Welches Teleskop?

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Robert1985

Mitglied
Hallo an alle!

Ich bin sicher schon der tausendste, der um Rat zwecks eines Teleskops fragt, aber naja...!

Ich bin noch ein Anfänger wenns um die Astrofotografie geht und ich brauch euren rat!


Ich habe mir vor 3 Jahren so ein Seben Big Boss Teleskop geholt...habe schon oft gelesen, dass das alles andere als gut is...so zusagen die Katze im Sack!


Bevor ich wieder so eine Dummheit begehe, brauche ich euren Rat!

Könnt ihr mir bitte 2 oder 3 Teleskope nennen, mit den ich speziell Galaxien und nebel belichten kann kann?

Ich will nich das beste haben was es gibt, es muss reichen um wenigstens zu erkennen dass es sich um ne galaxie handelt :D

Preisvorstellung max. 500 €

Was könnt ihr mir empfehlen?
Vllt. habt ihr ja auch nen link dazu!

Danke schonmal!!

Edit: Wie siehts denn mit den Teleskopen aus?
Könnt ihr mir eins von denen empfehlen??

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php?info=p39_GSO-Dobson-200-1200mm---Aktionsmodell---ab-12-Jahren.html

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p446_GoTo-Reflektor-114mm-Oeffnung---1000mm-Brennweite.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

Könnt ihr mir bitte 2 oder 3 Teleskope nennen, mit den ich speziell Galaxien und nebel belichten kann kann?

Ich will nich das beste haben was es gibt, es muss reichen um wenigstens zu erkennen dass es sich um ne galaxie handelt :D

Preisvorstellung max. 500 €

ehe ich Dir ein konkretes Teleskop samt Montierung vorschlage, brauch ich noch ein paar Eckdaten von Dir

- von wo aus möchtest Du fotografieren (Innenstadt, Stadtrand, kleines Dorf, kuhdunkle Umgebung)?
- bleibt das Teleskop dort fest stehen oder muß jedesmal erst aufgebaut, eingenordet und eingescheinert werden?
- an welche Kamera hast Du dabei gedacht (Digitale Spiegelreflexkamera, gekühlte CCD-Kamera samt Farbfiltern in einem Filterrad oder s/w Bilder)?
- hast Du dort Strom zur Verfügung?

CS
Fee
 
-Ich möchte von meinem Balkon fotografieren, außerhalb der stadt
-Das Teleskop würde an Ort und stelle stehen bleiben, wobei ein "mobiles" auch nicht schlcht wäre
-Ich möchte mit einer Canon Eos fotografieren
-Strom habe ich zur Verfügung

 
Hi!

Da du lauter azimutal montierte Teleskope für die Fotografie vorschlägst, ist wohl noch viel Lesen angesagt - für den Anfang vielleicht http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/astrofotografie/index.htm und der aktuelle Thread http://forum.astronomie.de/phpapps/...713/Astrofotografie_Anfangerfragen#Post769713 (mit weiteren Links) - und natürlich andere Threads zum Thema im Einsteigerboard. Überflieg mal die Überschriften hier, im Montierungsboard und im Fotoboard, da wirst du einiges finden.

Deep-Sky-Fotografie mit 500 Euro geht eigentlich nur Piggyback - eine möglichst robuste parallaktische Montierung mit Nachführung und Polsucher; dazu Adapter für die Kameramontage - z.B. eine Prismenschiene mit massivem Kugelkopf. Fotografie durch die vorhandenen Kameraobjektive. Evtl. ist noch ein bissel Geld für ein kleines Teleskop für visuell übrig.

Astrofotografie ist nicht trivial; schon der Standort auf einem Balkon ist suboptimal - der kann schwingen.

Gruß,
Alex
 
Was möchtest du denn fotografieren? Bei dem Budget wird wahrscheinlich eh nur Piggy-Back auf dem Tubus in frage kommen. Das wären dann flächenhafte Ziele.

Dann brauchst du dafür eine nachgeführte äquatoriale Montierung, 500€ sind hierfür schon knapp bemessen. Eine EQ-5 mit DK-3 Steuerung kostet rund 390€ blieben noch 110€ für das Teleskop ;)
 
Hallo Robert,

die Andromedagalaxie und den Orionnebel fotografierst am besten ohne Teleskop, also nur mit einem Teleobjektiv (200-500 mm Brennweite) an Deiner EOS, die Du solo auf die Montierung schnallst.

Dabei muß die Montierung aber sehr genau eingenordet sein, damit Du mindestens 30 Sekunden belichten kannst, ohne daß die Sterne zu Strichen werden. 10, 20 oder noch mehr Aufnahmen machen und im Rechner übereinander legen.

Als Beispiel aus meiner Anfangszeit hab ich hier ein Bild von M31 mit einem 50 mm Normalobjektiv:

Link zur Grafik: http://silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/50-mm-m42/m31.jpg

das ist ein leider etwas unscharfes Summenbild aus 9x30 Sekunden Belichtungszeit bei 1600 ASA und Blende 1,8 unter schön dunklem Himmel


Mit einem 200 mm Teleobjektiv schaut die Andromedagalaxie dann etwa so aus:

Link zur Grafik: http://silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/200-mm/m31.jpg

da hab ich 4x120 + 4x180 Sekunden gemittelt bei 800 ASA und Blende 5,6. Die Montierung war nicht optimal eingescheinert, die Sterne sind kleine striche und das Tele war auch net der Knaller, daher die hellen Höfe :(

Kleinere Galaxien (M65, M66, M95, M96...)kannst theoretisch durch ein Teleskop fotografieren (die passen bei 1 Meter Brennweite noch auf den Chip der EOS), aber ohne Nachführkontrolle (Auto-Guiding) kannst das vergessen. Die sind so lichtschwach, daß Du viel länger belichten müßtest. Minimum 3-5 Minuten. Eher noch länger pro Einzelaufnahme.

Wenn Du solche Bilder machen möchtest, brauchst eine Montierung, deren Steuerung Autoguiding mit ST4 Standard unterstützt. z.B. die H-EQ-5. Da kostet alleine die Montierung schon Minimum das 1 1/2 fache Deines Budgets. Und da ist dann weder die Guidingkamera noch das entsprechende Teleskop schon mit eingerechnet.

Bitter, aber wahr: Astrofotografie von Deepsky-Objekten braucht einfach Autoguiding. Und das wird teuer...

CS
Fee
 
Hi!

Mit dem Teleskop ist erstmal gar nichts drin - keine Nachführmotoren, und bei der Brennweite brauchst du außerdem noch irgendeine Nachführkontrolle (Leitrohr mit Fadenkreuzokular oder Guidingkamera). Im Nachbarthread wurde grad http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html noch verlinkt. Ich befürchte, für Fotografie ist die Montierung auch zu schwach für das Teleskop. Guck dir mal http://www.muba.de/Astroseiten/TabellenMontis/Start_Montierungen.html an, da steht drin, welche Montierung welches Gerät trägt - auch fotografisch.

Mit 500 Euro geht:
Strichspuraufnahmen mit Kamera auf Fotostativ mit gutem Kugelkopf/Videoneiger, zur Weiterverarbeitung: http://www.startrails.de/indexd.html

Sternfeldaufnahmen, wie ich's oben schon beschrieben habe. Vielleicht passt noch ein Cokin P830 Weichzeichnungsfilter samt Filterhalter ins Budget - dann sind die Sternhelligkeiten besser zu erkennen.

Eventuell geht die Planetenfotografie mit einer Webcam. Voraussetzung: Laptop oder PC am Teleskop, Teleskop mit viel Brennweite, Barlowlinse, um auf f/30 zu kommen, Montierung mit einfacher Nachführung. Giotto oder evtl. Registax für die Bildbearbeitung - immerhin die Programme sind gratis.

Mit der DSLR durch's Teleskop fotografieren, wird teuer. Der erste 50er geht schon für den T2-Adapter, den vignettierungsfreien 2"-auf-T2-Adapter und evtl. noch einen Staubschutz drauf. Den billigsten Fall - Mondfotografie, da ist noch keine besonders exakte Nachführung nötig - hab ich hier mal beschrieben: http://www.astronomie.de/sonnensystem/mond/mondfoto/index.htm

Gibt's in deiner Nähe eine Sternwarte? http://www.astronomie.de/gad/

Lesetipps:
Seip: Himmelsfotografie mit der DSLR
Weigand, Geier: Sonne, Mond, Planeten beobachten und fotografieren
Laveder, Jamet: Blick in den Himmel

Gruß,
Alex
 
Ok, dann werd ich wohl wirklich mehr investieren!

Komme ich denn mit einem Budget von 1000€ aus?

Und kann mir einer sagen, welches Teleskop, welche Montierung, welches Stativ und welcher nachführmotor zu empfehlen sind?

Wäre toll, wenn mir jemand alles detailiert aufzählt!

und was brauche ich noch, um Deep Sky Fotografie zu betreiben?

Sorry für die vielen Fragen, aber will nich was kaufen, was mich nich weiter bringt!!!

Danke schonmal.
 
Hallo Robert,

sorry, dass ich hier so quer reingrätsche, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dir alle vorsagen lassen möchtest. Am Besten ganz konkret mit allem, dann muss man nicht soviel selbst herausfinden. Vor allem nochmals 500€ drauflegen und dann fragen 'reichts?' ist allenfalls auf einem Basar 'geschmeidig'.

Ich meine ein paar schöne Links waren in diesem Thread bereits enthalten und daran entlang gehangelt, kannst du sicherlich mit eigenen Vorschlägen/Kombinationen kommen. Die können die fachversierten dann sicherlich kommentieren und Verbesserungsvorschläge machen.

Aber so einfach zu schreiben 'listet mir mal alles auf' geht nach meiner Ansicht wirklich nicht.

CS,
Stefan
 
sorry ich dachte halt ihr könnt mir helfen.
ich weiß halt nich welche ausrüstung gut genug ist!

ich google schon den ganzen tag rum!
woher weiß ich denn womit ich gute bilder machen kann!
bei den hunderten montierungen, teleskopen und sonst alles!

auf der astroshop seite steht bei fast jedem teleskop und jeder montierung dass sie für die astrofotografie geeignet ist,aber hier muss ich das gegenteil erfahren!

ich seh da einfach nich durch sorry!
am besten ich kauf irgendwas und probier es...wenns klappt hab ich glück gehabt, wenn nich hab ich halt kohle rausgeschmissen
 
Also generell kann man wohl sagen:
1) Nachführmotoren müssen dran sein, nach möglichkeit eventuell mit Autoguiderport.
2) Zwischen dem Gewicht das die Montierung tragen kann und dem Gewicht von Tubus, Kammera, evtl Leitrohr... sollte auf jeden Fall noch ein Puffer liegen.
3) Montierung allgemein lieber überdimensioniert, damit du in Zukunft nicht direkt ne neue brauchst.

LG
Johannes
 
Hallo Robert,

das klingt jetzt eingschnappt nach dem Motto 'ihr helft mir nicht, dann seid ihr Schuld, wenn ich's vermass'l'.

In dem Thread von Alex Kerste waren einige gute Links enthalten. Diesen folge einfach mal und du bekommst ein Gefühl, was gehen könnte.

CS,
Stefan

P.S.: Da haben sich ein paar Mails überholt ...
 
Genauso wird es laufen.

Klar kann man mit fast jedem Teleskop fotografieren, die Ergebnisse werden nur variieren.
Das hängt aber vor allem davon ab, wie man sein Equipment beherrscht, wie gut der Himmel ist, ob ich die Objekte am Himmel auch finde und wie gut man in der EBV ist.
Da ist es mit einer Einkaufsliste def. nicht getan!

DS-Fotografie ist so vielfältig: da geht mit einer EOS und einer 50er Festbrennweite auf einer kleinen EQ-1 schon vieles, es gibt aber auch Objekte für die braucht man lange Brennweiten und dazu dann schwere präzise Montierungen und sehr gute Guiding-Technik.

Lies Dir wirklich erstmal in Ruhe alle hier genannten Links durch und überstürze nix, die Sterne laufen nicht weg.
Wenn Du dann die Grundlagen verstanden hast, wirst Du Dich auch mit der passenden Gerätewahl leichter tun.
Den Schritt kann Dir aber niemand abnehmen.

In der Zwischenzeit nimm eine Canon EOS und fang an Aufnahmen zu machen - entweder Strichspuren oder auch erste nachgeführte Sachen auf einer kleinen parallaktischen Montierung (z.B. EQ-5 mit Motoren und Steuerung).
Dabei wirst Du vielen Hürden begegnen, das bringt Dich aber auf den richtigen Weg.
Das Thema Bildbearbeitung ist dann nochmal ein ganz eigenes Kapitel.

Der beste Tip wie immer zum Schluß: such Dir Kontakte in Deiner Nähe und geh mal eine Nacht mit raus zum fotografieren.
 
Hallo Robert,

Was für bilder wären denn mit einer 500 € Ausrüstung drinne?

EOS mit Adapter am Teleskop? Mond als Vollformat. Mehr nicht.

Robert, es reicht net, hier zu fragen, was gut ist. Du mußt erstmal alle Links lesen, die wir Dir schon genannt haben.


Wenn Du die alle gelesen und verstanden hast, merkst Du, daß 2/3 Deiner Fragen erledigt sind. Und dann hast auch eine realistischere Sicht auf die Finanzen.

Wenn Du wirklich Astrofotografie betreiben möchtest, dann mußt Du zuerst mal was über Astronomie wissen. Und über Montierunen, über Nachführungen mit Schrittmotoren, über Autoguiding. Das ergoogelt sich net in 1 Tag.

Meine Empfehlung mit einem Teleobjektiv auf einer motorisierten Montierung war durchaus ernstgemeint! So fängt man an.

Ohne motorisierte Nachführung an einer parallaktischen Montierung geht garnix :mauer:

Die entsprechend guten Fotoobjektive kosten zwischen 300 und 3000 Euro.

Wenn Du unbedingt durch das Teleskop fotografieren möchtest, mußt Dich entscheiden, ob Du Planeten oder Galaxien und Kugelsternhaufen fotografieren willst. Denn das sind völlig unterschiedliche Anforderungen.

Im Moment kommst mir vor wie ein Fußgänger ohne Führerschein, der sich ein Rennauto kaufen möchte, mit dem er Formel 1 Rennen und Motorcross im Gelände fahren will. Verstehst, was ich mein?


visuell ist diese Kombination gerade noch zu ertragen, aber für fotografische Zwecke mit DSLR ist sie nicht zu gebrauchen!

Wenn Du fotografieren möchtest, brauchst Du eine Montierung, an der Motoren für beide Achsen dran sind. Alles andere ist Kappes.


Du brauchst mindestens die hier für Deepsky-Fotografie.

Fotografisch solltest Du auf diese Montierung aber nur einen 6" Newton f=5 setzen. Alles andere ist für sie zu schwer und die Montierung kommt ins Schwingen. :mauer:

Planeten sind mit 6" Newton prinzipiell machbar, sofern Du eine HEQ5 nimmst (ich arbeite mit einem 8" Newton, aber auf einer deutlich stabileren Montierung mit Elektromotoren, die 1700 Euro gekostet hat, nur mal so als Hinweis ;) ).

Für Planetenfotografie nimmt man keine DSLR, sondern eine Webcam. Der Vorteil der Webcam ist, daß Du damit 25 Bilder pro Sekunde machen kannst, das machst 40 Sekunden lang und somit hast rund 1000 Einzelbilder. Wegen Seeing werden etwa 10 % davon scharf sein. Mit einem Freeware Proggy (Registax, Giotto, Avistack...) werden diese "guten" aber verrauschten Einzelbilder übereinander gelegt (gemittelt). Dadurch verschwindet das Rauschen und jetzt geht die Bildverarbeitung los. Schärfen (aber nur soweit, daß keine Artefakte auftauchen), Tonwert korrigieren (Farben anpassen), Kontrast verbessern, Blau- und Rotsäume durch Refraktion verkleinern...

40 Sekunden Aufnahmezeit, 4 Stunden Bildbearbeitung. Für 1 fertiges Bild.

Für Planetenaufnahmen brauchst eine 2,5 fach Barlow-Linse zur Brennweitenverlängerung, einen UV-IR-Sperrfilter und eine Webcam. Barlow-Linse, Filter und Webcam kosten zusammen etwa 250-300 Euro. Dieses Geld mußt also noch zur von mir empfohlenen Montierung dazurechnen.


Kugelsternhaufen und offene Haufen dagegen werden prinzipiell mit der DSLR durch das Teleskop fotografiert. Dazu benötigst Du einen Adapter auf 2", den Du anstelle des Kitobjektives an Deine EOS anschließen tust. Mit diesem Adapter wird die Kamera wie ein Okular in den Okularauszug des Teleskopes gesteckt. Bei 30 Sekunden Belichtungszeit geht da schon was...

20 oder 30 Aufnahmen a 30 Sekunden machen, dann den Deckel auf das Teleskop, nochmal Aufnahmen (Darks) machen. Aus den Darks ein Summendark machen, von jeder belichteten Aufnahme abziehen, dann die bereinigten Bilder mitteln, Anschließend Bildbearbeitung...

2 Stunden Aufnahmen, 4 Tage Bildbearbeitung für 1 Foto.

Da kämen also noch die Kosten für den 2" Adapter für die EOS hinzu.

Frag beim Händler per e-mail, ob er Dir zu HEQ-5 Syntrek einen 6" Newton mit 2" Okularauszug als Paket verkauft. Ein solches Angebot wirst nicht als Komplettpaket im Internet finden, das mußt anfordern. Und frag auch bei anderen Händlen nach. Z.B. bei TS Ransburg...

Egal, für welches Teleskop Du Dich entscheidest, achte darauf, daß Du einen 2" Okularauszug hast. Mit einem 1 1/4" Okularauszug bekommst eine Abschattung in den Ecken bei der EOS...

Das Teleskop ist bei der von Dir angepeilten Astrofotografie (Galaxien, Nebel, Kugelsternhaufen und Planeten) der billigste Posten. Du mußt richtig Geld in die Montierung stecken. Sorry, das ist die harte Realität und keine weichgespülte Werbeaussage.

CS
Fee
 
Hi!

Bevor du dir ein Teleskop kaufst, greif erstmal zu den Büchern, die ich oben aufgeschrieben habe. Das muss noch nicht mal (viel) Geld kosten, dafür gibt es Stadtbüchereien. Und schau mal auf der nächsten Sternwarte vorbei, um ein Gefühl für die Geräte zu kriegen. Dann siehst du, warum Fotografen für einen Okularauszug locker über 200 oder 300 Euro ausgeben. Vielleicht kannst du da auch beitreten und wesentlich bessere Geräte nutzen, als du sie dir leisten willst oder gar kannst - vor allem hast du da Leute, die die Schwächen der Teleskope kennen.

Astrofotografie ist so ziemlich das Bekloppteste, was man machen kann, und artet schnell in eine Materialschlacht aus - die verzeiht nämlich keine Fehler. Wenn du einfach irgendwas kaufst, kannst du das Geld auch gleich aus dem Fenster werfen. Mit 1000 Euro würde ich nach einer gebrauchten AstroTrac-Montierung suchen mit einem sehr stabilen Stativ samt Kugelkopf, oder einer CG4/CAM/EQ5-Montierung oder besser mit Stahl- oder noch besser Holzstativ - ohne Teleskop. Nachführmotoren und Polsucher dazu, und Brennweiten bis ca. 400 oder 500mm - sei es ein bereits vorhandenes Teleobjektiv oder ein gebrauchter ED-Refraktor. Ab der Preisklasse Vixen GP/GP-DX (oder dem Vorgänger, der Superpolaris - alt, aber gut) kommen dann die wirklich guten Montierungen.

Zitat von Robert1985:
woher weiß ich denn womit ich gute bilder machen kann!
bei den hunderten montierungen, teleskopen und sonst alles!

z.B. von muba.de - hab ich oben schon verlinkt. So viele Montierungen gibt es gar nicht.

Aber auch dann ist es mit Hinstellen und losknipsen nicht getan - das muss exakt sein, und du musst wissen, was du tust (wenn der Frust nicht zu groß sein soll). Wie groß ist dein Zielobjekt - davon hängt die sinnvolle Brennweite ab.

Zitat von Robert1985:
am besten ich kauf irgendwas und probier es...wenns klappt hab ich glück gehabt, wenn nich hab ich halt kohle rausgeschmissen

Dann üb erst mal mit Strichspuraufnahmen, ob's dir überhaupt Spaß macht, ein paar Stunden in der Kälte neben der Kamera zu stehen - Links dazu und zu passender Software hab ich oben auch schon gepostet.

Hinter den wirklich guten Aufnahmen, die hier im Forum und anderswo zu sehen sind, steckt nicht nur Equipment im Wert eines Kleinwagens, sondern auch viel Zeit und Erfahrung. Da ist ein "sagt mir mal, was ich kaufen muss" der falsche Ansatz.

Auf Astrotreff gab's mal den gut gemeinten Ratschlag, sich für die Astrofotografie eine Kiste Wein zu kaufen - um den Frust runterzuspülen. Einen Königsweg gibt's da leider nicht.

Und um zu erklären, was du brauchst und warum, darüber ließen sich ganze Bücher schreiben - die gibt's ja auch schon, und lohnen sich. Gerade auf den Seip hab ich ja schon verwiesen.

In der letzten Woche gab's hier drei Anfragen oder so, die alle zum Einstieg in die Astrofotografie sind und alle bei Null anfangen, incl. begrenztem Budget. Hier im Forum werden dir gerne konkrete Fragen beantwortet, aber komplett bei Null anfangen führt zu weit. Die Antwort würde ein Buch füllen.

Im Biete-Board stehen immer wieder mal Komplett-Pakete von Leuten, die die Fotografie aufgegeben haben - die sind ebenfalls eine Überlegung wert, und du kannst nachfragen, warum das Paket abgestoßen wird.

Ich will's dir nicht ausreden, aber unterschätz die Fotografie nicht. Wenn einfach nur Geräte aufgelistet werden, erweckt das den Eindruck, dass da ein bissel die Geduld zum Einarbeiten fehlt.

Beste Grüße,
Alex


PS: Noch eine Kleinigkeit am Rande: In den Astroforen ist es üblich, Anrede und Gruß in die Mail zu setzen - die Szene ist überschaubar, daher kennen sich viele Leute persönlich. Das ist etwas anders als in den meisten anderen Foren.

Nachtrag => Fee: Schön gesagt ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Robert,

während ich meinen Beitrag geschrieben hab, kamen weitere Postings.

Zitat von Robert1985:

ja, jetzt ist es stimmig.

Aber Du brauchst auch noch ein Planetariumsprogramm, mit dem Du die Größe der Objekte auf dem Chip Deiner EOS simulieren kannst. Z.B. Guide 8. Da gibst Deine Kamera ein, die Brennweite vom Teleskop oder Fotoobjektiv und dann siehst Du, wie groß das Gesichtsfeld der Kamera ist und wie groß das Objekt da rein paßt...

Weiter brauchst Du eine Autoguidingkamera. Entweder einen Standalone Guider oder eine empfindliche kleine Kamera (umgebaute Webcam, Videomodul, DMK...) + externes Käschtle, welches die Autoguidingsignale für die Montierung generiert...
Diese Kamera kommt entweder an ein Leitrohr, oder an einen Off-Axis-Guider, der zwischen Kamera und Teleskop sitzt. Dann hast das komplette Paket. Und leider nochmal etwa 800 Euro ausgegeben :( ...

woher weiß ich denn womit ich gute bilder machen kann!

indem Du die Bildunterschriften aufmerksam lesen tust. Bei einem guten Foto steht üblicherweise drunter, welche Kamera, welche Belichtungszeit, welche Brennweite, welche Filter, welche Nachführkamera... verwendet wurde.

Einem Anfänger kommt das sehr kryptisch vor, weil einfach nur die Bezeichnungen in Tabellenform aufgelistet sind und man überliest es einfach.

Wenn Du diese Daten anguckst, kannst alles nachvollziehen...

CS
Fee
 
Hi Leute!

Habe mir eure Beiträge aufmerksam durchgelesen und bin nun um einiges schlauer.
Habe jetzt auch ne Seite, wo ich alles finde was ich brauche:

http://lexikon.astronomie.info/foto/serie/


Das eine gute Montierung mehr wert ist, als ein gutes Teleskop, hab ich jetzt auch verstanden. Und da sollte man auch nich am Geld sparen!
Hätte eher gedacht es wär andersrum.

Ich habe nur noch mal eine Frage.
Ist eine Montierung mit Goto Steuerung vom Vorteil oder wäre das nur rausgeschmissenes Geld?
So wie ich das gelesen habe, ist ein Ausrichtung ses Teleskops auch einfacher.

Ich werde nichts desto trotz erstmal mit Sternstrichspuren mit der Canon anfangen. Und wenn das dann alles klappt, werd ich mich ins DeepSky vortasten!

LG Robert

 
Hi!

Bei Goto sind die Glaubenskriege fast so schlimm wie bei der Frage "Linse oder Spiegel?"

Meine Meinung ist: Goto ist für visuelle Beobachtungen eher überflüssig - der halbe Spaß liegt im Finden der Objekte, und gerade günstige mobile Gotos machen Probleme - selbst wenn sie genau funktionieren, sieht man nicht unbedingt etwas, und weiß dann nicht, woran es liegt: Ist der Himmel zu hell, das Objekt zu lichtschwach oder zu ausgedehnt, oder hat das Teleskop sich verfahren. Außerdem kostet die Elektronik erst mal Geld, das ich für visuelle Beobachtungen lieber erst mal in Öffnung stecken würde. Und selbst wenn sie funktioniert, verführt Goto dazu, die Objekte abzuklappern, anstatt sie zu beobachten.

Bei Fotografie sieht das schon anders aus: Da sollte die Montierung eh schon eine gute Steuerung und gute Motoren haben; die Datenbank für das Goto ist dann nur noch eine Beigabe und kostet (den Hersteller) effektiv nichts. Und gerade bei Foto lohnt sich ein (funktionierendes!) Goto: An einem hellen Referenzstern scharfstellen, danach am Teleskop nichts mehr anfassen und zum Zielobjekt schwenken. Gerade bei der Fotografie ist Zeit immer ein limitierender Faktor; wenn da eine Viertelstunde drauf geht, um ein Objekt zu finden und schön zu zentrieren, ist das ein Problem. Gerade im Winter, wenn die Akkus eh nicht so mögen.

Die Ausrichtung des Teleskop ist damit nicht unbedingt einfacher - Du musst dich immer noch mit dem Polsucher beschäftigen. Zugegeben: Es gibt wohl erste Montierungen, die sich auch ohne Polarstern einscheinern lassen - bei Celestron hab ich was von "All Star Alignment" gelesen, keine Ahnung, ob das so exakt funktioniert, wie es soll - aber es steht und fällt immer noch alles mit der Genauigkeit der Einnordung. Und je nach Brennweite hast du irgendwann auch mit Fortgeschrittenen-Problemen zu kämpfen: Das Stativ setzt sich evtl. im weichen Boden, oder durch die Abkühlung verschiebt sich der Fokus und du musst nachfokussieren.

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo an alle!

Ich hab da noch eine wichtige Frage!
Was ist eigentlich der unterschied zwischen einer HEQ und einer NEQ Montierung?

Hat das was mit dem tragenden Gewicht zu tun??

Gruß Robert
 
Hallo Robert,

Was ist eigentlich der unterschied zwischen einer HEQ und einer NEQ Montierung?

soweit ich das verstanden hab ist bei einer (neuen, weißen) HEQ5 Syntrek die Autoguiding-Buchse an der Steuerung vorhanden und sie hat von Haus aus gute Motoren :) , die EQ5 hat biegsame Wellen und wird durch ein "Kit" bestehend aus zusätzlichen Motoren und einer einfachen 2-Achs Steuerung ohne Autoguidingbuchse ! zu einer NEQ5 "aufgemotzt" ;)

Hat das was mit dem tragenden Gewicht zu tun??

Wenn eine Montierung z.B. mit 14 kg Tragfähigkeit angegeben ist, bezieht sich das immer auf den visuellen Einsatz. Wenn Du mit dieser Montierung fotografieren möchtest, solltest Du sie mit maximal 9 kg belasten.

CS
Fee
 
Hallo Fee!

Ah ok verstehe...dann werd ich mich wohl lieber für eine HEQ5 Montierung entscheiden, auch wenn sie etwas teurer ist!! :)

Aber werde mit meinem Kauf noch etwas warten!
Werde mich doch noch etwas belesen und mir dann im Februar erst die komplette Ausrüstung zur Astrofotografie besorgen!

Bin noch dabei ein paar Strichspuraufnahmen zu machen, aber das Wetter spielt nich mit....zum heulen, aber naja so ist das halt!

LG
Robert
 
Hallo Robert,

HEQ5 und EQ5/NEQ5 sind zwei völlig verschiedene Montierungen.

Die HEQ5 gibt es in einer einfacheren, günstigeren Variante (schwarz) und in weiß mit besseren Antrieben (und anderen Detailverbesserungen, die evtl. andere Dir genauer erklären können als ich) als HEQ5 Synscan und HEQ5 Skyscan. Beide weißen sind von den Motoren her als fototauglich und GoTo-fähig angegeben, bei der einen muß man die entsprechende Handsteuerbox halt noch dazukaufen, bei der anderen ist sie schon im Lieferumfang dabei.

Alle HEQ5 haben ansich die gleiche Bauform und komplett in die Gehäuse integrierte Motoren und Anschlüsse. Das Design und Layout ist ein bißchen von den Takahashi Montierungen abgekupfert.

Die EQ5 und NEQ5 sind eine ganz andere Montierungsfamilie, die kleiner, leichter, weniger tragfähiger, also insgesamt einfach eine Klasse drunter liegt, und die vom Design her nicht von Takahashi abgeguckt ist, sondern von der Vixen SP/GP Serie.

LG
Thomas
 
Hallo,
wenns um den Preis geht könntest du dafür schon ne EQ6 haben. Warscheinlich sogar mit goto. Die kann mehr tragen, is allerdings auch schwerer.
Wenn du wissen willst wo schick mir ne pm.

Gruß Deadlock
 
Hallo Robert,


Diese Montierung ist für ein maximales Gewicht von 12 kg ausgelegt. Steht in der Beschreibung. Diese 12 kg gelten nur visuell. Zum Gucken durch den Newton kann man sie verwenden.

Wenn Du Deepskyobjekte fotografieren möchtest, solltest Du sie mit maximal 8 kg belasten. Haben wir Dir aber weiter oben schon mal geschrieben!

Alleine der Newton, der im Angebot aufgeführt ist, wiegt 8,7 kg. Dazu käme dann noch das Gewicht von Deiner Kamera samt fettem Batteriegriff, einem Leitrohr oder einem Off-Axis Guider, einem Komakorrektor sowie der Nachführkamera. Mit diesen Zubehörteilen bist dann mindestens bei 11 kg.

Diese 11 oder mehr kg sind definitiv zun viel für diese Montierung. Da macht sie fotografisch die Grätsche. Einen 6" Newton dagegen trägt sie auch fotografisch. Und für Aufnahmen mit Teleobjektiven wäre sie ideal.

Wenn Du später mal unbedingt durch einen 8" Newton fcotografiesren möchtest, brauchst Du eine EQ6 Skyscan. Also die hier. Oder eine noch stabilere (teurere) Montierung.

Fang mit kleinen Brennweiten (Teleobjektiven) an mit Fotografie und wenn Du in 5 Jahren genügend Erfahrung hast, kannst Dich an fuzzeligge Deepskyobjekte wagen, die einen 8"er brauchen. Dann aber auf der EQ6, alles andere ist Kappes...

CS
Fee
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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