Wie Durchrutschen eines Monorail Auszugs verhindern ?

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sterngugger12

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Hallo Forenteilnehmer,

an meinem Omegon Ritchey Chretien 8 Zoll Teleskop ist der originale Omegon Monorail Fokussierer leider überlastet.
An ihm hängt ein Focal Reducer, OAG, 5x 2 Zoll Filterrad und eine ASI294 Kamera dran. Entweder rutscht er dann bei steiler Teleskopstellung durch, oder er wird durch Anziehen der Friktionsschraube so schwergängig, dass ihn mein Fokusmotor an der Feineinstellung nicht mehr nach innen verstellen kann.
Dafür suche ich nach einer Lösung.
Eine Lösung wäre sicher, ihn durch einen guten Fokussierer mit Zahnstangenantrieb zu ersetzen. Der kostet aber mindestens 300 EUR, nach oben offen.
Wäre es aus Eurer Sicht auch eine Lösung, die Reibung zwischen dem Monorail und der Stahlachse zu erhöhen? Beides aufrauhen mit feinem Schmirgelpapier? Dann müsste man die Friktionsschraube doch weniger fest anziehen.
Hat jemand vielleicht Erfahrung, ob Aufrauhen funktioniert? Kennt Ihr andere Lösungen?

PS habe den Thread über das Durchrutschen eines Crayford Auszugs gelesen, aber leider keine Antwort für mich darin erhalten.

Ich hoffe Ihr habt eine Idee für mich.

Viele Grüße, Ralf
 
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Hallo Ralf,
Deine Idee entspricht dem Prinzip des Baader Diamont Steeltrack. Ich habe einen solchen an einem 8" RC mit Reducer, EAF, 7xFilterrad und ASI 2600MM. Der Auszg rutscht nicht durch und funktioniert einandfrei. Wenn Du die Erhöhung der Friktion handwerklich meistern kannst, wäre das IMHO einen Versuch wert. Es gab wohl auch schon Versuche feines Schmirgelpapier aufzukleben, der Ausgang ist mir nicht bekannt.
CS
Dieter
 
Hallo Dieter,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Sehr interessant, dass der Diamont Steeltrack mit rauher Oberfläche arbeitet. Hab das gerade mal nachgelesen und da sind wohl Diamantsplitter auf der Reibfläche verbaut - jetzt macht der Name für mich auch Sinn! Dadurch werden bis zu 6 kg gehalten.
Das mit dem aufgeklebten Schleifpapier geht bei meinem Auszug leider nicht. Es gibt keinen Freiraum nach oben, das Papier würde abgeschabt..
Aber Aufrauhen alla Steeltrack könnte dann tatsächlich funktionieren. Würde mich interessieren, ob das schon jemand mal gemacht hat.

CS Ralf
 
Ich hab meine Mono-Rails entfettet und mit einem Mattierungsschwamm aus dem Goldschmiedewerkzeug angerauht. (Stahlwolle oder ein sehr feinkörniges Schleifpapier sollte es auch tun).
Entfetten brachte schon mal sehr viel, allerdings mit dem Nachteil der geminderten Konservierung, da die Schienen nicht so dolle auf Feuchtigkeit reagieren.

Ich denke man muss hier Kompromisse eingehen und wenn man bei Taubeschlag das Equipment vernünftig trocknen lässt seh ich da jetzt auch keine Probleme.

CS, Ralf
 
Hallo Ralf,

Sehr interessante Methode zum Aufrauen die Du beschreibst. Sehr feines Naßschleifpapier habe ich. Wie stark war bei Dir die Wirkung des Aufrauhens? Und hält diese lange an?
Mit Alkohol entfettet hab ich den Antrieb schon, war aber leider kein so großer Unterschied?

CS Ralf
 
Ich nutze ca. 3 Kilo Equipment am und im OAZ und da rutscht nichts mehr. Auch nach gut einem Jahr seit der letzten Behandlung hat sich da nicht viel getan. Sicherlich wird die Oberfläche mit der Zeit glätter werden, jedoch kann ich sie doch jederzeit nachbearbeiten.
Fokus macht bei mir ein Motorfokus mit Autofokus-Routine, ein "Durchrutschen" würde ich wohl oder übel erst im Blink oder im der Rejection sehen.

CS, Ralf
 
Hallo Ralf,

super, vielen Dank für Deine Hilfe. Könntest Du mir noch etwas beschreiben, wie Du vorgegangen bist? Hast Du den OAZ zerlegt und die Schiene ausgebaut? Fallen da die Kugellagerkugeln der seitlichen Führung raus? Oder hast Du alles zusammengelassen und die Schiene so aufgerauht?
Wäre echt toll, wenn Du dazu noch was sagen könntest.

Grüße
Ralf
 
Es gibt einen ganzen Satz von verschiedenen Mono-Rails am Markt, die ähnlich, aber mit Unterschieden im Detail aufgebaut sind.

Den Monorail meines Quattro 12" nutzt einfach nur eine Linearführung Typ MGN mit Laufwagen. Die Lagerkugeln sind im Wagen durch einen Kugelfänger gesichert und die Schiene lässt sich ziehen. Zuerst hab ich alle Stützlager entspannt (Das sind normale Rillenkugellager, auch da fliegen einem keine Kugeln um die Ohren) und die Abdeckung abgenommen. Dann die Welle des Crayford incl. Lagerung ab und schon lässt sich die Schiene ziehen. und bearbeiten.
Ich hatte vorher penibel die Justage des Newton kontrolliert (die ist normal sehr stabil, ich brauch so gut wie nie nachjustieren) und hab nach dem Einbau den Laser in den OAZ gesetzt und die Stützlager wieder vorgespannt. OAZ immer raus und rein fahren und kontrollieren, ob er gerade läuft. Fertig!

Bei Youtube gibt es etliche Videos zum Zerlegen von Crayfords, nur dass beim Monorial ans Auszugrohr die Schiene geschraubt ist und durch den Lagerblock geführt wird. Nach der gleichen Methode hab ich auch die normalen Crayfords meiner mittlerweile verkauften Dobs nachgeschliffen um die Auflage der Welle zu verbessern.

CS, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerne, gutes Gelingen beim Werkeln!

CS, Ralf
 
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