Welches Teleskop kaufen?

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James T. Kirk

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Hallo,

ich bin (wie die meisten hier) fasziniert vom Sternenhimmel und wollte mir schon lange mal ein Teleskop zulegen. Mittlerweile studiere ich und von daher gestaltet sich das finanziell schwierig. Dennoch ist der Traum vom eigenen Teleskop nicht erloschen, deshalb frage ich hier mal in die Runde:

Was für ein Teleskop könnt ihr empfehlen?

Besonders spannend finde ich die Beobachtung von Deep Sky Objekten wie Nebeln oder Galaxien, die Frage ist dann nur, ob das dann nicht zu teuer wird...

Nahe Planeten wie den Mars (mein Lieblingsplanet) kann ich mir aber auch gut vorstellen.

Ich besitze eine EOS 80D Spiegelreflexkamera. Das würde sich ja prinzipiell zur Astrofotografie anbieten. Was muss ich dahingehend beachten und welche Teleskope eignen sich dafür?

Danke für eure Antworten! :)
 
Hallo,

Wenn du mit Deep Sky starten und nebenbei Planeten beobachten willst, wird dir wohl fast jeder das Standard 8'' Dobson (Hersteller egal) empfehlen.
Da bekommst du für relativ wenig Geld (neu etwa 400€) viel Optik und kannst sofort loslegen. Langes Aufbauen und Auseinandersetzen mit der Montierung kannst du dir sparen. Mit dem Gerät wirst du auch lange Zeit viel Spaß haben bis du alles ausgereizt hast.
Ich habe auch so angefangen und habe noch nicht mal die Messier Objekte durch.
Astrofotografie erfordert schon ambitioniertere Ausrüstung, was sich natürlich auf den Geldbeutel schlägt.

Hoffe ich konnte dir helfen,
Florian
 
Hi, ich finde auch dieses hier sehr spannend. Ist sehr portabel und man bekommt auch etwas unterstützung sich am Himmel zurechtzufinden.


Es gibt viele Okkulare, man kann aufrüsten und auch eine Kamera anstecken.
 
Ich besitze eine EOS 80D Spiegelreflexkamera. Das würde sich ja prinzipiell zur Astrofotografie anbieten.
Wieviel Geld steht zur Verfügung?
Wie ist die Himmelsqualität?
Was muss ich dahingehend beachten und welche Teleskope eignen sich dafür?

Du musst nicht sofort durch ein Teleskop fotografieren.
Astrofotografie mit kleinen Brennweiten
Wenn Du Objekte außerhalb des Sonnensystems fotografieren willst, reicht für den Anfang ein lichtstarkes 200mm Objektiv.

Hier findest Du weitere Infos:
Klick mich

Gruß
Ronald
 
Es gibt für vieles ein Für und Wieder. Besser geht immer und teurer auch immer. Ich wollte das StarSense System nur einmal mit in den raumbringen, denn ich halte dies für ein gutes Startsystem, gerade wenn kaum Budget vorhanden ist und ob man da gleich reininvestieren will.
 
Servus,

also für das Geld, dass man ins StarSense investieren muss, kriegt man auch besagten 8 Zöller und evtl noch ein bisschen Zubehör (denke da an Telrad und DeepSky Atlas). Ganz zu schweigen von dem Unterschied bei der Öffnung. Montierung ist beim StarSense auch AZ, somit für langzeitbelichtete Deep Sky Aufnahmen ungeeignet. Vorteil ist die Kopplung mit dem Handy, sodass man Objekte relativ leicht finden kann (denke ich, hab das Teleskop selber nicht).

Der fehlende 2 Zoll OAZ ist natürlich schlecht. Gerade bei DeepSky sind 2 Zoll Okulare schon nett.

Grüße
Mathias
 
Meine Herangehensweise wäre so: Erst muss die Montierung passen, dann die Optik! Ich denke, mit Wackelmontierungen kommt kein Spass auf. Ein 130/650 Newton auf Einarm? Ich weiss nicht, hab da schon Bedenken. Das Problem mit diesen (den allermeisten) Komplettangeboten ist immer die Montierung meiner Meinung nach.

Andererseits macht man dem Preis auch nichts verkehrt: Funktioniert. Funktioniert sicher. Funktioniert alles. Frage ist immer, wie und nimmt man das in Kauf? (Wackelei, evtl. nicht justierbare Hauptspiegelzelle, usw usf). Falls ja, ist es eigentlich egal, was man kauft: Aufstellen, beobachten, freuen...oder ärgern.

Ich(!) würd daher nix unter einer neq3 kaufen. Dazu eine kleine Optik, die auch schon deutlich mehr liefert als das eigene Auge (nie vergessen) und wenn das auch nichts taugt, ist es immer noch ein gutes Set zum Verkauf. Ist aber nur meine Meinung!!! Die Komplettsets sind für den Einsteiger aber erstmal das große Aha Erlebnis und geht mit viel Lerneffekt einher. Soviel steht fest :)

(Oben erwähnter Newton selbst mit allem Pipapo wäre mir allenfalls 150€ wert, so nun ist es raus :-))
 
Wenn du etwas willst wovon du lange etwas hast, auch die Perspektive mit Astrofotografie, würde ich dir z.b. einen 8“ Newton empfehlen.
Mit f4-f5 hast du eine interessante Brennweite und bist relativ Lichtstark.
Dazu eine Montierung der Heq5 oder EQ6 Klasse.

Wer billig kauft kauft meist doppelt. Wenn du hier öfter reinschaust findet sich vieles auch mal gebraucht in super Zustand. So kannst du oft eine Klasse besser kaufen.
An so einer Montierung kannst du dann auch mal mit Objektiv, Refraktor etc. arbeiten ohne gleich an die Grenzen zu stoßen.
wichtig ist immer die solide Basis. Wenn die Montierung nicht taugt, oder überlastet ist, hilft dir die beste Optik danach nichts.

Nenne doch mal dein Budget und man kann dir schonmal Vorschläge machen.
 
Hi, ich finde auch dieses hier sehr spannend. Ist sehr portabel und man bekommt auch etwas unterstützung sich am Himmel zurechtzufinden.


Es gibt viele Okkulare, man kann aufrüsten und auch eine Kamera anstecken.
Hi screetch,

im Moment sind die StarSense Teleskope hier sehr gehypt. Ich habe mir auch eins bestellt. ;)

Aber nicht wegen den beigefügten Teleskopen! Die sind völlig uninteressant und schlecht. Ich werfe meins weg (nee, wird irgendwo gelagert, vielleicht mal verschenkt). ;)
Das interessante ist nur die StarSense App, die man leider nur mit den beigefügten "Teleskopen" bekommt.
Es ist eine der ersten (einzigste?) wohl ganz gut funktionierende Lösung eines einfachen Plate-Solvings mittels handelsüblichem Smartphone.
Das ist natürlich interessant. Du sparst dir dann zB ein teureres DSC System für dein richtiges Teleskop.

Beigefügte Okulare sind meisten auf lange Sicht auch völlig uninteressant, da bestenfalls mittelmäßig.
Eine Kamera kannst du in jeden OAZ mit entsprechendem Adapter stecken.

@James T. Kirk :
Du musst dich am Anfang entscheiden, gleich Astrofotografie (wenn du stundenlange Aufnahme-Sitzungen magst ;) ) oder erst mal visuelles Beobachten (wäre meine Wahl).
Haben sehr unterschiedliche Anforderungen.

Für visuelles Beobachten ist der wichtigste Parameter die Grösse der Öffnung (=> Dobson, mindestens 8 Zoll).
(nicht Brennweite oder Vergrösserung!!!!)
...
...
Und natürlich dein Budget, dein Himmel, Transportfähigkeit, Stabilität der Montierung (=> Dobson) und "tausend" andere Dinge. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe so meine Probleme mit der „Standardempfehlung 8-Zoll Dobson“. Da braucht man zum Einstieg neben dem 2“-Okularauszug auch ein entsprechendes Übersichtsokular, um bei der Brennweite überhaupt etwas Feld ins Bild zu bekommen.

Der selten diskutierte Nachteil an „viel Öffnung für‘s Geld“ ist eben, dass die damit verbundene Brennweite 1.000 - 1.200 mm schon grenzwertig für eine einfache Orientierung am Himmel ist. Es braucht dann meist noch Hilfsmittel wie Sucher oder Peiler.

Weiterhin wird hier bei halbwegs weitem Feld auch die Austrittspupille (Öffnung geteilt durch Vergrößerung) entsprechend groß. Das ist gut für dunkle Umgebungen, nicht unbedingt jedoch für „normal“ lichtverschmutzte Gebiete.

Im Endeffekt sollte man zu so einem Dobson dann nicht nur ein ordentliches Übersichtsokular einplanen, sondern sich auch fest vornehmen, damit öfter ins Dunkle zu fahren.

Ansonsten zeigt Dir ein 130mm f/5 Teleskop auch trotz 1,25“ Beschränkung in etwa das gleiche Feld, das ein 8-Zöller mit dickem 2“ Okular schafft. Was Dir im Vergleich fehlt, ist Licht und Vergrößerung. Schwache, kleine (weil weit entfernte) Objekte gelingen im großen Teleskop natürlich besser. Aber damit steigt man ja üblicherweise nicht ein.

Und sicher ist ein 8-Zöller in den meisten Fällen dennoch eine gute Wahl und erlaubt auch dem Geübten noch viele spannende Beobachtungen. Wobei andererseits kein mir bekannter Astro-Interessierter lange mit nur einem Teleskop auskommt.

Daher meine Empfehlung, anfangs kleiner einzusteigen.

Viele Grüße
Sebastian
 
JTK,

die Beobachtung von DeepSky Objekten macht erst ab 8 Zoll Öffnung visuell so richtig Spaß! Spätestens dann, wenn man Spiralarme erahnen oder gar sehen will.

Wegen Kosten und Schwere der Optik und der dann notwendigen Montierung bist Du schnell über 1.000 EUR Anschaffungskosten (solange Du nicht auf erfahrene Astrokollegen als Prüfer beim Gebrauchtkauf zugreifen kannst). Auch bei einem (preisgünstigeren) alternativen Dobson-Newton wird wegen der Brennweite von 1 Meter (f/5) aber bereits das Aufsuchen und im Sichtfeld halten von lichtschwachen DeepSky Objekten eine Frustquelle. Erst recht bei 1,6 Meter Brennweite (f/8).

Ganz zu schweigen von der Lichtverschmutzung und deren größer werdendem Einfluß mit wachsender Öffnung.

Informiere Dich deshalb auch einmal über diese Einstiegskombination, die ich gerne als "eierlegende Wolmilchsau" für den Einsteiger empfehle, der auch unter widrigen Umgebungsbedingungen und ohne Tagesausflüge ins Gebirge langfristig mehr "sehen" als "suchen" will:

- Skywatcher StarDiscovery WiFi GOTO m. el. Nachführung und 150/750 Newton (f/5) ca. 650 EUR inkl. Netzteil
- CMOS Astrokamera mit IMX290-Chip ca. 150 EUR

Aufnahme- und Nachbearbeitungssoftware sind als Freeware für ale gängigen Betriebssysteme ehältlich. Ein Smartphone besitzt Du wahrscheinlich schon. Und sicher einen Stromanschluß

Eine Powerstation (Akku) für Exkursionen liegt neu bei ca. 150 EUR und ist ausreichend für eine Beobachtungsnacht "in the wild".

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]
die Beobachtung von DeepSky Objekten macht erst ab 8 Zoll Öffnung visuellso richtig Spaß!
[...]
Eine meiner spannendsten Astronächte hatte ich mit 2x 1,2 Zoll. Biomechanische Multi-Gelenk-Duopod-Montierung (vulgo: handgehalten) und gigantische 6,5-fache Vergrößerung. Damit kann man z.B. gut den uns nächstgelegenen offenen Sternhaufen betrachten, das wird mit einem 8-Zöller nicht klappen.

Aber das Öffnungsfieber hat mich auch erfasst, ich bin gerade von 2x 2,8 Zoll (mit denen ich einige Jahre Spaß hatte) auf größenwahnsinnige 2x 3,5 Zoll umgestiegen.

Merke: Verallgemeinerungen sind immer falsch. ;)

Viele Grüße
Sebastian
 
Aber 2x 3,5" sind ja auch schon 7"

:p

"Ironie Off"
 
Es ist wohl einer dieser Threads, wo jemand eine Frage stellt und anschließend für 3 Wochen verreist. Ist auch ok, denn die anderen unterhalten sich ja mit der Zeit auch trefflich über ihre eigenen Dinge, da fällt das kaum mehr auf... :D:cool:

lg
Niki
 
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