Ursus corpulentus
Aktives Mitglied
Liebe Altglassammler,
- öch bin wieder da!
Heute mit der SPECTROS-Story, zumindest Teilen davon. Ich möchte Euch darüber berichten, was ich über diese wunderbaren Okulare im Netzt herausfinden konnte. Ohne jegliche Gewähr auf Wahrheit und Vollständigkeit. Ich habe zwar versucht, immer mindestens zwei Quellen zu finden, die dasselbe aussagen, was aber nur selten möglich war. Außerdem ist es leider so, dass im Netz allgemein einer ungeprüft den Mi$t vom anderen abschreibt*. So wie die Glasflasche in der Sonne, die einen Waldbrand auslöst, beispielsweise ...
- erwiesenermaßen völliger Bull$hit!
Seht diesen Beitrag hier also als ersten Aufschlag zur allgemeinen Diskussion, als Grundlage, deren Inhalte es zu überprüfen und zu vervollständigen gilt.
Ach ja, noch ein Hinweis für die Rennleitung: die Bilder habe ich eben auf meiner Terrasse alle selbst geschossen und ich besitze die Rechte daran, sie sind nicht aus dem Netz geklaut. Also lasst sie bitte drin. Besten Dank.
SPECTROS Okulare – eine Stoffsammlung
Nach meinen Recherchen gab es von den Spectros Okularen drei unterschiedliche Baureihen, die sich anhand ihrer Beschriftung und, bei der dritten Serie, der Bauart des Korpus‘ voneinander unterscheiden. Der reguläre Steckdurchmesser der kurzbrennweitigen ist 0.965 Zoll, ab der Brennweite 40 mm sowie der Weitwinkelokulare der dritten Serie hat einen Steckdurchmesser von 35 mm. Das war wohl das alte, in Teilen Europas übliche, Maß für Teleskopokulare, bevor es durch die anglo-japanischen Entwicklungen Mitte des vorigen Jahrhunderts verdrängt worden ist.

Unterscheidung der Baureihen:
Alle Okulare sind blau vergütet und die Gehäuse sind aus Aluminium. Die Markierungen sind bei den ersten beiden Baureihen graviert/gefräst/geätzt und weiß eingefärbt, bei der dritten Serie nur noch silberfarbig aufgedruckt. Selbst hier - an hochwertigen Okularen, die in der Schweiz gefertigt sind - wurde im Laufe der Zeit offensichtlich an der Kostenschrauben gedreht.
1. Serie: mit abgesetztem Ring auf der Oberseite, Beschriftung nur unterhalb der Linse – ein F und die Brennweite
2. Serie: Beschriftung AR oberhalb der Linse sowie ein F und die Brennweite unterhalb der Linse
3. Serie (Ich nenne sie „Flat-Tops“): Beschriftung F und die Brennweite oberhalb der Linse sowie der Schriftzug SPECTROS unterhalb der Linse. Die Weitwinkelokulare (15 und 25 mm) sind zusätzlich mit einem W gekennzeichnet.

Links: erste Baureihe, Mitte 2. Serie, rechts 3. Generation
(Das Programm hat mir eben meine Tabelle verhackt, weswegen sie jetzt als .pdf im Anhang anhängt).
Die mit Häkchen markierten Okulare befinden sich in meinem Besitz.
Die Datenlage in dieser Übersicht ist völlig unklar, vor allem, was die Bauart der Scherben angeht!
Die beiden kurzen Brennweiten sollen nach Aussage mehrerer Astro-Kollegen Plössls sein, der Rest Kellners. Aber gilt das nur für die erste Baureihe? Die komplette zweite Serie ist mit "AR" gekennzeichnet. Wofür steht das? "Achromatic Ramsden" vielleicht? Kann das stimmen, dass alle Brennweiten in nur einer Bauart ausgeführt sind?
Die 15er habe ich aus allen drei Baureihen und ihnen erst vor einigen Tagen am Telementor mit M5 auf den Zahn gefühlt. Der Anblick durch die Scherben der ersten und zweiten Serie war in allen mir ersichtlichen Parametern komplett identisch - woraus ich schliesse, dass sie baugleich sind. Aber K (1. Serie) und AR (2. Serie), wie geht das zusammen?
HILFE!!

Die Durchmesser sind so ziemlich das Inkompatibleste, was man sich heute, selbst als Altglassammler, vorstellen kann ... 0.965'' und 35 mm - too old to rock'n roll, too young to die.
Aber bei der letzten Lieferung war ein offensichtlich sebst gefertigter Adapter aus Alumium dabei (Ja! - es GIBT einen Gott! - dachte ich). Das Dumme ist nur, dass die ganze Chose so lang wird, dass man damit nicht mehr in den Fokus kommt.
Und dann lief mir sogar noch ein originales Zenitprisma über den weg! - leider auch in derselben Dimension: 35 mm, auf beiden Seiten; herzlichen Glückwunsch.
Schei$e!

Mit dem heute üblichen Astro-Geraffel, das auf Zollmaßen beruht, braucht man für die Schweizer ein paar Adapter. Links und rechts, aus Aluminium selbst gefertigt von einem bedachten Kollegen (Danke, Bro!), jeweils von 35 mm auf eineinviertel Zoll, in der Mitte ein "alter" Schraubadapter aus eloxiertem Aluminium von TAKAHASHI, um die 0.965'' Scherben in den 1,25''-Schacht zu stecken.
Mit den (knapp) enzölligen SPECTROS zu beobachten ist der reine Genuss an Doppelsternen, Planeten und dem Mond.
Sie sind durchgehend auf Augenhöhe mit den Oukalren von PENTAX, TAKAHASHI und - manche sagen - sogar den ZEISS im selben Kaliber. Immer im Rahmen ihrer bauartbedingten Möglichkeiten. Wer aber von vorne herein keinen Einzöller mag, braucht es auch gar nicht erst versuchen. Aber ihre Schärfe und Transparenz sind auf Champions-League-Niveau. Einen Teil meiner Jupiter-Zeichnungen ist mit ihnen enstanden.
Wenn man auf den einschlägigen Foren ein wenig herumstöbert, findet man ganz erstauliche Einschätzungen und Erfahrungsberichte über diese Okulare. Sie sind allerdings offensichtlich aus der Mode gekommen. Wie schön!
Die Firma scheint es noch zu geben (in Basel?), unklar ist jedoch, ob sie noch Okulare herstellt. Im Netz liest man dies & das ... ich will mich da die Tage mal dranhängen.
Falls also noch jemand was in der Richtung im Fundus herumliegen hat - nur her damit, der Ursi hätte Interesse!
Schöne Grüße,
Urs
*Und sich dann aber lauthals über die sogenannte "Lügenpresse" auslässt - welche ihre publizierten Beiträge regelmäßig vor der Veröffentlichung mehrfach quer-referenziert. Aber das nur am Rande. Bekackte Amateure ...
- öch bin wieder da!
Heute mit der SPECTROS-Story, zumindest Teilen davon. Ich möchte Euch darüber berichten, was ich über diese wunderbaren Okulare im Netzt herausfinden konnte. Ohne jegliche Gewähr auf Wahrheit und Vollständigkeit. Ich habe zwar versucht, immer mindestens zwei Quellen zu finden, die dasselbe aussagen, was aber nur selten möglich war. Außerdem ist es leider so, dass im Netz allgemein einer ungeprüft den Mi$t vom anderen abschreibt*. So wie die Glasflasche in der Sonne, die einen Waldbrand auslöst, beispielsweise ...
Seht diesen Beitrag hier also als ersten Aufschlag zur allgemeinen Diskussion, als Grundlage, deren Inhalte es zu überprüfen und zu vervollständigen gilt.
Ach ja, noch ein Hinweis für die Rennleitung: die Bilder habe ich eben auf meiner Terrasse alle selbst geschossen und ich besitze die Rechte daran, sie sind nicht aus dem Netz geklaut. Also lasst sie bitte drin. Besten Dank.
SPECTROS Okulare – eine Stoffsammlung
Nach meinen Recherchen gab es von den Spectros Okularen drei unterschiedliche Baureihen, die sich anhand ihrer Beschriftung und, bei der dritten Serie, der Bauart des Korpus‘ voneinander unterscheiden. Der reguläre Steckdurchmesser der kurzbrennweitigen ist 0.965 Zoll, ab der Brennweite 40 mm sowie der Weitwinkelokulare der dritten Serie hat einen Steckdurchmesser von 35 mm. Das war wohl das alte, in Teilen Europas übliche, Maß für Teleskopokulare, bevor es durch die anglo-japanischen Entwicklungen Mitte des vorigen Jahrhunderts verdrängt worden ist.

Unterscheidung der Baureihen:
Alle Okulare sind blau vergütet und die Gehäuse sind aus Aluminium. Die Markierungen sind bei den ersten beiden Baureihen graviert/gefräst/geätzt und weiß eingefärbt, bei der dritten Serie nur noch silberfarbig aufgedruckt. Selbst hier - an hochwertigen Okularen, die in der Schweiz gefertigt sind - wurde im Laufe der Zeit offensichtlich an der Kostenschrauben gedreht.
1. Serie: mit abgesetztem Ring auf der Oberseite, Beschriftung nur unterhalb der Linse – ein F und die Brennweite
2. Serie: Beschriftung AR oberhalb der Linse sowie ein F und die Brennweite unterhalb der Linse
3. Serie (Ich nenne sie „Flat-Tops“): Beschriftung F und die Brennweite oberhalb der Linse sowie der Schriftzug SPECTROS unterhalb der Linse. Die Weitwinkelokulare (15 und 25 mm) sind zusätzlich mit einem W gekennzeichnet.

Links: erste Baureihe, Mitte 2. Serie, rechts 3. Generation
(Das Programm hat mir eben meine Tabelle verhackt, weswegen sie jetzt als .pdf im Anhang anhängt).
Die mit Häkchen markierten Okulare befinden sich in meinem Besitz.
Die Datenlage in dieser Übersicht ist völlig unklar, vor allem, was die Bauart der Scherben angeht!
Die beiden kurzen Brennweiten sollen nach Aussage mehrerer Astro-Kollegen Plössls sein, der Rest Kellners. Aber gilt das nur für die erste Baureihe? Die komplette zweite Serie ist mit "AR" gekennzeichnet. Wofür steht das? "Achromatic Ramsden" vielleicht? Kann das stimmen, dass alle Brennweiten in nur einer Bauart ausgeführt sind?
Die 15er habe ich aus allen drei Baureihen und ihnen erst vor einigen Tagen am Telementor mit M5 auf den Zahn gefühlt. Der Anblick durch die Scherben der ersten und zweiten Serie war in allen mir ersichtlichen Parametern komplett identisch - woraus ich schliesse, dass sie baugleich sind. Aber K (1. Serie) und AR (2. Serie), wie geht das zusammen?
HILFE!!

Die Durchmesser sind so ziemlich das Inkompatibleste, was man sich heute, selbst als Altglassammler, vorstellen kann ... 0.965'' und 35 mm - too old to rock'n roll, too young to die.
Aber bei der letzten Lieferung war ein offensichtlich sebst gefertigter Adapter aus Alumium dabei (Ja! - es GIBT einen Gott! - dachte ich). Das Dumme ist nur, dass die ganze Chose so lang wird, dass man damit nicht mehr in den Fokus kommt.
Und dann lief mir sogar noch ein originales Zenitprisma über den weg! - leider auch in derselben Dimension: 35 mm, auf beiden Seiten; herzlichen Glückwunsch.
Schei$e!

Mit dem heute üblichen Astro-Geraffel, das auf Zollmaßen beruht, braucht man für die Schweizer ein paar Adapter. Links und rechts, aus Aluminium selbst gefertigt von einem bedachten Kollegen (Danke, Bro!), jeweils von 35 mm auf eineinviertel Zoll, in der Mitte ein "alter" Schraubadapter aus eloxiertem Aluminium von TAKAHASHI, um die 0.965'' Scherben in den 1,25''-Schacht zu stecken.
Mit den (knapp) enzölligen SPECTROS zu beobachten ist der reine Genuss an Doppelsternen, Planeten und dem Mond.
Sie sind durchgehend auf Augenhöhe mit den Oukalren von PENTAX, TAKAHASHI und - manche sagen - sogar den ZEISS im selben Kaliber. Immer im Rahmen ihrer bauartbedingten Möglichkeiten. Wer aber von vorne herein keinen Einzöller mag, braucht es auch gar nicht erst versuchen. Aber ihre Schärfe und Transparenz sind auf Champions-League-Niveau. Einen Teil meiner Jupiter-Zeichnungen ist mit ihnen enstanden.
Wenn man auf den einschlägigen Foren ein wenig herumstöbert, findet man ganz erstauliche Einschätzungen und Erfahrungsberichte über diese Okulare. Sie sind allerdings offensichtlich aus der Mode gekommen. Wie schön!
Die Firma scheint es noch zu geben (in Basel?), unklar ist jedoch, ob sie noch Okulare herstellt. Im Netz liest man dies & das ... ich will mich da die Tage mal dranhängen.
Falls also noch jemand was in der Richtung im Fundus herumliegen hat - nur her damit, der Ursi hätte Interesse!
Schöne Grüße,
Urs
*Und sich dann aber lauthals über die sogenannte "Lügenpresse" auslässt - welche ihre publizierten Beiträge regelmäßig vor der Veröffentlichung mehrfach quer-referenziert. Aber das nur am Rande. Bekackte Amateure ...
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