Hallo Axel,
hier ist es wie so oft: es kommt drauf an, was du willst. Die vorhandenen Astrozeitschriften haben durchaus unterschiedliche Ausrichtungen. Es gibt solche, die mehr den Informationsbedarf von aktiven Beobachtern (oder Aspiranten darauf) bedienen und solche, die auch Leute ohne Fernrohr und mit eher theoretischem Interesse (an Astrophysik, Kosmologie, Raumfahrt, ...) gerne lesen. Und natürlich die Mischformen, weil jede Zeitschrift mehr oder weniger versucht, es allen recht zu machen.
Um an die Tradition der Jägermeister-Werbung anzuknüpfen: ich lese interstellarum, weil es mein Informationsbedürfnis als aktiver Beobachter ohne gezielte Spezialisierung am besten bedient. "Night Sky" peilt ebenfalls die Zielgruppe der aktiven Beobachter an.
Wer sich eher für populärwissenschaftliche Artikel zu aktuellen Themen der Forschung interessiert, der ist wohl mit "Astronomie Heute" besser bedient. Wer der Wissenschaftlichkeit auch in Amateurkreisen auf der Spur sein möchte, liest eher "Sterne und Weltraum". Wer auf bunte, reißerische Aufmachung steht, wird vielleicht zum Star Observer greifen.
Etliche der genannten Zeitschriften solltest du bei einem gut sortierten Laden (eventuell am Bahnhof oder Flughafen) finden. Versuche mal, deine Interessenschwerpunkte zu benennen und schau' dir ein paar aktuelle Ausgaben durch, dann solltest du schon merken, ob es sich mit deinem Anspruch überschneidet.
Praktisch alle Zeitschriften haben eine Internetpräsenz. Dort findest du Inhaltsverzeichnisse oder auch Textauszüge - ebenfalls eine Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck zu machen.
Ich persönlich würde nicht zum Star Observer greifen und die "Sterne und Weltraum" keinesfalls einem Einsteiger empfehlen. Es bleibt dann genug Auswahl. Interstellarum schätze ich besonders, weil der Anteil an Beiträgen hoch ist, die auch nach Monaten oder Jahren noch für mich von Wert sind. Von "Astronomie Heute" habe ich einige Ausgaben gelesen, aber die Hefte wanderten allesamt nach der Lektüre ins Altpapier. Das ist kein Qualitätsurteil, aber es zeigt halt, dass AH zumindest im aktuellen Stil nicht "meine" Zeitschrift ist.
Gruß,
Tom