Welches Teleskop mit GoTo Montierung für Nikon D70

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Redhorse

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Hallo,

als glücklicher Besitzer einer Nikon D70 möchte ich mich mit der Astrofotografie beschäftigen. Da ich im Mai noch etwas Etat habe, möchte ich mir ein Teleskop mit einer GoTo Montierung holen. Eigentlich wollte ich sparsam sein und mir ein ETX 70 holen (hatte ich schon mal und fand ich auch nicht schlecht), andererseits sind 350 mm auch nicht das Gelbe vom Ei.
Am liebsten hätte ich gern ein LX90, aber das gibt die Hobbykasse nicht her.
Bleiben noch die derzeit recht günstigen Angebote von Celestron. Preisliche Schmerzgrenze ist da z.B. das NexStar 102 GT (interessanterweise mit CCD Imager). Also so um 600 €. Ist die Montierung stabil genug die Nikon am NexStar zu tragen? Welche Alternativen gibt es in der Preisklasse? Danke für umfangreiche Antworten.
 
Hallo und willkommen hier im Forum
Also ich bin der meinung das du für das Geld schon ein gutes Teleskop bekommst z.b 200/800 Newton f/4 allerdings brauchst du eine gute Montierung mit Nachführung was m.e. nicht in dieser Preisklasse zu finden ist, von einer GoTo Monti würde ich dir abraten (spreche aus Erfahrung) denn ich persönlich finde es zu langweilig den nur wer am Himmel sucht, "lernt ihn richtig kennen" (meine meinung).
ich selber habe mir ein 8" Dobson gekauft und ihn jetzt auf der EQ-6 montie von Syntha gepackt.
aber vielleicht können sich ja die richtigen Fachleute mal ein paar vorschläge machen da ich ja selber auch noch einsteiger bin.

gruß
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi und willkommen im Club,

verrätst du uns, was du fotografieren willst - Mond, Planeten, deep-sky; nachgeführt/nicht nachgeführt; piggy-back oder gleich voll durchs Rohr?

Wenn meine Vermutung zutreffen sollte, dass keine spezifischen Erfahrungen in der Astrofotografie bestehen, dann dürfte die Reise sowieso in eine andere Richtung gehen, als du angedacht hast. Also:

erstens vergiss Go-To jedweder Spielart und stecke das ersparte Geld lieber in die Stabilität der Montierung.

zweitens fang klein an, schieß nicht gleich mit der großen Kanone. Bau die Kamera mit Fotoobjektiven oben auf dein Teleskop und nutze dieses als Leitrohr. Du wirst dich wundern, was selbst in dieser Astrofoto-Klippschul-Klasse alles falsch gemacht werden kann. (p.s.: nur wenige unter uns haben nicht schon mal versehentlich die eigene Fußspitze in stockfinsterer Nacht abgelichtet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ).

drittens: Grundlageninfos über Astrofotografie einholen, bevor eine Kaufentscheidung fällt. Ein blinder Zugriff, nur motiviert durch Hintergrundbilder in der Teleskopwerbung, führt zwangsläufig in die Irre.

Nur Mut...

astroklaus
 
zweitens fang klein an, schieß nicht gleich mit der großen Kanone. Bau die Kamera mit Fotoobjektiven oben auf dein Teleskop und nutze dieses als Leitrohr

Hallo
also ich habe auch mit einer kleinen Russentonne angefangen musste aber sehr schnell merken, dass ich damit nicht vernünftig Deep Sky beobachten konnte (mein ziel ist aber auch DS) und denke daher das man sich lieber sofort ein Teleskop mit größerer öffnung kaufen sollte wenn man diese richtung einschlagen möchte.
Klar man sollte natürlich nicht sofort am anfang ein 10" newton kaufen und dann noch womöglich auf der Eq-6 ! denn das reisst ein großes loch in in den Geldbeutel.(es sei den man hat es <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

p.s. meine meinung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

 
Das meinte ich nicht. Selbst ein 4" Refraktor wäre für den Einstieg in die Fotografie ein Riesenteil.

Öffnung ist ein Kriterium bei der visuellen Beobachtung, weniger bei der Fotografie. Hier zählen vor allem

superstabile Montierung mit sehr präziser Nachführung,

ebenes Bildfeld,

schnelles Öffnungsverhältnis,

Farbfehlerfreiheit.

Diese Anforderungen bändigt man am besten erst mal mit verhältnismäßig leichten Foto-Optiken. Mal ein Beispiel: das Carl-Zeiss-Jena Sonnar mit 180 mm Brennweite und größter Blende 2,8 ist anerkanntermaßen ein prima Astrograph. Bei ganz offener Blende hast du ganze 64 mm Öffnung. Blendest du eine Stufe auf 4 ab, beträgt die wirksame Öffnung gerade noch 45 mm. Aber dafür verschwinden Vignettierung und Farbhöfe am Bildfeldrand. Und was kommen da für Bilder raus, wenn man's beherrscht! Und das alles ist, mit einem leichten Refraktörchen von 400 mm Brennweite als Leitrohr, locker auf eine Vixen GP zu packen.

Der 102 Refraktor hat einen vollen Meter Brennweite, verlangt also mindestens zwei Meter Nachführbrennweite, besser mehr. Die Nachführgenauigkeit müsste in der Größenordnung von etwa 4 oder 5 Bogensekunden liegen. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass der Halbformatchip die vorhandene Brennweite jeder Optik gegenüber dem herkömmlichen KB-Format rechnerisch nochmals auf das
1 1/2fache vergrößert!

Deshalb nochmal dringend: Rat Nummer 3 beachten!

Grüße,

astroklaus
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> aha
und wieder etwas dazu gelernt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> wie gesagt bin selber noch einsteiger was das Fotografieren angeht und das waren nun meine erfahrungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Hi,

und herzlich wilkommen hier im Forum <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

@Markus:

...von einer GoTo Monti würde ich dir abraten (spreche aus Erfahrung) denn ich persönlich finde es zu langweilig den nur wer am Himmel sucht, "lernt ihn richtig kennen" (meine meinung).


Ich weiß es ist deine Meinung und dem möcht ich nur meine Meinung anhängen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Ich fotografier seit jahren und wenn ich was definiv sagen kann dann, dass man das stundenlange suchen eines Objektes um es später zu fotografieren, als Astrofotograf absolut nicht gebrauchen kann. Schon mal versucht eine 14 mag. Galaxie bei leicht aufgehelltem Himmel zu finden? Du bist ohnehin mit dem genauen Ausrichten der Montierung beschäftigt, Leitrohreinstellen etc. Da ist jede Minute kostbar und das unterschätzt man sehr leicht. Aber was das visuelle Beobachten angeht geb ich dir 100%ig Recht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Nur wer selbst sucht lernt den Himmel kennen, obwohl gerade das manchmal sehr sehr frustrierend seind kann vorallem wenn man lange ein Objekt sucht und die belohung ein ein Miniatur licht Futzerl ist das man kaum und kaum erkennen kann. Die Option zum GoTo Nachrüsten sollte auf jedenfall offen sein.


@Bernhard:

Wie hier schon gefragt wurde ist es wichtig was du fotografieren willst. Wenn du nur Planeten, Mond und Sonne fotografieren willst dann wäre ein Refraktor, oder ein kleiner Orion APO genau das Richtige für dich. Wenn du aber Deep Sky machen willst ist das um und auf dein Teleskop viel Licht sammeln kann. Also Netwons, Schimd Cassegrains etc. sind für sowas bestens geeignet. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, setz dich mal hin und mach eine Liste mit den Dingen die du auf jedenfall machen willst, dann schau was brauchst du dafür um dort hin zu kommen, wenns zur Zeit zu teuer ist schau nach welche Möglichkeiten du hast um dort hin zu kommen ohne das du dir Heuer für 600€ was kaufst und im nächsten Jahr dann alles wieder mit verlust verkaufen musst weil du kein Teil für eine Erweiterung nutzen kannst.

Wenn du uns eine Liste gibst mit dem was du unbedingt machen willst, dann könnten wir dir hir zumindest mal sagen was du brauchst und wie du später mal Aufrüsten kannst ohne gleich dein ganzes Equipment her geben zu müssen.

CS!
Michi


PS: Der Oben erwähnte Newton auf der Celestro ADM ist sich für den Einstieg schon eine sehr gute Lösung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi,

Galaxien mit 14 m sind auch nicht gerade das, womit man anfangen sollte. Über die ersten gelungenen Plejaden wirst du noch stolz wie Oskar sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Wenn es nur ums erleichterte Einstellen von Objekten geht, die man weder im Sucher noch im Leitrohr ohne weiteres direkt sehen kann, dann tun es auch digitale Teilkreise. Die Grobkontrolle, ob wenigstens das Feld einigermaßen richtig eingestellt ist, erspart einem auch ein GoTo-System nicht.

astroklaus
 
Hallo,

Du mußt beachten, welche Art von GoTo Montierung Du kaufst. Es gibt da sowohl azimutal montierte (ich sag mal "kanonenartig"), als auch äquatorial (bzw. paralaktisch bzw. Deutsch) montierte (die mit einer Drehachse auf den Himmelspol).
Für die Fotografie brauchst Du sehr wahrscheinlich eine äquatorial montierte ! Sonst gibt es Bildfeldrotation !

Außerdem kann es vorkommen, daß bei azimutalen Montierungen Zenitaufnahmen gar nicht möglich sind, weil das Fernrohr in der Gabel mit der Kamera dran sich gar nicht in die Gabel reindrehen läßt ("Telescope will hit Tripod...")

Das heißt, Du brauchst ziemlich sicher eh eine "klassiche" Montierung. Mit der fängt man dann an und rüstet GoTo später nach. Dann braucht man es meistens nicht mehr.

Just my 2 cents

Gruß
Moriarty
 
Re: Welches Teleskop mit GoTo Montierung für Nikon

Hallo,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten.
Nun noch ein paar Erläuterungen zum meinen Kenntnissen in Astronomie und Astrofotografie. Also am Himmel finde ich mich einigermassen zurecht und habe auch schon die eine oder andere Galaxie mit einem billigen 1000mm Newton gefunden. Dieses Teil ist uralt und der Versuch ein Scharfstellung endet meistens in langem Zittern ... Das Teil steht nur noch rum, macht sich aber als Möbelstück mit dem Holzstativ ganz gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> . Einige Jahre habe ich SuW gelesen, bevorzuge jetzt aber wegen der "einfacheren" Texte Astronmie heute. Als Gelegenheits-Beobachter hatte ich mir dann ein ETX 70 gekauft - diese GoTo-Technik finde ich einfach nur toll. Damit habe ich jedenfalls mehr gesehen als vorher mit dem Newton (was aber eher an der minderwertigen Qualität lag). Da ich aber in einer Kleinstadt wohne, waren die Lichtverhältnisse eher bescheiden, so dass ich das Teil letztes Jahr verkauft hatte (für mehr Geld, als man jetzt dafür bezahlen muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Dummerweise werden aber seit Dezember hier um 1.00 Uhr nachts alle (!) Straßenlaternen ausgeschaltet, so dass das Thema Astronomie wieder auf den Tisch gekommen ist.

Nun zur Astrofotografie: Früher wollte ich immer eine CCD-Kamera haben, ist aber eigentlich immer zu teuer gewesen. Nun habe ich ja meine Nikon D70. Habe mich schlau gelesen und folgendes mir gedacht: Planetenfotografie wird gerne mit Webcams gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Einzelbilder per Software dann zu einem Gesamtbild gerechnet. Hier glaube ich, dass das mit einer DSLR auch gehen müsste, wenn man das vernünftig anstellt.
Längerfristig reizt mich aber DS. Dafür braucht es aber bei stundenlangen Aufnahmen entsprechend gute Montierungen und am besten eine Autoguider oder eine Nachführung z.B. am Laptop. Das Geld für diese Technik ist derzeit nicht da. Daher hatte ich überlegt, die Kamera entweder auf ein Teleskop zu montieren oder mit einem T2-Adapter an 80er bzw. 102er Refraktor zu nehmen. GoTo möchte ich haben, um schneller zu einem Ergebnis zu kommen. Auch will ich selber viel experimentieren, was ich mit vielen Einzelaufnahmen und entsprechender Software etwas erreichen kann. Erste Versuche mit meinem 300er Tele der D70 (entspricht 450 mm Kleinbild) zeigten aber, dass ohne Nachführung da wohl nichts geht. Die Bildverarbeitung, Kamera- und eventuelle Telekopsteuerung erfolgt auf einem Macintosh. Entsprechende Software ist vorhanden. Vielleicht mache ich auch das mit den WebCams mit. Die Philips ToUCam II Pro gibt es für ca. 60€, Treibe für den Mac von IOExperts. Ist aber eher eine Option, wenn ich bei der Planetenfotografie mit der D70 nichts erreiche.

Soweit also das, was ich bisher in der Richtung gemacht bzw. angelesen habe.


 
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Re: Welches Teleskop mit GoTo Montierung für Nikon

Hallo Redhorse,

Planeten mit D70 macht wenig Sinn, auch wenn es prinzipiell gehen würde. Mit der Webcam werden ja meistens einige tausend images für eine Aufnahme gemacht. Eine DSLR würde das wegen der bewegten Teile (Verschluß) nicht lange überleben. Für die Canon 10D habe ich mal was von durchschnittlich ca. 60000 Verschlußzyklen gelesen.
 
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