Wenn man sich für ein Teleskop entscheiden darf...

NIPIAN

Neues Mitglied
... welches für Mond und Planeten visuell genutzt werden soll -
Und es wäre zwischen einem Celestron 279/2800 EdgeHD 1100 und einem Esprit-150ED zu entscheiden (eigentlich waren 4k Limit gesetzt), welches (dritte :) ) wäre das für euch?
 
Ich würde aus dem Bauch heraus (ohne jemals mit einem der beiden beobachtet/ fotografiert zu haben) zum EdgeHD tendieren, weil ich mit Reflektoren mehr Erfahrung habe. Wie möchtest du das Teleskop nutzen? Fotografieren oder Visuell? Mobil oder stationär?

Wenn stationär, visuell und andere Teleskope miteingeschlossen sind, würde ich zu einem Dobson raten.
 
Ich habe zwei C11 und einen guten 6" Refraktor.

Die beiden C11 kommen so gut wie nie zum Einsatz, weil dazu die Bedingungen stimmen müssen.
Nicht nur vom Seeing her, damit ich die bessere Auflösung der C11 auch nutzen kann- es liegt meistens
an den Temperaturschwankungen. Wenn abends die Temperatur fällt kommt in den meisten Fällen das
C11 nicht hinterher. Nicht nur, dass der Fokus wegläuft- das ganze Bild ist unbrauchbar. Isoliert habe ich ein
C11 auch, das Problem bleibt aber bestehen (wenn auch nicht mehr ganz so schlimm).
Mein Refraktor ist relativ gut temperaturkompensiert und passt sich auch gut der Umgebungstemperatur an.
Mein Teleskopraum hat meistens wenig Temperaturunterschied zur Aussentemperatur. Fällt die Außentemperatur
doch mal relativ schnell, wird das zuverlässig durch den Autofokus ausgeglichen.

CS Bernd
 
Ich würde wahrscheinlich das normale C11 nehmen (randscharfe Ecken sind am Planet irrlevant und am Mond auch nicht so sehr, zumindest hat mit das am C14 nie gestört) oder gar nur das C925 (hat zumindest einen sehr guten Ruf, was die Optik angeht, weil der Aufbau etwas anders ist), und den Differenzbetrag in den ADC von Greatstar stecken.

Die ADCs hatte ich lange unterschätzt, und kenne mittlerweile die von TS/ZWO & Co (gehen), den von Pierro Astro (Riesen-Fortschritt im Handling) und GreatStar (teuer, aber man merkt den Unterschied tatsächlich).

Ein 6"-Refraktor ist schön, aber auch ein ordentlicher Trumm (mobil? welche Montierung?), und die Faustregel von 300x max ist halt auch nicht so viel. Wenn es um Sonne ginge, würde ich den 6"er empfehlen, aber Mond und Planeten freuen sich über das Potential zu mehr Vergrößerung.

Und wenn noch ein paar Euro übrig sind, ein Bino-Ansatz.

Clear Skies,
Alex
 
Hallo Freunde

Wenn es um die Bildgewinnung am Planeten geht und um die leuchtschwachen Uranus , Neptun und Pluto, so ist ein C11 klar im Vorteil.
Geht es um die visuelle Betrachtung an den hellen Planeten würde ich auch ganz klar den 6"-Apo bevorzugen, siehe Bemerkung vom Bernd / Deukalion.

Dabei muß es nicht unbedingt ein Esprit-150ED sein. Ein preislich günztigerer ED / SD wie so ein Evostar 150 ED oder TS-Optics Doublet SD-Apo tut´s da auch.
Ich habe einen APM Doublet ED Apo 152. Ja, der hat "nur" ein FPL 51-Glas drinnen aber von der "Blausaumseuche" absolut keine Spur. Damit kann man bequem bis zum 3.5er Nagler hoch vergrößern bei gutem Kontrast und ausreichender Auflösung. Da sind wir dann bei einer schlappen 343fachen Vergrößerung. Was will man mehr? In dem Bereich vergrößert man in erster Linie am C11 nur das Seeing / Tubusseeing.

Ich nutze in erster Linie einen 250er Schiefspiegler. Da fängt man in der Regel im "Zyklopenmodus" mit einem 21er oder 19mm Okular bei 238- 263 an und steigert das mit besser werdendem Seeing bis auf 385-fach wobei der dann den 150er Apo in Sachen Auflösung regelrecht deklassiert. Das kann dann selbst der 16"-Dobson nicht besser.
Ach ja, und nicht vergessen, ein Bino-Ansatz steigert das Seherlebnis nochmals beträchtlich!

Gruß
Peter
 
Hallo Christian,
Für Beobachtung von Mond und Planeten würde ich auf ein Spiegelteleskop setzen.
Die Abbildungsleistung der Reflektoren wird von vergleichbaren Refraktoren erst in ganz anderen Preisklassen erreicht.
Diese Aussage wird natürlich nicht allen Kriterien im Vergleich gerecht, aber ich stelle das mal recht weit oben an.
An den im Vergleich sehr hellen Objekten müssen Refraktoren über eine sehr gute Korrektur des Farbfehlers verfügen, und das macht diese Geräte in der Regel teuer*, bei Spiegeln gibt es diesen Fehler gar nicht erst.

*) …Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel…. : )


Das von Dir bereits erwähnte C11 ist schon ein sehr gutes Gerät, vor allem was Preisleistung angeht, aber empfehlen würde ich Dir eher eine Nummer kleiner. Auch wenn ich ein ausgesprochener Freund großer Teleskopöffnungen bin, so hat das Celestron 9,25“ ein paar Eigenschaften, die es zu einem sehr empfehlenswerten Beobachtungsgerät für Mond und Planet macht.
Allem voran ist der Hauptspiegel zu nennen, der im Vergleich mit anderen Schmidt-Cassegrains ein etwas langsameres Öffnungsverhältnis hat. F/2,3, wenn ich mich richtig erinnere. Andere SC Hauptspiegel liegen bei f/1,9 - f/2.
Die Brennweite wird also nicht hauptsächlich vom Sekundärspiegel herausgeholt, sondern bereits beim Hauptspiegel angelegt.
Das wird im Allgemeinen als „entspanntere Verhältnisse“ beschrieben.
Und das führt zu Eigenschaften, die das C9 für das Beobachten von Mond und Planet prädestiniert.

Ed Ting hat das mal sehr schön in einem seiner Videos beschrieben:


Er ist es auch, der eher die Standart-Version empfiehlt, und nicht die EHD-Version.
Die Korrektur wird unter anderem mit erheblichen Einschränkungen bei der Auswahl von Zubehören, z.B. Reducer oder Hyperstar bezahlt, und diese Einschränkungen stehen in einem recht ungünstigen Verhältnis zum Effekt.

Hier hat das Ed Ting auch schön beschrieben:


Auch sehr aufschlussreich ist sein Video, bei dem es um die Frage geht, welches Teleskop es sein würde, wenn er nur ein einziges besitzen dürfte. Neben einem -ganz klar- Dobson, steht das C9,25 auf Platz 2 seiner Liste.

Ab ca. 8. Minute kommt er auf das C9……



……viele Videos von Ed Ting…….
Ich sehe seine Videos gern, denn er spricht für meine nicht gerade herausragenden Englischkenntnisse gut verständlich, und wegen der unglaublichen Vielzahl an verschiedenen Teleskopen, mit denen er gearbeitet hat, traue ich ihm eine gewisse Expertise zu.

Vielleicht interessiert Dich das ja…..

Ich habe beides in meinem Bestand. Sowohl das C 9,25“ wie auch einen bestimmt nicht schlechten 6“ APO . (LZOS)
Der Kontrast ist beim APO besser, und bei heftigen Vergrößerungen kann er mit dem Neuneinviertelzöller gut mithalten.
Aber:
1. Der APO ist um das gut Vierfache teurer, und
2. benötigt der APO eine solidere Montierung.

Während meine AZ-EQ6 mit dem C9,25 förmlich spielt, kommt sie mit dem 6“ APO spürbar an ihre Genzen.
….und die AZ-EQ6 ist beileibe kein Schwächling……

CS

Dietmar
 
(eigentlich waren 4k Limit gesetzt), welches (dritte :) ) wäre das für euch?
Ein 10" oder 12" Planetennewton mit Skywatcher Goto Rockerbox.

Das SC hat ein schlechtes thermisches Verhalten und der Esprit kühlt auch nicht gerade schnell aus, dazu hat er für einen Binokularansatz etwas wenig Öffnung.

Da es keine Planetennewton von der Stange gibt, sind das Sonderanfertigungen nach Kunden Konfiguration.
Mit etwas handwerklichem Geschick kann man sich das aber auch selber bauen.

Gute dünne Hauptspiegel gibt es bei Nauris, Astro Reflect, oder bei Spacewalk.
Bei dem Budget ist auch ein Carbontubus mit drin.

Für die Konfiguration solltest du dir gleich überlegen ob du mit ADC und Binokularansatz beobachten möchtest?
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

es gibt einen 10“ f6.3 Dobson (Orion UK VX10L) der mit einer Obstruktion von 20% schon ziemlich gut sein dürfte. Ich denke auch, dass ein Newton gegenüber einem SC thermisch im Vorteil ist. Leider ist der Orion ein Volltubus und daher recht unhandlich. Ich selbst habe eine 12“ f5 Dobson (auch einen Volltubus) und bin damit sehr zufrieden.

Viele Grüße
Michael
 
Oh man, Darwin - hätte nie mit soviel input gerechnet. Vielen Dank!
Ich muss näher spezifizieren, denn ich habe auch Gedanken bis zu dieser Auswahl im Kopf gehabt. Ich habe einen alten Newton 250/1250, aber eben für dieses Einsatzgebiet eigentlich nett, wenn auch waberig - Öffnung vs. Seeing, trotz Selbstbausaugung etc. pp. Für meine aktuellen DeepSky-Fotofertigkeiten vollkommend ausreichend.

Und jetzt das aber (und ich hasse das Wort, echt etz, s geht nur nicht anders):
Kinder. Schon einmal versucht, die passende Höhe für diese dick eingemümmelten aber voll agilen Knäuels am Dobson oder der newtonbeladenen Parallaktischen herzustellen? Ist für alle Beteiligten kein Vergnügen. Jedenfalls nicht auf Dauer. Schultern? Zu hoch. Vor der Brust und lange stillstehen? Meh, anschließend hinten Rücken. Diverse Stapelboxen zum Draufstellen? Nee, erklär das dann mal schlüssig beim Gipsen.
Deshalb Gucklochstutzen hinten am Gerät als wichtigste Voraussetzung, dann höhenverstellbarer Stuhl und 90°- Spiegel, Okulare. Fäddich. Und wenn ich das Ding dann auch noch ein wenig zur Mond(Mosaik - auch einer meiner Träumereien seit HaleBopp)- und Planetenfotografie nutzen kann, wäre das kurz vor dem Prädikat "eierlegende Wollmilchsau".

Hab ne CEM70 - Thread zu diesem Schmuckstück gibbet schon, wegen der fehlerhaften DC-Verkabelungen ab Werk ^^. Stabilität ist also vorhanden.

Binoaufsatz... C9,25... ADC... klingt nach Bedarf eines Knobelbechers, wird wohl n Kniffel.

Ich kann beide Seiten verstehen APO und SC und die Argumentationen sind voll schlüssig. Die letzten Jahre bringen gefühlt mehr Wasser in der Atmosphäre und Thermik. Sehr ihr da eher weniger als 280mm Öffnung, da z.B. das Potential eh stetig seltener ausgeschöpft werden kann? Wie würdet ihr entscheiden, wenn zwei Bengels auf Ein- und Durchblick bestehen. Ja, erst 6 und 4, aber die bestehen voll drauf - und irgendwie macht das schon, zumindest solange das Interesse bestehen bleibt, irgendwie stolz.
 
Hi
ich habe die besten Planeten und Mondbeobachtungen allesamt mit großen Spiegeln gemacht.
Deswegen, 12" f/5 Dobson. Der kann bis auf ca. 15 % Obstruktion gedrückt werden, ist leicht und gut zu bewegen.
Mit einer Nachführplatform kann man dazu noch Komfort gewinnen.
Einen der o.g. 10 Zoll f/6,3 ist mir auch schon begegnet. Da ne tolle Optik die auch 400fach abkonnte.
Die Nachteile der vorgeschlagenen Geräte sind erläutert. Das sehe ich auch so.
CS
 
OK, mit Kindern ist es nicht einfach. Aber dafür wäre doch ein Achromat ganz nett. Azimutal montiert und auch die richtige Höhe gebracht macht so ein Teil schon Spaß. Ich habe einen 102mm f6.5, eigentlich für das Daystar Quark, der auch Jupiter und Saturn schön zeigt. Mit Gelbfilter sogar ohne Farbrand. Aber Kinder werden sich an einem leichten Farbfehler nicht stören, denke ich. Für den Spaß bist Du auch keine Unsummen los und Sternhaufen und Streifzüge durch die Milchstraße gehen damit auch.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Nipian

(gibt es dazu auch einen richtigen Namen??)

Wenn schon ein 250er "Ofenrohr" vorhanden ist und dabei das Seeing tierisch nervt dann würde ich von einem C 9 1/4 oder gar C11 abstand nehmen.
Einen 6"-Apo, den Du zum Anfang schon ins Auge gefasst hast erachte ich da durch aus für sinnvoller.

Man guckt mit den Ding bequem im sitzen von hinten rein und das Thema Tubusseeing und Auskühlung sehe ist da deutlich entspannter. So ein Teil wird problemlos von Deiner vorhandenen CEM70 locker getragen und benötigt in der Regel keine nachträgliche Justierung.
Nebenbei ist so ein Apo dank kurzer Brennweite auch noch für größere Gesichtsfelder tauglich.

Dabei muß so ein Teil auch nicht unbedingt 3 "Riesen" oder gar mehr kosten. Diese Apos wurde in den letzten Monaten mehrfach, teils wie "Sauerbier", angeboten und mit ein wenig Verhandlungsgeschick sollte so etwas noch locker in den Finanzrahmen passen. Hier mal ein Beispiel. Und ob die wirklich alle einen neuen Besitzer gefunden haben wage ich zu bezweifeln.
Nun, überleg´s Dir gut. Nichts übereilen, Kaufgelegenheiten kommen immer wieder.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,
hast Du gesehen, warum der Peter aus Deinem Beispiel seinen 6“ APO verkaufen will?
Richtig, weil er nur noch mit seinem C9,25 beobachtet.

Ich würde das Beispiel deshalb eher als Werbung für das C9,25 sehen……

Grundsätzlich möchte ich Dir aber gar nicht widersprechen.
Ein (guter) sechszölliger APO macht einen riesigen Spaß, denn er ist ein wahrer Alleskönner.

Bei Christian (NIPIAN) lautet die Aufgabe aber konkret „Mond und Planet“.
Und da würde ich, wenn beide Geräte vor mir liegen, sofort zum Neuneinviertelzöller greifen.

Aber das ist auch ein bisschen Geschmacksache:
Der Eine legt mehr Wert auf Kontrast und nimmt den APO, der Andere sagt -völlig richtig- dass bei Mond und Planet Öffnung und Brennweite zählen, und nimmt das SC.

Einen Fehler machen damit beide nicht.

CS

Dietmar
 
Das ist eigentlich schon ein Planetenteleskop, wenn du damit keine guten Bilder hinbekommst liegt es entweder an dir oder an Fehlern der Technik.
Seeingtechnisch ist ein SC noch schwieriger zu beherrschen als ein Newton, da man nicht so einfach Lüfter anbauen kann.
So gesehen bist du vermutlich mit einem APO besser dran?
LG
 
Es gibt gute 5" Apos ab ca.6kg, warum sich einen teuren 15kg Brocken holen, der in den meisten Nächten wenig mehr zeigt und den man dann 3x im Jahr verwendet.
Ich würd mir, speziell mit Kids, ein Setup zusammenstellen, das du in einem raustragen kannst und oft mit und ohne Kids verwendest.
Für die superklaren Nächte wenn die Kids dann schlafen ist doch schon ein großer Spiegel da.

LG
Martin
 
Ich habe beides in meinem Bestand. Sowohl das C 9,25“ wie auch einen bestimmt nicht schlechten 6“ APO . (LZOS)
Der Kontrast ist beim APO besser, und bei heftigen Vergrößerungen kann er mit dem Neuneinviertelzöller gut mithalten.
Aber:
1. Der APO ist um das gut Vierfache teurer, und
2. benötigt der APO eine solidere Montierung.

Während meine AZ-EQ6 mit dem C9,25 förmlich spielt, kommt sie mit dem 6“ APO spürbar an ihre Genzen.
….und die AZ-EQ6 ist beileibe kein Schwächling……

Es muss als Apo ja nicht gleich ein sehr teures 150F8 Triplet einer Edelmarke sein.
Ein wesentlich günstigeres und auch leichteres Doublet tut es durchaus auch.
Wem die 150F8 zu schwer und sperrig sind der kann auch etwas kleinere Brötchen backen.
Sehr empfehlenswert wäre der SD 125F7,8 von TS oder der SD 140F7 von APM.
Beides FPL 53 + Lanthan Doublets mit guter Farbkorrektur welche den Anforderrungen an einen visuellen APO gerecht werden.

Wem ein 150F8 Triple zu schwer und Sperrig ist und man aber trotzdem maximale Öffnung noch handhabbar möchte für den ist der SD 140F7 bestens geeignet.
Es ist mit 9kg leichter als ein C9,25.

Grüße Gerd
 
Hallo Martin
warum sich einen teuren 15kg Brocken holen,
Nimm einen preiswerten 2-Linser der wiegt 8,45Kg und mit Schellen samt Prismenschiene 10,7 Kg und ist damit locker um 4Kg leichter! Meiner wiegt also bei weitem keine 15Kg und der SD 140F7 ist noch einmal 1knappes Kilo leichter! Mit einem 5-Zoller spart man vielleicht 2-2,5Kg mehr nicht!

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt gute 5" Apos ab ca.6kg, warum sich einen teuren 15kg Brocken holen…..

Ganz einfach:
Weil ein 5“ APO noch weniger Öffnung, und in der Regel noch weniger Brennweite besitzt.

Und hier geht es schließlich um das Beobachten von Mond und Planet….. ……Brennweite, Öffnung…….

Es gibt auch schöne 4“ APOs, mit denen kann man auch irgendwie Mond und Planeten beobachten.
Noch leichter, noch günstiger…..

Ich hab den Mond auch schon sehr beeindruckend mit meinem 80mm APO beobachtet…..

Ein Fernglas ist auch besser als nichts…….

Finde den Fehler…. ; )

CS

Dietmar
 
Ganz einfach:
Weil ein 5“ APO noch weniger Öffnung, und in der Regel noch weniger Brennweite besitzt.

Und hier geht es schließlich um das Beobachten von Mond und Planet….. ……Brennweite, Öffnung…….

Die Brennweite ist visuell völlig irrelevant!
Man kann mit kleiner Okularbrennweite oder mit einer Barlow auch mit kurzer Teleskopbrennweite sehr hohe Vergrößerungen erreichen.
Wenn es sein muss sogar wesentlich höher als es zuträglich wäre.

Wenn dann könnte man allenfalls die Öffnungszahl betrachten.
Die AP ist von der Okularbrennweite und von der Öffnungszahl abhängig.
Je größer die Öffnungszahl umso größer ist die Okularbrennweite welche für das Erreichen einer bestimmten AP notwendig ist.
Und da sind hier diskutierte APOs mit F7 aufwärts wesentlich günstiger als ein Newton mit extremen F4.
Der Newton mit extremen F4 erfordert also wesentlich kürzere Okularbrennweiten als der APO mit F7, F8 um die gleiche AP zu erreichen.

Und was die Öffnung anbelangt.
Du sagst ja selber.

Ich habe beides in meinem Bestand. Sowohl das C 9,25“ wie auch einen bestimmt nicht schlechten 6“ APO . (LZOS)
Der Kontrast ist beim APO besser, und bei heftigen Vergrößerungen kann er mit dem Neuneinviertelzöller gut mithalten.

Der 5“ APO wird zwar nicht mehr so wie der 6“ APO mit dem C9,25 mithalten können aber dramatisch wird der Unterschied nun auch nicht sein.
Und wenn man zwischen Detailauflösung und Gewicht und Sperrigkeit abwägt kann man durchaus auch den kleinen Kompromiss bei der Detailauflösung zugunsten eines wesentlich leichteren und kompakteren Teleskops machen und den 5“ statt den 6“ nehmen.

Sinnvoll ist es den Kompromiss so zu wählen das man noch Spaß mit der Ausrüstung hat
Und das kann dann bei dem einen auf einen 4“ APO hinauslaufen bei dem Anderen auf einen 5“ und beim nächsten auf einen 6“.
Je nach dem wie leidensfähig man bei Gewicht und Sperrigkeit ist.

Es ist völliger Unsinn sich aus reinem Öffnungswahn irgendein Monsterteleskop zuzulegen das dann in der Ecke verstaubt, weil man es sich nicht so oft antun möchte dieses schwere Geschütz in Stellung zu bringen.

Grüße Gerd
 
Hallo,

Leider ist der Vergleich des C11 zum 6 Zoll Apo etwas zu groß für mich ;-) Bin ja meistens zu faul den 5 Zöller rauszuschleppen und beobachte dann mit 72 mm was echt schon viel zeigt.

Allerdings wenn ich mein altes C8 mit dem hier, dem oben empfohlenen TS 125 SD vergleiche, dann ist der hier das Planeten Gerät dass mir die wirklich interessanten Dinge gezeigt hat. So ein größeres SC ist schon handlich, das C8 wiegt weniger aber eben thermisch für maximale Bilddefinition bei meinem Standort nicht zu beherrschen. Würde jederzeit wieder von C8 auf 5 Zoll tauschen.

Im Biete Forum verkauft eh gerade einer sein C9 (das mich schon auch interessieren würde, hätte ich nicht genug Fernrohre) und würde es gegen einen 6 Zoll Apo tauschen. Ich verstehe das vollkommen. Bei Deep Sky schaut die Welt anders aus. Aber da brauchst nicht maximalen Kontrast und Schärfe.

So und jetzt die guten Bedingungen ausnutzen, schau ma Mal ob 52 Orionis dann geht 😉

LG
Franz
IMG_20250208_174341.jpg
 
Ich hatte für ein paar Jahre einen 5" LZOS.
Mit Binokularansatz hatte ich jedoch immer das Gefühl, dass dieser Öffnung genau da die Luft ausgeht, wo die Mond und Planetenbeobachtung von der Vergrößerung her erst anfängt richtig Spaß zu machen (250x).
Wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob es um eine Anfänger Beratung geht?

Die Aussage das nach 5" Öffnung nicht mehr viel kommt kann ich nicht bestätigen.
Schon häufig haben meine Vergleiche zwischen 6" LZOS APO und einem 10" Skywatcher Newton den 6" APO in Sachen Auflösung und Vergrößerung hinter sich gelassen.
Die höhere Auflösung des 10" Newton sieht man schon ab ca. 200-250x z.B. am Mondkrater Copernicus, die Terrassen besser und feiner strukturiert und auf dem Kraterboden mehr und deutlichere Hubel.

Mit noch größeren Öffnungen ab 12"+ ist man meiner Meinung nach so oder so auf einem anderen Level der Beobachtung, da können die gesehenen Bilder mit guten Fotos mithalten.

Allerdings haben meine Planetennewtons nicht mehr viel mit der Massenware zu tun.
Auch beobachte ich Mond und Planeten nur mit Nachführung, Binokularansatz und ADC.
LG
 
Es ist völliger Unsinn sich aus reinem Öffnungswahn irgendein Monsterteleskop zuzulegen das dann in der Ecke verstaubt, weil man es sich nicht so oft antun möchte dieses schwere Geschütz in Stellung zu bringen.
Da stimme ich Dir natürlich zu.
Auch vielen anderen Argumenten bezüglich z.B. "einer Nummer kleiner" usw. kann ich bedenkenlos folgen. Spaß macht das alles.

Dass man mit großen Teleskopöffnungen gleich einem Wahn verfallen ist, unterschreibe ich allerdings nicht, vor allem bei der ursprünglichen Fragestellung.

Ich bin in der nicht ganz unglücklichen Lage, regelmäßig mehrere / viele unterschiedliche Teleskope im direkten Vergleich erleben zu können.
Sowohl eigene, die ich oft beim ITV nebeneinander aufgebaut hatte , wie auch viele andere, die sich regelmäßig auf unserer Astrocampingwiese der Sternwarte in Stumpertenrod tummeln. Feine Mondsicheln und Planeten sind da immer zu beobachten. Auf der Wiese mit 3" APO über diverse Binos bis zum 28" Dobson.
(Letzgenanntes leider künftig nicht mehr..... :( .... ). In der Kuppel mit unserem 20" Cassegrain, und im Flachbau mit dem 6" TMB Vereins-APO.

Ich brauche überhaupt nicht darüber nachzudenken, welche Teleskope z.B. unseren Jupiter besser, schöner, detailreicher .... einfach beeindruckender zeigen.
Es sind nun einmal die größeren Geräte. An die Abbildung eines C14 kommt ein kleiner APO einfach nicht heran.

Gerd, Du hast schon durch so viele Teleskope geschaut. Ich bin sicher, Du weißt, wovon ich berichte.
Und Du kennst auch den Unterschied zwischen einer mit Barlow und kurzer Okularbrennweite aufgepumpten vierzölligen Spitzenlinse und einem großen Spiegel.
Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich schaue viel lieber mit 1 , 2 oder 3 mm Austrittpupille als mit einem halben Millimeter.
Das macht - zumindest bei mir- einen enormen Unterschied, das ist meine Empfindung.

Dass man einen kleinen APO tendenziell öfter unter den Arm klemmt, und rausgeht, steht außer Frage.
Aber darum geht es ja hier, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht.

.....eigentlich ging es ja nur um C11 oder 6" APO........

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

Wenn man das Teleskop fix aufstellen kann (wäre ein Traum) in einer Schutzhütte oder Sternwarte am Land oder noch besser am Berg, dann ja selbstverständlich. Dann würde ich allerdings nicht zum C11 greifen, sondern zum großen und guten Newton. Auch wegen Deep Sky was dann schon richtig cool ist. Hatte auch Mal vor sehr langer Zeit was über 30 cm zu Hause.

Und darauf einen 6 Zoll Apo, wenn das Seeing Mal nicht ganz so passt. 😉.

Bei mir in der Stadt am Balkon hab ich ein Problem. Da reicht das Seeing fast immer für 72 mm aber seltener für 5 Zoll. Nur die 5 Zoll kann ich zumindest im Sommer auch rasch auf 1600 m bringen, bin mit Aufladen und fahren und Aufbauen in einer knappen Stunde da und bereit.

Es ist immer eine Frage der Umstände. Jedes Fernrohr hat seinen Himmel.

LG
Franz
 
Zurück
Oben