Weltneuheit auf AME 2014

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MLudes

Sponsor Astronomie.de
zur AME 2014 präsentiert APM die Entwicklungsarbeit von 2 Jahren Zusammenspiel zwischen Optikrechner, Gusstechnikern, CNC Fertigung und Apo-Linsenherstellung :

Unser neues 100 mm Apochromatisches Fernglas mit echtem ED Glas ist gerade rechtzeitig als Muster fertig geworden und wird auf der AME präsentiert.

Kurze Daten:
- Gehäuse besteht aus Magnesium
- Gesamtgewicht : 6,5 kg
- Brennweite 500 mm
- voll ausgleuchtetes Feld mit 100%: 5 mm Durchmesser
- Vergößerungsfähigkeit über 100-Fach
- von aussen supereinfachst zu Justieren, sodaß wirklich maximale Vergößerungen möglich sind.
- Okularaufnahme : 1.25" mit ausreichend Backfokus für alle normalen Okulare plus Nebelfilter


Lieferzeit: wir arbeiten daran noch vor Weihnachten ausliefern zu können

Preis : Euro 2.950.-

Der Preis ist sicherlich kein Kläckerbetrag aber wir bieten hier 20 mm mehr Öffnung als vergleichbar gute Ferngläser und zusätzlich volle Nutzbarkeit durch 1.25" Okulare was gleichgute Apo Konkurenten nicht bieten.
Und das ganze zum halben Preis.

Also das Glas ist somit nicht Billig, aber sehr günstig

Jene die es sehen möchten , mögen bitte zur AME 2014 zum APM-Telescopes Stand kommen . Bilder zeigen wir erst nach der AME :-)

Herzlich Willkommen
 
Hallo Markus,

kann es sein, dass du die AME 2013 meinst??? *Klug[zensiert]rmodus aus*

Gruß Stefan
 
Klopfer? Da hab ich noch ein paar.....!!!

*Klug[zensiert]rmodus on. Turbo Mode*

Was bitte ist "Vergößerungsfähigkeit"? Da wird etwas gößer?
Oder braucht man, um das "r" zu erkennen die 100-fach?

Von "ausser" "daß" etc. ganz zu schweigen. Hier ist neue, alte und falsche Rechtschreibung bunt gemischt.

*Klug[zensiert]rmodus off*

Frank
 
Hallo Markus,

ich finden das Produkt durchaus interessant, leider wollten manche Poster nur kluge [zensiert]e beitragen.

Ich konnte leider nicht zur AME, gibt es nun schon Bilder?

Wie sind die mechanischen Abmessungen des Glases?

Wie würdest du den Kontrast des Gerätes bei TAGBEOBACHTUNG zB im Vergleich zu den Docter Gläsern einschätzen? Hast du ein Bild von hinten durch gute Okulare?

Frohe Grüße,
Martin

PS: Hiel nock eim paall lechzschleibfehlel für die schbesielle Gliendeel. Die fühlen sich dann besser. Auch sowas kann dem sozialen Frieden dienen.
 
Hallo,

boahhh ist das so schlimm , wenn man sich vertippt oder ein Wort falsch schreibt?

geht damit die Welt unter, ich glaube nicht...

*Klug[zensiert]rmodus off*

Claude



 
Hallo Martin,

also ich war auf der AME, und hatte die Zeit durch einige Bino´s
durchzuschauen. Also die 100er Chinakracher/Clone haben durch
die Bank alle ein grausiges Bild abgegeben.
Das von Markus angekündigte 100er hob sich da schon ab!
Leider war es aber dejustiert (Doppelbilder) und nach Auskunft
des Standpersonals nur ein Prototype!
Absolut spitze war natürlich das Kowa-Bino von Martin, natürlich
leider auch im Preis.
Positiv überrascht war ich von den Vixenmodellen, 70er ED und
selbst der 81er Achromat war nicht schlecht.

Ich habe das Gefühl, daß es wie in anderen Bereichen auch, die
bezahlbare Mitte immer weniger gibt!
Entweder HighEnd oder Kruscht.

CS,
Mike

http://www.bksterngucker.de/
 
Hi Mike

aufgrund der großen Distanz von nahe 1000 km kam ich diesmal nicht zur AME.
Ich sollte das Glas morgen bekommen, dann schau ich es mir genau an.
Mein Mitarbeiter J.S. sagte mir allerdings daß Glas sei Topjustiert gewesen und ein Kunde der mich wegen dem Glas anschrieb bestätigte dies, sodaß ich mich jetzt wundere das du sagst es war desjustiert ?

Ich werde es hoffentlich morgen selbst mal prüfen können.

Zum A-VB Vergleich habe ich das Kowa Highlander Fluorite hier und das 70 mm Vixen ED , da bin selbst gespannt ob unser Ziel erreicht wurde oder nicht
 
Hallo Mike und Markus,

vor kurzem durfte ich eine "seltsame" Erfahrung mit meinem Denkmeier Bino Ansatz machen.
Am 16" MEADE RCX konnten etwa 15 Besucher unserer Sternwarte sowie mehrere Beobachtungsleiter die Bildqualität geniessen.
Nur ein Kollege kritisierte das die Bilder nicht Deckungsgleich sind ...?
Darauf hin habe ich das Bino bei Tag mit Hilfe von waagrechten und senkrechten Linien getestet und konnte keinerlei Dejustage erkennen.
D.h. der Kollege hat aus irgend einem Grund die Bilder nicht Deckungsgleich bekommen.
Sonst kann er jedoch mit Ferngläsern wie einem Canon 12x36 is ii problemlos beobachten.
Ist natürlich nur eine Idee und muss hier garnicht zutreffen.
 
Hallo miteinander,

@ Jardan, Deine Erfahrungen bezüglich Binobeobachtungen habe ich auch schon gemacht und kann sie voll bestätigen.
Deshalb benütze ich bei Astro-Führungen kein Bino mehr, zuviele haben damit ein Problem.

@ Markus, ich war mit einem Beobachter der Füssener Sternfreunde am neuen Bino, der auch kein deckungsgleiches Bild bekam.
Aber das hat ja mal nichts zu sagen, wenn man sieht wie so mancher unwissend an den Okus zerrt um den Augenabstand einzustellen!
Vom Standpersonal (man kennt sich nach all den Jahren) habe ich noch erfahren, dass die Prismen noch Führungen bekommen
damit sie besser fixiert sind, weswegen ich annahm, dass es sich um den Prototyp handelt.
Mich würde noch interessieren welche Optik da zum Einsatz kommt?

Grüßle,
Mike



 
Hi Mike

das erste Glas wurde in aller Eile zugeschickt , damit wir a, was zum Zeigen auf der Messe haben und b, ich mich alle Details anschauen kann.
Gefordert war das die Gläser justierbar sein müssen, ursprünglich war dieses Justagesystem hinten links und rechts der Okularstutzen angedacht, das man während dem Durschauen justieren kann.
Justierbar ist das Glas nun aber durch exzentrische Objektive.

Das Glas kam desjustiert an ( kein Höhenversatz, sondern nur seitlicher Versatz, laut Joachim), Joachim hat es nmit seinen Augen justiert, vielleicht nicht ausreichend gut, weiss ich erst wenns heute hoffentlich hier ankommt.

Ich habe jedoch diese Dejustage beim Hersteller schon angerügt und die sagten, aufgrund der Eile wurden noch keine Rüttel und Vibrationstest durchgeführt, das heisst hier werden noch Tests und eventuell notwendige Verbesserungen durchgeführt.

Die Prismen hinten sollen fix und fest unjustierbar bleiben und der Hersteller behauptet die Präzision zu schaffen.

Nun ich werde es sehen, jedenfalls habe ich aufgrund dieser mir zuvor nicht mitgeteilten Änderung durchgeboxt, das die jedes hier ankommende dejustierte Glas auf deren Kosten zurück bekommen und die sind so von sich überzeugt, das sie dem Vorschlag zugesagt haben


Betreff Optik: Es ist ein FK61 ED Glas
 
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Hallo Markus,

danke für die Info's! Dass die Optik einen guten Eindruck hinterlassen hat, konnte man auch mit einem Auge feststellen!
Kein Wunder bei ED Gläsern, in Anbetracht des Gewichts und der kurzen Brennweite ist der Preis nicht schlecht. Viel Erfolg mit dem Bino.

Grüßle,
Mike

 
Hallo Markus,

ist das ein Fernglas für terrestrische Beobachtung oder steht alles 'astronomisch' auf dem Kopf und/oder ist seitenverkehrt?

Knapp 3000 € sind kein Pappenstiel, aber wenn apochromatisch diesmal beim Fernglas gwirklich bedeutet, dass die Abbildung bis 100x ohne auffällige Farbsäume zustande kommt, wäre das akzeptabel.

Tom
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi

so habe es nun bekommen, am Tage mal ausgetestet und auch heute bei klarem Himmel die ersten Objekte geschaut.

Es ist leicht, sehr leicht, dank dem magnesium Gehäuse. Das Bild ist wie es sich für ein Fernglas gehört aufrecht und seitenrichtig.

Farbkorrektur , nun das Glas hat 550 mm Brennweite und das Ethos 3.7 mm, also 149-Fach zeigte selbst an Kontrastobjekten wie Baumäste und Blätter gegen hellen Hintergrund keine Farbfehler, es liegt somit auf dem Niveau des Kowa Highlander Fluorites.

Die Justage ist allerdings tatsächlich noch etwas daneben, das heisst ich muss mein Team noch mal schulen etwas kritischer zu kucken. Aber hier hat der hersteller ja zugesichert, das es bei der Serie keine Justageprobleme geben wird.

Panoptiks und Nagler kommen an den Fokus und haben noch ausreichend Fokusierplatz. Das Docter 12.5 mm dagegen schafft es nicht, hier fehlen wenige mm. Ich werde mal schauen, ob man die Objektive nicht wenige mm weiter reinsetzen kann oder das gehäuse ein paar mm kürzer halten kann.

ich habe Bilder gemacht, die zeigen, das die Prismen ne bessere Ausleuchtung bieten als mein Highlander.

Im A-B Vergleich zeigt der 100 mm Apo ein weisseres Bild als der ganz schwach gelblich eingefärbte Highlander, die Chinesen haben hier echt mal ne super MC Coating eingesetzt.

Es gibt im Fernglas auf jeder Seite nur 3 optische Elemente , der 2 Linsige Apo vorn und hinten ein großes Dachkantprisma...das wars, einfach und doch hervorragend gelöst.
 
So Jungs,

nachdem ich tagelang durch ne heftige Erkältung out of Order war, gehts jetzt zum Wochenende langsam wieder Bergauf und schwupps die Wupps ist es auch noch Sonnig und heute abend Sternenklar.
Eigentlich wollte ich zu Optikservice Schilling fahren, der ist nur 140 km von hier weg, aber auf meinen Anruf hin meinte er, er sitzt gerade bei 30° am Strand Coktail schlürfen und kommt erst nach dem HTT wieder zurück. Also blieb mir nichts anderes übrig als meinen letzten Hirnschmalz zu Aktivieren :-)

Habe mir daher heute abend vorm Dunkel werden das Glas nochmals vorgenommen und mir Gedanken gemacht wie ich es am einfachsten Justiere.

Der Hersteller hat vorgesehen die beiden Frontobjektive in einer exzenter Fassung sitzend durch verdrehen das Glas zu Justieren. Die Prismen sitzen in Passfassungen, unverrückbar gehalten. Die Passfassungen sind mit 4 Röhrchen aus einem Guss CNC gefräst und mit dem Fernglaskörper verschraubt.

Wir haben festgestellt man braucht nicht den Vorschraubring der Linsenfassung loszudrehen, sondern kann das komplette Vorderteil drehen, entweder mit einer sehr starken Hand, oder mittels zweier weniger starken Hände, komplett spielfrei, endlos drehbar, dadurch nutzt man die Exzentrizität zum Justieren.

Die hat an diesem Testsample nicht gereicht, das es in aller Eile , ohne Schock-, ohne Vibrationstest an mich geschickt wurde.
Nun habe ich einfach 1 Prismenfassung samt Prisma rausgenommen , vor die 4 Röhrchen Gummi-Unterlagsscheiben gelegt , wieder zusammen geschraubt, sodaß ich nun die möglichkeit habe diese Fassung zu justieren.

Die ging nun auch sehr rasch, am Tag bis 61-Fach kein Doppelbild mehr.
Als es Dunkel wurde und ich mit einem 4,8 mm alten Nagler auf 114 fach hochging, stellte ich noch ein leichte Rest-Dejustage fest, meine Auge benötigte weniger als 1 Sekunde um den Doppelstern zu einem zu vermischen, aber ich habs bemerkt.
Bei dieser geringen Dejustage reicht nun die Exzenterfassung aus, ein kleiner Dreh an einer Objektivfassung und das Bild war bei 114-Fach deckungsgleich.

Sollte der Hersteller also nicht meinen Ratschlägen folgen, werden wir hier bei APM diese flexiblen Unterlagsscheiben einbauen und so genau justieren, das jeder Kunde durch eine kleine Umdrehung einer der beiden Frontfassungen das ganze auf sein Auge und seine maximale Vergrößerung optimieren kann.

Nun es ist klar heute abend, mal wieder und es ist Dunkel , verdammt Dunkel.

Ich habe den Kowa 82 mm f/450 mm Highlander Fluorite Bino draussen zusammen mit dem APM 100 mm f/550 mm ED Apo , seite an seite .

Ein paar Ergebnisse des heutigen abends:

einige Kunden fragen mich wie verschieden Okular daran funktionieren.

Die Kowa Okulare 20 x ( 22mm) , 32 ( 14 mm , 50x ( 9 mm ) zeigen im Kowa tolle Bilder aber nicht ganz Randscharf. Diese gleichen Kowa Okulare im APM sind im APM randscharf.

Tele Vue Panoptik und Nagler sind im APM randscharf.

Das Kowa habe ich nun sehr viele Jahre und werde es wohl auch nie hergeben, dazu haben wir gemeinsam schon zuviel erlebt, aber das neue APM ist dem Kowa absolut ebenbürtig, hat aber 100 mm Öffnung und mehr Auflösung und das sieht man an jedem Objekt.

Ob M13 , deutlich mehr Einzelsterne , ob Hantelnebel mit deutlich mehr Nebelstrukturen oder M31 , hier zeigt das APM bereits eine deutliche Teilung.

Der Hammer aber ist Zirrusnebel und Nordamerika: diese habe ich im Saarland mit dem Fuji 150-45° ED ohne Nebelfilter nicht sicher gesehen, weswegen ich mir für das Fuji sündhaft teuere volle Öffnungsfilter UHC und O-III fertigen lies. Im APM 100 mm ist im Zirrus sowohl der Sturmvogel wie auch der Bogen extrem deutlich zu sehen, wie man es eigentlich nur mit UHC kennt. Nordamerika sieht aus als ob ich einen O-III dazwischen hätte.
Nein dieses Ergebniss liegt eindeutig nicht , oder nicht nur am APM Fernglas, sondern an dem geilen Himmel den wir hier bei un in MV haben...einfach unglaublich wenn ich dran denke die letzten Jahre in der Lichtverschmutzung beobachtet zu haben.

Das APM mit 6,6 kg Gewicht ( Kowa wiegt 5,9 kg ) ist ein echtes Leichtgewicht und optisch auf dem Niveau des Kowa, bietet gegenüber dem Kowa jedoch die bessere Ausleuchtung, erlaubt den Einsatz von Standart Okularen und kostet nur die Hälfte.

Es ist eine Schande das dieses Glas nicht bereits vor 2,3 Jahren gebaut wurde, solange hat es seit der Idee bis zur Fertigung stellung gedauert.

Heute in 1 Woche könnt Ihr am HTT selbst durchschauen

 
Nun ich denke, nachdem am HTT letzte Woche etliche die Gelegenheit hatten mit dem neuen Apo Fernglas stundenlang am Tage und in der Nacht zu beobachten, werden mir wohl alle zustimmen die Durchgeschaut haben, die Justage passt und es ist tatsächlich Farbrein und sehr Leistungsfähig :-)
 
Hallo miteinander,

ich kann die Begeisterung von Markus bestätigen. Am Tage und zumindest in einer Nacht habe ich mir die Zeit genommen dieses
tolle Großfernglas genauer anzuschauen und durchzuschauen. Die Justage war perfekt und die Sternabbildung der absolute Hammer!!

Markus, das Teil ist doch eine Eigenkonstruktion von Dir, wäre es möglich ein 80er im gleichen Design aufzulegen?

Grüßle,
Mike

Backnager Sterngucker
 
Mike

man sieht es dem Glas nicht an, aber die Vorinvestitionen sin extrem hoch bei so einem Guss und der Konstruktion, also eines nach dem anderen
 
Hallo Markus,

Ich beobachte mit meinem Televue BinoVue Ansatz, der mich aber nicht voll zufrieden stellt. Schon allein wegen dem hohen Helligkeitsverlustes. Auch benötige ich die dazugehörige 2x Barlow um in den Focus zu kommen.
Ich liebäugle deshalb schon lange Zeit mit dem Kowa Highlander Fluorite 82, da ich schon immer Ferngläser bevorzugte.

Ich finde dein neues "Fernglas" mit 100mm sehr interessant. Genau so etwas fehlt einfach am Markt. Es wird in Serie aber sicher nicht spritzwassergeschützt oder stickstoffgefüllt sein?! Aber damit könnte ich leben.
Wenn du uns ein paar Bilder zeigen könntest, das wäre super!

Gruß,
bino_fan

 
Ich habe die Fotos gerade im Forum "Biete" gefunden.
-> Neu APM 100 mm 45° ED-Apo Fernglas <-

Es sieht ja sehr gut aus! Erinnert mich sehr stark an das Kowa 82 ;-)

Ich bin sehr auf die optischen Eigenschaften gespannt!
 
Hallo Markus,

das hört sich vielversprechend an. Leider fehlen aber bei den technischen Daten noch einige der wichtigsten Angaben: schon die Brennweite (550mm?) bleibt dort ungenannt...

Vor allem aber gibt es keine Anhaltspunkte über das maximal erreichbare reale Sehfeld und den dabei erzielten maximalen subjektiven Sehwinkel. Beides hängt zwar auch vom Okular, dessen Feldblendendurchmesser und seiner Vergrößerung ab, aber die Frage Tunnelblick oder Weitwinkel ist ja gerade bei niedrigen Übersichtsvergrößerungen mit hoher Lichtstärke/großer AP ziemlich kritisch - besonders bei Gläsern wie diesem, mit Prismen für Winkeleinblick, die oft einen kleineren Durchlaß haben.

Deshalb wäre es schön, wenn die Daten ergänzt würden um Brennweite und exemplarische Sehfeldangaben, speziell für ein paar niedrigvergrößernde Übersichtsokulare.

Viele Grüße,
Mathias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal,

noch was. Die Tatsache, dass nicht wenige Leute Probleme mit dem stereoskopischen Sehen an Binokularansätzen haben, hängt vor allem damit zusammen, dass viele Menschen latent, aber unbemerkt, ganz leicht schielen (Heterophorie). Was im Alltag normalerweise durch Gegensteuerung der Augenstellung immer wieder genügend schnell vom Gehirn kompensiert wird und daher keine Rolle spielt, kann unter anderen Umständen kritisch werden, weil dann die Regelung überfordert ist.

Die Kompensation funktioniert z.B. nicht nur bei Müdigkeit oder weniger Licht immer schlechter (Nachtbeobachtung) oder mit höherem Alter, sondern sie ist auch immer weniger genau mit zunehmend höheren Vergrößerungen, bei denen für Deckungsgleichheit der Einzelbilder ja eine viel höhere Winkelgenauigkeit der Augenstellung erforderlich ist, als beim Alltagssehen.

Wenn der physiologische Regelkreis mit der Kompensation zunehmend überfordert ist, beginnt er zu oszillieren, und die dementsprechend zunehmenden und größeren Augenbewegungen und die damit mehr und mehr schwingende Deckungsungleichheit ermüden den Beobachter immer weiter: der Einblick wird anstrengend und zunehmend "stressig" empfunden. Gerade Binokularansätze mit zwar messtechnisch perfekter Parallelität werden dann für viele Beobachter zum Problem, wenn sie dem Nutzer keine leichte, aber mechanisch reporduzierbar arbeitende und stabile Justagemöglicheit bieten, um die optischen Achsen auf seine individuellen Bedürfnisse auszurichten (was noch dazu je nach Tagesform verschieden stark erforderlich sein kann).

Obendrein müssen für eine stabile Orientierung der optischen Achsen natürlich auch die Okularaufnahmen sehr exakt und mit spielfreier Passung/Klemmung gearbeitet sein. Wenn Dein Glas mechanisch entsprechend hochwertig gebaut ist und damit eine einfache, stabile und individuelle Korrektur der latenten Heterophorie ermöglicht, könntest Du damit vielleicht gut werben. Denn Heterophorie ist sehr weit verbreitet: gut 70% der Bevölkerung (und damit vermutlich auch Deiner Kunden) sind davon betroffen. Und noch dazu überproportional viele in fortgeschrittenem Alter - also gerade in der besonders finanzstarken Käuferschicht, an die sich das Angebot ja wendet... :-)

Viele Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bestimmt gibt es draußen im Binoland ein paar Schlauberger, die sich an dem Begriff "spritzwassergeschützt" reiben würden. Aber von einem Astroglas erwartet ja auch niemand wasserdichtigkeit. Wenn man den Aufwand bei einem Großbino betreiben wollte, dann landet man ganz schnell eben da, wo die Fujinon Großbinos sind - inkl. Gewicht und Preis. Aber die Teile sind eben auch für ganz andere Aufgaben konstruiert, nicht unbedingt für den Hobbyspechtler.

Stefan Korth
 
...und wenn man dann noch berücksichtigt, wie dezentriert viele Okulare sind... Das macht eine noch so präzise Werksjustage der Parallelität überflüssig, da ist eine Option zum Selberjustieren viel wichtiger.

Stefan Korth
 
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