Wer kennt sich aus mit zweiteiligen Höhenrädern?

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Rainmaker

Aktives Mitglied
Hallo,

ich überlege ob ich bei einem Dobson zweiteilige Höhenräder verwenden soll, da sich damit das Packmaß etwas verkleinern ließe. Leider habe ich keine Erfahrung damit und wäre daher dankbar für ein paar Schilderungen der Dinge auf die man besser achten sollte um nicht Schiffbruch zu erleiden.


Dank und Gruß

Rainmaker
 
Hallo...
ich habe nun keine ausgesprochene Expertise in ATM, aber spontan denke ich an "Sichel" statt komplett runder Höhenräder, wie es sie bei ES-Dobsons oder Taurus Dobsons gibt, das wären die Beispiele die mir spontan einfallen. Bresser hat auch mal "halbe" Bögen angeboten. Bei der google Bildersuche wirst Du schnell fündig.

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo Uwe,

mir geht es nicht nur um die Gewichtseinsparung, sondern vor allem um das Packmaß. Beim zusammengelegten Teleskop ist ja die Diagonale der Rockerbox das Maximalmaß, wenn man alles in ein Paket packen möchte. Mir geht es nun darum das Höhenrad selbst zu teilen, was natürlich Probleme mit der Lauffläche verursachen kann, deshalb meine Frage.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Uwe,

das so etwas machbar ist habe ich schon an verschiedenen Stellen gesehen, aber mir geht es um Erfahrungen bei der Durchführung. Es wäre halt sehr ärgerlich, denn es nachher nicht korrekt funktioniert und immer am Übergang hängenbleibt. Das macht unnötig Arbeit und wenn der zweite Versuch dann wegen eines anderen Fehlers nicht sauber funktioniert frustet es auch unnötig.


MfG

Rainmaker
 
Hi,

ich bin Selbstbauer, habe aber leider keine Erfahrung mit geteilten Höhenrädern.

Aber hier ein paar Ideen:
Kann man die Teilstücke und die Teflon-Lager nicht so anordnen, daß gar kein Übergang da ist, sondern dass beide Hälften nur auf einem Lager gleiten?
Wenn das gehen würde, wäre das wirklich interessant auch für meinen grossen Dobson. Muss ich mir mal anschauen. Könnte man einfach die Segmente durchsägen und dann eine einfache Verbindungsmechanik schaffen.

Wenn ein Übergang, dann könnte man die Folie nicht stumpf übergehen lassen, sondern schräg, so dass Teile von beiden Hälften auf den Lagern liegen.

Konstruktiv könnte man erstmal ein "normales", ganzes Höhensegment machen und dann erst das auseinandersägen. Ist bestimmt besser wie wenn man zwei Teile unabhängig macht.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Regenmacher,
bei geteilten Laufflächen von Höhenrädern ist eine gewisse Änderung der Reibhaftung an Übergang / Trennstelle unvermeidbar.
Wenn es denn unbedingt geteilt sein soll, dann ist natürlich Peters Vorschlag, den Übergang schräg zu gestalten ein sehr guter Ansatz.
Aber natürlich in der Ausführung entsprechend anspruchsvoll. Jeder Versatz, jede Ungenauigkeit wird bestraft.
Dazu könntest Du überlegen, die Höhenräder etwas unsymmetrisch zu teilen, sodass die beiden Trennstellen nicht zeitgleich auf ihren jeweiligen Gleitstücken ankommen, sondern zeitlich versetzt.
Dann hättest Du zwar zwei Positionen, in denen sich der Übergang zeigt, aber die Auswirkungen wären nur halb so intensiv.
Das ließe sich natürlich auch mit unsymmetrischer Anordnung der Gleitstücke realisieren.

Wie groß ist denn Deine Rockerbox?
Vielleicht ist es gar nicht nötig, zu teilen.
Mein Reisedobson ( 16" f/4, 13 Kg) ist, bis auf Spiegel und Stangen, in einem Kasten aus XPS verstaut. Mit Strechfolie / Frischhaltefolie umwickelt ist der Kasten flugreisefähig (war schon mehrfach in Namibia). Die sichelförmigen Aluminium-Höhenräder sind dabei in den Deckel eingelassen.
Gut genug geschützt, und ........ ungeteilt.

IMG_7234.jpg
Idee und Umsetzung: Timm Klose.


Vielleicht reicht Dir das, und Du brauchst gar nicht zu teilen......

CS

Dietmar
 
Hallo,

@ Peter,
die Sache mit den Trapez- oder Rhombusförmigen Teflonstücken klingt nicht schlecht. Ich selbst hatte an die Bodenschutzmatten von Ikea als Gleitmaterial gedacht. Diese sind relativ dick und könnten am Übergang halbrund eingesenkt werden um ein mögliches hakeln zu vermeiden.
Die Höhenräder würde ich unbedingt aus einem Stück fertigen wollen, denn sonst hätte ich glaube ich größere Probleme den exakt gleichen Radius zu treffen.

@ Dietmar,
mit f/4 hat man es noch relativ leicht, aber bei f/5 wird es schon ein klein wenig schwerer den Schwerpunkt so weit hinunter zu bekommen. Da der Spiegel, zumindest für das erste "Versuchsteleskop" hier nicht den Ladenpreis kostet und die Schäden vielleicht sogar akzeptabel sind, werde ich wohl bei f/5 bleiben.
Alu wird es bei dem Teleskop nicht werden, ich bleibe beim ollen Holz, dass ich halbwegs gut selbst bearbeiten kann.


MfG

Rainmaker
 
Übergroße Höhenräder werden immer dann nötig, wenn man ultraleicht bauen will und trotzdem genug Haltemoment für wechselnde Okulargewichte braucht. Man sollte es aber auch nicht damit übertreiben, da sonst die Höhenbewegung viel schwergängiger wird als die Azimutbewegung und damit die Nachführpräzision leidet.
Ich habe selbst noch keine gebaut, habe jedoch wiederholt welche gesehen. Eins der besten Beispiele, das ich kenne, ist der All in One 10" Dobson von Alfredo:

Die Einzelbilder werden nicht angezeigt, sind jedoch trotzdem da, wenn man die "%20" im Bildlink entfernt oder das Symbol anklickt und als neuen Tab öffnet.
Relevante Bilder:
Wenn man den Stoß so derart präzise ausführt, merkt man den Übergang beim Überfahren überhaupt nicht.
Zur Steigerung der Stabilität wurden die Höhenräder anschließend noch mit Karbonmatten verkleidet.

Alternative: Die Höhenräder nur so groß machen, dass sie in die Spiegelbox passen und den Okularwechsel mit Festsellbremse realisieren (siehe mein 6" und mein 10" Zoll Reisedobson)
Alternative: Die Höhenräder doch übergroß bauen und sie separat transportieren (siehe unsere Fünflinge).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich überlege ob ich bei einem Dobson zweiteilige Höhenräder verwenden soll, da sich damit das Packmaß etwas verkleinern ließe. Leider habe ich keine Erfahrung damit und wäre daher dankbar für ein paar Schilderungen der Dinge auf die man besser achten sollte um nicht Schiffbruch zu erleiden.


Dank und Gruß

Rainmaker
Hallo Rainmaker,

ich habe bei meinem aktuellen 18" UC Obsession geteilte Höhenräder, bei meinem alten 18" Selbstbau ( Obsession Classic Clone) hatte ich einteilige. Riesenunterschied! Ich bekomme den 18" UC in mein winziges Kofferräumchen im Roadster, das ist wirklich ultrakompakt! Dafür war beim alten klassisch gebauten 18" wesentlich mehr Steifigkeit und besseres Handnachführen vorhanden.
CS Mike
 
Hallo,

@ Statis,
Bei den Höhenrädern wurde schon einiges an Aufwand getrieben um die beiden Teile übergangslos miteinander zu verbinden. Ich schätze dazu fehlen mir die Werkzeuge. Ich würde eher versuchen das zweite Teil mittels eines passenden Radius in die richtige Position zu bringen und dann mit zwei Schrauben zu klemmen. Eine Feststellbremse bringt mir leider wenig, da es mir hauptsächlich um eine niedrige Rockerbox geht um das Transportvolumen klein zu halten.

@Mike,
bei dem angedachten Design mache ich schon wegen der verwendeten drei Stangen ein paar Abstriche bei der Steifigkeit. Mal sehen ob die zweiteiligen Höhenräder endgültig einen Wackeldackel daraus machen. ;)


MfG

Rainmaker
 
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