Welches Teleskop für Newbie (Preis 100 - 250)

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HaZard

Neues Mitglied
Hallo an alle erfahrenen Sternegucker,

ich - abs. Anfänger als Sternengucker - möchte mir ein Teleskop kaufen,
Preisklasse etwa 100 bis 250 EUR, das mir die Welt der Sterne eröffnen soll. Dabei möchte ich hoffentlich auch später als erfahrener Gucker lange Freunde damit haben. Auch für Fotographien soll das Teleskop geeignet sein.

Ich habe mir folgende Geräte ausgeguckt:

Tasco Galaxsee 500 - 114
Tasco Luminova 675 - 114
Meade Polaris 1000 - 114 (Barlow eingebaut (?))
Optrons 1000 - 127
Seben Big Boss 1400 - 150 (mit Motornachführung) -*- Favorit
Skywatcher 650 - 130

jeweils mit verschiedenen Okularen, Barlowlinsen, Farbfilter (optional), Sucherfernrohr.

Aufgrund verschiedener Infoquellen weiss ich:
ein 150 - 200 Durchmesser für lichtschwache Objekte ist empfehlenswert.
Und Vergrösserung jenseits der 200x ist nicht alles.
Einigermassen preisgünstige 200 Objektive habe ich noch nicht gefunden.
Seben Navigator II 203 - 1000 ist mit 350 EUR mir etwas zu teuer.

Hat jemand diese oben genannten Teleskope und ist damit zufrieden? Wird auch ein Fotoadapter benutzt?

Ich bin Brillenträger (-2,5 dpt). Kann ich dann nur Okulare mit umstülpbarer Gummikappe benutzen?

Was bedeuten Montage EQ1-B EQ2 EQ3 ?

Gruss
HaZard
 
Hi Hazard,
aus den vorgestellten Geräten würde ich einzig das 130/650 im Auge behalten.
Alternativ ein 114/900.
Fotografie ist noch zu früh und mit dem Budget nicht wirklich erreichbar. Einzig Webcam kann man nach etwas Übung schon damit machen - also Mond und Planeten.
Achte auch ne vernünftige Montierung, die ist sehr wichtig bei Sache.

Bevor Du kaufst informiere Dich nochmal ein wenig mehr. Die Geräteauswahl läßt mich befürchten, das Du noch zu anfällig für fromme Werbeversprechen bist. Theoretisch kann vllt. meine HP dabei helfen und praktisch wären Sternfreunde vor Ort ein Gewinn - insbesondere weil man so vor dem kauf schon mal praktische Erfahrungen gesammelt hat.
CS
 
Hallo,
Ich bin quasi auch noch Anfänger. Und habe als mein erstes Teleskop ein Meade 114/1000 geholt, mit Goto. Und kann Dir nur sagen: Lass die Finger von sowas. Da hast du keine Freude damit. Ich wollte zwar mehr ausgeben als deine Preisklasse, aber halt ein Anfänger Teleskop holen. Diese Dinger haben ne eingebaute Barlowlinse, um auf die Brennweite zu kommen.
Sind zwar schön kompakt, aber taugen nicht viel. Ich habe nie ein sauberes Bild durch mein Okular bekommen. Die müssen sehr genau justiert sein. Ich hatte zwar meins bei Meade mal eingeschickt, hatte aber kein großen Unterschied bemerkt.
Der Transport versaut einem wahrscheinlich wieder alles.
Zum Thema Goto: Lieber selber die Objekte finden, macht mehr Spaß und ist auch billiger.
Also erste Warnung: Finger weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />
Und das Seben Big Boss 1400 - 150 ist, glaube ich, auch so ein Ding. Spar Dir dein Geld.
Was man gern als Anfänger Newton bezeichnet ist ein 114/900.
Habe zwar noch nie durch einen solchen durchgeschaut, aber sind um längen besser als so ein katadioptrischer.
Kommt generell darauf an was Du schauen willst. DeepSky oder Planeten. Ist für den Anfang sehr schwierig, da durchzublicken, über die verschiedenen Teleskoparten. Informiere Dich auf verschiedenen Webseiten. Wie oben von Antares. Da werden die verschiedenen Typen erklärt. Natürlich sind auch andere Websites sehr gut. Und frag hier ruhig, die Leute.
Das Zweite ist natürlich die Kohle. Da kommt mehr auf einen zu, als am Anfang gedacht.
Aber sowas weis man am Anfang nicht. Am Besten ist natürlich, mal Leute zu treffen die das Hobby betreiben. Da kannst Du auch mal durch die verschiedenen Geräte durchschauen. Weist dann was man so sieht und was die Geräte leisten.
Ich weis, erst mal so Leute kennen. Am liebsten möchte man ja gleich ein Teleskop kaufen, Nachts raus und gleich beobachten.
Und Fotografieren, stelle das mal ganz hinten an.Das ist ein ganz anderes Thema.
Damit befasse ich mich erstmal nicht. Will erstmal beobachten und lernen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Ist alles frusttrierend, wenn man das alles so liest. Wenn man nicht aufpasst, stolpert man leicht. Was aber auch dazugehört.
Man lernt nur aus Erfahrung! Aber man sollte versuchen, so wenig wie möglich Geld aus dem Fenster zu schmeißen.
Also, informiere Dich vorher und frage!
Du bist ja hier am richtigen Ort!

Mfg Siegfried
 
Hi Siegfried,
ich bin am Anfang mit einem 114/1000er von Celestron auf die Schnauze gefallen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Habe mir nach viel Frust einen echten 114/500 auf das GoTo gepackt. F/4,4 ist auch noch schwierig zu
justieren, aber die kleine Röhre macht immerhin Spass, wenn auch nur noch als Reiseteleskop.
Der 114/500 z.B. von Skywatcher hat einen Parabolspiegel, ist hervorragend für Weitfeld geeignet
und zeigt auch einige der gespeicherte Objekte. Besser, fast optimal, wäre ein 130/650, das geht
aber ohne große Umbauten nicht und ob die Monti das Gewicht und den Helbel klaglos packt ist auch noch
nicht raus. Irgendwie hab ich aber das Gefühl, das die Monti von 130 GT (Celestron) nichts wirklich
anderes ist als beim 114 GT.
CS
*entfernt*
 
Hi Hazard,
Vorausschießen muss ich der Ehrlichkeit halber, wie Tinman <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />, dass ich auch ein waschechter Newbie bin, vieleicht hilfts dir trotzdem.
Wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast sind die von dir angesprochenen EQ1-B, EQ 2, EQ 3 verschiedene Montierungen, also der Krempel mit Feintrieben etc unter dem Teleskop, wobei mit Montierung manchmal nur dieser Teil gemeint ist nicht aber das Stativ. Alle von dir genannten Montierungen sind sogenannte parallaktische Montierungen, d.h. sie orientieren sich am Polstern. Auch hier noch mal der Verweis auf die Seite von den Deepsky-Brothers. Einfach unter Einsteiger, parallaktische Montierungen schauen. Die Alternative (oder auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />) zu parallaktischen Montierungen ist die sogenannte azimutale Montierung, die sehr viel enger mit einfachen Fotostativen verwandt ist, im Grunde aber solltest du darauf achten, dass bei deinem Teleskop eine parallaktische Montierung dabei ist, denn so sammelt man wertvolle Erfahrungen in (fast) professioneller Beobachtungsweise.
So dann noch ein Wort zu den von dir angesprochenen Montierungen: Allgemein musst du darauf achten, dass die Montierung dein Skope auch sicher trägt, d.h. nicht nur nicht zusammenbricht sondern auch eine erträgliche Ausschwingzeit für dein Skope gewährleistet, denn je länger dein Teleskop ist desto schwerer wird es (meistens) und vor allen Dingen, desto höhere Hebelwirkungen treten auf. Meistens (Betonung: Meistens) haben die Händler aber auch daran gedacht und wollen dich nicht unnötig übers Ohr hauen. Aufpassen muss man aber auch bei den Bezeichnungen, damit man nicht mit den EQ, HEQ, Astro, SkyView usw Klassen durcheinander gerät. Daher mein Tipp viel Lesen, sparen und hier über Montierungen informieren.
 
Hi *entfernt*GMS,
ich weiß, in einem anderen Beitrag hattest du drüber gesprochen. Ich war derjenige der ein "Nachfolger" Teleskop gesucht hatte. Nachdem ich mit meinem Meade DS-2114AT auf die Schnauze gefallen bin. Nun habe ich mir nen 8" Dobson geholt und bin sehr zufrieden, sobald das Wetter mal wieder mitspielt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
Ich kann mir das gut vorstellen. Als Reiseteleskop sind die gut zu benutzen. Ich habe mir auch mal überlegt, auf der Goto Montierung, ein anderen Tubus draufzumachen. Aber habe mich dann zu den Dobson entschieden. Wollte nicht mehr Geld in das Teil reinstecken.
Wollte noch mal was zu dem Geld schreiben. Die Montierungen sind mit das teuerste, deswegen nen Dobson geholt.
Leider kann man in das Hobby, oder wie in jedes, sehr viel Geld reinstecken. Und wenn man mal Blut geleckt hat, dann will man auch die guten Sachen holen. Okulare z.B., Hatte zuerst die von meinem "alten" genommen. Bis ich feststellte, das die für nen 8zoller nichts sind. Habe heute, die neuen Baader Hyperion bekommen. Und wieder Geld ausgegeben, wo ich eigentlich dachte, ich hätte soweit erstmal alles.
Ach ja. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
Was ich sagen will: Das Limit was man sich setzt, hällt man meißtens nicht ein. Oder kann man nicht, wenn man was gutes haben will.

Mfg Siegfried
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@ Siegfried
Mit dem Geld kann ich dir nur zustimmen.
Ich hatte am Anfang 400 Euro veranschlagt (8' Synta Dob. 300 Euro), jetzt halbes Jahr später, habe ich mal gerade die "mindest Ausstattung" und ca.600 Euro ausgegeben.

Dies soll auf keinem Fall abschreckend wirken!

Jedoch vertut man sich als kompletter Anfänger, der ich einer bin, recht schnell mit dem Geld.

Tobias
Ps Meinen Kauf habe ich bis jetzt nicht bereut, hatte vorher das Tchibo Newton (60 Euro); das Geld hätte ich besser zu Fenster rausgeworfen, denn dann hätte sich bestimmt jemand gefreut.
 
Hallo HaZard,

das Problem mit den meisten Teleskopen in dieser Preislage ist die Montierung. Ich hatte mit einer 130/900er auf EQ2 angefangen. Dann auf eine Astro5 augerüstet. Damit war das Teleskop nicht mehr so günstig. Evtl wäre ja ein gebrauchtes Gerät oder auch ein (gebrauchter) Dobson eine Idee ?

Viele Grüße

Jürgen
 
Der erste Rat ist immr wieder: Kauf dir ein vernünftiges Fernglas. Damit kannst du ins Dunkle fahren. Wenn dur ein richtiges Fernrohr willst, dann suche einen gebrauchten China-Dob mit 8 Zoll Öffnung. Wenn es an diesen Geräten auch Kritikpunkte gibt, so sind es doch ohne Zweifel richtige ernstzunehmende Geräte. Nachfürhung und Fotografie feheln da freilich.

Okulare kannst du ohne Brille benutzen und die Differnz durch die Fokussierung ausgleichen. Nur wenn du Zylinderlinsen hast, mußt du die Brille aufbehalten und benötigst Okulare mit einem großen Augenabstand.
 
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