130PDS aber passen. Dir ist aber schon klar, dass Du bei deiner Vollformatkamera einen Komakorrektor z b. Baader MPCC, sowie eine Guidingcam plus Guidingscope z.b 8x50 Sucher brauchst?
Hast zu der Nikon auch Objektive? Dann kannst Du Astrofotografie mit der Kamera und z b.einem 200er Tele machen.

Braucht man einen solchen Komakorrektor lediglich bei Newton Teleskopen? Ich wäre auch offen für andere Bauarten. Ich hatte auch schon den SkyWatcher ED 72 im Auge. Oder gibt es andere Optionen?

Ja habe ich, allerdings nicht die hochwertigsten, ich werde es aber mal mit verschiedenen Objektiven ausprobieren.
 
Hallo Jan,
dann würde ich eher in ein Objektiv investieren, wie Matthias es vorgeschlagen hat und versuchen, das Maximum an Belichtugnszeit mit Deiner vorhandnen Montierung raus zu holen.
Hier mal zwei Beispiele, was alles mit Objektiven gehen kann: Astrofotografie mit kleiner Brennweite und die Seite von Silvia (Sternenfee), die auch hier im Forum angemeldet ist: Gallerie

CS Stefan
 
Hallo Jan,
erstmal die Objektive die da sind nutzen ist sinnvoll, dann kannst Du schonmal sehen wo die Fallstricke der Fotografie liegen und etwas später vielleicht mit etwas mehr Geld das entsprechende Teleskop kaufen.

Bildfehler haben alle Optiken. Beim Newton ist es hauptsächlich Koma und beim Apo Bildfeldwölbung. Deshalb Komakorrektor für den Newton und Flattner für den Apo.

Grüsse
Matthias
 
hab auch mal "klein" angefangen mit einer astrotrac, einer nikon d800 und einer normalen linse. ich kann dir das emfpehlen: widefield-aufnahmen. ok, galaxien gehen da nicht. aber es gibt so viele interessante gebiete. mal anfangen mit vielen, vielen stunden belichtung in das gleiche bild.
mein tipp zur linse bei wenig budget: schau mal in der bucht 2. hand. Sigma 150 oder 180mm mit je f/2.8 APO Macro. ich hab so eine linse und bin schwer begeistert davon. mein 180/2.8 hat 280,- gekostet und ist top.
für 1000mm deep sky geht es finanziell ans eingemachte: teleskop, montierung, stativ, strom, autoguider etc.
fang mal klein an und hantel dich rauf. der frust (ohja, der kommt zum quadrat der teile) hält sich auch in grenzen.
bahtinov-maske für die linse nicht vergessen. kann man selbst basteln.
 
Guten Morgen,

vielen Dank für die Antworten. Ich denke mal, dass ich dann, wie ihr es sagt, mit der Kamera und meinen vorhandenen Objektiven anfangen werde. Was glaubt ihr denn, könnte ich als erstes Objekt fotografieren? Ich habe ein 90 mm Objektiv und eine Teleobjektiv bis 200 mm.
Soll ich die EQM 35 dann nur mit der Rektaszensionsachse nachführen oder auch mit Deklinationsachse? Ich denke mit beiden. Und wie ist das mit dem GoTo, kann ich es auch mit der Kamera nutzen?
 
jetzt kommt der sommer = lange hell, wenig dunkelheit. gut zum vorbereiten für den herbst/winter/frühling, gut zum üben. google mal DSLR + 200mm und du findest deine möglichkeiten.
nachführung immer in beiden achsen. immer. goto: das geht natürlich auch mit deiner kamera. ich würde nach jeweils 3-4 aufnahmen kurz! auf die DEC und RA-buttons der montierung drücken. dadurch ändert sich minimal der bildausschnitt, aber bei genügend bildern hast du einen vorteil, weil du das walking noise und ev. auch das banding rausrechnen kannst.
aus der erfahrung mit diesem setup tust du dir dann leichter bei einem umstieg auf schwerere geräte.
btw: dies hier wurde mit astrotrac (nachführung in einer achse), d800 und dem 180/2.8 gemacht:
 
Guten Abend und Frohe Ostern!
Heute Abend werde ich mal rausgehen und schauen, was ich fotografiere. Ich werde die D800e mit einem Tamron Objektiv mit bis zu 200mm nutzen. Leider bin ich noch räumlich eingeschränkt, da meine Montierung bis dato nicht über einen Akku betreiben wird, sondern immer mit einem Verlängerungskabel aus dem Haus. Vielleicht schaffe ich es ja, morgen mal ein Testbild hier hinein zu stellen.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es noch: mein Vater kauft sich und mir zu Ostern ein Sigma 150-600 mm. Ich denke, dass dies ein gutes Objektiv ist, um erste Schritte in der Fotografie zu starten.

Schönen Abend noch und danke für die Nachricht @andreasmax . Ich schaue mir die Seite mal an!
 
Guten Morgen!

Gestern hieß es dann also: erster Versuch mit der Nikon D800e und einem Tamron 28-300 mm Objektiv. Also startete ich mit der Einnordung, was meiner Meinung nach gut geklappt hat. Nun ging es um das GoTo. Ich entschied mich für eine 2 Stern Ausrichtung. Ich finde dies allerdings sehr schwierig, da ich jedes Mal Bilder machen musste, da der Live View nicht der beste ist. Nachdem ich dies durchgeführt habe hieß mein Ziel: M81+ M82. GoTo funktionierte relativ gut, ich musste den Bildausschnitt zwar noch ein wenig anpassen, aber sonst war es gut.
Nun zu den Fotos:
Ich habe 10 Lightframes aufgenommen. Die Einstellungen hierbei waren: 120s belichtet bei f/6.3 und ISO 1600. Dazu kamen 5 Lightframes. Heute morgen habe ich sie mal schnell durch den Deep Sky Stacker laufen lassen. Das Ergebnis:

Ich persönlich finde es für den ersten Versuch akzeptabel. Mir fallen jedoch zwei Dinge auf. Zum einen stimmt der Fokus nicht. Hat jemand Tipps wie ich dies verbessern kann? Zum anderen wird der Randbereich ziemlich unscharf und auch irgendwie verzogen(?!). Was kann ich dagegen machen oder woran liegt es?

Mit freundlichen Grüßen
Jan
 

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Moin,

zum fokussieren kann man z.B. ein Programm zu Hilfe nehmen, z.B. APT, die Verzüge können verschiedene Ursachen haben, das kann auch das Objektiv sein, zum Thema Zoom-Objektive wurde schon viel geschrieben, gerade die Weitbereichs-Zooms sind meistens eierlegende Wollmilchsäue, können alles, aber nichts wirklich gut. Allgemein wird daher auf Festbrennweiten verwiesen, die da besser performen.

Was man deutlich sieht ist eine sehr deutliche Vignettierung, ohne Flats kommst Du da kaum weiter.

CS
Jörg
 
scharfstellen: bahtinov-maske basteln oder kaufen und im live-view reinzoomen. oder ohne: liveview reinzommen und fokusring auf kleinste sternabbildung stellen.
sternabbildung: gerade die zooms sind niemals durchkorrigiert, haben gleich mehrere optische fehler zusammen. das fällt am tag nicht so auf, die sterne sind hier gnadenlos. meine lieblingslinse Nikkor 28-70/2.8 ist unter tags ein traum. in der nacht nicht zu gebrauchen.
etwas besser könnte es durch abblenden werden.
auch sollltest unbedingt flatframes machen. einfache lösung selbst mehrfach erfolgreich durchgezogen: ipad - weisses bild - weisses t-shirt doppelte schicht auf der linse - ipad direkt aufs t-shirt legen, dass die optik ausgeleuchtet ist - kamera auf belichtungsautomatik und belichtungskorrektur so anpassen, dass der buckel des histogramms etwa 2/3 rechts liegt. keinesfalls die blende ändern! 20 frames davon.
 
Hallo!
Was man deutlich sieht ist eine sehr deutliche Vignettierung, ohne Flats kommst Du da kaum weiter.
Ja, das ist mir auch aufgefallen, von nun an werde ich Flats machen! Danke auch an @andreasmax für die Tipps bezüglich der Erstellung der Flats.

Allgemein wird daher auf Festbrennweiten verwiesen, die da besser performen.
Leider habe ich nur ein 90mm Objektiv da, alle anderen sind keine Festbrennweiten. Ich denke, dass die Abbildungen solcher Galaxien dann deutlich zu klein werden, sodass man nicht wirklich was davon erkennt. Oder täusche ich mich da?

scharfstellen: bahtinov-maske basteln oder kaufen und im live-view reinzoomen. oder ohne: liveview reinzommen und fokusring auf kleinste sternabbildung stellen.
Ich habe bis jetzt keine guten Erfahrungen mit dem Live View gemacht bei der 800e. Hattest du da mit deiner D800 bessere Erfahrungen? Ich sehe nämlich keinen Stern in dem Live View.

Danke für eure Antworten,
Jan
 
die D800 stellt das wunderbar da, sollte die schwester das also auch hinbekommen. meine D5100 schafft das auch und die ist kein ISO-monster. achtung: beim liveview gibt es 2 modi: film und foto. musst auf foto umstellen, dann hast auch sterne. such dir einen dicken brummer aus. planet geht auch, bei jupiter kann man mit 200mm schön auf die monde scharfstellen. sollte das tamron etwas lichtschwach sein (f6.3 oder höher), dann rauf mit den ISO zum scharfstellen. danach kannst du auf dein objekt umschwenken und die ISO wieder verringern.
90mm ist ein schönes widefield-objektiv, nicht zu unterschätzen. galaxien werden damit allerdings schwierig. zu klein.
 
Hi Jan,

Leider habe ich nur ein 90mm Objektiv da, alle anderen sind keine Festbrennweiten. Ich denke, dass die Abbildungen solcher Galaxien dann deutlich zu klein werden, sodass man nicht wirklich was davon erkennt. Oder täusche ich mich da?

M31 und M33 zeigen auch mit 90 mm Brennweite schon deutlich Details, die kleineren Galaxien brauchen mehr Brennweite.

Mit 90 mm Brennweite gehen dafür die größeren Nebel im Sommer sehr schön. Nordamerikanebel, Californianebel, Sommermilchstraße mit Schmetterlingsnebel, sofern Deine Kamera rotempfindlich ist. Ansonsten z.B. Lagunennebel, die bunte Region im Scorpion, Dunkelwolken, ...

Genau wie bei den Teleskopen hat jede Brennweite eines Fotoobjektives auch ihren Himmel... Einfach Gesichtsfeld der Kamera mit 90 mm Brennweite simulieren und was hübsches am Himmel aussuchen...
 
seh ich auch so. selbst 50, 24 oder 14mm hab ich schon nachgeführt. das sind schnelle setups und überall auf der welt zu machen. sobald man in die tiefe geht, wird es teuer, fehleranfällig und mühsam. und ein ende ist nicht in sicht.
 
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Ich werde also sicherlich das ein oder andere Ziel finden! :)

Nun noch eine Frage bezüglich des Autoguidings: kann bzw. wie kann ich eine Autoguiding Kamera an eine Teleobjektiv montieren?

Gruß,
Jan
 
einfache - aber instabile lösung (und die willst du nicht!) - über den blitzschuh.
bessere lösung: platte. mittig an der montierung, links die kamera drauf und rechts den guider. balance ist wichtig.

lg
 
Hi Jan,

wenn Du keinen Zugang zu einer Werkstadtausrüstung für Metallbearbeitung hast, kannst z.B. eine Guidemount kaufen. Kurze Prismenschine unter die Aufnahmekamera, diese Prismenschine in die Prismenklemmung der Guidemount und einen 8x50 Sucher mit Planetencam statt Okular in den Sucherschuh der Guidemount stecken. :)

Aber eigentlich muß man bei 90 mm Brennweite noch nicht autoguiden. Wenn Du Dir mit dem Einnorden Mühe giebst, kannst durchaus 2 oder 3 Minuten am Stück belichten und hast trotzdem runde Sterne. Für bessere Sternabbilddung 1 Blende abblenden. ;)

Wichtig ist aber, daß Du dann deutlich mehr als nur 10 Aufnahmen machst. So 2 Stunden Belichtungszeit pro Motiv sollten schon zusammenkommen.
 
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