Welches Teleskop für Sonnenbeobachtung

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darkangel

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Hallo,

ich würde gerne mal von euch erfahren, welches Teleskop ihr für die Sonnenbeobachtung für sinnvoll haltet.

Da ich nur selten beobachte, sollte es handlich und sehr transportabel sein. Deshalb ist mir die Meade ETX-Serie in den Sinn gekommen. Aber welches davon? Ist der 70mm-Refraktor besser oder schlechter als der 90mm-Spiegel? Und wie sieht es mit dem 105mm-Spiegel aus? Das 125mm-Gerät kommt für mich aufgrund des Preises nicht mehr in Frage.

Es geht mir in erster Linie um die Sonnenbeobachtung. Allerdings werde ich mir -wenn ich dann schon ein Teleskop habe- hin und wieder sicherlich auch mal einen Planeten ansehen. Welches der o.g. Geräte ist für diese Kombination am besten geeignet? Dabei ist mir eine möglichst kurze Abkühlungssphase des Teleskopes wichtig. Ich hab' mal gehört, dass die beim Refraktor keine oder keine so große Rolle spielt. Stimmt das eigentlich?

Außerdem ist mir gerade eingefallen, dass es da ja auch noch die diversen Spektive gibt. Wie sieht es damit (in der Preisklasse der Meade-Geräte) aus?

Bin für Tipps sehr dankbar.


 
Hi!

Ich habe für meine Sonnenbeobachtungen erst einen kleinen 76/700er Newton benutzt und werde demnächst einen 8"-Dobson dazu benutzen.

Die Refraktor-Fraktion wird sagen, dass ein Refraktor das beste sein wird, weil er ein sehr scharfes Bild liefert.
Dazu sage ich, dass einem dass wegen des Seeings wohl nicht viel nützen wird.

Im Prinzip ist es wurscht, wie lange die Abkühlphase ist, es geht ja nicht um die Zeit, sondern um die Bildstörungen, die während der Abkühlphase aufreten.
Hier kommen beim Spiegelteleskop die verschiedenen Spiegelmaterialien auf ihre Kosten.

Ich würde sagen, ein offenes System wie ein einfacher Newton ist dasjenige Spiegelteleskop, was am schnellsten einsatzbereit ist, weil die Luft munter strömen kann.

Für Planeten wäre dann ein Refraktor eine gute Lösung.
Das scheint die übliche Sucher nach der Eierlegenden Wollmilchsau zu sein.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich würde mich nicht in Meade verrennen, es gibt mit Sicherheit auch kostengünstigere Lösungen.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

Grüße
Thomas
 
Hallo darkangel !

Also, ich würde einen Refraktor nehmen. Mit einem Objektivsonnenvilter kannst Du zwar alle Teleskoptypen zur Sonnenbeobachtung nutzen, aber mit dem Refraktor hast Du die Möglichkeit der Sonnenprojektion auf einem weißen Schirm. So lassen sich gut Zeichnungen der Sonnenflecke anfertigen.
Auch ist der Refraktor schneller einsatzbereit. Es heißt oft, ein Refraktor hätte kein Tubusseeing. Das stimmt nicht ganz. Er braucht auch seine Zeit zum Auskühlen. Aber halt nicht so lange.
Zum visuellen Beobachten (oder Fotografie) kannst Du auch das Licht mit einem Sonnenprisma (Herschelprisma) dämpfen. Das geht auch nur an einem Refraktor. Mal weiter gedacht: Vielleicht willst Du irgendwann doch tiefer in die Sonnenbeobachtung einsteigen. Protuberanzenansätze oder Ha-Sonnenfilter (teuer) gehen auch nur am Refraktor.

Ich benutze übrigends ein Vixen 80/1200mm (Achromat) Refraktor für Sonne und Planeten.
 
Ein kleiner Refraktor 80 bis 90mm...

Hi,

das beste Preis-Leistungsverhältnis für Sonnenbeobachtung ist ein kleiner Refraktor 80 bis 90mm f/10 bis f/15. Da kannst du dir mit der Baaderfolie einen Objektivsonnenfilter leicht selber basteln und die Granulation, facklen und Flecken sind schon bei geringer Vergrößerung voll sichtbar.

Klar ein 150mm APO ist besser, aber auch viel viel teuerer.

Newtons sind weniger geeignet, wegen Tubsuseeing und Fangspiegel.

Gruß

Lots
 
hi Oliver_Rieck,

stimme dir 100% zu. Ich aheb einen Vixen 90M. wenn ich in die Sonne gucke ( bitte nur mit Filter! kommen mir vor Glück fast die Tränen. Das Bild ist unbeschreiblich schön.

Gruß

Lots
 
hallo,

hol dir doch einen gebrauchten 120/1000er refraktor von synta.
den bekommst du um 250EUR.

für sonnenbeobachtung blendest du ihn auf 100/1000 ab und nimmst ein
herschelprisma = gewaltige bilder.
für planetenbeobachtung und deepsky nimmst du die volle öffnung.
so hast du alles in einem gerät vereint.

ein 80/1200er ist auch fein, keine frage, aber zb. bei saturn und
vergrößerungen um die 200fach wirds dann schon unangenehm dunkel.
mit einem 120/1000er kannst du bei saturn noch bis 300fach
gehen, gute optik und luft vorrausgesetzt.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Ein kleiner Refraktor 80 bis 90mm...

Newtons sind weniger geeignet, wegen... ...Fangspiegel.

Wieso soll der Fangspiegel ein Problem sein ?? Wenn bei meinem 114/900 Newton der Fangspiegel bei Sternennebeln nicht stört, ist er bei der enormen Lichtmenge der Sonne, auch mit Filter, erst recht kein Problem.

Kannst ja mal auf dem Foto meinen Fangspiegel suchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ist übrigens mein erstes Sonnenphoto, aufgenommen mit der ToUCam damals, am 17.01., als die Sonne noch zu sehen war...

Link zur Grafik: http://home.t-online.de/home/pegasus-wtal/Astronomy/sunspots.jpg
 
Re: Ein kleiner Refraktor 80 bis 90mm...

Hallo Pegasus_wtal !

Man sollte die Sonnenprojektion bei einem Newton wegen des Fangspiegels vermeiden. Der Fangspiegel könnte sich durch die Wärme verformen oder gar zerstört werden.
Eigentlich sollen bei allen Spiegelsystemen nur Objektivsonnenfilter verwendet werden.
 
Re: Ein kleiner Refraktor 80 bis 90mm...

Man sollte die Sonnenprojektion bei einem Newton wegen des Fangspiegels vermeiden. Der Fangspiegel könnte sich durch die Wärme verformen oder gar zerstört werden.

Also wenn die Wärme den Fangspiegel verformt, dann fängt aber mein Augapfel auch an zu kochen !

Natürlich verwende ich VOR dem Tubus Sonnenfilterfolie !!! Auf gar keinen Fall darf man bei einem Reflektor Okularsonnenfilter benutzen, das platzt dann vor Hitze und vorbei ist's mit dem Stereosehen.
 
Ich nutze einen 10" Newton, aber ...

Hi!

Ich schau gerne mit meinem 10" Newton und 10"-Glassonnenfilter in die chromosphäre. Alles
"blubbert" so schön, die Flecken sind leicht
plastisch zu sehen und bis zu 200 fach gibt´s
ruhige, im Winter auch mal Bilder mit hoher
Schärfe.
Wenn Du mehr als nur neugierig bist, ist aber
sicher ein Linsenteleskop besser, da ich denke,
daß sich hier für das geringste Geld auch eine
Vorrichtung erwerben läßt, die die Protuberanzen
zeigt. Dann erst ist die Sonne vielfältiger für
den Beobachter.
 
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