Anette_Aslan
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Liebes Sternenvolk!
Seit Tagen verfolge ich mit Spannung, wie sich das Hoch über Spanien langsam auch in Richtung Ost-Österreich verlagert, sehnsüchtig auf den Frühling wartend.
Gestern Nacht schien der Himmel auch schon sternenklar zu sein und ich machte mich von 20h bis 21:30h an den Dobson.
Zunächst musste ich feststellen, dass die offenen Sternhaufen im Fuhrmann nicht so brilliant rüberkamen, auch der in den Zwillingen nicht, den Krebs konnte man überhaupt gar nicht ausmachen um Präsepe ausfindig zu machen, doch ich fand sie, im Dobson bei 32mm einfach den Rahmen sprengend zu gross und zu aufgelöst, also keine wirkliche Freude.
Ich suchte krampfhaft nach dem Offenen unterm Sirius und fand den gerade noch so in der erhellten Horizontsuppe.
Mars kam äusserst schlecht durch und so langsam wurde mir trotz klarem Himmel bewusst, dass da irgendwas nicht stimmt. Die Durchsicht war mir zu milchig aber ich konnte keine Wolken ausmachen.
Ich probierte dann neugierig trotzdem noch den Rosettennebel im Einhorn zu erwischen und sah den nun wirklich mal im O-III mit dem 42mm Weitwinkel. Aber er muss gewaltig weiträumig sein, er sprengt total das Gesichtsfeld und kommt nicht wirklich spektakulär daher, eher ein fuseliger schwarz-weiss Nebelring, sehr diffus gestern, kaum Kontraste, da wünscht man sich doch eine Kamera!
Irgendwie nicht so das Non plus Ultra gestern. Ich deckte den Dobson mit einer Plane ab, mit dem Gedanken, gegen 24h nochmal den Saturn zu sehen. Doch die Müdigkeit siegte und ich schlief wie ein Stein, bis ich gegen 03:30h ganz von allein Schlag auf Schlag hellwach war........ich träumte von einem Esel, der mir auf einer Weide mit einem umgehängten Korb voll Kleingeld entgegenkam............ich glaub ich muss im Lotto spielen.....naja, angetan von dieser Offenbarung machte ich mich schmunzelnd ans schräge Dachfenster um neugierig zu schauen, ob es sich lohnt doch auch bei dieser Gelegenheit in den Garten zu gehen. Der Himmel war noch immer klar und ich verwechselte den Arkturus doch tatsächlich mit dem Saturn, der ja schon längst tief im Südwesten war........
ich also raus, den Dobson auf den vermeintlichen Saturn gerichtet und verdutzt begann ich an meine Okulare zu zweifeln.......dann schaute ich mich endlich wacher werdend um und erkannte die Wega!!!!!!!!!!! Den im Osten aufgehenden Schwan!!!!!!! Machte fast im Zenit den Herkules aus und mich packte das freudige Bibbern auf ein Wiedersehen mit einem alten Sommerfreund, dem M13..........den bekam ich auch gleich ins Oku, dem Baader Hyp 5mm......aaaber sehr trübe! Die Milchstrasse konnte ich überhaupt nicht ausmachen, die Wirlpoolgalaxie schön im Zenit, zeigte wohl gerade noch ihre beiden hellen Kerne, aber den Rest musste man erraten. Dann fand ich endlich mal den M5 und freute mich, schade nur, dass das Seeing so schlecht war.
Nichtsdestotrotz war es eine Freude bei Null Grad unterm totalen Sommersternenhimmel zu wandeln! Eine schöne Überraschung muss ich sagen. Als es so langsam dämmerig wurde erkannte ich auch woran die schlechte Durchsicht lag:
es zeigten sich unglaublich hohe und sehr, sehr dünne Cirrenschleier, die man in der Dunkelheit nicht ausmachen konnte. So an die 9000 Meter wurden vom meteorologischen Dienst hier angegeben.
Bei Mondlicht hätte man diese dünnen Cirren mittels Halo wahrnehmen können, wenn sich das Licht in den Eiskristallen der Cirrn bricht und Aureolen bildet. Aber ohne Mond sind Wolken des Nachts in der Höher nicht auszumachen, wenn sie so dünn sind.
Es hat aber Spass gemacht! Mann kann in einer Nacht den Winter-, den Frühling- und den Sommerhimmel abgrasen, irre.
LIebe Grüsse von Anette
Seit Tagen verfolge ich mit Spannung, wie sich das Hoch über Spanien langsam auch in Richtung Ost-Österreich verlagert, sehnsüchtig auf den Frühling wartend.
Gestern Nacht schien der Himmel auch schon sternenklar zu sein und ich machte mich von 20h bis 21:30h an den Dobson.
Zunächst musste ich feststellen, dass die offenen Sternhaufen im Fuhrmann nicht so brilliant rüberkamen, auch der in den Zwillingen nicht, den Krebs konnte man überhaupt gar nicht ausmachen um Präsepe ausfindig zu machen, doch ich fand sie, im Dobson bei 32mm einfach den Rahmen sprengend zu gross und zu aufgelöst, also keine wirkliche Freude.
Ich suchte krampfhaft nach dem Offenen unterm Sirius und fand den gerade noch so in der erhellten Horizontsuppe.
Mars kam äusserst schlecht durch und so langsam wurde mir trotz klarem Himmel bewusst, dass da irgendwas nicht stimmt. Die Durchsicht war mir zu milchig aber ich konnte keine Wolken ausmachen.
Ich probierte dann neugierig trotzdem noch den Rosettennebel im Einhorn zu erwischen und sah den nun wirklich mal im O-III mit dem 42mm Weitwinkel. Aber er muss gewaltig weiträumig sein, er sprengt total das Gesichtsfeld und kommt nicht wirklich spektakulär daher, eher ein fuseliger schwarz-weiss Nebelring, sehr diffus gestern, kaum Kontraste, da wünscht man sich doch eine Kamera!
Irgendwie nicht so das Non plus Ultra gestern. Ich deckte den Dobson mit einer Plane ab, mit dem Gedanken, gegen 24h nochmal den Saturn zu sehen. Doch die Müdigkeit siegte und ich schlief wie ein Stein, bis ich gegen 03:30h ganz von allein Schlag auf Schlag hellwach war........ich träumte von einem Esel, der mir auf einer Weide mit einem umgehängten Korb voll Kleingeld entgegenkam............ich glaub ich muss im Lotto spielen.....naja, angetan von dieser Offenbarung machte ich mich schmunzelnd ans schräge Dachfenster um neugierig zu schauen, ob es sich lohnt doch auch bei dieser Gelegenheit in den Garten zu gehen. Der Himmel war noch immer klar und ich verwechselte den Arkturus doch tatsächlich mit dem Saturn, der ja schon längst tief im Südwesten war........
ich also raus, den Dobson auf den vermeintlichen Saturn gerichtet und verdutzt begann ich an meine Okulare zu zweifeln.......dann schaute ich mich endlich wacher werdend um und erkannte die Wega!!!!!!!!!!! Den im Osten aufgehenden Schwan!!!!!!! Machte fast im Zenit den Herkules aus und mich packte das freudige Bibbern auf ein Wiedersehen mit einem alten Sommerfreund, dem M13..........den bekam ich auch gleich ins Oku, dem Baader Hyp 5mm......aaaber sehr trübe! Die Milchstrasse konnte ich überhaupt nicht ausmachen, die Wirlpoolgalaxie schön im Zenit, zeigte wohl gerade noch ihre beiden hellen Kerne, aber den Rest musste man erraten. Dann fand ich endlich mal den M5 und freute mich, schade nur, dass das Seeing so schlecht war.
Nichtsdestotrotz war es eine Freude bei Null Grad unterm totalen Sommersternenhimmel zu wandeln! Eine schöne Überraschung muss ich sagen. Als es so langsam dämmerig wurde erkannte ich auch woran die schlechte Durchsicht lag:
es zeigten sich unglaublich hohe und sehr, sehr dünne Cirrenschleier, die man in der Dunkelheit nicht ausmachen konnte. So an die 9000 Meter wurden vom meteorologischen Dienst hier angegeben.
Bei Mondlicht hätte man diese dünnen Cirren mittels Halo wahrnehmen können, wenn sich das Licht in den Eiskristallen der Cirrn bricht und Aureolen bildet. Aber ohne Mond sind Wolken des Nachts in der Höher nicht auszumachen, wenn sie so dünn sind.
Es hat aber Spass gemacht! Mann kann in einer Nacht den Winter-, den Frühling- und den Sommerhimmel abgrasen, irre.
LIebe Grüsse von Anette
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