Wer kennt noch die KOSMOS Pappröhre

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Rolf_Nicolay

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Hallo,

weiss zwar nicht ob ich hier so ganz richtig bin, aber die anderen Foren erscheinen mir auch nicht zutreffender.
Thema ist mein allerallererstes Fernrohr. Es war ein Bausatz und wurde (soweit ich weiss) von KOSMOS vertrieben. Der Bausatz bestand aus:

einer Objektivlinse von 50mm Durchmesser und 1000mm Brennweite, die auf 30mm abgeblendet wurde (halt ein Einlinser)

einer Plastikfassung für die Linse, die mittel Sprengring!! in der Fassung gehalten wurde (zusammen mit der Blende),

einem schwarzen Papptubus in die die Fassung einfach klemmend gesteckt wurde

einem (eigentlich wunderschönen) Okularauszug aus Messing mit eingebauter Zeustreungslinse

einer Aufeckhülse mit Sammellinse für astronomische Beobachtungen sowie einer langen Aufteckhülse mit irgendeiner Linse als Umkehrsatz für Erdbeobachtungen.

Soweit ich mich erinnere hatte dieses Teleskop, welches ich dann auf einem Sonnenschirmständer betrieb, eine Vergrösserung von 40. Ich bekam es zum Geburtstag 1964 (war dreizehn damals) und wurde zum Geburtstag 1965 durch ein "richtiges" Fernrohr (60/910mm parallaktische montierter Achromat) ersetzt. Leider habe ich diese Pappröhre dann verkauft (was man mit Teleskopen eigentlich nie machen sollte)

Es würrde mich ganz einfach interessieren, ob es irgendwo noch solch ein exemplar gibt.


 
Hallo Rolf,

dieses sog. Kosmos Himmelsfernrohr aus Pappe war auch mein allererstes Teleskop.

Die Ausstattung der verschiedenen Einzelteile variierte wohl geringfügig über die Jahre. Mein Bausatz aus dem Jahr 1954 hatte noch ein Drehteil aus Aluminium als Objektivfassung. Die vordere der beiden Okularlinsen war eine größere Plankonvexlinse, die als Feldlinse diente. Die hintere Bikonvexlinse steckte in einer eigenen Messinghülse. Die konnte man abziehen und dann mit der Feldlinse alleine bei niedriger Vergrößerung und entsprechend größerem Feld beobachten.

Die größte Herausforderung für mich war damals die Montierung auf einer Holzsäule, für die es zwar einen groben Bauplan, aber keine lieferbaren Teile gab. Immerhin habe ich schon damals gelernt, dass eine gute Mechanik mindestens genauso wichtig ist wie die Optik.

Naja, und dann kam auch bald der Wunsch nach einem "richtigen" Teleskop. Bei mir war das dann ein selbstgebauter 8" Newton, parallaktisch montiert auf Knicksäule. Aber das ist nun auch schon sehr lange her ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Rolf,

1956 war das mein erstes "Fernrohr", der Messing-"Okularauszug"
liegt noch heute bei mir, ebenso die Objektivlinse und die Umkehrlinse für Erdbeobachtung...........
Auch den Kosmos-Katalog habe ich noch. Übrigens: alles zusammen kostete (ohne Stativ) DM 39,95.

CS Malte
 
Zitat von Hans_Malte_Krebs:
Hallo Rolf,

1956 war das mein erstes "Fernrohr", der Messing-"Okularauszug"
liegt noch heute bei mir, ebenso die Objektivlinse und die Umkehrlinse für Erdbeobachtung...........
Auch den Kosmos-Katalog habe ich noch. Übrigens: alles zusammen kostete (ohne Stativ) DM 39,95.

CS Malte

...vergaß zu erwähnen: incl. Zielfernrohr ! (das liegt auch noch hier)

Malte
 
Hallo zusammen,

habe mir das KOSMOS-Selbstbaufernrohr 1994 zugelegt.
Es hatte zu dieser Zeit ein 60mm Achromatisches Objektiv mit 800mm Brennweite. Der Tubus war auch schon aus Metall und hatte einen 1 1/4" Okularauszug. Dabei war ein 25mm Kellner Okular Made in Japan zum Preis von 259,-DM. Dazu kam noch ein Zenitspiegel, ebenfalls von KOSMOS für 99,-DM.
Vor kurzem habe ich es (mein Interesse an der praktischen Astronomie war zwischenzeitlich etwas eingeschlummert), nach längerem Überlegen etwas neues anzuschaffen, dann mit besseren Okularen (32 - 17 - 9mm) aufgewertet. Die grösste Schwachstelle, nämlich das Fotostativ, wurde dann Weihnachten durch eine Skywatcher AZ-4 ersetzt.
Einen selbstgemachten KOSMOS-Aufkleber hat es auch noch bekommen :)
Im Endeffekt konnte ich mich von diesem, mit einer meiner Meinung nach, sehr guten Optik ausgestatteten Gerät nicht trennen.

Gruß Willi


 
Ich erinnere mich an dieses Fernrohr. Ich hatte es aus zweiter Hand bekommen, außer den Linsen bestand es nur aus Pappe. Der Abstand zwischen Feldlinse und Augenlinse war einstellbar, die richtige Einstellung mir unbekannt.

Selbstverständlich habe ich mir dazu eine Montierung gebaut. Zünftig: Eine parallaktische. Aus Besenstielen und Sperrholz. Ein leichte Schwergängigkeit habe ich mit Seife gemildert.



Mit Gruß von Roland Morgenstern
 
Hallo ,

ich erinnere mich an eine Version, wo das Messingrohr in einem im Tubus eingeklebten Korkring geführt wurde und als Okularauszug funktionierte. War ein nette Weihnachtsgeschenk. Da war ich wohl 8 Jahre alt.
 
Hallo Männer der Astronomie

Echt schöne berichte aus alter Zeit, von Anfang mit Papprolle Kosmos
die da zu lesen sind,gern Gelesen.

Frage ? gibs davon Bilder.

Manfred
 
Zitat von Knapp_Manfred:
Hallo Männer der Astronomie

Echt schöne berichte aus alter Zeit, von Anfang mit Papprolle Kosmos
die da zu lesen sind,gern Gelesen.

Frage ? gibs davon Bilder.

Manfred

Hallo Manfred,

wie geschrieben besitze ich noch den alten "Katalog",
den müsste jemand "scannen". Von mir gibt's ein Foto als
"hoffnungsvollen Astronomen mit der Pappröhre".....
Als alter Sack bin ich nur mühselig in der Lage, solch' ein Foto zu "scannen" und dann hier einzustellen.....(falls mir das hier überhaupt gelingen sollte)

Malte



 
Hallo Malte

Es tut in unserer Menschheit keine Alten Säcke geben
höchstens man beschimpft einen Menschen mit diesem
Wort, mal sehen wie lang ich durchhalte im Thema
Astronomie und PC.
Der Alte Katalog ist echt eine Fundgrube für viele,
der ist wichtig für ein Teleskop Museum das es auch
geben tut.

Manfred
 
ich müsst mal schauen, ich erinnere mich an ein Dia was mein Vater mal gemacht hat. Müsste ich mal suchen, vielleicht wirds was. versprechen kann ich abba nix

Gruss Rolf
 
Meine Reaktion kommt spät, aber hoffentlich nicht zu spät:
Ich habe das Kosmos-Himmelsfernrohr heute noch und benutze es auch gelegentlich (neben einem neueren Teleskop):
Gekauft habe ich es mir nach Hinweisen meines Mathe-/Physik-Lehrers 1959 von einem Teil meines Konfirmationsgeldes. Die drei Linsen plus Anleitung und Sternführer kosteten 5,80 DM; da ich handwerklich nicht begabt bin, habe ich auch alle Zutaten gekauft (insgesamt ca. 30 DM), ein Klassenkamerad hat ein mannshohes Stativ plus Halterung gebaut, alles funktioniert heute noch. Später kam noch das Sucherfernrohr hinzu. Ich habe es ganz intensiv genutzt - auch die Aufzeichnungen habe ich heute noch, desgleichen die Bauanleitung, den Sternführer usw. Bei Interesse schicke ich gern Kopien.
Man kann mit ihm ja genau die Beobachtungen machen, die Galilei 1609 machte und mit denen er die Astronomie revolutionierte. Seine diesbezügliche Veröffentlichung
Sidereus nuncius, 1610, steht ja heute im Mittelpunkt eines riesigen Fälscher-Skandals (Bredekamp).
Ich selbst bin durch diese Beschäftigung mit der Astronomie zu den Naturwissenschaften gekommen und Chemiker geworden.
Mit vielen Grüßen
HeinrichS
 
Hui,

danke für's Ausgraben diese Threads :) Für mich war die Pappröhre um 1980 rum mein erstes Teleskop. Es war ebenfalls die 60 mm Variante, die "Linsenfassung" war komplett aus Pappe und der erste "OAZ" auch der Korkstopfen mit Messingrohr für 24,5 mm Okulare :) Davor hatte ich ein kleines Revue 10-30x30. Das habe ich vor ein paar Jahren wieder auf Ebay gefunden und musste es mir holen. Die Pappröhre habe ich nie wieder gesehen, ich weis auch nicht mehr, was aus meiner geworden ist :(

CS
Torsten
 
Hallo Rolf
schau mal unter deepskyimage.de bei "Lebenslauf".

Das Teil steht bei mir noch in der Rumpelkammer.

Gruß
Wulf
 
Zitat von Wulf:
Hallo Rolf
schau mal unter deepskyimage.de bei "Lebenslauf".

Das Teil steht bei mir noch in der Rumpelkammer.

Gruß
Wulf

Hallo Wulf,

genauso sah´s aus. Mensch die schwarzen Plastikräder des Auszuges, die waren mir gar nicht mehr in Erinnerung. Aber das Foto und zack die Erinnerung war wieder da. Irre. Fast 50 Jahre her. Schade dass ich das Ding nicht mehr habe. Nur den Sucher hatte ich nicht.

Gruß Rolf
 
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