Wer hat Erfahrung mit Sirius Kuppeln?

glowworm

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
gute Sternwartenkuppeln zu bauen ist nicht trivial. Der Markt ist, auch international, überschaubar. Im unteren Preissegment sind die Produkte nicht ausgereift, oder man spart am falschen Ende. So gibt es Probleme mit der Mechanik, dem Rundlauf, Dichtheit, Kondensation etc. pp.. Das obere Preissegment ist für Amateurastronomen praktisch unerreichbar teuer geworden und nur noch für Vereine mit entsprechenden Fördermöglichkeiten adressierbar. Ein mittleres Preissegment scheint zu fehlen.
In der Vergangenheit gab es durchaus gute Berichte über Sirius Kuppeln, die zwar z.B. auch keine Isolierung ab Werk haben, aber mechanisch und fertigungstechnisch durchaus gelobt wurden (cloudy nights).
Wer in Deutschland betreibt eine Sirius-Kuppel (idealerweise 3.5m) oder könnte mir einen Kontakt für eine Besichtigung vermitteln? Für Hinweise wäre ich dankbar. Nachricht gerne über PN.
Merci & cs,
Thorsten
 
Echt so schwierig? Niemand hat eine Sirius Kuppel, oder kennt jemanden, der eine hat?
Merci für Eure Hilfe und cs,
Thorsten
 
Hallo Thorsten,

ich glaube auf manch deiner Beiträge kann man nicht antworten.
Irgendwas hast du da eingeschränkt dass man nicht antworten kann.
Dein Profil ist auch anonym.

Gruß Anton.
 
Hallo Thorsten,
Screenshot 2024-10-11 at 10-51-07 Oops! Wir sind auf einige Probleme gestoßen.png
 
Hallo,

Ich habe zwar keine Erfahrungen mit der gesuchten Kuppel, aber eine grundsätzliche Frage hätte ich dennoch:

Sorry, aber wer so anonym wie du im Forum rumgeistert, sollte nicht viel Antworten erwarten.

Das ist fast schon eine eigene Diskussion wert.
Warum muss man alles von sich schreiben oder hergeben, um Antworten zu bekommen?
Wenn ich das Profil von @Heliklaus oder @AntonBoettcher ansehe, dann steht darinnen nichts besonderes als die vom Forum vorgegebenen Standartsachen. Im Grunde genommen ist auch @Heliklaus oder @AntonBoettcher genauso anonym wie hier @glowworm .
Ich halte das für ungut, aufgefordert zu werden mehr von sich selbst zu schreiben damit man Antworten bekommt. Es sollte jedem einzelnen überlassen sein, was er oder sie von sich in den weiten des Internets preisgibt und was nicht.
Wer damit nicht umgehen kann, kann es einfach sein lassen, auf einem Beitrag zu antworten, wenn er das Gefühl hat, sein Gegenüber ist zu anonym...

Im Vergleich dazu, zu dem beanstandeten und eingeschränkten Profil:
Von allen drei ist ist nur der Vorname bekannt:
Mehr nicht.

ich glaube auf manch deiner Beiträge kann man nicht antworten.
Irgendwas hast du da eingeschränkt dass man nicht antworten kann.

Auf jedem Beitrag kann man auch antworten. Es existieren keine Einschränkungen, auf Beiträge zu antworten, außer sie werden von der Moderation eingeschränkt.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,
Screenshot 2024-10-11 at 14-04-25 Dringend Sternwartenkuppel gesucht.png

Screenshot 2024-10-11 at 14-07-52 Suche Sternwartenkuppel (ggf. auch komplette Sternwartenausr...png


das habe ich von Thorsten´s Beiträge gefunden.
Kannst du darauf antworten? Ich nicht!!!

Gruß Anton.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anton,

auf Marktplatzeinträge (das sind die Screenshots aus dem Suche-Board) kann niemand außer dem Threadersteller antworten. Das ist ganz normal und steht in Deinem Screenshot ->schwarz auf gelb. Ist ganz normal.

CS Jochen
 
Hallo Anton,

das habe ich von Thorsten´s Beiträge gefunden.
Kannst du darauf antworten? Ich nicht!!!

Es steht auch dick und fett und mit gelben Hintergrund auf deinem Bild oder im Marktplatz:

Du hast keine ausreichenden Rechte, um auf diesen Beitrag zu antworten. Bitte beachte, dass bei Marktplatzanzeigen nur der Thread-Ersteller nach frühstens 24 Stunden antworten kann. Weitere mögliche Ursachen, Lösungen und Antworten erfährst du, wenn du hier klickst.

Auf einem Beitrag im Marktplatz kann nur der Ersteller eines Angebotes antworten.
Auf jeglichen anderen Thread im Forum kann jeder antworten.
Im Marktplatz kannst du den Ersteller des Angebots per Privater Nachricht antworten.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Jochen und Gerd,

bin wieder ein wenig schlauer, danke.

Gruß Anton (Böttcher)
den Rest wisst ihr ja schon. ;)
 
Hallo,

Ich habe zwar keine Erfahrungen mit der gesuchten Kuppel, aber eine grundsätzliche Frage hätte ich dennoch:



Das ist fast schon eine eigene Diskussion wert.
Warum muss man alles von sich schreiben oder hergeben, um Antworten zu bekommen?
....................
Hi,
Lass mir meine Meinung und ich lass dir deine Meinung.
Ganz einfach, bedarf keiner unnötigen Diskussion. ?
 
@ all:
Die technischen Details sind ja ausreichend kommentiert worden ... danke.

Im Übrigen habe ich auf astronomie.de nun schon mehrfach threats gelesen, die thematisch irgendwie entgleiten und wenig hilfreich sind. Kann ich nicht nachvollziehen.

Ich wollte einfach mehr über Sirius Kuppeln erfahren. Will ich übrigens immer noch.

Ich stelle also die offene Frage nach den Sirius Kuppeln nochmals in den Raum und freue mich über sachdienliche Kommentare. Hier oder über PN ...

Merci & cs,
Thorsten
 
Ich habe eine Sirius Kuppel (2,2m) in Betrieb.
Nach meiner Einschätzung ist die Kuppel für australische Verhältnisse gut geeignet.
In regenreichen Zonen erweist sich die Kuppel als verbesserungswürdig.

Die umlaufende Gummischürze erscheint mir als zu kurz geraten.
Im "Laufkranz" steht immer wieder Wasser. Im Sommer ist das nicht weiter schlimm. Im Winter dagegen kracht es dann beim Drehen der Kuppel wenn das Eis bricht. Ich habe schon darüber nachgedacht eine Beheizung einzubauen um das Eis wieder in die flüssig zu bekommen.
Auch ein Verlängerung der Gummischürze habe ich in Betracht gezogen. Dazu brauche ich noch den passenden Kleber. Zudem ist nicht sicher ob auf der bestehenden Schürze( nicht sicher ob es Gummi ist) überhaupt etwas haftet.
Alternativ habe ich auch darüber nachgedacht mir Bleche anfertigen zu lassen damit der Regen erst gar nicht auf die Gummischürze gelangt. Ich vermute dass das Regenwasser durch die Kapillarwirkung der Gummischürze in den Drehkranz gezogen wird. Um die Bleche zu installieren müsste man die Blindnieten, mit welchen die Gummischürze befestigt ist ausbohren und dann die Bleche mit neuen Blindnieten befestigen. Ich mir unsicher ob das GFK die Anbringung der neuen Blindnieten mechanisch verträgt.
Ich scheue es in GFK zu bohren. Ich halte deshalb die Idee mit dem Aufkleben von einem ca. 10 cm breiten Gummiband für sinnvoll.

Nach längerem Sonnenschein verklebte der nach Süden zeigende Teil der Gummischürze mit dem feststehenden Teil der Sternwarte. Dagegen hilft Teflonspray. Seitdem ich das Teflonspray eingesetzt habe, gibt es die Verklebungen nicht mehr.

Gegen die Feuchtigkeit in der Kuppel habe ich einen Luftentfeuchter im Dauereinsatz. Seitdem habe ich keine Kondensatbildungen in der Kuppel mehr beobachtet.
Die Kuppel steht auf einem Holzpodest. Bisher ist es mir nicht gelungen die Kuppel gegenüber dem geriffelten Holzboden wirksam abzudichten. Wenn ich den Holzboden mit einem Bodenbelag abdecke fürchte ich Schimmelbildung auf/im Holz. Eigentlich ist für Holz eine gute Belüftung ein guter Schutz gegen Fäulnis. Gute Belüftung bringt natürlich wieder feuchte Aussenluft in die Kuppel.
Für einen Vorschlag wie eine Holzfläche mit Riefen dauerhaft abgedichtet werden kann wäre ich dankbar. Mit einer Bitumenmasse scheint es nicht zu funktionieren.

Der Kuppelspalt ist auch eine Quelle für das Zuströmen von Aussenluft. Hier habe ich an den Einsatz von einer Bürstendichtung gedacht. Schwierig wird es dann im Winter, wenn die nasse Bürstendichtung gefroren ist.

In der Handhabung ist die Kuppel einwandfrei. Der bewegliche Kuppelteil lässt sich mit ganz wenig Kraft bewegen. Das Öffnen und Schliessen des Kuppelspalts mittels eines Seils ist praktikabel. Im Winter ist darauf zu achten dass das Seil nicht gefroren ist. Dann wird es etwas mühsam, aber es geht.

Die Kuppel ist, bis auf die Wasser- und Feuchtigkeitsprobleme gut handhabbar und pflegeleicht.
Seit einiger Zeit möchte ich die Kuppeldrehung automatisieren. Auch hier scheitert es an meinem Mut in GFK zu bohren und die Zahnkranzschienen anzubringen.
Also schiebe ich etwas weiter.

Wenn ihr gute, praktikable Ratschläge habt, dann lasst es mich bitte wissen.
viele Grüsse
Christian
 
Hallo Christian,
vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentare zu Deiner Sirius Kuppel! Ich hatte schon geglaubt, es gibt gar keine in Deutschland ...
Ich denke, dass sich Deine Erfahrungen durchaus auf das 3,5m Modell übertragen lassen.

Das Feuchtigkeitsproblem erscheint mir natürlich bedenklich. Mir war klar, dass die Kuppel nicht isoliert ist (Wärme), aber dicht muss sie natürlich schon sein. Wasser und Feuchtigkeit sind das Hauptproblem bei fast allen Kuppeln. Finde ich eigentlich erstaunlich, denn der Einsatz von Labyrinth-Dichtungen oder ähnlichem sollte ab Werk kein Problem sein. So was nachträglich zu installieren, zumal auf GFK, ist dann natürlich schwierig.

Ich würde bei der Nachrüstung der Kuppeldrehung schon mutiger sein. Wenn die Bohrungen ausbrechen, müsste man sie halt wieder verschließen (GFK-Reparatur). Der Gewinn einer automatischen Drehung wäre erheblich. Soviel ich weiß, bietet astrolumina die Scopedome Motorik und Steuerung auch für Fremdkuppeln an. Da würde ich mal nachfragen.

Die Isolierung gegen einen geriffelten Holzboden dürfte schwierig sein. Wie wäre es, wenn Du einen Kranz aus Blech/Aluminium, 2,2m Außendurchmesser, 2,0m Innendurchmesser, auf den Holzboden schraubst, diesen gut mit Silikon zum Holzboden abdichten, und darauf dann den Laufring montieren. Von außen darf halt keine Feuchtigkeit rein, so oder so. Die Frage ist, ob von unten Feuchtigkeit aufsteigen kann.

Der Laufkranz scheint mir eine Fehlkonstruktion zu sein, wenn da immer Wieder Wasser drin steht. Ich glaube nicht, dass die Gummischürze eine Kapillarwirkung hat.

Beim Kuppelspalt wäre ebenfalls der Einsatz von Gummidichtungen prinzipiell besser als Bürstendichtung, auch wenn diese einfach zu verbauen ist, mal abgesehen davon, dass sich da mit der Zeit eine Menge Staub/Dreck ansammeln wird. Vielleicht gibt es irgendwelche Fensterdichtungen/Profile, die geeignet wären?

Kannst Du abschätzen, wie dick das GFK der Kuppel ist?

Nochmals danke für Deine ausführlichen Kommentare!

Merci & cs,
Thorsten
 
Hallo Thorsten,

bei mir gibt es zwar keine Sirius Kuppel, aber auch meine Drehpyramide ist außen mit GFK beschichtet. Ich litt sehr an Feuchtigkeitsproblemen bei bestimmten Wetterlagen. Wie sich herausstellte handelte es sich um Kondenswasser. Ein befreundeter Schreiner, der auch Fenster etc. macht, fand die Dichtungen zu dicht. So wurde die Verkleidung des Drehkranzes entfernt, jetzt sieht man halt die Rollen. Auch die Dichtungen des Kuppelspaltes wurden deutlich reduziert.

Seit 25 Jahren habe ich nun keine Feuchtigkeitsprobleme mehr.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,
tja, das ist natürlich ein berechtigter Punkt. Wenn ich genügend Belüftung habe, sollte es kaum Kondenswasserbildung geben. Ich frage mich aber, was mit der durchschnittlichen Feuchtigkeit in der Kuppel passiert. Die dürfte dann ja praktisch immer nahe der Außen-Luftfeuchtigkeit sein. Und das möchte man doch auch nicht. 90% bei Regen etc. Ich hätte da schon Bedenken, was das mit den optischen Oberflächen und der Elektronik auf Dauer so macht. Feuchtigkeit ist Feuchtigkeit, egal, wo sie herkommt. Gab es nach Reduzierung der Dichtungen eine Änderung bei Dreck/Staub/Insekten in der Kuppel? Na gut, Du schreibst Du hast seit 25 Jahren keine Feuchtigkeitsprobleme mehr ... ist wie gesagt ein Punkt. Hört sich aber für mich auch ein bisschen an wie Kapitulation vor dem Feind. Ich schaffe es nicht, die Feuchtigkeit draußen zu halten, dann lass ich sie halt rein ... Die professionellen Kuppeln sind alle gut isoliert, praktisch luftdicht, und arbeiten zusätzlich mit Trocknern.
Viele User von wenig gut isolierten Kuppeln klagen über erhebliche Probleme mit Feuchtigkeit. Hohe Luftfeuchtigkeit wegen schlechter Isolierung, die dann zu Kondensation führt. Es kann ja auch an Wasser nur kondensieren, was vorher reingekommen ist.
Also, ich finde Deinen Punkt interessant, würde aber doch eher zu guter Isolierung plus Trockner neigen ....

Merci und cs,
Thorsten
 
Ich denke die einzige Möglichkeit dem Kondenz Herr zu werden ist Luftaustausch und heizen. Etwas Temperatur oberhalb des Taupunktes reicht ja schon.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Thorsten,

das einzige, was es bei mir hinein schaffte, war bei passenden Wetterlagen etwas verwehter Schnee und natürlich auch das eine oder andere Insekten- und Spinnenvolk. Diese Mitbewohner schaffen es bei mir aber auch ins Wohnhaus und Praxis Gebäude und regen mich nicht wirklich auf. Schließlich wohnt im Sommer in der Wand der Sternwarte auch eine Fledermaus Kolonie und zieht dort ihren Nachwuchs groß, was übrigens das "Insekten Problem" stark in Grenzen hält.

Die Luftfeuchtigkeit ist halt, wie sie ist. Der Kuppelspalt wird, wenn ich beobachten will ja sowieso ca. 2 Stunden vor Beginn geöffnet, damit der Raum und der große Mak sich der Außentemperatur anpassen kann. In Zeiten des Kondenswassers war die Montierung oft patschnass, jetzt nicht mehr.

CS Gerhard
 
Hallo,

ich hatte in meiner Kuppel (nicht Sirius) auch anfangs im Winter das Feuchtigkeitsproblem. Habe insgesamt 3 Pilzlüfter aus Edelstahl aus dem Sportbootbereich in der Wand installiert und zustäzlich an einem dieser Lüfter innen einen kleinen Ventilator aus dem Computer Bereich. Nur in den Wintermonaten musste ich den Lüfter permanent laufen lassen, sonst reichte einfach der passive Luftstrom durch die Kuppel. Innen haben diese Lüfter ein Gitter, um größere Insekten fernzuhalten.

Sirius hatte mal vor etlichen Jahren einen Lüfter angeboten, der mit einer kleinen Solarzelle betrieben wurde. Vielleicht gibt es den noch heute im Angebot.

Gruß
Jan
 
es gibt nur zwei Lösungen. Die technisch aufwendige und teure Lösung ist eine tatsächlich dichte Kuppel und ein Luftentfeuchter. So ist es bei der Baader Kuppel unserer Sternwarte in Weil der Stadt realisiert. In den 22 Jahren Betrieb gab es noch keine Feuchtigkeitsprobleme. Die günstigere Lösung habe ich bei meiner Privatsternwarte gebaut. Es gibt erstens relativ große Spalte zur ständigen Durchlüftung. Zweitens muss man Kältefallen vermeiden. Größte Falle ist das Dach selbst, es muss gedämmt sein. In meinem Fall ist es eine GFK Sandwich Konstruktion mit einem 2cm dicken PU Schaumkern. Der verhindert ein zu starkes Abkühlen der Innenseite und damit die Kondensation. Funktioniert seit 18 Jahren ohne Probleme.

CS, Markus
 
@ all: Merci für Eure Rückmeldungen!
@ Markus,
kurze Rückfrage zu Deiner Privatsternwarte: Wo hast Du die Spalte zur Belüftung? Am Kuppelspalt oder am Laufring? Sind die Spalte konstruktionstechnisch bedingt oder absichtlich angelegt? GFK Kuppel als Sandwich mit PU Kern, also Baader oder Selbstbau?
Danke für eine kurze Aufklärung.

Merci & cs,
Thorsten
 
Hallo Thorsten,
es ist kein Selbstbau, die GFK Struktur hat eine lokale Firma bei Stuttgart gemacht die sonst Luftfahrtteile (Tragflächen) und sonstigen Spezialkram herstellt. Die Konstruktion geht aber im Wesentlichen auf mich zurück. Selber die gekrümmte Modellstruktur bauen und laminieren wäre nicht so meins und die Garage hätte nicht gereicht. Die Belüftung erfolgt über die Spalte über der Laufschiene und zwei seitliche gegenüberliegende Öffnungen.

CS, Markus
 
Hallo ihr Lieben.
Zu Thorstens Frage: Ich schätze die Dicke des GFK der Kuppel auf ca. 4-5 mm.
An manchen Stellen ist sie versteift. Was die Festigkeit/Steifheit der Kuppe und des Unterbaus angeht habe ich nichts zu beanstanden.
In der Kuppel ist auch ein "Pilzventilator", mit Solarzellen und 1,5 V NiMh Akku eingebaut. Das ist in Zeiten von relativer Luftfeuchte > 85% absolut unzureichend.Die Kondensaatbildung beginnt im Kuppelzenit. Das ist erklärbar weil dort die wärmere Luft sich sammelt und dort mit den kalten Umgebung kollidiert. Wird die Taupunkttemperatur unterschritten, dann kondensiert es eben.
Von einem guten Astrofreund habe ich ein kräftiges Gebläse bekommen um durch die Luftbewegung die Kondensation zu vermeiden. Das hilft auch. Jedoch blase ich ständig feuchte Luft auf die Instrumente. Zudem müsste ich für eine Dauerinstallation entweder ein Loch mit 20cm Durchmesser in den Boden oder ins GFK machen. Unter dem Holzboden, auf welchem die Sternwarte steht wäre Platz.
Als einfaches Experiment hab ich mehrere grosse Stücke dickerer, durchsichtiger Verpackungsfolie zwischen Sternwartenaufbau und Holzboden geschoben und überlappen lassen. Es war schon etwas herausfordernd die Sternwarte alleine anzugheben. Mit kleinen Keilen konnte ich die Sternware einige mm anheben und dann die Folie dazwischenschieben. Innen habe ich dann die Folie hochgezogen damit sich etwas Wannenähnliches bildet. Die Befestigungsschrauben habe ich durch die Folie gedrückt. Das ist natürlich ein Schwachpunkt was sich auch durch Verdunkelung des Holzes zeigt. Es steht aber kein Wasser in den Rillen. In grossen Bereichen ist das Holz nun mit der Folie bedeckt so dass kein Regen direkt auf das Holz treffen kann. Ich beobachte unter der Folie. starke Wasseransammlungen. Entweder laüft Oberflächenwasser durch die Schraubenlöcher oder es gibt Kondensation an der Folie. Es ist gut möglich dass das Holz sich bei Sonneneinstrahlung aufheizt und dann der entstehende Wasserdampf sich an der Folie niederschlägt.
Eine Idee wäre es schwarze Teichfolie zu benutzen da diese sich sicher stärker aufheizt als das darunterliegende Holz. Ob die Teichfolie UV-beständig ist wird sich zeigen. Am Teich meines Nachbar sieht die Folie nach einigen Jahren noch gut aus. Allerdings ist sie kaum der prallen Sonne ausgesetzt.
Um das Holz mache ich mir wegen der Nässe wenig Sorgen wele es sich um harzreiche Lärche handelt. Ich bin mir jedoch mit Staunässe und möglicher Schimmelbildung unschlüssig.
Eine weitere Überlegung ist es die Sternwarte auf einen Holzring von ca. 200 Höhe zu setzen. Darauf kommt ein Bodenbelag aus Kunststoff welcher die gesamte Plattform überdeckt. Durch die 20mm Höhe ist gewährleistet dass das Oberflächewasser nicht in Richtung Sternwarte abfliesst. Mit einigen Holzleisten in radialer Ausrichtung kann dann ein Hinterlüftung des Bodenbelags erreicht werden. Nach Aussen kann dann die Sternwarte mit Silikon/ Bitumen abgedichtet werden. Im Inneren der Sternwarte würde ich dann ebenfalls den Bodenbelag auf das Holz aufbringen. Direkte Nässe ist unter der Kuppel nicht zu befürchten. Dann wäre die Kuppel von unten einigermassen winddicht.
Wir hatten in den letzten Tagen relative Feuchten von 85% -99%. Der Entfeuchter holt täglich 3-4 l Wasser aus der Sternwarte. In der Sternwarte hatte ich eine relative Feuchte vn ca. 70%. also der Entfeuchter hilft und auch die "Behelfsfolie" scheint eine positive Wirkung zu haben. Durch die erzwungene Luftzirkulation scheint auch die Nässe auds dem Laufkranz gewichen zu sein. Jedoch muss das nech Regen + Sturm beobachten. Ich traue mich deshalb auch nicht die Gummischürze zu entfernen.
Ich hoffe auf die Teichfolie weil die auch verschweisst werden kann.

viele Grüsse
Christian
 
Hallo, in Eberswalde haben die dortigen Sternfreunde eine 3,5 Meter Sirius Kuppel. Die sind freundlich und treffen sich regelmäßig. Da geht sicher eine Besichtigung.
VS Harald
 
Eigentlich hat Schubi/Christian das Tauwasserproblem gut beschrieben und gelöst. Astronomie ist ein Freilufthobby, wem das zu feucht oder zu kalt ist sollte sich was anderes suchen. Ich meine es nicht so böse wie es sich vielleicht anhört, ich will nur sagen dass man irgendwann die Atmosphäre ans Teleskop lassen muss. Für die übrige Zeit böte sich eine Kombination aus Belüftung und Heizug an.
Warum die Beschränkung auf Sirius Kuppeln? Baader bietet sehr schöne Kuppeln inkl. el. Antrieb an, dann sparste halt noch etwas wenns aktuell finanziell nicht reicht. Ob das Gefrickele an einer einfachen, günstigen Kuppel dich zufrieden stellt mag ich bei Dir stark bezweifeln, auch das ist nicht böse gemeint. Ich denke Du strebst nach einer nahezu perfekten Lösung, was legitim ist, nur die kostet eben etwas.
Andreas
 
Im unteren Preissegment sind die Produkte nicht ausgereift, oder man spart am falschen Ende.
Da bin ich - aus eigener Erfahrung - mittlerweile anderer Meinung, Thorsten.

Seit gut einem Jahr nutze ich eine SkyShed-Kuppel und ich bin sehr zufrieden mit dem Teil. Wie gesagt: unteres Preissegent.

P1040149korr.JPG

Aber die SkyShed ist mir, selbst wenn sie aussieht, als ob Dixi oder Toi-Toi sie konstruiert hätten, total ans Herz gewachsen: sie ist ohne Einschränkungen dicht (!), in all ihrer Einfachheit unglaublich funktionell und selbst das Schwitzwasser ist kein Problem. Aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es sich um eine unbeheizte Astro-Kuppel und keine Skihütte für den Winterurlaub in St. Moritz ist.

Ja klar, wirklich sexy ist nur eine "richtige" Kuppel oder eine gar eine geodätische aus Holz. Aber mein Traum von einer eigenen Sternwarte hat sich tatsächlich materialisiert, ohne dass ich mich finanziell verrenken musste. Sie war gebraucht für mich problemlos finanzierbar.

Und ausgereift ist sie in jedem Fall. Schon allein deswegen, weil sie in Kanada konzipiert wurde. Und die Jungs können mit Wetter im Allgemeinen ganz gut umgehen.

:regen:

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo Urs,
alles fein. Ist ja prima, dass die SkyShed für Dich gut funktioniert. Und in der Ausstattung mit den vier Boxen finde ich sie auch optisch ganz hübsch. Ist zudem Preis-Leistungs-mäßig sicherlich sehr gut. Für mein Projekt brauche ich allerdings eine 3,5-4m Kuppel. Da kommt also SkyShed nicht in Frage. Das heißt, wer braucht so was schon unbedingt. Aber ich hätte sie halt gerne. Und ja, bei dem Aufwand, den man beim Bau einer Sternwarte betreibt, möchte man, zumindest ich, auch die bestmögliche, ins Budget passende, Lösung für die Kuppel haben.

@ Andreas,
naja, man kann jeden Euro nur einmal ausgeben. Was man an der Kuppel sparen kann, geht vielleicht in die optimale Montierung oder wer weiß wohin. Du bist Dir im Klaren darüber, was eine Baader 4,2m Kuppel mit Motorisierung und Steuerung kostet? Das Ganze plus Gebäude, großer Apertur und entsprechender Montierung... Wenn Du in der komfortablen Situation bist, das mit ein bisschen länger sparen schon wuppen zu können, ohne anderswo Kompromisse zu machen, meinen Glückwunsch. Übrigens könntest Du dieses Argument auch allen entgegnen, die sich, zum Teil sehr aufwändig, eine Kuppel oder eine Montierung oder ein Teleskop selber bauen. Spart halt noch ein bisschen und kauft Euch was Vernünftiges.
Nichts für ungut, aber ich finde es klasse, mit welchem Aufwand sich manche Ihren Traum vom eigenen großen Teleskop, der Montierung, oder der eigenen Sternwarte realisieren. Und viele wollen das für Ihre Möglichkeiten beste Ergebnis erzielen. Genau. So gut, wie es eben geht.

Im Übrigen freue ich mich über die vielfältigen Kommentare in diesem threat, verweise aber auf meine frühere Anmerkung, dass insbesondere auf die Frage zielende Antworten hilfreich sind.

Merci und cs,
Thorsten
 
Zum Thema Kondenswasser: ich habe in meinen beiden Kuppeln solargetriebene Bootslüfter eingebaut. Die sorgen tagsüber auch bei bedecktem Himmel für viel Luftaustausch und halten die Kuppeln merklich trockener und im Sommer kühler.
 
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