Wie 180° Drehung nach Meridian Flip in einem Stack vereinen?

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Okke_Dillen

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Moin, liebe Mit-Pixelonauten!

Isch hätt da mal gern äh Probläm: in der vorletzten Nacht habe ich 2 Satz Bilder aufgenommen, einen vor dem Meridian Flip, einen danach. Die Kamera hatte ich beschlossen nicht anzufassen also schon gar nicht um 180° zu drehen, weil der Fokus grad so schön saß und überhaupt... das geht doch bestimmt per Software mit einem einzigen Klick und gut is, ohne daß ich mir jetzt die Fokussier-, Justier- und Zelebrierkür gebe. Wozu sonst ist Software da??? Zumal eh schon 1h verlorenging, wegen eines aufpoppenden Cirrenfeldes, das dann genauso schnell wieder verschwand, wie es erschienen war. Die Nacht hatte ohnehin ihre Spitzen, aber das ist eine andere Geschichte...

Lange Rede, kurzer Sinn, wie erkläre ich in PI dem BatchPreProcessing das die Bilder von 1 bis 19 ihren Null oben links haben und jene von 20 bis 29 stattdessen rechts unten? :unsure:
Hmmmm, die F, D und B müßte man dann aber auch..... richtig? :unsure:

Oder geht das nur auf die harte Tour, erst einen Satz stäkken, dann den 2ten und dann zusammennageln. Btw: geht das auch in PI oder muß man dazu Photoshop bemühen?

Danke und viele Grüße,
Okke
 
Hallo Okke,

soweit mir bekannt, berücksichtigt z. B. Deep Sky Stacker im Rahmen des Preprocessing voll automatisch die unterschiedliche Orientierung des Aufnahmeobjektes vor und nach dem Meridian-Flip. Ich hatte jetzt zwar seit längerem keine vergleichbare Aufnahmsituation mehr gehabt. Aber ich hatte zurück liegend schon einmal M 101 mit meinem 8"-Newton auf´ s Korn genommen und nach ungefähr der Hälfte der Gesamtbelichtungszeit in der Aufnahmenacht umgeschwenkt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es da beim nachfolgenden Registrieren und Stacken der Aufnahmen in DSS zu Problemen kam. Alles klappte reibungslos ohne besondere Einstellungen im DSS-Menü. Wie sich die Sachlage in PI darstellt weiß ich leider nicht, da ich diese Software (noch ?) nicht nutze. Aber da dürfte es hier im Forum genügend Experten geben, die hier Auskunft geben können.

Viele Grüße
Stefan
 
Hmmmmm, du stimmst mich nachdenklich.... ob ichs einfach mal probieren sollte, was passiert? :unsure:
 
Hallo Ocke,

ich gehe mal davon aus, dass du genug Mut zur Lücke hast, dich an das "gefährliche" Experiment zu wagen. Ich wünwsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen. Aber bitte die Datensicherung nicht vergessen...
 
Das mit den Lücken wird nix, kaum is eine da, steckt bei mir immer sofort der Mond drin, lol :ROFLMAO:

Testestest............ :oops:
 
Stefan, das paßt tatsächlich!! (y) PI stäkkt gerade mit 29, also allen Lights, vor und nach MF. Drizzle läuft grad noch.... sieht gut aus!
Hätte nicht gedacht, daß das Programm so schlau ist, gut gemacht!! Das Bild ist ja "falsch" rum drin, also passen die F, B, D's ja nicht dazu, das muß es merken und jene separat verrechnen. Danach erst kann er die post-MF Bilder rumdrehen, um sie mit den ante-MF Bildern gemeinsam zu stapeln. Coole Sache! :cool:

So, es hat fertichgedrizzelt. Gut geworden, Respekt! Sogar die Dunkelwolke ist jetzt schon sichtbar besser. Bringts, 50min mehr. Also: künftig keinen Kopp machen nach MF, Bildfeld sauber hinrücken, weiter machen, gut is!

Was mich grad etwas umhaut:oops:, ist, wie rauscharm der Rohstäkk schon ist! DSLR bei 15° plus, nix gekühlt! MF ist zwar eine Art "Mega-Dither", aber.... kann das soviel ausmachen???

However, geht! :cool:
 
Hallo Okke,

wenn es, wie gesagt, in DSS schon klappte konnte ich mir beim beten Willen auch nicht vorstellen, dass ausgerechnet PI, das derzeitige Nonplus-Ultra unter den astronomischen Bildbearbeitungsprogrammen, hier schwächeln sollte. Auf jeden Fall schön, dass deine Experimentierfreude letztlich Füchte trug(y).

Gruß
Stefan
 
Hallo Markus,

nee, hab ich mich so undeutlich ausgedrückt?? :oops: Hmm, jetzt wo ichs nochmal lese, vielleicht...

NATÜRLICH müssen die Flats, Darks und Biasse dieselbe Orientierung haben, wie das Bild und zwar unabhängig davon, wie das Bild auf dem Chip referenziert ist! Pixel 1,1 ist und bleibt immer Pixel 1,1. Und nein, die Darks und Biasse sind ganz genauso wie die Flats abhängig von der richtigen Orientierung zum Chip. Da muß auch Pixel 1,1 auf Pixel 1,1. Sonst passen die Hotpixel, das Rauschmuster etc ja gar nicht!!
Das für mich faszinierende war, daß er die Bildfelddrehung erkannt hat bei der Registrierung und die 180° brav selber gedreht hat. Er hat also zuerst die Hilfsframes mit den Lights verrechnet und erst danach eine Drehung um 180° vorgenommen, wo nötig: bei den post-MF Frames. Posthum betractet, eigentlich alles einleuchtend. Aber da es im Hintegrund passiert, nicht so augenscheinlich.
Ich weiß nicht, obs jetzt besser verständlich geschrieben ist, vermutlich meinen wir dasselbe ;)

Gruß,
Okke
 
Moin,

klar passen die Kalibrierungsframes noch alle dazu. Du hast ja nichts an der Position geändert > das war auch genau richtig so. DSS und Pix können schon seit Jahren mit Verdrehungen aller Art umgehen. Ich hatte noch nie Probleme damit. Einzig die genaue Position nach dem Flip wieder finden war schon mal problematisch. Aber mit Magic Lantern kann man auch Bilder drehen bzw. den Liveview drehen. Ich meine die besseren Kameras können auch ein Raw bearbeiten und entsprechend drehen.

Bei Pix gibt es im Format Explorer unter Raw sogar eine Option "no image flip".

Gruß Markus
 
Tja, so ist das mit neuen Erkenntnissen, für die einen kalter :coffee:, für die anderen eine ganz neue Erfahrung. MF-Situationen habe ich bisher einfach konsequent gemieden wie der Daivel das Weihwasser, deswegen auch folgende Erkenntnis meinerseits von weiter oben:
künftig keinen Kopp machen nach MF, Bildfeld sauber hinrücken, weiter machen, gut is!

;)
 
Hallo Okke,

Das Bild ist ja "falsch" rum drin, also passen die F, B, D's ja nicht dazu, das muß es merken und jene separat verrechnen.

Ich habs glaub ich so verstanden wie es da steht - das Programm merkt beim Kalibrierprozess (!!) NICHT, dass die Sterne an anderer Stelle sind, sprich dass die Bilder gedreht sind. Es kalibriert einfach alle durch, und das täte es auch dann, wenn du die Kamera im OAZ gedreht hättest.
"Merken" tut das Programm die Verdrehung erst beim Ausrichten, und das geschieht erst nach dem Kalibrieren.
Funktionieren tut das deshalb, weil eben, wenn du die Kamera NICHT drehst, alles ungeliebte wie Vignette und Staub exakt gleich am Bild bleiben (nur die Sterne ändern sich relativ dazu).
Drehst du die Kamera, dreht sich alles mit und du brauchst neue FLATS. Drum haben alle Leute, die einen Rotator + quadratischen Chip haben und alle vier Positionen nutzen (es gäbe beliebig viele, aber an vieren ist das Objekt "richtig" orientiert) richtig gut zu tun - die brauchen vier komplette Sätze Flats.

LG, Markus
 
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