Welches Teleskop mit Adaptierung zu Canon EOS 700d

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Chillkroete890

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Moin Allerseits!

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der DSLR-Fotografie - als Hardware kommt da die Canon EOS 700d zum Einsatz. Nun interessiere ich mich immer mehr für (detaillierte) Mondaufnahmen, etwas was mit meinem derzeitigen 70-300mm Objektiv eher schlecht als recht umzusetzen ist...

Nun kam mir die Idee das ganze mit einem Teleskop zu "probieren". Bei manchen Teleskopen lese ich allerdings in der Bewertung, dass scheinbar das Fokussieren mit einer adaptierten Kamera ziemliche Probleme bereiten kann und man das dann über eine sog. Barlowlinse realisieren kann. Da ich von dieser Materie überhaupt keine Ahnung habe, weiß ich bis dato irgendwie nicht genau in welches Teleskop ich nun meine Kohle investieren soll :schwitz:

Was ich suche ist ein Equipment (Teleskop, Stativ, vielleicht motorische Nachführung als Nachrüstoption), was mich relativ lange begleiten kann, sofern ich gefallen an der Fotografie mittels Teleskop finde - allerdings will ich auch nicht zuviel Geld dafür verbrennen, falls die Klamotten nach 2-3 Benutzungen nur in der Ecke rumliegen.

Zunächst soll das Teleskop zur Fotografie des Mondes, dann aber vielleicht auch für "nahe" Planeten geeignet sein. Gerne möchte ich das Teleskop natürlich auch für Beobachtungen ohne Kamera einsetzen. Eventuell kann man ein solches Teleskop auch als Objektiv für Naturfotografie einseten ? Gibt es irgendeine Hardware die meinen "Ansprüchen" gerecht werden kann ? Was würdet Ihr mir empfehlen ?

Ich freue mich schon auf eure Antworten!

Viele Grüße aus Unna,

Carsten
 
Hi Carsten,

am einfachsten und billigsten geht das mit einem 90/1250 Mak. Der Mond (und mit Filter auch die Sonne) sind damit gerad Formatfüllend. Mit der pixelgerechten Videofunktion lassen sich auch einzelne Details wie Sonnenflecken oder Mondkrater herausarbeiten; Jupiter und Saturn sind damit ebenfalls in Reichweite, allerdings schwer lange genug im Gesichtsfeld zu halten (ohne Motorisierung) und qualitativ eher so, dass man Jupiter von Saturn unterscheiden kann, aber nicht wesentlich mehr. Naturfotogafie geht damit ebenso.

Die andere Option wäre, auf die DSLR zu verzichten und stattdessen eine "Planetenkamera" ab rund 250Euro anzuschaffen. Die bräuchte dann auch nicht unbedingt einen Mak, sondern könnte auch mit einem größeren und farbreinen Newton in Dobsonmontierung verwendet werden. Dann aber eben speziell für Mond/Sonnendetails und Planeten.
Um da möglichst gute Auflösungen bzw. "Vergrößerung" zu bekommen, braucht man halt u.A. viel Öffnung.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe mir eben bei Amazon.de mal eines heraus gesucht...
Das "Skywatcher Maksutov Teleskop MC 90/1250 SkyMax EQ-1" Ist das Stativ, was dabei ist, wohl zur Nachrüstung mit einer Motorisierung geeignet - welche käme dafür wenn dann in Frage? Was brauche ich um dort meine Kamera dranzufriemeln?
 
Hi Carsten,

für die Kamera beötigst Du noch einen T2-EOS Adapter. Als Motorisierung reicht für den Zweck dieses 40Euro-Motörchen. Falls du mal deine Kamera aufsatteln möchtst (ohne Teleskop mit einem Weitwinkel) wäre die Schrittmotorsteuerung besser, aber den Preis halte ich für unangemessen.

Aber als Vorwarnung: Diese Kombination hatte ich mit einer 600d. Wird zwar klaglos getragen, aber die Ausschwingzeit liegt bei etlichen Sekunden; d.h. wenn Du fokussierst, drehst du ein wenig am Fokusknopf, wartest einige Sekunden, bis man etwas erkennen kann, fokussierst nach, wartest nochmal einige Sekunden etc. - das ist vielen schon viel zu wackelig.
Die Motorgeschwindigkeit muss man auch erst einstellen und gelegentlich nachstellen - was ebenfalls wackelt.

Als Tischversion gibts den auch als "Virtuoso DOB ". Der dürfte etwas weniger wackeln und ist inkl. Motorisierung sogar günstiger. Für (evtl. spätere) Übersichtsaufnahmen mit der DSLR aber noch weniger geeignet, das klappt da nur einigermaßen bei Objekten in Äquatornähe.
Da müsste man mal nach Erfahrungsberichten suchen.

Fies ist halt, dass jede bessere Montierung deutlich mehr Geld kostet und man dann schon bei einem Paket wäre, für das man auch ein deutlich größeres Teleskop mitsamt leistungsfähigerer Kamera haben könnte.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
nochmals vielen Dank für deine Antwort(en)!

Zusammenfassend nochmal mein derzeitiger Amazon.de Warenkorb:
- Skywatcher Maksutov Teleskop MC 90/1250 SkyMax EQ-1Single E - Motor für SkyWatcher EQ-1 und EQ-2 Montierung, EMDEQ1
- T2 Adapter T-2 Objektiv Adapter T2 Ring für T2 Objektiv an Canon EOS Kamera

Kann man den T2-Ring direkt an das Teleskop dran schrauben?

In der Artikelbeschreibung von dem Teleskop steht noch drin, dass man für ein seitenrichtiges Bild ein "Amici-Prisma" benötigt... Sehe ich schon als sinnvoll - wird dann die Kamera hinter das Prisma mittels T2-Ring montiert? Welches Prisma wäre da empfehlenswert?
 
Hi Carsten,

der Okularstutzen hat ein T-2 Gewinde, da kommt der Adapter drauf. Das ist dann praktisch ein Objektiv mit EOS-Bajonet.
Ein Amici-Prisma ist nur für die Erdbeobachtung - im Kamerasucher ist es ohne das Prisma schon aufrecht und seitenrichtig.
Aber wie erwähnt - die Kombination ist schon etwas zitterig. Wie empfindlich bzw. geduldig Du da bist, kann ich nicht einschätzen.
 
Hallo Carsten,

zur Kameraadaptierung wurde schon alles gesagt. Meine Ergänzung bezieht sich auf die Kombination 90/1250er Mak und EQ-1.

Damit habe ich auch schon visuell beobachtet. Für die visuelle Beobachtung hat das Gespann meinen Segen, die Stabilität würde ich, in Schulnoten ausgedrückt, als "gut" einstufen. Für Fotografie halte ich das für absolut grenzwertig bis untermontiert, aber das konnte ich noch nicht testen.

Zitat von Nasus:
...nicht unbedingt einen Mak, sondern könnte auch mit einem größeren und farbreinen Newton...

Der Mak ist als Spiegelteleskop ebenfalls farbrein.

VG Christian
 
Hi Christian,
Zitat von copernicus:
Für Fotografie halte ich das für absolut grenzwertig bis untermontiert, aber das konnte ich noch nicht testen.
DS-Astrofotografie ist damit definitiv unmöglich. Bestenfalls führt man damit für 2,5-4 Sekunden genau genug nach, also ich zumindest. Aber für das erwünschte Mondfoto und Videos von Kratern sowie Planeten ist die Präzision mehr als ausreichend - sobald man mal ordentlich fokussiert hat.

Zitat von copernicus:
Der Mak ist als Spiegelteleskop ebenfalls farbrein.
Visuell schon (durch das Öffnungsverhältnis). Bei Planeten fällt es auch mit der Kamera nicht direkt auf. Bei wirklich harten Kontrasten wie am Mondrand bekommt man aber einen Gelbsaum - das Teil ist ja kein reines Spiegelteleskop, sondern hat auch Glas/Luft Übergänge. Der Saum lässt sich allerdings bei der Nachbearbeitung recht gut unter Kontrolle bringen bzw. entfernen. Da sind FHs mit F10 wesentlich schlimmer.

cs
Jürgen
 
Hi!

Zitat von Nasus:
Als Motorisierung reicht für den Zweck dieses 40Euro-Motörchen. Falls du mal deine Kamera aufsatteln möchtst (ohne Teleskop mit einem Weitwinkel) wäre die Schrittmotorsteuerung besser, aber den Preis halte ich für unangemessen.
<schnipp>
Die Motorgeschwindigkeit muss man auch erst einstellen und gelegentlich nachstellen - was ebenfalls wackelt.
Daher ist IMHO die teure Schrittmotorsteuerung leider kaum zu umgehen, die nutze ich sogar visuell, weil sie deutlich angenehmer läuft. Vor ein paar Jahren gabt es das Teil mal als "eventuell defekt" oder so ähnlich auf dem ATT - für 20 €!

Nachteil der Motoren: In Ostlage kann das Teleskop anstoßen.

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Zitat von Nasus:
Jupiter und Saturn sind damit ebenfalls in Reichweite, allerdings schwer lange genug im Gesichtsfeld zu halten (ohne Motorisierung) und qualitativ eher so, dass man Jupiter von Saturn unterscheiden kann, aber nicht wesentlich mehr.
Das bezieht sich aber auf DSLR-Fotografie. Mit einer Webcam geht mehr, und visuell habe ich inzwischen endlich den GRF sehen können.

Mit der Webcam macht Mars schon etwas her, allerdings steht er zur Zeit nicht gut, weil viel zu tief.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Jürgen,

das mit der grenzwertigen Stabilität bei der Fotografie bezog sich nur auf das Ansetzen einer DSLR. Dass die leichten Planetenkameras gut getragen werden können, leuchtet mir ein.

Den gelben Farbsaum habe ich an meinem 90/1250er Mak Gott habe ihn selig nie beobachten können. Da war im Rahmen der FS-Obstruktion stets ein messerscharfer Mondrand. Alles, was ich da sah, war bei Vergrößerungen im Bereich V = 2*D eine hauchdünne Linie konzentrisch zum Mondrand an der Auflösungsgrenze, die an den 1. Beugungsring von Sternen erinnerte.

VG Christian
 
Servus,
Zitat von fquadrat:
Das bezieht sich aber auf DSLR-Fotografie.
Eher auf die pixelgerechten Videos, die man aus manchen DSLR ziehen kann. Ich hab an der Optik nur den Vergleich zwischen iCam tracer (so ne Webcam bzw. die letzte mit dem Sensor der spc900) und der 600d. Also ganz so schlimm wie beschrieben ist das nicht - aber mit der alten Webbcam ist bei der Optik die Cassiniteilung sehr deutlich, Huygens zu erahnen. Mit dem DSLR-Video bekomm ich da halt nur einen Ring, in dem ich die Cassiniteilung herausarbeiten und selbst dann nur erahnen kann.

cs
Jürgen
 
Hallo Carsten,
Ich hab letztens mit meiner 700D + 2x 2" Barlow + 6" Dobson ein paar Mondfotos gemacht die im meinem Verein wohlwollend zur Kenntnis genommen wurden.
Ich häng mein Samsung Note 2 mit der Helicon Remote App + Verbindungskabel an die Canon.
Dann ein paar Versuchsreihen und los geht es.
Werden logischerweise nicht alle perfekt. Ist ja auch keine EQ-6 im Einsatz.
Aber ein paar Zuckerle sind immer dabei.
Wenn ich noch dazu komme lad ich heut mal ein paar Fotos hoch.
Gruß
Micha
Link zur Grafik: http://www2.pic-upload.de/thumb/30388102/IMG_0682.jpg
 
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