Wie das Fähnlein im Wind

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Gelöschte Mitglieder 487

Hi Leute,

es folgt mal wieder ein Bericht, wo die Elle als Längenmaß nicht ausreichen dürfte ;-) Holt euch schon mal nen Kaffee.

Wohin gehts

Mit dem Saisonabschluss habe ich in einem meiner letzten Berichte wohl zu schnell geschossen. Es gab doch nach der Revision der Bergbahnen tatsächlich nochmal eine verwertbare Nacht auf dem Berg! Von Dienstag zu Mittwoch galt es eine Entscheidung zu fällen zwischen den nahen, verfügbaren und nutzbaren Bergen, an welchen die Gondeln wieder in Betrieb gegangen sind. Zwischen Wendelstein (Platz auf 1700 m) und Brauneck (1550 m) galt es sich zu entscheiden. Für beide war eine Luftfeuchte von ca. 17 bzw. 20% in der Nacht vorhergesagt. Und: statt -5 Grad im Tal konnte man sich auf +5 Grad am Gipfel freuen.

Ich entschied mich für das Brauneck unter Abwägung von möglichen Pistenraupen, einem nächtlichen Licht am Wendelstein (Stammplatz war nicht zugänglich, da Gipfelweg gesperrt etc.) und vorhergesagten Windgeschwindigkeiten (Wendelstein im Mittel so 10-15 km/h mehr) was den Unterschied machen kann zwischen angenehm und ätzend...

So ging es mit der Bahn nach Lenggries, dem Ort, wo kein Verlass auf Busse ist. Also: netten Taximann gerufen, 7 Euronen abgedrückt und mit einem netten Schwätzchen entspannt an der Talstation der Brauneckbahn angekommen. Unterhose in der Gondel angezogen – sieht ja keiner, und schon war ich oben.


Nach wenigen Höhenmetern zu Fuß durch den Schnee war ich fix beim Brauneckhaus, wo ich gleich mal den Hüttenwirt dran erinnerte, er wollte doch mal durch mein Teleskop schaun... Die paar mal die ich da war hat´s nicht geklappt, weil er immer Gäste über Nacht hatte, dieses mal war diesbezüglich Ruhe im Karton. Ein Glück: auf dem Höhenweg, meinem Platz, lag etwas unergonomisch verteilt der Schnee und es pfiff zudem recht sauber ins Gesicht dort oben. 30 m niedriger am Brauneckhaus auf der Terrasse war es schön windstill und lauschig. Dort habe ich mich unter Absprache postiert. Ein Traum: Wo sonst die Touristenhorden sich die Klöße einwerfen, konnte ich mich auf Tisch und Bank schön ausbreiten und wie an einem Schreibtisch vernünftig „arbeiten“.

Es war wirklich wenig Betrieb, einige wenige Skifahrer habe ich noch in ihrer Neugier befriedigt, was ich denn da so aufbaue und treibe und dann war es auch schon dunkel. Mit an Bord war dieses mal meine neue Errungenschaft, eine kleine superkompakte Digitalkamera (Sony Rx100). Endlich kann ich die schönen Szenerien in Nacht und Dämmerung festhalten! Das war längst überfällig. Der Himmel war prinzipiell wolkenlos, hatte aber schleierige Tendenzen.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/c73145-1386283247.jpg

Von angehender 20% Luftfeuchte war optisch nicht viel zu erkennen. Ich vertrieb mir die Zeit der Dämmerung und der ersten dunklen aber nicht direkt deepskytauglichen Phase mit Herumgeknipse.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/f30867-1386284710.jpg

Käffchen frei Scope

Gegen 21 Uhr, als ich mit der Knipserei erst mal durch war, kam der nette Hüttenwirt, wie gewohnt mit so einer Individualistenzigarette, die wie ein Zigarillo aussah. Leider waren die Showpieces schon irgendwo Richtung Lichtverschmutzung und Horizont abgetaucht. Die wenigen Brüller wie M 42 hingen hinter Schleierwolken. Ärgerlich. Neben M 15, Hatschi und ein paar offenen Haufen hab ich sogar noch M 1 ausgepackt, der auch gesehen wurde nach ein paar Versuchen unter Anleitung. Nur mit so ein Paar Lichtpunkten kann ich hier doch keinen abspeisen, da muss schon noch irgendein grauer Fleck her ;-) Am eindrücklichsten war sicherlich der Andromedanebel, aber vor allem Jupiter. Darauf wurde ich direkt mal in die heiligen Hallen auf einen Kaffee eingeladen. Mein interessierter Hüttenkumpel blieb zwischendurch drinnen und kam nach einer Weile wieder. Hier hielten wir nochmals auf Jupiter. Sogar Werner hat sofort erkannt, dass sich die Monde bewegt haben in der kurzen Zeit – ganz von selbst und mit einer gewissen Begeisterung. Das Seeing war gut, sodass Juppi auch ein dankenswertes Objekt war. Hat sich also trotz schlechtem Himmel gelohnt die kleine Führung. Unbeeindruckt von der mangelnden Transparenz nahm ich mir schulterzuckend eine ausgiebige Jupiterzeichnung vor. Tjaaa... tut mit leid, Jupiter!
Mein Besucher ist zu Bett, wobei ich ja eigentlich der Besucher bin, in jedem Falle war ich jetzt allein und es konnte so richtig losgehen - denn auf einmal riss es zunehmend auf!

Deepsky-Attacke

Wie so oft, keine Ahnung, woran das liegt, klart es zuerst im Bereich der Cassiopeia und Schwan auf. Und schon geht’s los: Neue Objekte waren das Ziel, ohne irgendwelche Vorabplanungen. DeepskyAtlas aufschlagen und gucken, was es gibt – ganz unkompliziert und unangestrengt, frei nach Gustus, wie das Fähnlein im Wind...

Als erstes nahm ich einen galaktischen Nebel ins Visier: NGC 6991 in der Nähe von Deneb zeigte sich als 0,1 Grad langes Wölkchen nahe von helleren Sternchen und war im 26 mm wie auch 8 mm Oku schön zu beobachten, allerdings ohne irgendwelche nennenswerten Details. Aber dennoch finde ich es spannend, mal andre Objekte anzufahren, die man noch nicht so kennt. Ein nettes Objekt finde ich. Im Atlas ist die NGC in Komponente a und b unterschieden, wobei b anscheinend ein kleiner offener Haufen sein soll. Den habe ich aber so nicht wahrgenommen, sprich nicht gesehen.

Ich steuerte mal wieder eine Arp-Gx an: NGC 91 und 93 bilden Arp 69. Nach meiner Skizze mit einem kleinen rechtwinkligen Dreieck, welches nach Kantenlänge auf die Gx weist, habe ich aber nur NGC 93 gesehen, als kleines ovales Wölkchen ohne Details. Laut Stellarium hat die Gx 14m0, was ich nicht glauben kann, denn NGC ist hiernach bei 15m0. Dabei hat die schwächste NGC überhaupt doch was knapp unter 14mag wenn ich richtig informiert bin... Seltsam. Komisch auch, dass da laut wikisky einiges mehr an Galaxien herumschwirrt und mir diese nicht begegnet sind. War ich etwa falsch?

Es ging weiter mit einem PN: NGC 1501 wird im Atlas als „Camel´s Eye“ beworben. Klingt interessant, nix wie hin! Es zeigte sich ein gut sichtbares rundliches Wölkchen, welches mich an den Eulennebel erinnerte: ähnlich schwer zu fassende Dunkelstruktur im Inneren und ein Zentralstern, welcher indirekt mit gewisser Erfahrung einfach zu sehen war. Es war im Inneren Struktur in Form einer Art dunklem Ring zu erahnen, aber nicht wirklich erfassbar. Ich hatte mit 200fach draufgehalten. Irgendwie nett! Es geht weiter Querbeet: Der offene Sternhaufen NGC 1502 lag gleich nebenan und sorgte für einen Vermerk: „Hübsch!“ auf meinem Notizzettel. Und wieder eine Arp: Die Nummer 210 alias NGC 1569 stellte sich als sehr schönes Ziel heraus: insgesamt eine längliche Struktur bei dem sehr hellen Nebel, die wie eine schmale Flamme aussah, diffus in einer Richtung ausläuft und von einem hellen 10m5 Sternchen am entgegengesetzten Ende flankiert ist. Am anderen Ende winkelte sich ein winziges Nebelchen isoliert ab, recht schwach. Am Ende dieses Abzweigs blitze sehr schwach ein kleines Sternchen auf. Der nächste PN, Sternbild Giraffe: IC 342 notierte ich mir als „ganz eigenartiges Objekt“: fast so groß wie der Helixnebel, wie ein galaktischer Nebel anmutend und ein halbes Dutzend Vordergrundsterne von 12mag in einer Art Zeltform angeordnet.
In der Casssiopeia umherstreunend nahm ich mir IC 289 vor, ein PN von um die 12m5 (geschätzt): steht direkt an 11mag-Sternchen, strukturlos, gleichmäßig hell, erscheint nicht ganz kreisrund. Eine geisterhafte Erscheinung, hübsch anzuschaun! Das nächste Ziel war der galaktische Nebel NGC 1491, als „Fossil Footprint“ im Atlas bezeichnet. Den Fußabdruck im Perseus konnte ich so nicht nachempfinden, konnte aber eine gewisse Struktur festmachen, die mich an den Pacman (NGC 281) nebenan erinnerte. Irgendwo schon mal interessant, aber nicht der Brüller.

Pause.

Ein Blick in den Himmel.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/5ba0fb-1386283822.jpg


Irgendwie hatte ich es dieses mal mit den PN: der nächste Kandidat stand im Orion: Der „Collarbone Nebula“ NGC 2022 hatte für mich die Form einer Zitrone, mit schwer fassbaren Dunkelstrukturen, die ich mit einer Mottelung beschreiben würde. Ich hielt mit dem 4,7er mit 320fach drauf und notierte, „könnte auch ein „Loch“ zu sehen gewesen sein“. Vager geht’s kaum noch, ich weiß ;-) so ist das halt in dem Metier. Immerhin besser als nix, womit z. B. die Suche nach Arp 327 (NGC 1875) zu resümieren ist. Eine Premiere bahnte sich an: mein erster Abell-Nebel! Er oder sie hört auf den Namen Medusa oder für gute Freunde auch auf Abell 21 und ist ein riesig fetter Schmadder, dessen Umrisse für mich nicht greifbar genug waren, als dass ich was dazu notiert hätte. Mir hat es gereicht, den fetten Schnodder einfach zu sehen. Alles ohne Filter wohlbemerkt, da ich als Freund natürlicher Beobachtung außer Bader-Folie keinerlei Filter besitze. Diese Folie wäre ja nun nicht eben förderlich gewesen ;-) Um sicher zu gehen, an der richtigen Stelle zu sein, identifizierte ich einen nahegelegenen offenen Haufen (NGC 2395, unspektakulär) im Okular und verifizierte die Position von diesem in Relation zum vermeintlichen PN: passte. Aber ich musste schon ein wenig am Teleskop wackeln, um den PN sicher zu sehen. Wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss... Interessantes Objekt auf jeden Fall. HEIDEWITZKA! – habe ich eigentlich schon meine Freude über den Himmel geäußert? ENDLICH WIEDER richtig DEEPSKY! Nach drei verpeilten Nächten... Vor zig Jahren sprühte ich mal ein Graffitti: „Getting high by Deepsky“... So entwickelte ich – ohne jetzt anderweitige Drogenerfahrungen zu haben – ab Mitternacht einen absoluten Tunnelblick. Der leere Magen wurde weitmöglichst ignoriert und Kautätigkeiten auf ein absolutes Minimum beschränkt. Der Komet Lovejoy gab sich wieder die Ehre und die ersten Blicke am Abend wollten nun Fortsetzung finden.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/5927c1-1386284861.jpg


Die Kamera musste wieder getestet werden. Mein Magen knurrte. Ich warf mir erneut schnell ein Twix ein. Und zur Sicherheit noch ein belegtes Brot mit Radieschen dazu. Nicht nur ich zeigte Schwächelnde Tendenzen. Leider zeigten sich Schwächen in der automatischen Fokussierung beim ausgefahrenen Tele bei Nacht. Ich kanns der Cam nicht verdenken, ich verrenke mir ja auch die Augen... Die besten Bilder blieben die bei 28 mm Brennweite und Blende 1,8.

Der Orion senkte sich schon langsam über der Zugspitze und der Himmel war längst alpin geworden...

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/71b493-1386284092.jpg

Eine Stunde vorher peilte ich noch auf einen weiteren Abell: Nummer 12 steht direkt an einem hellen Sternchen nahe Beteigeuze: ich sah nix außer einem hellen Stern. Ich war hin- und hergerissen wegen dem Himmel: Komet hier, Foto da und dann noch diverse Arps, die warteten! Das Zodiakallicht schrie mich an: „Mach hinne“!

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/5c9662-1386284293.jpg

Zuvor nahm ich entgegen meiner üblichen Objektvorlieben nochmal einen OC vor: NGC 2355 machte mich mit der Beschreibung „The Jedi´s Knight“ neugierig. Dieses neumodische Krams ;-) AAAber: sehr treffend! Es zeigte sich ein hübsches Objekt bzw. eine Haufenkombination muss man sagen: ein recht kondensiertes Grüppchen von etwa 20 Sternen wird begleitet von einem abgesetzten, isolierten Grüppchen von 4 12-13m0-Sternchen, welche schwach genug und länglich angeordnet sind, dass sich der Eindruck eines Laserschwertes ergibt. Der dicke Haufen ist dann meinetwegen der Helm von Darth Vader oder so - keine Ahnung, wer sich das ausgedacht hat ;-)

Das Klopfen

Es hämmerte in meinem Kopf im gleichmäßig aufdringlichen Takt : arps – arps-arps-arps-arps-arps... Die Dämmerung naht! Also, nächstes Exemplar: Arp Nr. 167 in Gestalt von NGC 2673/72 im Sternbild Krebs direkt bei der Krippe. Hier ließ mir die Skizze keine Zweifel. Richtig gewesen zu sein: eine helle längliche Ellipse wird begleitet von einem sehr schwachen Anhängsel. Letzteres ist NGC 2673. Seltsam, dass dieses laut Stellarium 12m9 haben soll. Hätte ich deutlich schwächer geschätzt. Der Himmel war immer noch klasse. Vielleicht hat sich eine Zirre hierher verirrt, wer weiß. Insgesamt ohnehin nicht so der Hit, mehr eine Sache des Abhakens und Weiterziehens – z. B. zu Arp 89 (NGC 2648) unterhalb der Krippe M 44: Ein sehr kleines, helles, tropfenförmig erscheinendes Objekt. Mit Blick auf Bilder vermute ich, dass das auslaufende Ende des Tropfens diese PGC gewesen sein muss, die mit der NGC interagiert. Ich glaube nicht, dass ich die Form des schwachen Spiralarms gesehen habe, welcher die Tropfenform bewirkt haben könnte. Wahrscheinlich war es eine Mischung von beidem, bewusst sah ich nur ein einziges Objekt, nicht mehrere.
Arp 137 (NGC 2914) und 232 (NGC 2911) bilden den Abschluss der Arps´s in dieser Nacht, wo ich keine besonderen Details notiert habe. NGC 2919 unweit davon habe ich nicht gesehen. Das Seeing wurde schlechter aber mit Blick auf die Karte sprang mich ein Objekt an: Der PN „Frosty Leo“ oder auch IRAS plus unhandlicher Zahlenkombination. In der Visuellen-Fraktion oft angesteuert, habe ich den auch auf dem Tacho und sofort ging die Lampe im Kopf an. Also: sehr winziges Teil, bei schlechtem Seeing von den Sternen schwierig zu unterscheiden. Aber ich hatte den richtigen Riecher, als ich den Verdächtigen mit dem 4,7er-Oku zu Leibe rückte. Details sah ich leider 0.

Die Transparenz rang mir noch ein paar Lieblingsobjekte ab, die ich ansteuern musste: NGC 2903 am Kopf des Löwen, eine wunderschöne, helle ovale Galaxie, die ihre Spiralstruktur angedeutet zeigte in Form von bogigen Spiralansätzen an beiden Enden und dunklen, linearen, parallel zu Längsstruktur verlaufenden Lücken. M 51 stand hoch oben und war trotz heller werdendem Himmel sehr schön anzuschaun. Deepsky war leider nun nicht mehr sinnvoll möglich, für PN war mir das Seeing zu schlecht geworden. Ich muss erst mal Luft holen, so viel Text mal wieder... Was für eine Nacht, endlich! Und das Ganze bequem von einer Terrasse aus, mit Tisch und Bank. Werner hat netterweise neuralgische Stellen an der Hütte verdunkelt. Und übrigens, ganz nebenbei – er kennt auch den Astronomen am Wendelstein von dem ich letztens auch schrieb...und wusste von dessen ATM-Qualitäten zu berichten...witzig – mei... kloa is die Welt geh...


Outro

Phototime! Ich verballerte nach Kräften den Akku Richtung Lichtermeer im Tal und an den Bergen, aber wider der Natur von Akkus wollte das Teil nicht kapitulieren – trotz ca. 4 Grad, wo jeder andere Akku normal längst die Segel streicht. Toll – die Testberichte stimmen manchmal sogar!
Flugs wurde es hell und ich genoss nach dem Abbau wie so oft die Ruhe, allein auf dem Berg zu sein. Das einzige Geräusch war das verstohlene und manchmal eindringliche metallische Klappern einer Fahnenstange der Hütte. Der Wind nahm wie vorhergesagt zu. Ich ging auf den Höhenweg hoch und ließ mir den Wind ins Gesicht blasen. Schnee wehte in feinem Riesel den Hang hinunter. Ich folgte bald dem Wind und machte mich auf die Rückkehr.

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/thumb/c1bf49-1386285348.jpg

CS!
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Gute Morgen Norman,

:respekt:

Und da vor einigen Aspeken deines Berichts, angefangen von den stimmungsvollen Beschreibungen der Erlebnisse, der toll detaillierten Objektbeschreibungen, der speichelflusstreibenden Objektauswahl und... jau nun auch noch für die Fotos :D

Mensch, die Kamera macht erheblich bessere Bilder als ich gedacht hätte, ich bin geneigt meine EOS 400D in den Ruhestand zu schicken :super: Da darfst du aber gerne noch ein paar Details wie Belichtungszeiten, Nachbearbeitung ect. rausrücken, faszinierend was da aus der kleinen Kamera purzelt, ich wage mal zu orakeln, dass sie perfekt für deinen Einsatzzweck (Dokumentation der Bedingungen und wunderschöne Übersichtsaufnahmen) ist.

Vielen Dank, das hat mal wieder richtig Spaß gemacht mit dir "in die Alpen zu fahren" und die Norman-Liste an Objekten die ich nachbeobachten muss wird immer länger :Trost:

Viele Grüße
Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey Norman,
der Hammer, was Du hier wieder ablieferst.
Eine tolle Liste an Objekten und wieder fluffig geschrieben!

Auch wenn Du auf pure Beobachtung stehst - gönn Dir mal einen OIII-Filter. Du wirst begeistert sein, was damit noch an Details hervorkommt an so manchem Objekt.
Am besten kommt das mit einem Filterschieber (z.B. Spheretec), dann entfällt das lästige geschraube...

Die RX100 ist ein süsses kleines Teil und in der Tat gut nachttauglich. Am besten stellst Du sie dazu auf manuellen Fokus.
Zu der Kamera lohnt sich der "Photographer’s Guide to the Sony DSC-RX100".

Einen schönen Nikolaustag.
 
Erstklassiger Bericht! :super: Mir gefällt's auch dass du den Text gut gliederst. Oft sieht man Berichte mit viel zu langen Absätzen, das ermüdet. Bin aber erst zu einem Drittel durch. Den Rest nehm ich mir für nachher vor, wenn es schneien soll.

Thomas
 
Hallo Norman,

ich schliesse mich dem breiten Lob voll und ganz an! Toller Bericht, der Lust auf eine Bergreise macht! :applaus:

Beste Grüße,

Achim

P.S. Einen winzigen Verbesserungsvorschlag hab ich noch: Die Überschriften in Blau heben sich zumindest an meinem Monitor wenig vom schwarzen Hintergrund ab.
 
Hi Benny!

Auch hier noch mal ganz lieben Dank für Dein nettes Feedback :) Ja wie gesagt sind die Bel.zeiten bei meist 30 s gewesen, anchmal bei 15 oder was dazwischen, meist ISO 1600 als Kompromiss von gutem Bild und Empfindlichkeit. ISO 6400 muss ich nochmal richtig testen und im RAW ausreizen. Bin gespannt...

CS!
Norman
 
Hi Ralf,

Dankeschön :cool: "Fluffig", das is gut :biggrin:, freut mich zu hören/ zu lesen...

Hast Du die Kamera etwa auch selbst? Danke für den Guide-Tip. Das Handbuch ist die Bezeiczhnung ja nicht wert... Manuell fokussieren, tja, grundästzlich richtig, aber wie will man das nachts am Sternenhimmel machen? Höchstens bei Tage mit gewünschter Brennweite auf nen Mond oder fernes Objekt voreinstellen,nix dran ändern und nachts Feuer frei... Oder nachts Glück haben mit einer Fernen Laterne die man einstellt. Das am ehesten wohl noch... Filter, naja. Für PN tatsächlich ne Überlegung wert auf Dauer. Ich merke zunehmend, dass die Dinger mich reizen. Aber bloß für Cirrus und sowas hole ich mir definitiv keinen Filter. Muss ich mal an PNs testen bei ´nem Treffen.

Dir auch nen schönen Nikolaus und CS!
Norman
 
Hallo Thomas und Achim,

auch euch besten Dank! Stimmt Achim, das Blau ist Käse. Aber ich hatte zu der Uhrzeit keinen Nerv mehr, was dran zu ändern ;-)

Wobei die Software hier noch geht, im Nachbarboard ist das eine Zumutung mit Formatierungen. Oder ich stell mich zu bl...d an, kann auch sein. Nächstes mal nehme ich ne andre Farbe...

Thomas, das freut mich sehr, dass Du die Gliederung mal explizit ansprichst. Da gebe ich mir tatsächlich extra Mühe, eben um so einem ermüdenden Textblock zu vermeiden. Danke für Deine Würdigung!

Schöne Grüße
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Norman,
ich hatte die RX100 kurz, hab mich aber wieder von ihr getrennt.
Mit den kleinen Fummelknöpfen kam ich nicht zurecht. Die BQ ist aber schon genial.

Für Deinen Fall bietet das Teil eine Fokuslupe im manuellen Modus - damit kannst Du auf dem Stativ sehr gut auf einen hellen Stern scharf stellen.
Wenn Du sie aus- und wieder einschaltest, musst Du aber neu fokussieren.
 
Hallo Norman,

endlich hab ich mal die Zeit gefunden, wenigstens diesen Bericht von Dir zu lesen. Ist ja doch ne Menge Stoff, den du hier sehr locker und amüsant erzählst :) Das war ja eine recht bunte Mischung an Objekten.

Möchte mich noch Ralf anschließen: Hol dir nen ordentlichen OIII-Filter. Dann klappts auch garantiert mit Abell12 ;) Er liegt "leider" weniger als eine Bogenminute vom hellen 4.12m Stern entfernt. Mit 8" und OIII jedenfalls total easy :)

Du hattest noch was vom PN IC342 in Cam geschrieben: Nach deiner Beschreibung und meinen Wissen ist es eine sehr große, aber schwache Spiralgalaxie. Die hatte ich bisher vergeblich versucht.

Vielleicht schaffe ich es die Tage auch noch, einen Kurzbericht über "helle" Galaxien der letzten Nächte zu schreiben ;)

Grüße vom Robert
 
Hi Robert,

stimmt, da habe ich mich verguckt, die IC ist eine Gx. Im Atlas war die so richtig kreisrund eingezeichnet, dass es wie ein PN ausgesehen hat...

Da braucht man schon ne gute Transparenz und ein großes Sehfeld vor allem. Sonst sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht... ist ein großes Teil.

Und Arp 69 ist ist in Wahrheit Arp 65, hab mich verschrieben. Die NGC innerhalb dieser Arp da sind auch nicht ganz richtig. Übrigens hängt meine "M-Taste" zur Zeit, falls sich jemand wundert. Man sollte eben nicht über dem Laptop essen und Vollkörner zwischen den Tasten verteilen...

Schöne Grüße
Norman
 
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