wie einen Tubus kürzen ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Rainmaker

Aktives Mitglied
Hallo,

im Rahmen der Optimierung meines Synta-FHs steht jetzt eine Kürzung des Tubus um 30 mm an. Das Ganze soll natürlich möglicht präzise sein. Ich hatte daher gedacht eine Werkstatt könnte dies machen. Die Leute dort hatten aber angst sie könnten mit ihren Maschienen den recht dünnwandigen Tubus beschädigen. Die Arbeit bleibt jetzt also doch an mir hängen. Daher die Frage, wie habt ihr eure Tuben gekürzt und wie waren die Ergebnisse?

MfG

Rainmaker
 
Hallo,
am besten suchst Du Dir eine Werkstatt mit einer großen Drehbank, die können das perfekt erledigen. Wird aber schwer werden, das muss schon ein ganz schöner Kracher von Drehbank sein!
Andere Möglichkeit, mit einer Eisensäge. Hier brauchst Du eine Führung die wirklich einen geraden Schnitt gewährleistet. Nicht ganz einfach, der Winkel muss stimmen und zudem den gesamten Durchmesser abgedeckt werden. Ich stehe auch bald vor diesem Problem, genau das muss ich auch machen.
Frei Hand würde ich es mir nicht zutrauen.

Gruß Bernd
 
Hallo Bernd,

die Grösse der Drehbank war in der Werkstatt wohl nicht das Problem, das Spannfutter dürfte wohl knapp 500 mm Durchmesser gehabt haben. Die Jungs hatten aber wie schon gesagt einfach Angst, dass ein Tubus mit einer Wandstärke von nur einem Millimeter die Aktion nicht heil übersteht. Die Sache mit der Eisensäge würde ich mir eigentlich ganz gerne schenken, die Präzision die man damit erreicht dürfte nicht wirklich gross sein, dafür dürfte das Risiko aber um so grösser sein.

MfG

Rainmaker
 
Hi,
eine andere Möglichkeit ist, ab zum Dachdecker, die haben ein Schneidwerkzeug damit sie Rohre und ähnliches kürzen können. Beim Klempner müsste solche Maschiene auch vorhanden sein. Ist halt immer eine Frage der Größe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Mehr fällt mir auch nicht ein.
Auf der Drehbank kann es auch schon mal daneben gehen, gerade wenn das Abstechwerkzeug "durchgeht" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Verstehen kann ich die Jungs!

Gruß Bernd
 
Hallo Rainmaker,

nimm eine stabile Rohrschelle, innen mit einer Lage Abklebband bekleben, dann um den Tubuslegen und mit dem Tiefenmesser eine Schieblehre zum Tubusende genau ausrichten und festziehen. Mit einem dünnen wasserfesten Filzschreiber die Schnittstellen rundum markieren. Den Tubus zwischen den Tubusrohrschellen mit zwei Schraubzwingen an der Montierungsschiene auf die Werkbank oder einen stabilen Tisch spannen. Jetzt kann man mit der Einsensäge den Tubus am Markierungsstrich halbierend durchsägen.
Danach mit einer feinen Feile, auf beiden Schnittkanten aufliegend, den Rest des Markierungsstriches bis zur Rohschelle wegfeilen.
Noch leicht entgraten und fertig! So dürfte es ohne zusätzliche Beschädigung am Tubus von Hand und preiswert machbar sein.

Gruß Günter
 
Hallo,

die Sache mit der Maschiene vom Klempner bzw. vom Dachdecker klingt erstmal nicht schlecht. Ich werde mal hier bei unsern örtlichen Handwerkern anfragen, ob sowas mit der entsprechenden Genauigkeit funktioniert.
Der Tipp von Günter ist auch nicht schlecht. Für den schlimmsten Fall hatte ich mir auch schon eine ähnliche Methode ausgedacht, da ich aber einwenig Angst vor meiner eigenen handwerklichen Leistung habe versuche ich es erstmal beim Handwerker oder warte ab was hiern noch andere Selbstbauer an guten Tipps abgeben.

MfG

Rainmaker
 
Wir kürzen Tuben einfach auf der Kreissäge.

Absaugung ausschalten wegen Funkenflug und Staubexplosion.

Danach entgraten und fertig.

Beste Grüße

Dirk
 
hi rainmaker,

ich habe es mit meinen ( vielen) hartpapiertuben für meine refraktoren wie folgt gehandhabt, solange keine drehmaschine zur verfügung stand:
1. zeichne dir den gewünschten sägeschnitt exakt z.b. mit einer reißnadel am tubus an ( das bekommst du recht gut hin, wenn du ein entsprechend langes stück karton so um den tubus legst, daß es rundherum straff anliegt und beide enden wieder exakt zusammenfallen.

2. nimm eine metallsäge ( bügelsäge) mit sehr feinem sägeblatt und säge das rohr langsam rundum und immer auf oder besser neben dem strich ( damit du ihn noch siehst!) ab. durch das feine sägeblatt wird der lack im bereich des schnittes des rohres nicht so sehr strapaziert. lege ein tuch o.ä. unter das rohr, damit es weich liegt. dient auch der lackschonung.
das bringt zwar ein gewisses PtV :-) des randes, macht aber zunächst nichts.
damit erreichst du nämlich, daß die " gemittelte lage " des sägeschnittes schon recht genau ist.

3. nimm eine längliches stück spanplatte ( doppelt so lang wie dein durchmesser und etwa so breit wie der durchmesser ) und nimm zunächst grobes schmirgelpapier ( evtl. naßschleifp. )
dieses wickelst du um das brett, sodaß eine brettgroße schmirgelfläche entsteht.

4. lege das rohr z.b. auf einen stuhl bis ran an die stuhllehne ( damit es relativ gut an einem anschlag sitzt ) un lege das schmirgelbrett flach auf den schnitt auf.
nun beginn mit dem schmirgeln der fläche des sägeschnittes. achte darauf, daß das brett immer schön anliegt. und gehe damit immer um das rohr rum, indem du das rohr immer ein stück weiterdrehst.


5. kontrolliere die winkligkeit des schnittes immer wieder mit einem guten rechten winkel, indem du das rohr auf einer ebenen tischplatte auf den schnitt stellst und die senkrechte des rohres prüfst. auch darf das rohr auf der schnittfläche nicht mehr " kippeln ", sondern sollte satt auf dem tisch aufliegen.

6. und dann, immer feineres schmirgelpapier nehmen, bis du selbst zufrieden bist.

das funktioniert gut, auch wenn es jetzt erstmal schlimm klingt und eine drehmaschine nicht gerade ersetzt. ich habe das mit hartpapier bis 5 mm wandstärke so ziemlich perfekt hinbekommen, auch wenn mir dann der arm weh tat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

und was draus geworden ist, habe ich ja hier nun öfters gezeigt, wie z.b. hier...

Link zur Grafik: http://www.tbrumm.de/images/astro/fertig2.jpg



wolf
 
Hallo,

klingt hart und klotzig, geht aber auch sehr gut:
Die Flex. Wie zuvor besprochen, die Schnittlinie sauber mit Filzschreiber auftragen und dann rund herum mit der Flex anschneiden, feine Trennscheiben für schnelldrehende Anwendungen vorausgesetzt. Den Tubus immer wieder drehen, bis der Schnitt überall durch das Material durchgeht. Danach mit der Schleifscheibe und L-Winkel den Schnitt entgraten, bzw. auf rechten Winkel bringen. Für sabuere Schnitte 'auf einmal' könnte sich auch eine Kappflex eignen, also eine geführte Trennscheibe auf exakt 90° eingestellt. So oder so ähnlich stelle ich mir Dirk Mohlitz' Vorschlag mit der Kreissäge vor.
 
Hallo,

ich hab meinen Synta-Tubus folgendermaßen gekürzt:

Den Tubus hochkant auf eine ebene Fläche stellen und mit einer scharfen Reißnadel, welche in der richtigen Höhe des Schnittes liegt rundum eine tiefe Kerbe durch den Lack ritzen. Die Reißnadel bleibt an Ort und Stelle, nur der Tubus wird gedreht und gleichzeitig gegen die Reißnadel gedrückt. Wichtig ist, dass die Ritzkante möglichst tief und exakt wird.
Dann den Tubus auf ein altes Handtuch legen und mit einer Puksäge mit neuem Metallblatt sachte in der Rille sägen. Nicht ganz durchsägen, sondern immer in der Ritze drin und diese etwas vertiefen, bis man einmal rum ist.
Dann kann man beginnen durchzusägen - wieder ein Stück drehen - wieder durchsägen usw.
Dann ein neues Blatt Schnmirgelpapier mit Schraubzwingen auf einer ebenen Fläche fixieren und den Tubus unter ständigem Drehen glatt schleifen. Auf diese Weise habe ich sämtliche Tuben mit gutem Erfolg gekürzt.

Die Rohabschneider vom Klempner funktionieren garantiert nicht, weil die Wandstärke viel zu gering ist. Drehbank würde ich auch nicht machen. Wenn der Abstechmeißel einhakt, ist es rum und der Tubus ist total verbogen.
Zudem kann man das Teil nicht fest genug einspannen, ohen es dreieckig zu verbiegen.

Übrigens: Wenn der Lack etwas abbekommt, sieht eine mattschwarze Pulverbeschichtung super aus. (Hab ich an meinem Synta Tubus gemacht)

Grüße
Rolf
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben