Welches Teleskop ist für den Einstiefg ratsam?

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RedFaction

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Hallo Leute,

bin neu hier und auch in der Astronomie. Ich habe am Wochenende mein erstes Teleskop bekommen.
Ein Omegon 150/750 auf einer EQ3 Montierung und einem Alustativ.
Heute war nun der erste Tag wo ich mal ein paar Minuten mein Teleskop austesten konnte (es hatte endlich mal aufgeklart).

Ich habe aber schnell feststellen müssen, das schon alleine beim Schrafstellen am Okular, daß zu beobachtende Objekt extrem verwackelt.
Auch sonst machte zumindest die Montierung keinen wirklich guten Eindruck auf mich.

Das Ende vom Lied ist, ich möchte dieses Teleskop mit all dem Zubehör zurücksenden und mir ein neues bestellen.

Ich habe leider nicht alzu große finanzielle Mittel (max. 350€)
ich weiß daß man für das Geld nicht wirklich was qualitativ hochwertiges bekommt.
Aber ich möchte für das Geld nach Möglichkeit das Beste rausholen.
Um auf den Punkt zu kommen habe ich mir zwei Teleskope rausgesucht zwieschen die ich mich nicht so recht entscheiden kann.

Ich gebe zu mir fehlt einfach die Erfahrung.

Hier einmal meine zwei Optionen:

ein Celestron 150/750 mit einer Omni CG4 Montierung und einem Stahlstativ

oder

ein Skywatcher 150/750 mit einer NEQ3 Montierung und einem Alustativ.

Leider kenne ich den Unterschied der jeweiligen Montierungen nicht, bei den Stativen würde ich die Stahlvariante vorziehen, bei den Teleskopen denke ich wird es in dem Preissegment keine großen Unterschiede geben, oder?

Was ich mit dem Teleskop beobachten möchte sind in erster Linie, Mond, Planete, Sonne (natürlich mit dem richtigen Sonnenfilter) und eventuell später mal ein paar Nebel, Sternhaufen...

Könnt Ihr mir vielleicht etwas fachliches Wissen mitteilen, damit mir meine Entscheidung etwas leichter fällt?

Was wäre hier die bessere Wahl?

Gruß

und gute Nacht
 
Hi
ein 150/750 Newton nehme ich an funktioniert auf einer EQ nur dann recht ordentlich wenn genug Gegengewichte vorhanden sind. Das sollten schon 5 Kilo wenigstens sein.
Zieht man das Stativ nicht aus, wirds auch besser.
Insofern sind abgesehen vom Stahrrohstativ auch die Alternativen nicht wirklich anders.
Muß es denn parallaktisch sein?
CS
 
hallo Red,

Der 150/750 auf EQ3 ist eigentlich Preis/Leistungsmässig ein gutes Einsteigergerät. Ich würde mal mit einem Schraubenzieher sämtliche Schrauben auf der EQ3 nachziehen, und darauf achten dass die Ablageplatte das Stativ verspreizt.
Alternativ tausche das Alu gegen ein Stahlstativ.

Die Kombi ist sicher nicht wackelfrei, aber Stabilität wird in Kilo gemessen, und da wirds halt immer teurer. Die von dir genannten Alternativen ----

aha, ich sehe gerade, auf dem Bild des Omegon beim Astroshop ist gar keine EQ3 abgebildet, sondern sowas wie eine antike EQ2. Wenn du dieselbe Montierung hast wie auf dem Bild, dann schick sie zurück. Die ist zu schwach. Wenn die das "EQ3" nennen, und nicht nur ein falsches Bild auf der Website ist, dann wäre das schon fragwürdig:

http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-n-150-750-eq-3/p,13764

Der Begriff "EQ3" ist ja einer bestimmten weithin verbreiteten Monti zuzuordnen. Da sollte man nicht einfach ein Downgrade unter demselben Namen verkaufen.

Eine EQ3 siehst du zB hier:

http://www.astroshop.de/skywatcher-teleskop-n-150-750-blackdiamond-eq-3-2/p,15552

Also schau mal welches Modell du geliefert bekommen hast.

lg Tommy
 
Hi,

mit was für nem Okular hattest Du denn die Schwierigkeiten?
Und was heisst den Wackeln genau?

Ich würde Tommy zustimmen und erstmal alle Fehlerquellen ausschalten. Dann kannst auch mal probieren, einen Wassereimer mit ner Schnur am Montierungskopf ans Stativ zu hängen. Das stabilisert.

Die eq3 ist aber schon recht leicht für nen 150/750. Wenn Dir das Gerät ansonsten gefällt, kannst Du ja auch versuchen ne gebrauchte eq5 übers Forum oder ebay zu kriegen.

Zurückschicken ist aber auch ne Alternative. Bei 350EUR kann man schon Richtung 8" F6-Dobson auf dem Gebrauchtmarkt gehen.

CS

Klaus
 
Hallo Leute,

danke für das Feedback.
@Antares: Ob es eine parallaktische sein muss kann ich nicht sagen, meinen nachforschungen nach ist war das die verbreitetste.
Auserdem möchte ich später eine Nachführung nachrüsten für Astrofotografie.

@Daniel_Guetl:
Das mit dem Dobson, kann ich nicht einschätzen, in wie fern man damit Astrofotografie betreiben kann.

@tommy_nawratil:
Du hast recht, meine Montierung ist genau die die da abgebildet ist. Ich habe mir schon gedacht das es sich hier nicht um eine richtige EQ3 handelt.

Nun, da sollte aber eine echte NEQ3 ja im Vergleich zu dieser nicht EQ3 ja schon ein richtig deutlicher unterschied sein, oder?


Grüße

RedFaction
 
Hi KlausTietzel,

eigentlich mit allen, 25mm und 6,5mm.
Aber das sind nicht wirklich Schwierigkeiten gewesen.
Um auf Deine zweite Frage zu kommen, die Objekte die springen hin und her wenn man versucht zu fokusieren.
Weil das berühren des Okularauszuges die ganze Optik in Schwingung versetzt.

Gruß

RedFaction
 
Hi Red,

hm - dass bei 6.5mm Das Fokussieren auf ner eq3 schwierig wird könnte man erwarten. Bei nem 25er Okular und 30-facher Vergrößerung hätte ich aber schon erwartet, dass es geht. Ich hatte so ein Gerät mal auf ner GSO Skyview, das entspricht einer etwas stabileren eq3. Das war bis zu ca 100-fach eigentlich schon ganz ok, drüber wars sehr fummelig.
Alles schön festgeschraubt und eingestellt, insbesondere die Schrauben am Stativ?

CS

Klaus
 
Hallo,

es ist zwar die alte Leier, aber ich rate Dir davon ab, Dein Teleskop mit so beschränkten Mitteln gleich für Astrofotografie einzuplanen. Das führt zu einem Gerät, mit dem weder das eine noch das andere richtig Spaß macht.

Schau Dir an, was für Möglichkeiten der Dobson bietet. So ein 200/1200 Dobson ist ein sehr verbreitetes Gerät und wirklich "robust" gegenüber allen möglichen Unarten, die man als Einsteiger so haben mag und nebenbei wegen der geringeren Anfälligkeit für Wackelei eben auch besser für ein ruhigeres Beobachten - selbst wenn bei hoher Vergrößerung alle paar Sekunden kleine Richtungskorrekturen von Hand (oder mit dem Kopf) nötig sind - weil es kaum wackelt beobachtet man sofort weiter, ohne das Auge vom Okular zu nehmen.

Astrofotografie kannst Du später getrennt davon angehen und dafür eigens Teile aussuchen. Dadurch bekommst Du für beides eine bessere Ausrüstung zusammen. Ansonsten kannst Du mit dem Dobson auch schon schöne Mondfotos machen.
Einen Dobson später auf eine parallaktische Montierung zu setzen ist ein vielfach gegangener Weg, aber die Montierung wird dann schon recht groß und schwer, mindestens eine EQ-6 muss es dann sein. Dabei ist für Astrofotografie eine so große Montierung nicht einmal nötig. Eine Montierung der GP-Klasse (EQ-5, ADM, etc) kann man mit leichten Fotooptiken beladen und so sehr schöne Ergebnisse erzielen.

Clear Skies
Sven
 
hallo Red,

offenbar ist dir etwas verkauft worden, was da zwar "EQ3" genannt wird, aber keine ist. Mit einer echten EQ3 ist der 150/750 zwar noch immer nicht ein Musterbeispiel an Stabilität, aber man kann damit leben. Eine EQ3 mit Stahlstativ ist noch besser.

Rede einfach mit dem Händler, normal ist das der beste Weg Nachbesserung bzw Tausch zu erreichen. Wenn du dazu noch erwähnst, dass du dein Problem in einem Forum diskutiert hast, hast du noch ein Argument für Kulanz geliefert...

lg Tommy
 
OK Leute,

dann danke ich Euch allen erst einmal.

Ich werde mir das mit dem Dobson auch noch einmal durch den Kopf gehen lassen und auch den Händler anschreiben.

Ich lasse Euch wissen wie ich mich entschieden habe und meine Erfahrungen hier dann wieder reinschreiben.

Gruß

RedFaction
 
Hi,

das ist ein guter Hinweis! Die Bilder die ich von dem Omegon 150/750 bis jetzt gesehen habe, zeigen tatsächlich eine astro3, keine eq3.

Wenn das so ist: zurückschicken.

CS

Klaus
 
Hi
ohne die weiteren Antworten zu lesen,mein Senf.
Was verbreitet ist, ist unwichtig. Was Dir taugt zählt!
Und wenn es nur taugt weil es bezahlbar ist.

Nachrüsten für Foto - nette Idee, aber nicht mit einer EQ3 und einem solchen Newton. Das geht in die Hose. Da brauchst einen stabileren Unterbau.

Aber bis es mal so weit ist, hast noch Zeit.

Deinen Ausführungen entnehme ich dass Du nicht gut vorbereitet warst für den Kauf und noch jede Menge Basiswissen fehlt.

Wenn Du absolut unzufrieden bist gib sie zurück, wenn das geht und gehe das Thema nochmal neu an. Behältst Du das Gerät hast Du Tipps zur Verbesserung der Situation. Entscheiden mußt Du
CS
 
hallo Leute,

danke noch mal für Eure Ratschläge. Die Sache mit dem Dobson ist schon interessant, zumal man hier für wenig Geld viel Optik bekommt.

Wenn ich die Wahl hätte zwieschen einen 8" Skywatcher oder einem 8" GSO Dobson, was würdet Ihr zu diesen Geräten sagen.

Hat jemand Erfahrung mit diesen Teleskopen?

Eine andere Frage die mir auf dem Herzen liegt.

Kann man mit einem Dobson Langzeitbelichtungen mit Nachführung realisieren und wenn ja kennt einer einen Link wo man sich so nen Aufbau mal anschauen kann?


Danke schon einmal im voraus.

RedFaction
 
Hallo,

dein Wunsch -> Langzeitbelichtung mit Nachführung durch ein Teleskop ist ein sehr komplexes Thema(wenndu Ambitionen hast so schöne Fotos zu machen wie die meisten hier im Forum). Wenndu nicht wirklich viel Kohle hast lass es besser sein ;) Ich arbeite seit mehr als einem Jahr daran und hab da schon tausende Euro reininvestiert bis es mal annähernd läuft.

Mit nem 8" Dobson bist mal visuell gut unterwegs, ob Skywatcher oder GSO ist ziemlich egal. Viel geben die sich nicht.

Der Vorteil des Dobsons ist, solltest du mal wirklich das Interesse/Geduld/Leidensbereitschaft/Geld haben für ernsthafte Astrofotografie du dann immer noch parallel mit dem Teil spechteln kannst. Die fotos machen sich dann ja eh von alleine und dann ist man froh noch ein Teil zum Beobachten mitzuhaben.

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo RedFaction,

zum Thema Foto kann ich Dir nur raten dich noch ein wenig einzulesen.
Du wirst dann schnell merken das das Thema gar nicht so ohne ist.
Das Thema Astrofotografie - Sehr nützliche Infos von Benny

Bei einem Dobson wirst Du eher mit Webcam-Aufnahmen oder Afokalen Schnappschüssen vorlieb nehmen müssen, mit Langzeitbelichtungen wird das wohl eher nichts werden.

CS
Kai

P.S.: Habe ganz vergessen das es von Sven auch noch eine super Seite zu dem Thema gibt: Einsteiger-Astrofoto von Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo RedFaction,

ich gehe vorerst mal davon aus, dass "RedFaction" dein Künstlername ist, unter dem du angeredet werden willst.

>>...mit einem Dobson Langzeitbelichtungen mit Nachführung...
Langzeitbelichtungen waren früher obligatorisch bei den chemischen Filmen. Im Digitalzeitalter sieht alles etwas anders aus. Möglicherweise fehlen dir Basis-Infos. Die gibt es hier:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
auch hier:
http://www.astroplatz.de/einsteigerteleskop.htm#foto
ein Workshop:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html

Bei den Fotos ein Tipp: Schau nicht nur nach den Hubble-Space-Fotos und nach den Edelfotos, die mit Ausrüstung 2000 Euro aufwärts gemacht wurden. Auch hier im Board gibt es Leute, die sich mit den Brennweiten 200mm .. 500mm Mühe geben und bei dunklem Himmel interessantes zustande bringen.

>>..Wahl zwischen einen 8" Skywatcher oder einem 8" GSO Dobson..
Die kommen alle aus China, der Hauptspiegel kommt höchstwahrscheinlich sogar vom selben Band. Die Qualität ist im Allgemeinen standardmäassig gut. In der Ausstattung (Peilsucher, Leuchtpunktsucerh usw.) kann es Unterschiede geben.

Es kann immer sein, dass einem die eine oder andere Eigenschaft nicht gefällt, dann kann man tunen. Das braucht man am Anfang nicht zwingend. Es gibt Anleitungen. Z.B hier:
http://www.deepsky-brothers.de
Weitere Einsteiger-Infos:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.taunus-astronomie.de

Du kannst dich drehen und wenden wie du willst, auch für den Anfang verschlingt das Scope und die Okulare etwa gleich viel Geld. Man kann sparen und die speziellen Okulare für spezielle Situationen zunächst weglassen. Aber die zwei Okulare, die man für den Anfang braucht, müssen schon solide sein. Ganz schlecht ist es, eine ganze Serie von Okularen im Niedrigpreissegment zu kaufen.

Wie die anderen Leute hier meine ich auch, die Trennung von Foto und Visuell ist eine gute Idee. Auf jeden Fall will der Einstiegspreis (sind das ca. 350 Euro ? ) bedacht werden.

Mit Grüssen, Joachim

 
hallo Red,

man kann auch mit ner EQ3 Fotos machen, ohne Autoguiding und Schnickschnack. Es ist nur eine Frage des Anspruchs, den man stellt. Hier mal ein Link zu so einem Foto, mit EQ3 und einem 90/500 Refraktor, und einer Digiknipse die immerhin 60 Sekunden Belichtungszeit erlaubt, also keine DSLR:

http://www.vibes.co.at/images/Holmes20080108.jpg

Allerdings mit einer echten EQ3...

Wenn die Leute anfangen wolln zu knipsen, ist es immer eine grosse Frage was man rät. Ich denke eben, man soll schon hinweisen dass das erst der Anfang eines Weges ist, aber gleich mit 100 "wenns" und "abers" abschrecken ist kein guter Rat.

Mit einem Dobson geht sowas aber nicht.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

es kommt nicht nur auf den Anspruch an sondern auch auf das Können/Wissen. Erfahrene Leute bringen auch mit kleinem Equipment was vernünftiges hin, weil die genau wissen auf was es ankommt. Für Anfänger ist es aber wohl sehr frustig so suboptimal zu beginnen. Die Gefahr ist ziemlich hoch das wenige zur verfügung stehende Geld in den Sand zu setzen. Wenn wir hier das konkrete Beispiel nehmen ist es wohl besser zuerst auf den visuellen Genuss zu setzen und die Fotografie dort anzureihen wo man dann auch das Know how/kleingeld besitzt.

Viele Grüße

Daniel
 
hallo Daniel,

oh ja, natürlich! Aber das knowhow kommt doch aus der Erfahrung, und die Erfahrung kommt mit dem Tun. Also los gehts mit Fehler machen und Erfolge feiern!

Für Fotografie ist es sicher wertvoll, sich zuerst mal visuell zu beschäftigen, aber es ist doch ein eigenes Kapitel. Für ein kleines Budget, wo auch Fotografie möglich sein soll, kann ich eigentlich nichts anderes als eine EQ3 empfehlen (wenns drin ist, möglichst mit Stahltripod):

Das ist die günstigste Möglichkeit, Motor und Polarscope dranzumachen, und von mir aus nicht mit dem Fernrohr, aber mal mit einem Fotoobjektiv anzufangen. Der f/5 Newton ist ohne Komakorrektor eh nicht befriedigend.

Ich hoffe dabei, dass Können/Wissen und Anspruch so halbwegs organisch miteinander wachsen, der Anspruch immer etwas vornedran :-)

Ich glaube dass es die Leute mehr frustriert, wenn man ihnen sagt: "Vergiss Fotos, mach erst mal 5 Jahre Dobson!"

Als ich meine ersten Fotos, noch auf analogem Film, gemacht habe und die verschwommenen "Faint Fuzzies" dann schlecht vom Labor ausgearbeitet in der Hand hielt, das war trotzdem ein tolles Erlebnis - ein Bild wo Photonen direkt von der Andromeda reingingen! Man muss achtgeben, den Einsteigern vor lauter guten Ratschlägen, wie sie es richtig machen, nicht die Füsse zu knebeln - das ist die grössere Gefahr die ich sehe.

lg Tommy
 
Also erst einmal um die Frage nach meinen Namen zu klären.
Das ist noch ein Überbleibsel aus meiner Zeit wo ich noch öffters Computer Games gezockt habe.

Weiterhin bin ich echt begeistert was hier an feedback zu meiner Frage kommt. Danke auch für die Links, ein paar davon kannte ich noch nicht.

Um es vorweg zu nehmen, am Montag wird das alte Teleskop abgeholt. Ich werde mir danach ein Skywatcher 200/1200 Dobson bestellen und damit erst einmal ein paar Erfahrungen machen.
Was das fotografieren angeht, so werde ich sicher das eine oder andere Bild machen.
Erst einmal nur einmal ein paar Mondbilder und mal schauen ob es auch mit anderen Planeten klappt.

Ich werde aber auf alle Fälle meine Erfahrungen mit dem neuen Gerät hier mal posten und bestimmt das eine oder andere Bild hochladen.

Bis dahin sag ich erst mal danke und bis später.

 
Erst mal nen schönen Tag wünsch ich.

Ich habe heute nach langem Warten, für mich war es eine Ewigkeit ;-) mein neues Teleskop bekommen.

Das Dobson 200/1200 Classic von Skywatcher.

Ich werde es die kommenden Tage mal genauer unter die Lupe nehmen und hier mal einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben.


Ich sage mal bis später.

Gruße

RedFaction

 
Hallo Leute,

wie schon angesprochen schreibe ich nun hier einen kurzen Testbericht zu meinem vor kurzem erstandenen Dobson. Hauptsächlich für die gedacht die sich mit dem Gedanken tragen sich ein Teleskop zu kaufen.

Das Teleskop ist ein Sky-Watcher 8“ Dobson.

Die wichtigsten Daten im Überblick;


Bauart: Newton
Öffnung: 203 mm
Brennweite: 1200 mm
Öffnungsverhältnis: f/5.9
Auflösungsvermögen: 0,56“
Grenzgröße: 14,2 mag
max. sinnvolle Vergrößerung: 406 fach
2“ Crayford Auszug
Stativ: Rockerbox


Zubehör:

25 mm Okular
10 mm Okular
Sucherfernrohr 9x50
Okularadapter 1,25“ - 2“

Alle Angaben ohne Gewähr.


So nun zu meinem ersten Eindruck. Das Teleskop kam bei mir in zwei Kartons an, eines für das eigentlich Teleskop und das andere für die Rockerbox und gut verpackt wie sich beim auspacken feststellte.
Beim auspacken ist mir gleich aufgefallen das im Vergleich zu meinem ersten Teleskop die Qualität hier doch deutlich besser ist. Fast alle Teile sind hier aus Metall und aus meiner Sicht recht gut verarbeitet.
Das Sucherfernrohr ist ebenfalls aus Metall und recht schwer, anders als manch andere Sucherfernrohre von anderen Teleskopen die komplett aus Plastik gefertigt sind.
Das Teleskop ist schnell montiert, Sucherfernrohrhalterung aufstecken, Sucherfernrohr einstecken und ausrichten. Fertig.

Was mich freute, war dass an diesem Teleskop die für die Justierung notwendige Markierung schon am Spiegel angebracht war. Somit erspart man sich eine für den Anfang doch meiner Meinung nach schwierige Aufgabe, gleich sein neues Teleskop zerlegen zu müssen um diese anzubringen.

Die Rockerbox kommt in Einzelteilen was keine große Herausforderung darstellt, was denn Aufbau
anbelangt. Ein paar Schrauben und Gummifüße sowie ein paar Gleitrollen für den Tubus und das benötigte Werkzeug ist auch dabei.
Ich habe die Zeit nicht gestoppt aber ich schätze der Aufbau sollte nicht länger als 10 Minuten in Beschlag genommen haben.
So nachdem nun der Tubus auf die Rockerbox gesetzt wurde und mit den Schraubgriffen fixiert wurde kann das Beobachten losgehen.

Die Handhabung:

Anders als bei Teleskopen mit parallaktischer Montierung, die erst einmal eingenordet werden müssen, kann man bei einem Dobson gleich loslegen. Das aufsuchen von Objekten geht hier recht simpel und intuitiv, links, rechts, hoch, runter.


Einziger Punkt der mich stört;

Das Ausrichten des Teleskops auf ein Objekt ist nicht immer ganz genau machbar. Es kommt oft zu einem Slip-Stick Effekt (rucken bei Beginn der Drehung). Hier werde ich die Konstruktion nacharbeiten und wie man hier im Forum und auch auf anderen Internetseiten nachlesen kann mit der Teflon Methode nachrüsten/ umbauen.

Das auskleiden mit schwarzem Velour werde ich mir sparen, da der Tubus bereits geschwärzt ist, werde ich abwarten ob hier ein Tuning nötig wird.


Alles in einem bin ich sehr Zufrieden mit diesem Gerät, ich bereue den Kauf kein Stück.

Im Gegenteil, ich kann es jedem empfehlen der nicht mehr als 300€ ausgeben möchte oder kann,
für das Geld hat man ein recht gutes Einstiegsgerät.

Grüße

Giuseppe

P.S. wollte Bilder reinstellen, aber muss man die gleich bei irgend welchen Hostern hochladen, kann man hier nicht direkt Bilder einbinden?
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

unter dem Feld, indem du deinen Text schreibst, siehst du "Datei Manager", da klickst du drauf und lädst die dementsprechenden Fotos hoch!

CS,
Michael
 
Danke Dir Michael,

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Gruß

Giuseppe


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So Bilder sind drin. Zur Montage der Canon an das Teleskop ist ein T2 Ring nötig, der nicht im Lieferumfang enthalten ist.
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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hier noch zwei Bilder die ich durch das Teleskop geschossen habe. Die Ortschaft die ich da abgelichtet habe ist etwas über 4km entfernt, mit viel Dunst in der Luft.

Beide fokal fotografiert, also ohne ein Okular oder Kameraobjektiv dazwieschen.

Bis später.

Giuseppe
 

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Hallo Guiseppe,

hm... ein paar Dinge mag ich noch anmerken:
1. 300 Euro reichen für das Teleskop, etwas an zusätzlichen Okularen sollte man aber schon einplanen. Ich meine, man sollte ein Budget von insgesamt 500 Euro für diese Dobsons um 300 Euro veranschlagen.
2. Der Sucher... ist für diese Preisklasse eigentlich ein Standard-Ding. Komplett aus Plastik gefertigt sind heute wohl allenfalls Leuchtpunktsucher (außer die sucher von Spielzeugteleskopen). Das ist aber eine andere Sucher-Bauart mit anderen Anforderungen. Da mag Plastik nicht so schön aussehen, aber es tut seine Arbeit je nach Modell ordentlich. Der Knackpunkt bei den Leuchtpunktsucher sind diese farbenfrohen (orange, gelb, rot) Verspiegelungen, die laut Marketing-Blabla in der Dämmerung gut sein sollen, jedoch laut praktischer Erfahrung einfach mal ein, zwei Größenklassen Sterne beim Blick durch den Sucher verschlucken.

Interessant wäre zu hören, wie der Okularauszug ausgefallen ist. Wie sehr bewegt sich das Bild durch Kippeln des Okularauszuges beim Richtungswechsel des Fokussiertriebes? Und nachgeschaltet - wie sieht dasselbe nächstes Jahr aus?

Clear Skies
Sven
 
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