Wer war schon mal in OSLO?

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vejo

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Kämpfe gerade mit OSLO EDU, einem Raytracing Programm, das ich mir runtergeladen habe. Meine Kenntnisse reichen in der Zwischenzeit soweit, um die Daten eines Newton einzugeben und Spot-Diagramme ausdrucken zu können.

Nachdem ich mich aber verrückterweise mit YOLO infiziert habe (beim Anblick runder Spiegel plötzlich auftretendes Herzklopfen, verbunden mit unbegründeter Euphorie und dauerndem Kopfweh), wollte ich dessen Parameter mal reinklopfen. Nur bin ich bei der Festlegung der torischen Oberfläche dann restlos angestanden.

... Hilfe! ...

Hat jemand auf dieser großen Welt OSLO-Beispielsdateien (*.len) für Yolo-Reflektoren? (Zemax hab' ich gefunden, lassen sich aber in OSLO EDU nicht importieren).
 
Hallo,
Ich hab auch mit OSLO eine ganze Menge gemacht, grundsätzlich ist es schon möglich die Spiegel auch anzuwinkeln, dafür ist aber besser das Programm "TCT" geeignet oder auch "Winspot".
Beide Programme kann man hier runterladen.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Marty, danke für den Tipp! Ich habe mir die Programme schon mal heruntergeladen und werde sie mir am Wochenende anschauen.

Bei der Suche bin ich auf noch ein mächtiges Programm gestoßen: MODAS. Download:
http://members.kabsi.at/i.krastev/modas.html

Von der Oberfläche her steckt es alle Konkurrenten von Zemax bis Winspot in die Tasche. Die Praktikabilität wird noch zu prüfen sein.

Aber eines scheint festzustehen: wir Ösis machen ja dann doch die besseren Programme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,
Ich hab Modas in der Vollversion. Es ist für Anfänger ideal, da man in 2 Minuten ein Cassegrain oder Gregory oder Refraktor berechnen kann, welcher auch sofort perfekt funktioniert.
Dazu rufst Du die Funktion TEL auf, suchst das entsprechende Design auf, gibst Brennweite und Öffnung ein und fertig.
Man kann sogar Foucaulttest und Ronchitest simulieren, ich rate aber zur Vorsicht, ich hab mal ein Beispiel durchgerechnet und mir erschienen die Ergebnisse zu optimistisch- ich kann mich aber geirrt haben.
Schiefspiegler kann man auch simulieren, ich hab mich damit aber nicht befasst.
Die Demoversion ist auf drei Ebenen beschränkt, das heist man kann einen Newton und alle Sorten Cassegrain etc. berechnen aber keinen SC, Rumak, keinen Fraunhofer etc.
Die Vollversion hab ich vor Jahren für 100.-DM gekauft - 1 zu 1 kostet sie dann heute 100€ <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Grüße Martin
 
Hallo Marty, danke für die Info.

Es ist hier so lebendig im Forum, zwischenzeitlich hab' ich schon einen Kontakt bekommen, der mir beim Oslo .len file vielleicht helfen kann. Nachdem er natürlich nach den Design-Parametern gefragt hat, möchte ich die hier einmal darstellen:

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Primary Diameter: 200 mm
Secondary Diameter: 120 mm (bin mir da nicht so sicher)
Primary Radius: 8000 mm
Secondary Radius: 8000 mm
Primary-Secondary: 1333.33 mm
Secondary-Focal Plane: 1600 mm
Primary Tilt: 3.56°
Secondary Tilt: 3°
Effective Focal Length: 2500 mm
Bei den Nebendaten schaut es noch ein bisserl dünner aus:
Parabolisierungs-Faktor für den Primary: weiss nicht, später
Radius2 für den Secondary: habe da momentan 8093.68, nix genau

Meine Intention ist, den Strahlengang nach dem Secondary soweit aus dem eintretenden Lichtbündel herauszulenken, dass ich - noch zwischen Primary und Secondary - die optische Achse mit einem Flat 90° (zum eintretenden Lichtbündel) herauslenken kann (ich will sie durch die Deklinationsachse einer Gabelmontierung führen). Tut mir leid, Zeichnung hab ich noch keine.

Was als nächstes zu prüfen sein wird ist, inwieweit die dadurch benötigte Vergößerung des Primary Tilt sich auf die optische Qualität auswirkt (die Bildfeldneigung wird sicherlich vergößert).

Eine andere Idee wäre, den Strahlengang leicht in die dritte Dimension zu kippen, damit das Lichtbündel hinter dem Secondary früh genug ausserhalb des Eintrittsbündels liegt. Aber dabei bringt mich wahrscheinlich der Astigmatismus um, auch wenn ich die Biegungsachse des Secondarys leicht drehe.

Wenn das geklärt ist, kann ich mir Gedanken über Schwerpunkt und letztendliche Abmessungen machen, vielleicht brems' ich mich dann doch auf einen 6-Zöller ein.
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So. Und jetzt tu' ich nebenbei wieder etwas arbeiten und hebe mir die Optik-Spinnereien fürs Wochenende auf.

Schöne Grüße, Jörg
 
Hallo,
Ich muß die Daten mal in TCT eingeben, von Außen sieht es ganz gut aus: Die Winkel müssen so klein wie möglich sein, die Brennweite so lang wie möglich! 8000mm sind schon kurz! Sicher sind diese Werte durch die späteren Abmessungen der Optik oder durch den Testraum begrenzt, aber man kann ja die vorhandenen Möglichkeiten soweit es geht nutzen.
Auch die Länge des Okularauszuges bzw der Abstand zwischen Focus und Gegenspiegel macht Probleme. Der Objektivdurchmesser von 200 mm ist unkritisch, es gibt Yolos bis zu 400mm Öffnung.
Praktisch geht man so vor, daß man die Spiegel so genau wie möglich entsprechend des Designs macht. Nachdem die Spiegel fertig sind gleicht man das Design an die abweichenden Spiegeldaten an.

Grüße Martin
 
Tschulligung, mir läßt die Sache keine Ruhe, daher an den Spezialisten einmal eine ganz blöde Frage:

Kann man beim Yolo den Strahlengang eigentlich auch Z-förmig falten (so wie beim Kutter, beim Yolo-Original ist er X-förmig)? D.h. ich nehm beim Secondary den gleichen Tilt, aber in die andere Richtung (nach außen).

Logischerweise handle ich mir dabei eine beträchtliche Bildfeldneigung ein, aber schlagen da andere Bildfehlerchens auch noch zu???

Die Bildfeldneigung könnte ich nämlich durch entsprechende Positionierung des Flats und einen Auslenkungswinkel etwas kleiner als 90° bekämpfen (vorhin beschriebene Idee, den Strahlengang durch die Dekl.-Achse [richtiger: Vertikalachse bei azimutaler Montierung] zu schießen).
 
Hallo Marty,

ich melde mich deshalb nochmals, damit du keine Mühe an die zuletzt angegebenen Parameter verschwendest: die sind nämlich schlicht und einfach falsch gewesen, das haben mich Winspot und TCT (reichen fürs erste völlig aus!) gelehrt.

Auch ist mir schon klar geworden, dass aus ein bisserl Tilt und einer Prise Toroid (wunderbare Wörter!) nicht automatisch ein brauchbares Rohr wird. Winspot straft, wenn man einen Parameter um 1/10000 verändert, mit völlig verkorksten Fokalbildern. Wie diese nur-2-Spiegel-Optik später dann einmal kollimiert werden soll, ist mir noch völlig unklar. Aber in Sachen "wie's geht" hoffe ich noch auf Tipps in deinem Buch, das - letzte Woche bestellt - Montag im Briefkasten liegen sollte.

So, hier bessere Parameter (gerechnet mit einer Mischung unterschiedlicher im Internet gefundener Formeln):
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Primary:
Aperture 200
Radius 7000
CC 4
Tilt 3.85
Sep 1300
Secondary
Diameter 137
Radius 10000
Rsag 10268.4
Tilt 5.7
Sep 1534.1
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Das Fokalbild schaut zwar im Vergleich zu den anderen Designs freundlich gesagt "suboptimal" aus, aber momentan bring ich's noch nicht besser hin.

Aber: der Strahlengang ist so gelagert, dass wirklich ein Flachspiegel zwischen Primary und Secundary den Strahl herauslenken könnte. Und auch der direkte Fokuspunkt liegt angenehm (für die Montierung, die ich bauen möchte).

Erwarte vorerst keine Rückantwort, ausser vielleicht, das Design wäre ein kompletter Blödsinn.

Schöne Grüße nach Berlin, Jörg
 
Hallo,
In meinem Buch drück ich mich um die Berechnung der Toroidform rum. Ich empfehle da die ursprünglich von Leonard und Herrig angewendete Methode. Der Gegenspiegel wird mittels einer Spannfassung kontrolliert verspannt. So wird die notwendige Form des Gegenspiegels erreicht. Ich hab solche Teleskope gesehen, es funktioniert, aber die andere Methode, den Gegenspiegel gleich torisch zu schleifen hat sich durchgesetzt.
Auch Herrig hat seine Gegenspiegel später torisch ausgeführt. Dazu hat er sie erst sphärisch poliert, dann verspannt um die richtige Form zu erhalten. Dann hat er den verformten Spiegel wieder sphärisch poliert. In entspanntem Zustand weist der Spiegel dann wieder die gewünschte Toroidform auf.
Grüße Martin

 
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