Hallo zusammen,
hier vielleicht noch ein paar Anmerkungen zum Thema Sterntest, Seeingbeurteilung und Auskühlverhalten.
Nicht wenige Sternfreunde glauben sie sehen das "Athmosphärische Seeing" wenn sie einen Sterntest durchführen, jedoch habe ich es schon oft erlebt, dass Sternfreunde auf die wabernde Grenzschicht eines noch nicht ausgekühlten Hauptspiegels blicken.
Hier mal ein fiktives Beispiel mit dem Durchschnittsgradient von ca. 9°C und einem Standard 12“ Newton Spiegel mit 38mm Dicke.
Angenommen wird dabei wie bei den Profis, dass ab ca. 1-1,5°C Temperaturunterschied vom Spiegel zur Luft, sich keine nennenswerten Luftschlieren mehr ausbilden.
Stellt man also diesen 12“ von Zimmertemperatur 20°C in eine 12°C kalte Nacht und die Lufttemperatur fällt dann im Laufe der Nacht auf ca. 3°C, so braucht dieser 12“ Spiegel ca. 3-3,5h um sich anzupassen.
Mit einem entsprechend dimensionierten saugenden Lüfter von ca. 120mm könnte man die Auskühlzeit auf ca. 45min. verkürzen.
Am effektivsten wären seitliche Lüfter, welche die Grenzschicht laminar über der Spiegeloberfläche wegsaugen würden, dann kann man quasi sofort die volle Leistung abrufen.
Vorkühlen bringt zwar auch schon Besserung, jedoch hat man auch hier durch die Massenträgheit des Spiegels den Gradienten von 9°C zu überwinden (12°C zu 3°C), was immer noch mehr als 2h dauern würde bis sich der Spiegelträger der Lufttemperatur angenähert hätte.
Bedenkt man also diese Auskühlzeiten von 3-3,5h, oder die 2-2,5h, beginnend vielleicht um 20:00-21:00 Uhr, ist man schon bei ca. 24:00 Uhr angelangt, wo man eigentlich erst Sterntest und Seeingbeurteilungen vornehmen kann, erst dann kann der 12“ sein volles Potential auch zeigen.
Ein weiterer Aspekt der für die Beobachtungspraxis eine Rolle spielt, sind die Auf- und Untergangszeiten der Objekte.
Stehen z.B. die Objekte zum Beginn der Dämmerung/Nacht schon weit im Westen/Horizont, hat man schlicht und ergreifend keine Zeit mehr für eine langwierige Temperaturanpassung.
Also, entweder muss man warten oder matschige Bilder ansehen, oder Lüfter einbauen
Das unterschiedliche Aussehen von Seeing habe ich mal versucht exemplarisch mit Hilfe von Aberrator zu visualisieren.
Das wesentliche Merkmal dabei ist, dass aussehen der defokussierten Fresnelringe eines Sterns.
Grenzschicht und Tubusseeing sind wie auf dem mittleren Bild zu sehen, langsame oder schnell wabernde Luftkeile die helle Knoten bilden.
Lokales Seeing, also aufsteigende warme Luft von Gebäuden, betonierten Flächen usw. ist richtungsgebunden von unten nach oben, dabei ist es recht einfach herauszufinden wo unten und oben im Bild ist, wenn man seine Hand in den Strahlengang vor die Öffnung hält.
Das "Atmosphärische Seeing" sieht meist wie ein Jetstream aus, welches wie Bindfäden durch das Bild zieht.
Dann gibt es noch das Beobachter Seeing wie z.B. hier zu sehen ist
(C) Tobias Ludwig, PH Karlsruhe
www.youtube.com
Hier ist ein cooles "Excel Tool" zu finden, damit könnt ihr eure Auskühlzeiten selber ausrechnen.
Per poter favorire di un’ottima serata osservativa al telescopio, si sa che questo deve essere in perfette condizioni di stabilità, collimazione e ed equilibrio termico. Proprio quest’ultima tematica sarà analizzata in questo post, per evidenziare quali sono i parametri principali che...
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LG