Anette_Aslan
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Liebes Sterndelvolk,
seit langem mal wieder durch meinen 5-Zöller geschaut. So ein Vorstadtsommer im Dunst-Schatten einer Riesenmetropole wie Wien hält selten versprechend gute Beobachtungsnächte parat. Der wolkenlose und noch mondfreie Himmel reizte mich aber trotzdem und so baute ich mein Astrogeraffel so gegen 21h im Garten hinten auf, nordete meine Montierung mit dem Sichtbarwerden des Polsternes ein, eichte sie an drei weiteren hellen Sternen und gegen 22h besuchte ich dann mal wieder die sommerlichen Standartobjekte - was sonst, wenn man noch nicht einmal die Milchstraße erahnen kann?
Die Sternkarte, die bis 6mg helle Sterne zeigt, macht unter einem solch trüben Himmel ja wirklich Sinn, genau so und nicht anders gestaltete sich der Himmel.
Das Sommerdreieck schob schön romantisch über den ausladenden Wipfel des Walnussbaumes hervor, das Quakten der Frösche klang von irgendeinem Gewässer in der Nähe herüber und gab der Sommer-Nacht ihre Melodie, der Igel grunzte im Garten herum, weil er wo ein feines Mädel wittert, dass seinen ersten Wurf schon abgesetzt hat, diverse Fledermäuse jagen Mücken, die auf meinen Armen dann mit einem nervigen Handklatsch vorzeitig ihr Ende finden, kein Lüftchen weht, die Kirchglocken schlagen zur zehnten Stunde... also schon irgendwie jede Menge geballte Romantik, wozu ja auch ein Rendezvous gehört - grunzt der Igel mir in Gedanken zu.
Rauf auf M13, der sich in einem Fünfzöller mit 127mm Öffnung und 900 Brennweite ja nicht gerade als Offenbarung zeigt, aber trotzdem immer wieder eine schön anzusehende Freude ist, gestaltete sich aber unter diesen Bedingungen gestern durch alle Vergrößerungen hindurch nicht wirklich deutlich klar und nadelfein und so erging es mir bei allen anderen Objekten wie M92, M10, M3, M18 und M17, M2 und M27 oder M57 oder M51 der Whirlpool, die einzige Galaxie, die sich ausmachen lies.
Ich frage mich, was Leute oben in Flensburg oder Kiel machen .... auf den FotoWebCams sehe ich, dass es da nie richtig dunkel wird, da muss de Sommer ja eine regelrechte Astroauszeit sein.
Heute brütet hier bei einem milchig trüben aber wolkenlosem Himmel die Hitze rein, bis 38 Grad kann es mancherorts werden. Ich ahne, dass die südwestliche Höhen-Strömung aus der Sahara wieder mächtig Sand mitführt, nur das kann es sein, was die Durchsicht dermaßen trübt, nicht nur die weißen Nächte, nicht nur die ungünstigen Vorstadtbedingungen, auch die Wüste hat ihren Einfluss hier zu Lande.
Bis 1 Uhr hielt ich durch, Saturn ganz im Süden zeigte sich erstaunlich gut unter diesen Bedingungen, konnte seine Bauchbinde erkennen, seine Ringe klar getrennt. Bis ins 5mm Oku (180fach) zeigte er sich auffallend klar ... doch die Milchstraße wurde trotzdem nicht sichtbar, das versteh mal einer.
LG von Anette , die euch ein paar Fotos vom Sommerdreieck und der Whirlpoolgalaxie vorstellt, wie sie sich, wenn auch mit der Kamera eingefangen, aber nicht anders visuell gestern gezeigt haben.
seit langem mal wieder durch meinen 5-Zöller geschaut. So ein Vorstadtsommer im Dunst-Schatten einer Riesenmetropole wie Wien hält selten versprechend gute Beobachtungsnächte parat. Der wolkenlose und noch mondfreie Himmel reizte mich aber trotzdem und so baute ich mein Astrogeraffel so gegen 21h im Garten hinten auf, nordete meine Montierung mit dem Sichtbarwerden des Polsternes ein, eichte sie an drei weiteren hellen Sternen und gegen 22h besuchte ich dann mal wieder die sommerlichen Standartobjekte - was sonst, wenn man noch nicht einmal die Milchstraße erahnen kann?
Die Sternkarte, die bis 6mg helle Sterne zeigt, macht unter einem solch trüben Himmel ja wirklich Sinn, genau so und nicht anders gestaltete sich der Himmel.
Das Sommerdreieck schob schön romantisch über den ausladenden Wipfel des Walnussbaumes hervor, das Quakten der Frösche klang von irgendeinem Gewässer in der Nähe herüber und gab der Sommer-Nacht ihre Melodie, der Igel grunzte im Garten herum, weil er wo ein feines Mädel wittert, dass seinen ersten Wurf schon abgesetzt hat, diverse Fledermäuse jagen Mücken, die auf meinen Armen dann mit einem nervigen Handklatsch vorzeitig ihr Ende finden, kein Lüftchen weht, die Kirchglocken schlagen zur zehnten Stunde... also schon irgendwie jede Menge geballte Romantik, wozu ja auch ein Rendezvous gehört - grunzt der Igel mir in Gedanken zu.
Rauf auf M13, der sich in einem Fünfzöller mit 127mm Öffnung und 900 Brennweite ja nicht gerade als Offenbarung zeigt, aber trotzdem immer wieder eine schön anzusehende Freude ist, gestaltete sich aber unter diesen Bedingungen gestern durch alle Vergrößerungen hindurch nicht wirklich deutlich klar und nadelfein und so erging es mir bei allen anderen Objekten wie M92, M10, M3, M18 und M17, M2 und M27 oder M57 oder M51 der Whirlpool, die einzige Galaxie, die sich ausmachen lies.
Ich frage mich, was Leute oben in Flensburg oder Kiel machen .... auf den FotoWebCams sehe ich, dass es da nie richtig dunkel wird, da muss de Sommer ja eine regelrechte Astroauszeit sein.
Heute brütet hier bei einem milchig trüben aber wolkenlosem Himmel die Hitze rein, bis 38 Grad kann es mancherorts werden. Ich ahne, dass die südwestliche Höhen-Strömung aus der Sahara wieder mächtig Sand mitführt, nur das kann es sein, was die Durchsicht dermaßen trübt, nicht nur die weißen Nächte, nicht nur die ungünstigen Vorstadtbedingungen, auch die Wüste hat ihren Einfluss hier zu Lande.
Bis 1 Uhr hielt ich durch, Saturn ganz im Süden zeigte sich erstaunlich gut unter diesen Bedingungen, konnte seine Bauchbinde erkennen, seine Ringe klar getrennt. Bis ins 5mm Oku (180fach) zeigte er sich auffallend klar ... doch die Milchstraße wurde trotzdem nicht sichtbar, das versteh mal einer.
LG von Anette , die euch ein paar Fotos vom Sommerdreieck und der Whirlpoolgalaxie vorstellt, wie sie sich, wenn auch mit der Kamera eingefangen, aber nicht anders visuell gestern gezeigt haben.
