Anette_Aslan
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Liebes Astrovolk,
der gestrige Tag war von früh bis spät mit den herrlichst bizarren Cirren verhangen, die ja oftmals Vorboten von einströmender, feuchterer Luft sind, also war mir klar, dass die Nacht sich nicht zum Beobachten eignen würde.
Als ich so gegen 0 Uhr Sommerzeit noch einen letzten altgewohnten Blick vor dem Zubettgehen nach Draußen warf, haute es mich schier um!
Glasklar der Himmel, der kleine Wagen zeigte seine 5,5 er Sterne her, so ganz ohne Anstrengung, was höchst selten ist, dann Neumondzeit und kaum 50% Luftfeuchte, ein leichter Wind aus West und 11 Grad, die sich eher mild anfühlten.
Wenngleich tot vor Müdigkeit, war mir klar, dass das ne Sünde wäre nun nicht zu nutzen. Ich schleppte den 10ner Dob aus dem Schuppen, positionierte ihn vor der Ekliptik und Antares im Süden blinzelte mich verführerisch an, so dass alle Lebensgeister in mir aufstiegen.
Herrlich den Skorpion mal bis runter auf "Mü" Sco zu sehen, ich habe ihn mal in der Ägäis ganz gesehen, diesen unverkennbaren Stachel!
Nicht gemütlich wars, den Dobson so tief zu halten, doch zum Erstenmal sah ich M80 im Kopf des Skorpions, der im 32er Weitwinkel diffus daherkam, weiter auflösen konnte ich ihn so in der Horizontsuppe dann leider auch nicht. M 4 suchte ich vergeblich.
Der Himmel machte mich vor den Auswahlmöglichkeiten schier verrückt gestern, ich schoß dann ziellos in den Schützen und lies mich vom Anblick zwei wunderschöner offener Sternhaufen überraschen, die ich so noch nicht kannte, man bekommt immer einen aufregenden Schreck, was neues zu entdecken, herrlich dieser Adrenalinstoß. Ich sah da noch mehr, kann es aber nun ob der Fülle nicht zuordnen, M6 und M7, wohl auch M8 oder M23, ich musste mir den Bügelstuhl holen, um hier in Ruhe abzutauchen.
Die nun ausgewachsenen Blätter des Walnußbaumes säuselten im Wind, noch keine Mückenweibchen, die auf Blutsuche für ihre Eier sind nerven, der Himmel übergoss einen schier. Angenehmere Bedingungen kann man nicht haben.
Also rauf zu M13 in Steillage, den nächsten Herzhüpfer geholt und mit dieser Initianlzündung gleich zu M57, der sich schön kontrastreich mit seinem Ring im Baader Hyp 5 zeigte, Albireo einen Besuch abgestattet, im Ophiuchus gewühlt und leider nichts gefunden, die Whirlpool mit zwei deutlichen Kernen erkannt und M3 im Südwesten besucht, der sich aber im Vergleich zu M13 nicht gut auflösen lies, denn im Südwesten kam eine Bank von Altocumulus dahergezogen und verschlechterte deutlich die Sichtverhältnisse, im Osten tiefschwarz und klar alles, bis rauf zum Pol und im Südwesten trübte die Sicht ein, der Himmel war deutlich zweigeteilt. Bootes war dann ganz zu .
Ich versank noch so tief im Weltall und bemerkte nicht, dass es auf 2h zuging. Kurz vorm Schlafkoma deckte in den Dobs nurmehr mit einer Plane zu und schmiss mich mit Klamotten ins Bett!
Nächstemal muss ein Plan her, denn bei soviel Sonderangeboten wird man verrückt, kann ich nur sagen.
Liebe Sternengrüsse von Anette
der gestrige Tag war von früh bis spät mit den herrlichst bizarren Cirren verhangen, die ja oftmals Vorboten von einströmender, feuchterer Luft sind, also war mir klar, dass die Nacht sich nicht zum Beobachten eignen würde.
Als ich so gegen 0 Uhr Sommerzeit noch einen letzten altgewohnten Blick vor dem Zubettgehen nach Draußen warf, haute es mich schier um!
Glasklar der Himmel, der kleine Wagen zeigte seine 5,5 er Sterne her, so ganz ohne Anstrengung, was höchst selten ist, dann Neumondzeit und kaum 50% Luftfeuchte, ein leichter Wind aus West und 11 Grad, die sich eher mild anfühlten.
Wenngleich tot vor Müdigkeit, war mir klar, dass das ne Sünde wäre nun nicht zu nutzen. Ich schleppte den 10ner Dob aus dem Schuppen, positionierte ihn vor der Ekliptik und Antares im Süden blinzelte mich verführerisch an, so dass alle Lebensgeister in mir aufstiegen.
Herrlich den Skorpion mal bis runter auf "Mü" Sco zu sehen, ich habe ihn mal in der Ägäis ganz gesehen, diesen unverkennbaren Stachel!
Nicht gemütlich wars, den Dobson so tief zu halten, doch zum Erstenmal sah ich M80 im Kopf des Skorpions, der im 32er Weitwinkel diffus daherkam, weiter auflösen konnte ich ihn so in der Horizontsuppe dann leider auch nicht. M 4 suchte ich vergeblich.
Der Himmel machte mich vor den Auswahlmöglichkeiten schier verrückt gestern, ich schoß dann ziellos in den Schützen und lies mich vom Anblick zwei wunderschöner offener Sternhaufen überraschen, die ich so noch nicht kannte, man bekommt immer einen aufregenden Schreck, was neues zu entdecken, herrlich dieser Adrenalinstoß. Ich sah da noch mehr, kann es aber nun ob der Fülle nicht zuordnen, M6 und M7, wohl auch M8 oder M23, ich musste mir den Bügelstuhl holen, um hier in Ruhe abzutauchen.
Die nun ausgewachsenen Blätter des Walnußbaumes säuselten im Wind, noch keine Mückenweibchen, die auf Blutsuche für ihre Eier sind nerven, der Himmel übergoss einen schier. Angenehmere Bedingungen kann man nicht haben.
Also rauf zu M13 in Steillage, den nächsten Herzhüpfer geholt und mit dieser Initianlzündung gleich zu M57, der sich schön kontrastreich mit seinem Ring im Baader Hyp 5 zeigte, Albireo einen Besuch abgestattet, im Ophiuchus gewühlt und leider nichts gefunden, die Whirlpool mit zwei deutlichen Kernen erkannt und M3 im Südwesten besucht, der sich aber im Vergleich zu M13 nicht gut auflösen lies, denn im Südwesten kam eine Bank von Altocumulus dahergezogen und verschlechterte deutlich die Sichtverhältnisse, im Osten tiefschwarz und klar alles, bis rauf zum Pol und im Südwesten trübte die Sicht ein, der Himmel war deutlich zweigeteilt. Bootes war dann ganz zu .
Ich versank noch so tief im Weltall und bemerkte nicht, dass es auf 2h zuging. Kurz vorm Schlafkoma deckte in den Dobs nurmehr mit einer Plane zu und schmiss mich mit Klamotten ins Bett!
Nächstemal muss ein Plan her, denn bei soviel Sonderangeboten wird man verrückt, kann ich nur sagen.
Liebe Sternengrüsse von Anette