Welches Teleskop?

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Schliggensigg

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Hallo,

ich bin ein ziehmlicher Anfänger in der Astronomie und besitze seit vielleicht 3-4 Jahren (können auch 5 sein)diesen Standart-"76/700" (ich glaub, ihr nennt das immer Tchiboskop). Nur, das Ding klemmt an allen Stellen und der Sucher lässt sich nur sehr beschwerlich einstellen (eine Berührung und ich treff nicht einmal mehr den Mond). Die "Montierung" (wenn man das so nennen sollte) lässt sich in der Höhe wirklich nur be.....scheiden einstellen. Aber alles in allem gehts evtl. gerade noch so für das Geld....
So, nun hatte ich eigentlich vor, mir etwas neues zuzulegen. Wie ich so in diesem Forum hier herumgelesen habe, bieten Dobson für das wenigste Geld am meisten Leistung (bzw. Öffnung) und sind für später noch ausbaufähig (z.B. par.-Montierung). Deshalb dachte ich mir, so ein Dobson wäre das Richtige. So, nun hätte ich aber noch ein paar (Anfänger-)Fragen an euch. Zunächst ist so eine Dobson-Mont. ja auch azimutal, so wie meine jetzt. Lässt sich das besser einstellen als bei der jetzigen? Beobachten möchte ich eigentlich alles mal, also sollte es ein "Allround-Gerät" sein. Dies wäre doch z.B. ein 8" f/6, oder? Nun gibt es von der Art aber nicht gerade wenig Anbieter und Modelle und ich weiß nicht recht, welches das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Prinzipiell hätte ich drei verschiedene in die engere Auswahl genommen:
- das GSO 8" für 298,- (von TS)
- ein Skywatcher 8" für 249,- (mit Float-Glas)
- ein Skywatcher 8" für 299,- (mit Pyrex)
Also ehrlich gesagt wollte ich so wenig Geld wie nur möglich ausgeben, aber nicht, wenn ich mir dadurch die (Teleskop-)Zukunft verbaue. Welches würdet ihr mir empfehlen? Von den Skywatchern hab ich gelesen, dass die Montierung schlechter sein soll als beim GSO. Und nun die Frage der Spiegelsorte: Float, BK-7 oder Pyrex? Ich weiß, dass es (angeblich) nur was mit dem Verhalten während der Temp.-Ausgleichszeiten zu tun hat. Aber in irgendeinem Forum hab ich gelesen, dass sich Pyrex besser und genauer schleifen lässt und man so eine bessere Form hinbekommt. Ist das wahr? Lohnt es sich, nur für Pyrex 50 Euro mehr zu bezahlen (auch im Blick auf die Zukunft) oder ist Float nur wenig schlechter?
Mir würden jetzt noch 100 Fragen mehr einfallen, aber ich glaube, das würde sich dann erst recht keiner mehr durchlesen. Ich hoffe ihr seit bis hier runter vorgedrungen und ich warte gespannt auf eure Antworten.
Vielen Dank schon mal im Vorraus

Sebastian (oder Basti)
 
Wegen dem Tchibo:
Mach auf jeden Fall diese grässliche Führungsstange ab, schmier die Achsen und zieh die Schrauben feste an. Da das Teleskop recht gut ausbalanciert ist, bleibt es nun immer genau in der Position, in die du das Teleskop bewegst.
Als Sucher kann ich einen Leuchtpunktsucher nur empfehlen.

Hab mein Tchibo so eingerichtet. Zu dumm nur, dass ich es eigentlich wieder wegschmeißen kann, weil letztens beim Planeten-Beobachten einen Astigmatismus festgestellt habe. Ist mir vorher nicht aufgefallen, weil ich noch ein totaler Newbie war und hauptsächlich Messier-Objekte beobachtet habe.
Auf einmal habe ich meinen alten 60/700 Refraktor von Kosmos wieder für mich entdeckt. Weil die Montierung an dem Ding genauso schlecht ist wie beim Tchibo, habe ich einfach hinten ein Gewicht befestigt, um es auszubalancieren und die Führungsstange habe ich auch entfernt. Nun kann ich es ohne Führungsstange bewegen und es bleibt wie der Tchibo immer da stehen wo ich es möchte. Zum ersten mal fällt mir auf, wie scharf die Optik von dem Ding ist! Hab mich als Kind immer nur über die Montierung aufgeregt und das Teleskop in die Ecke gestellt... aber das Gerät macht richtig Spaß! Vor allem am Mond bei 100fach! Ich konnte mich letztens kaum vom Kopernikus-Krater trennen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Arne,

erst einmal vielen Dank für die Antwort. Die Führungsstange hab ich abgemacht. Ausbalanciert ist das Teleskop aber nicht, ich musste vorne die Stange und zwei Druckluftpistolen-Gaspatronen als Gegengewicht anbringen. Schrauben befestigt, Achsen geschmiert. Mal schauen, wie es jetzt damit aussieht. Trotzdem würd ich lieber so ein größeres Dobson haben wollen.

Gruß
Basti
 
Hallo Sebastian

Schau doch mal,ob du in deiner Umgebung jemand ausfindig machen kannst, der mit dir beobachtet und möglicherweise grössere Geräte besitzt.
Wenn du dir selber das Gerät anschauen und auch damit beobachten kannst, wirst du dir viel einfacher ein Bild von deinen Vorstellungen und realisierbaren Erwartungen machen können.
Man verschätzt sich sehr schnell bezüglich Gewicht und transportierbarkeit.


Gruss cs Daniel
 
Hallo Basti,

es ist durchaus möglich, dass Dir die Reaktion auf Deine Auswahl etwas mager vorkommt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Fakt ist, dass es dazu wenig zu sagen gibt. Die Geräte sind etwa gleichwertig, wobei ich persönlich
das Float-Glas der einen Variante nicht soooo prikelnd finde.
Die Auswahl ließe sich problemlos noch um zwei oder drei vergleichbare Geräte mit anderem
Namen erweitern, all diesen Teleskopen ist aber gemeinsam, dass sie sich grundsätzlich wenig
unterscheiden. Hier ist dieses Detail der Ausstattung etwas besser, dort etwas anderes sinnvoller gelöst.
Dass die Rockerbox der Skywatcher "schlechter" ist, kann ich z.B. nicht bestätigen, ich sehe in
der Höhenlagerung sogar besseres Tuningpotenzial als bei den Mitbewerbern.

Über die Suchefunktion zu diesen Geräten wird Dir Lesestoff für mehrere Stunden erschlossen.

Wichtiger als ein Rat zu einem speziellen Gerät ist also tatsächlich der Rat, Kontakt zu erfahrenen
Sternenfreunden zu suchen, um so die Möglichkeit zu haben, das Gerät der Wahl zu testen.
Sehr gut wäre, vor einer Entscheidung schon Mal einen Dobson gesehen/bedient zu haben.
Kann sein, es liegt Dir, kann sein es liegt Dir nicht.

Die Bedienung ist simpel, die Boxen stabil und mechanisch einfach, im Auslieferungszustand
beobachtungstauglich und doch bieten sich zahlreiche Tuningmaßnahmen an, die sich preiswert
und mit teilweise verblüffendem Erfolg relativ einfach durchführen lassen.

Das Gerät der Wahl sollte einen -zu vereinbarenden- Qualitätsstandard erfüllen
(beugungsbegrenzter Spiegel/beugungsbegrenzte Abbildung)
oder Du kannst einfach ein zeitlich begrenztes Rückgabereicht bei Nichtgefallen vereinbaren.
Du bewegst Dich im "Billigpreissegment" und nicht nur da kommen Qualitätsschwankungen vor.
Du siehst, auch der Händlerkontakt ist wichtig, manchmal wichtiger als die Teleskopmarke.
Man kann/muss mit diesen Leuten nicht nur reden,
sondern auch (ver)handeln.

Noch etwas ist wichtig: Du kannst mit den beigelegten Okularen loslegen und zufrieden sein.
Ein solcher 8" F/6 Newton/Dobson für 300 € darf aber auch mit sinnvollem Zubehör, z.B. mehr/bessere
Okulare, Nebelfilter, usw. ausgestattet werden und man kann locker das Fünffache des Einstandspreises
ausgeben, nur um das Potenzial des Teleskops auszuschöpfen.
Das ist Warnung und Perspektive zugleich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hi Basti!

dem, was Günther schreibt, ist nix hinzuzufügen. Nur zum folgenden Punkt noch mein Senf, weil Du schreibst, Du willst "möglichst wenig" Geld ausgeben:

Noch etwas ist wichtig: Du kannst mit den beigelegten Okularen loslegen und zufrieden sein. Ein solcher 8" F/6 Newton/Dobson für 300 € darf aber auch mit sinnvollem Zubehör, z.B. mehr/bessere Okulare, Nebelfilter, usw. ausgestattet werden und man kann locker das Fünffache des Einstandspreises ausgeben, nur um das Potenzial des Teleskops auszuschöpfen. Das ist Warnung und Perspektive zugleich.

Ich persönlich habe in den Jahren nach dem Kauf eines 10"-Dobsons mit Pyrex-Spiegel noch mal das rund Vierfache der Teleskop-Kaufsumme für Okulare, OIII-Filter, einen anderen Sucher etc. ausgegeben... Nun geht das alles natürlich auch eine Preisklasse günstiger, und man hat ähnlich viel Spass mit seinem Teleskop, aber ich zum Beispiel wollte Weitwinkel-Okus mit bequemem Einblick haben, durch die ich auch mit Brille schauen kann, und dieser Luxus kostet...

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Günther und Serenitatis,

danke erst einmal für eure Antworten. Also, die Objektivfrage wöllte ich erstmal zurückschieben, wenn die mitgelieferten für den Anfang reichen. Aber, was ich nun immer noch nicht ganz sicher weiß, ob Pyrex nur im Auskühlverhalten den anderen überliegt oder ob es optisch auch besser (...zu verarbeiten) ist.
Würde mich freuen, wenn dazu noch jemand etwas sagen könnte.

Viele Grüße
Basti
 
Hi Basti,

Pyrex kühlt nicht scheller aus als z.B. BK 7 und Pyrex ist auch nicht gleich Pyrex.
Trotzdem, auch bei dem Skywatcher hat das Pyrex durchaus einen Sinn.

Das Material "arbeitet" während der Auskühlzeit weniger stark und Du bekommst früher als z.B. bei BK 7
und Floatglas im mittleren Vergrößerungsbereich annehmbare Planetenbilder.
Sehr deutlich wird der Vorteil mit saugender Lüftung und Iso-Tubus.
Diese Aussagen basieren auf eigenen Erfahrungen.

Auch die andere These stimmt.
Weil sich das Material bei Temperaturschwankungen weniger "verspannt" und Spiegelschleifen
Wärme erzeugt (besonders bei industrieller Massenfertigung) sollten damit genauere/glattere Oberflächen
zu erzielen sein.

Ob und in welchem Umfang dieser theoretische Vorteil auch in der Praxis durchschlägt,
wird Dir wohl niemand beantworten können.

Mir persönlich haben die theoretisch und praktisch möglichen Vorteile ausgereicht,
den Mehrpreis in Kauf zu nehmen und....ich bin zufrieden.
Ich kenne aber auch einen recht guten BK7-Spiegel und noch vier oder fünf weitere Spiegel aus
diesem Preissegment wo ich mir des Materials nicht sicher bin.

Noch Mal:
Es kommt auf das einzelne, konkret ausgewählte Teleskop an. Generelle Aussagen sind nicht zu treffen.

CS
*entfernt*
 
Hallo,

zu den ganzen Diskussionen kann ich nur sagen:
Verliert Euch doch nicht immer wieder in Details wie Spiegelsorten, sondern beschränkt Euch bei Euren Ratschlägen auf wichtige Dinge! Anfänger denken andauernd, dass das Spiegelmaterial superwichtig sein. Dabei gibt es andere Eigenschaften an einem Dob, welche 100x einflussreicher für eine erfolgreiche Beobachtung sind.

1) Sternfreunde suchen: Das wird immer wieder gerne als Standard-Antwort auf solche Fragen gegeben. Aber - danach weiß ein "Neuling" auch nicht unbedingt mehr. Jeder preist da sein Gerät mit Vorzügen und Nachteilen an und am Schluss ist noch mehr Verwirrung da. Sternfreunde aufsuchen ist NICHT das Allheilmittel. (Es schadet aber auch nicht)

2) Spiegelsorte und Qualität: Gegenüber Deinem jetzigen Fernrohr ist ein 8" ein Unterschied wie Tag und Nacht. In 95% der Fälle ist das lokale Seeing das begrenzende Element, und nicht eine minimal bessere Spiegeloberfläche.
Als Anfänger kannst Du einen guten nicht von einem sehr guten Spiegel unterscheiden. Das Auskühlen kann man irgendwann mit Lüftern beschleunigen.

Es wurde die Frage nach der Justieranfälligfkeit vergessen:
Newtons muss man justieren, aber man braucht keine Wissenschsaft daraus machen. Es sei denn, man hat Justierung als Hobby (und das haben viele :-) )
Manche justieren sich hier zu Tode und vergessen das Beobachten.

Das IMHO Wichtigste an einem Dobson ist:
Mechanik, Mechanik, Mechanik !!
Das fängt beim Okularauszug an, geht über das Halten der Balance in der Höhe und endet beim AZ-Lager. Es darf sich beim Okularwechsel nichts verstellen und die Nachführung muss ohne Rucken gehen.
Aus diesem Grund wird man eine billige Rockerbox fast immer modifizieren müssen.

Alles andere wie Spiegelqualität, Spiegelmaterial, Tubusinnenauskleidung usw. sind irgendwann mal relevant, aber nicht entscheidend über Beobachtungserfolg und Spaß am Gerät. Eine wacklige Mechanik dagegen macht fast alles zunichte.

Bedenke, dass auf alle Fälle der Wunsch nach hochwertigen Okularen und viel Zubehör aufkommen wird. Es nützt übrigens der beste Spiegel nichts, wenn man vor lauter Gewackel und miesem OAZ den Fokuspunkt nicht einstellen kann. Alles schon gesehen!

Das Allerwichtigste ist aber, dass man einen geeigneten Beobachtungsplatz hat und sein Gerät ohne größere Mühen dorthin transportieren kann.

Meine Empfehlung: Die 8" Dobs in der Preisklasse um die EUR 300,- sind mehr oder weniger alle gut für den Aufstieg geeignet. Aber - für diesen Preis dürfen keine Wunder erwartet werden. Ein Tuning der Rockerbox wird fast immer notwendig sein. Wenn ich da an die Nachführbarkeit einiger Modelle denke, die ich schon Schubsen wollte....

Ich hab jetzt endlich meinen 12" Gitterdob soweit, dass Höhe und AZ mit dem kleinen Finger nachführbar sind. Auf der anderen Seite kippt die Höhe nicht ab, wenn das voll bestückte Bino gewechselt wird. Das ist ein im wahrsten Sinne sensibler Balanceakt.


Eventuell wäre noch das absolut klassische 114/900 Newton auf einer stabilen parallaktischen Montierung interessant. Ich hatte so ein Teil und es funktionierte sehr gut!


Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Rolf,
lies Mal...er hat ganz speziell nachgefragt und meine beiden Antworten gaben Auskunft,
genau in Deinem Sinne und damit auch in Seinem Sinne.
Wir sind uns einig.
Speziell für Dich und Deinen Balanceakt hätte ich auch etwas gehabt, nun nur noch für
spätere Fälle interessant.
Lies Mal meinen Bericht auf Armin´s HP (deepsky-brothers) "Verb.Skyw.Rocherb."
Ob Du es nun glaubst oder nicht, die Sache ist auch auf tiefergelegte Gitterrohrdobsons
anzuwenden und ist wesentlich unempfindlicher gegen leichtes Ungleichgewicht.
CS
*entfernt*
 
Hi Basti,

ich schliese mich meinen Vorrednern an (insbesondere bzgl gemeinsam beobachten) und möchte anmerken, dass es bei der angepeilten Geräteklasse erhebliche Serienschwankungen gibt. Also nach Möglichkeiz immer durch das Gerät durchschauen buw das Gerät beim Händler abholen und mal gemeinsam durchjustieren. Bei meinem GSO war zB der Fangspiegel verspannt (resultiert in einem Astigmatismus) und die Fangspiegelhalterung geht nicht ganz weit genug nach vorne. Auch hier ist also Basteln angesagt (so ganz unterschiedlich zum Tchibo-Torpedeo ist das also auch nicht). Ansonsten ist die Qualität bei dem Preis aber doch sehr erstaunlich, so dass Du bei begrenztem Budet eigentlich nichts falsch machen kannst.

Es lohnt sich vielleicht auch, mal im Gebrauchtmarkt zu schauen. Die dort angebotenen Geräte sind (Seriosität vorausgesetzt) sind ihre Kinderkrankheiten schon los und eine gute Stange billiger.

Übrigens ist Dein Tchibo ein ganz famoses Gerät. Ich war mal auf dem Sandplacken ud da waren 10 und 12 Zöller dabei, aber irgendwann haben wir alle um den Tchibo gestanden und geschaut, was man da mit einem 31er Nagler rausholen kann. Das war ein Spass, weil das Nagler natürlich total das Übergewicht hazze...

Liebe Grüße vom
Mainzelmann
 
Also ich bin meinem 12" GSO sehr zufrieden. Bis auf die etwas billige Fangspiegelmontierung. Ist ein echter Augenöffner zu meinem 67/700 gewesen.
Aber ein Faktor ist natürlich immer problematisch.
Das Seeing und der Transport.
Ich wohne im 4 Stock. Das Teleskop muß rauf und runter. Und das Seeing ist in HH nicht sehr gut.

Deshalb habe ich auch kleinere Geräte zum mal schnell eben rausfahren. Z.B. einen kleinen, kompakten 102 Mak.

Man muß Nachteile und Vorteile gegeneinander abwägen.
Aber vieleicht wohnst Du ebenerdig in einem Einzelhaus am Rand von Dresden? Dann ist ein 8" Dobson eine feine Sache.
Mitten drin kann man bei gutem Wetter (Seeing) auch was sehen aber die Sterne und DS können auch im Flutlicht absaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
also leider, leider wohn ich in keinem Einzelhaus, aber trotzdem am Rande von Dresden (ist ja auch nicht sehr groß). Jedenfalls, transportieren kann ich es sowie so nur sehr selten, denn ich hab ja natürlich noch kein Auto. Wie ich das alles jetzt verstanden habe, ist also ein (billigerer) Floatglasspiegel durchaus akzeptabel und es kommt eher auf die Qualität bzw. Mechanik der Rockerbox an und auf den Okularauszug. Ähneln sich die Preiswert-Dobson in dieser Hinsicht oder gibts da evtl. doch einen kleinen (Insider-) Tipp? Und zur Modifikation der Rockerbox hab ich in den unzähligen Forenbeiträgen gelesen, dass man da sowie so fast alles ausbessern sollte. Ist es da nicht auch rein theoretisch möglich, so ne Rockerbox selber zu bauen um dafür halt gleich zu versuchen, alle Mängel auszuschließen? (war nur so ein Gedanke)
Ach so, noch was, ich schreib das einfach mal: Bei meinem jetzigen Ofenrohr mit Spiegel hab ich diese Gabel (von der Aufhängung) vom Stativ getrennt und auf ein MAN Busradlager aufmontiert. Läuft jetzt wesentlich genauer, einfacher und ruckelfreier als vorher. Vielleicht interessiert das ja den einen oder anderen.
Ach und noch etwas: Ihr sprecht oft von Gebraucht-Dobsons. Wo gibts denn sowas außer bei (dubiosen) eBay-Angeboten oder beim (manchmal) begrenzten TS-Angebot?

Ich hoffe, ich nerve euch nicht und wünsch euch noch nen schönen Abend

Basti
 
Hi Rolf,
Du hast recht mit den Punkten, die Du als relevant in der Informationsweitergabe nennst. Da bin ich bei Dir.
Aber, das hier
--
1) Sternfreunde suchen: Das wird immer wieder gerne als Standard-Antwort auf solche Fragen gegeben. Aber - danach weiß ein "Neuling" auch nicht unbedingt mehr. Jeder preist da sein Gerät mit Vorzügen und Nachteilen an und am Schluss ist noch mehr Verwirrung da. Sternfreunde aufsuchen ist NICHT das Allheilmittel. (Es schadet aber auch nicht)
--
halte ich für falsch. Absolut.
Ein Newbee der beim ersten Mitgucken in ner Gruppe hinterher nicht mehr weiß..?
Never. Sicher ist es ein Unterschied ob man Anschluß an ne Einzelperson oder ne Gruppe findet oder ob es ein weniger erfahrener Kollege ist oder einer der schon durch hunderte Röhren in x Jahren geschaut hat, aber ganz egal was es nun ist, die ersten Nächte draußen bringen nach meinen Erfahrungen viel Gewinn in puncto Infos und eben auch Eindrücke, Seherlebnis etc.
Ich wäre z.B. mit der Standartempfehlung Dob wahnsinnig geworden, denn ich kam damit irgendwie zu Beginn nicht wirklich klar. Oder das Thema Sucher: Die üblichen 8x50 seitenverkehrt haben mich wahnsinnig gemacht. Letzt hatte mal wieder so ein Teil vorm Auge und was soll ich sagen, ich habe irgendwann bei der Suche nach ner GX wieder angefangen zu fluchen, weil ich auf der falschen Seite des Bezugssterns war. Hat einige Minuten gedauert bis ichs gemerkt habe, weil ich natürlich zuerst vermutete die GX sei doch zu schwach.
Gut hats da der, der im Vorfeld die Erfahrungen macht und daraus konsequent seine Schlüsse zieht.
Übrigens ein Prob. das viele Einsteiger zu haben scheinen, wenn ich so an meine neueren Mitgucker denke. An dem oben geschilderten Abend der Kollege eben auch.
Was haben wir gemacht, meinen Ersatzpeiler an den Dob gesteckt und siehe da, ich habe sofort gefunden, was ich suchte und der Kollege, der sich zuvor ewig mühte hat binnen weniger Minuten 5 Objekte, davon ein ihm völlig unbekanntes gefunden. Und 2 Tage später mailte er mir das er das Ding gekauft hat.

Oder ein anderer der seinen 12"f/5 wirklich zurückgeben wollte - Gurke vermutete - weil er nur nicht sah, was wirklich da war. Tatsächlich hat er sogar eine wirklich sehr guten Spiegel mit fast absolut identischen Beugungsbildern beim Sterntest.

Nur um mal Beispiele zu nennen wie das so manchmal gehen kann.

Natürlich hast Du recht, wenn Du Lobhudelei des eigenen Equipments kritisierst, das sollte natürlich nicht passieren - weder hier noch im Feld. Oft geht s aber her auch um Gefühlsdinge, wie Dob oder parallaktisch, nur Planeten oder vllt. doch DS, wie siehts das aus was man da sieht, oder Okularthemen wie Augenabstand oder UltraWW vs. Orthos. So erhält ein Neuling die Möglichkeit theorie in einen realen Bezug zu bringen und kann es einordnen.
Und daraus kann er seine Zielvorstellungen konkretisieren, was in meinen Augen Basis der Entscheidung ist.
Einschränken - zumindest in gewisser Weise - kann man das vllt. bei kleinsten Budgets, weil dort die Optionen zu gering sind. Und selbst dort finden sich m.E. viele Gründe für die Empfehlung "Kontakte".
Und eben aus der Summe dieser Dinge, ist dies aus meiner Sicht nicht nur einfach so daher gesagt, sondern eine "echte" Empfehlung mit Sinn.
CS
 
Hallo zusammen,

O.K. ich gebe Euch Recht, wenn ihr sagt: Sternfreunde besuchen ist hilfreich. Allerdings fällt dieser Satz so oft als Standardsatz für alle Anfängerfragen, dass ich es manchmal nicht mehr hören kann. Klar hilft es weiter, aber nicht unbedingt bei DER richtigen Teleskopentscheidung.
Ich habe für mich ganz alleine herausgefunden, was ich will und was auch mal ein Fehlkauf war. Das gehört einfach mit dazu -Lehrgeld bezahlen und daraus lernen.

@Günther
ich hab schon gelesen, was gefragt wurde. Aber - WARUM fragt ein Einsteiger ausgerechnet nach Spiegelesorten? Hier im Forum wird dieses Thema zusammen mit der Justiererei oft als Prio 1-Thema gehandelt, obwohl es weiß Gott einflussreichere Themen gibt (Mechanik!)
Meiner Meinung nach werden hier manchmal die falschen Themen in den Himmel gehoben und dabei das Wesentliche vergessen. So entsteht schnell ein falsches Bild, von dem was wichtig und beeinflussbar ist und was auf der anderen Seite erstmal zweitrangig ist.
Bei einem EUR 300,- Teleskop entscheidet im Normalfall NICHT die Spiegelsorte, ob man Spaß daran hat.

Ich wage mal eine (sehr persönliche) Dobson-Reihenfolge:

- Seeing
- Helligkeit des Himmelhintergrundes
- Nachführung AZ
- Nachführung Höhe
- Gängigkeit OAZ
- Okulare (Einblick und GF)
- Balance
- Sucher / Finder
- Bino
- Spiegelqualität
- Erfahrung im astronomischen Sehen
- Öffnung
- (perfekte) Justierung
- passendes Zubehör
- Spiegelmaterial

Fällt Euch noch was ein?


Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,
danke erst einmal für deine Dobson-Reihenfolge :-)
Blos, wenn du Spiegelqualität so "hoch" ansiedelst und das Spiegelmaterial als letztes, dann muss ich nochmal fragen: Hatte oben nicht Günther geschrieben, dass sich z.B. Pyrex besser verarbeiten lässt und daher eine genauere Oberfläche hat?
Ach, und wenn jemand weiß, wo man gebrauchte Dobsons herkriegt, wer ich für einen Hinweis sehr dankbar.

Viele Grüße
Basti
 
Hallo Rolf,

ist ja alles richtig, Streit werden wir darüber niemals bekommen.
Ich störe mich allerdings ein wenig an....>in den Himmel gehoben....<

Dem aufmerksamen Leser müsste eigentlich auffallen, dass viele "Randthemen" in der Vergangenheit
in Endlosthreads teils unter dem Deckmäntelchen der Sachkunde hochstilisiert wurden,
um eine "Kontra-Öffnung" Strömung zu fördern, also in Wirklichkeit die alte Spiegel/Linse Geschicht.
Dabei musste/wurde dann bis ins kleinste Detail Beweisführung getrieben werden und so
wurden auch die Vor- und Nachteile von verschiedenen Spiegelträgern ausgiebigst diskutiert.
Mein Ministatement ist nur die "Quintessenz" von seitenlangem Pro und Kontra und ich
stehe auf dem Standpunkt, dass es schadlos ist, diesen Punkt in eine Entscheidungsfindung
einzubeziehen.
Wem das 50 € wert ist, der darf sie m.E. ausgeben. Ich würde es z.B. wieder tun.

Weitere Beispiele für solche Endlosdebatten findest Du zum Thema Seeing und Spiegelgröße,
Qualität Linse/Spiegel, Obstruktion, Tubusseeing, Justage und so weiter und so weiter...
Das war schon eher die Hölle als der Himmel, aber es war doch wichtig, da inzwischen ein Konsens
gefunden ist, der zunehmend akzeptiert wird. Man hat sich, zwischen allem Murks eben doch an der
Sache orientiert und "zusammengerauft". Es gibt kein von Grund auf schlechtes System und
kein von Grund auf überlegenes System, es gibt nur gute und schlechte Lösungen, womit auch der Bogen
zu Deiner Liste wieder geschlagen ist.

-Seeing -begrenzt häufig genug schon einen 8-Zöller vergrößerungstechnisch, "Reserven" schaden aber nie.

-Hintergrundhelligkeit - erfordert Anpassung der AP, womit man bein Newton wenig Probleme hat.

-Nachführung AZ/Höhe - da bedürfen Billigdobsons einiger Tuninmaßnahmen, Lösungen sind vorhanden.

Gängigkeit OAZ - dto

-Balance - kann man, auch bei den Billigdobsons finden/herstellen und es tut mir nicht leid,
mein Teleskop zu loben, auch wenn Du an dieser
gängigen Praxis Kritik übst. Die modifizierte Skywatcher-Rockerbox kann Ungleichgewichte bis
ca. 1 kg ausgleichen und ich führe trotzdem im Höchstvergrößerungsbereich seidenweich
zielgerichtet nach. Tatsachen darf man m.E. loben.

-Spiegelqualität - ist marken- und herstellerübergreifend, nicht nur aber besonders im
Billigpreissegment, fraglich und eine Kaufentscheidung sowie die erforderlich Überprüfung sollte an dem
Begriff "beugungsbegrenzt" fest gemacht werden. Dabei ist, nicht nur für den Anfänger, der Kontakt
zu erfahrenen Sternenfreunden sehr wichtig, m.E. von entscheidender Bedeutung.

-(perfekte) Justierung - ist keine Hexerei, sondern eine Abfolge von simplen Handgriffen unter
Verwendung einfachster Hilfsmittel. Augenmaß und sinnerfassendes Nachvollziehen guter
Anleitungen führen zum Erfolg und wieder ist es der Kontakt zu erfahrenen Sternenfreunden, der
letzte Sicherheit verspricht.

Die nicht kommentierten Punkte sind von persönlichen Vorlieben abhängig und/oder bedürfen
einer zunächst vom Teleskopkauf unabhängigen Betrachtung. Teilweise ist es nützlich, wenn
der potentielle Käufer zunächst eingene Erfahrungen sammelt und so eigene Bedürfnisse erkennt.
Auch hier schadet der Kontakt zu anderen Sternenfreunden nicht.

CS
*entfernt*
 
Hallo Basti,

nein, ich hatte nicht geschrieben, dass ein Pyrex-Spiegel die genauere Oberfläche HAT. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />

Rein theoretisch könnte ein Pyrex-Spiegel, welcher den genau gleichen Produktionsablauf
auf der genau gleichen Maschine durchläuft wie der genau gleiche Float-/BK 7 Spiegel
(Durchmesser, Dicke, Zielbrennweite) eine bessere Oberflächengenauigkeit haben, da er sich
bei Temperaturunterschieden, welche der Schleifvorgang an sich oder andere Umstände hervorrufen,
in geringerem Maße verformt.
Weiter könnte er aufgrund der etwas anderen Materialeigenschaften eine glattere
Oberflächenpolitur begünstigen.

Ob und in wellchem Umfang diese theoretischen Vorteile in der Praxis tatsächlich durchschlagen
(immer, oft, manchmal, selten), WEIß KEIN MENSCH!!!!
Wir wissen noch nicht Mal hinreichend genau, was alles unter Pyrex oder BK 7 gehandelt wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

danke für Deine Stellungnahme. Du hast sicherlich auch in vielen Punkten Recht.

Natürlich darf jeder sein gut funktionierendes Teleskop loben. Das tue ich ja auch :-)
Es ging mir eher darum, dass bei einem Besuch von Sternfreunden schnell viel zuviel an Info zusammenkommen kann, die dann eher verwirrt als nützt.

Ich möchte mit meiner Kritik in erster Linie darauf hinweisen, dass gerade beim unerfahrenen Anfänger leicht die Gefahr besteht, die Prioritäten beim Teleskopkauf völlig falsch zu gewichten. Wenn die ersten Fragen gleich das Spiegelmaterial betreffen, lässt mich dies leicht zu solch einer Annahme kommen.
Meine Kritik, sofern man das überhaupt so nennen sollte, ist auch keinesfalls auf bestimmte Antworten von bestimmten Personen bezogen, sondern sehr allgemein auf eben viele derartige Antworten und mehr oder weniger sinnvolle Diskussionen.

Aber - und da sind wir uns sicher alle einig, ohne Astronomieforen würden viele von uns, mich selbstverständlich eingeschlossen, noch sehr im Dunkeln tappen. Es kommt halt darauf an, sich die passenden Antworten herauszufiltern.

Trotzdem halte ich es für wichtig, auch eigene Erfahrungen, vielleicht auch schmerzliche, zu machen. Das ist für mich ein nicht unwichtiger Teil des Hobbys Astronomie. Die Zeiten, bei denen uns in der Schule alles vorgekaut und serviert wurde, sollten beim Hobby vorbei sein. Man sollte sich schon auch selbst Gedanken machen und nicht andere die Kaufentscheidung fällen lassen.

Grüße
Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sebastian,

wenn du Zeit hast, kannst du ja am kommenden Fr. oder Sa.(14/15.07) abends auf unsere Sternwarte in Radebeul kommen, da können wir uns u.a. einen 8"-Skywatcher-Dobson, 12"-Dobson, 6"-Newton auf Montierung, 114/450 Newton,...mal genauer anschauen und wenn das Wetter mitspielt auch durchschauen.
Einfach eine kurze Mail an mich oder am Fr.oder Sa.- nachmittag anrufen.

Gruß
Thomas
centauer35@hotmail.com
 
Hallo Rolf,
da hat sich zwischendurch eine Truppe gemeldet, die dürfte nicht in die von Dir befürchtete,
sondern in die Allseits erhoffte Kathegorie fallen.
Ja, eigene Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen. Mein Reinfall ohne Beratung tut mir finanziell
allerdings heute noch in der Astrokasse weh. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
Hi Rolf,
das
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Es ging mir eher darum, dass bei einem Besuch von Sternfreunden schnell viel zuviel an Info zusammenkommen kann, die dann eher verwirrt als nützt.
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zielt ja letztlich auf eine Überinformation ab. Die Gefahr einen Kollegen am ersten Abend zu überladen ist natürlich da, aber ich sage mal im Normalfall lösbar. Man kann ja kommunizieren. Hier sind beide gefordert.
Ich habe inzwischen da schon einige Erfahrungen machen können und bin damit gut gefahren, zunächst weniger und vereinfacht zu sprechen und lieber Dinge zu zeigen und vor allem die Suchenden gucken und probieren lassen. Auf gezielte Fragen detaillierter zu antworten und zu erläutern. Das geht aber nur, wenn sowass wie erste Meinungsbildung im Vordergrund steht. Öfter kommen Kollegen aber erst, wenn ein Teleskop vorhanden ist und es Probleme gibt.

Genau dies
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Trotzdem halte ich es für wichtig, auch eigene Erfahrungen, vielleicht auch schmerzliche, zu machen. Das ist für mich ein nicht unwichtiger Teil des Hobbys Astronomie. Die Zeiten, bei denen uns in der Schule alles vorgekaut und serviert wurde, sollten beim Hobby vorbei sein. Man sollte sich schon auch selbst Gedanken machen und nicht andere die Kaufentscheidung fällen lassen.
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ist meine Motivation für die Beratung und vor allem für den Tipp Kontakte.
Nicht nur die bloße Abfrage von Grunddingen wie Transport, Himmel, Beob.objekt etc und dann ein Teleskop empfehlen - das wäre vorkauen und man müßte wieder anfangen diskutieren welches Teleskop das bessere ist. Und danngehts am suchenden völlig vorbei. Kennen wir ja von hier.
Nein, stattdessen dem Suchenden Möglichkeiten zu bieten eigene Erfahrungen zu machen, um in der Summe aus Theorie und Praxis selbst sein Scope zu finden. Den Entscheidungsprozeß kann man ja beratend und vorführend begleiten.

Schubst er meinen Dob mal Probe kostet es noch nichts, außer dem Benzin für die Anfahrt. Ich nehme auch gezielt eines meiner zusaätzlich Telskope mit, wenn speziell danach gefragt wird oder habe Leute zusammengeführt, wenn ich das Gerät nicht habe. Das ist doch die beste Entscheidungsgrundlage, oder siehst Du bessere Möglichkeiten? Ich nicht.

Ich würde mir z.B. wünschen, das so mancher Einsteiger, der gleich DS-Foto aus Ziel benennt, mal ne Fotosession vorher miterlebt um den Aufwand, den man da ja wahrlich betreiben kann/muß, mal zu sehen. Oder Goto z.B. das ist auch so ein Thema, das ich inz. schon mehrfach hatte. Das ist in der Praxis manchmal doch etwas anders als es von der Theorie her erscheint.

Wenn überhaupt eine Gefahr besteht, bei anderen Mitzugucken, dann aus meiner Sicht am ehesten die, das möglicherweise Begehrlichkeiten geweckt werden, die für den Suchenden nicht erfüllbar sind. Wenn man es so auslegen will, dann ist es vielleicht etwas fies ein Oku in ein Teleksop stopfen, dessen Gegenwert das Budget des Suchenden überschreitet. Nun das läßt sich aber nicht ändern. Damit muß man klarkommen, worin ich aber letztlich kein Problem sehe. Bergehrlichkeiten werden doch permament geweckt, sei es Nachbars Auto, Motorrad, oder oder oder und man muß damit klarkommen.

Ich kann natürlich nichts garantieren und es mag sicher auch vorkommen, das mitgucken auch mal weniger erfolgreich ist.
Aber, ich für meinen Teil kann im Zusammenhang mit dem Thema Kontakte suchen und mitgucken, aus den eigenen Erfahrungen bisher ausnahmslos nur positives berichten. Dahzer bin ich auch überzeugt davon, das dies der beste Tipp ist, den man geben kann.
CS
 
Hallo Antares,

auch Dir vielen Dank für Deinen Beitrag. Du hast für mich wirklich überzeugend argumentiert und wenn es bei Euch tatsächlich so abläuft, ist das natürlich optimal.
Für mich gehören aber eigene Erfahrungen machen essentiell zu einem Hobby hinzu. Nur das "sitzt" dann in Fleisch und Blut. Das ist auch ein guter Vergleich zu Goto, welchem ich für Anfänger auch sehr kritisch gegenüber stehe. Ich wehre mich nicht gegen Technik, da ich selber einen technischen Beruf habe, aber gerade bei der Astronomie kann es doch gerade das "Puristische" sein, welches den besondern Kick beim Kennenlernen des Himmels ausmacht. Eintippen und warten, bis das Teil hinfährt kann jeder.
Logisch aber auch, dass es beim Fotografieren fast PFlicht ist. Aber, darum geht's am Anfang noch nicht.

Das mit den "Begehrlichkeiten wecken" ist natürlich echt so eine Sache. Es ist wie zum ersten mal durch einen 20-30-Zöller unter Optimalbedingungen zu schauen. Danach ist man erstmal eine Weile "versaut". Gottseidank verblassen die Erinnerungen wieder und man kann auch mit seinem eigenen Zeug wieder "gut leben" :-)


Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,
es wird ja langsam arg "off topic", aber warum um alles in der Welt muss denn Erfahrung sammeln
an den (Fehl)Kauf von Geräten geknüpft werden?

Bei mir z.B. kann man Dobson schubsen, GoTo bedienen oder selbst motorisch nachführen, einen 114/900er
auf der dafür sehr beliebten EQ 2 wackeln sehen, Peilsucher mit Rigl und 8x50 Sucher vergleichen und
wenn der Newby eine Stunde meinen Dobs blockiert geh ich mit einem anderen Gerät auf Großfeld mit
UHC und O III, was ja auch gerne Mal an verschiedenen Öffnungen und Öffnungsverhältnissen
verglichen wird. Oder ich liege im Stuhl und genieße Fernglasbeobachtungen und warte auf Fragen.
Dann gibt´s noch Fred und ein paar andere Leute, die auch gerne Auskunft geben und z.B. eine sehr gut funktionierende Eingenbau-EQPlattform haben.
Öffnungen von 3"-10" sind vorhanden.
Die Okularauswahl reicht vom RKE über Plössl bis zum Speers-Zoom und was man so alles tunen kann/muss
sieht der interessierte Einsteiger auch.
Ich denke schon, dass man bei uns "ersehen" kann, was man bestimmt nicht will und was
in Frage kommt.
CS
*entfernt*
 
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