Wie fest muss der Spiegel sitzen?

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Huxtebude

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Hallo,
ich frage mich gerade, ob es richtig ist, dass mein 8" Spiegel innerhalb der Spiegelfassung noch ziemliches Spiel hat. Die Spiegelzelle, also der Teil den man eigentlich mit den Justierschrauben justiert (ist das richtig?) sitzt bombenfest, nur der Spiegel in der Spiegelzelle ist relativ locker. Zeigt der Tubus senkrecht nach oben, kann man den Spiegel auf allen Seiten locker hochdrücken, zwar auch nur minimal, aber er liegt nur locker da drin.
Auf der Unterseite liegt er auf drei Korkplättchen auf und auf der Oberseite sind so Halteteile mit jeweils 2 Schrauben. Das müsste man wohl mal etwas enger machen.
Ich habe zwar gehört, dass es sogar ganz gut wäre, dass der Spiegel da so lose drinliegt, da er sich so nicht verspannt, aber je nach Tubuslage weicht die Justierung doch minimal ab.
Also lohnt es sich die ganze Spiegelzelle auszubauen, und muss ich dann nur die Schrauben auf der Oberseite etwas anziehen (die, die man sieht wenn man von oben rein guckt)? Da der Ausbau ja doch schon mit Aufwand verbunden ist. Ich hab z.B. grad vom "abhämmern" der Spiegelzelle gelesen, da diese durch getrockneten Lack extrem fest sitzen soll.
Reicht es evtl. bereits wenn ich auf jeder Seite etwas Papier dazwischen schiebe?

Dank im Voraus,
Florian.
 
Hallo,
Ich glaube das ist richtig so, bis ca. 200 mm Spiegeldurchmesser reichen die drei Korkplättchen meist aus. Die Klammern verhindern nur daß daß der Spiegel rausfällt und sollen daher locker sitzen.
Der Spiegel soll seitlich möglichst 1/10 mm Spiel auf allen Seiten haben. Wenn Du zu viel Spiel hast, dann kannst du das mit dem Packpapier machen. Wichtig ist, daß der Spiegel sich auch bei Temparaturänderungen nicht festklemmt.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Woher soll ich denn wissen, wieviel 1/10mm sind?
Ich konnte den Spiegel schon ein ganzes Stück anheben, weiß aber nicht ob das jetzt einer oder nur einen zehntel Millimeter war.
Ich hab mal testweise unter jedes Korkplättchen etwas Papier geschoben. Der Spiegel wackelt jetzt nicht mehr hin und her. Ich hab das Papier zwar nicht dazwischengequetscht, es ist aber auch nicht lose, sodass es von selbst rausfallen könnte, also schon leicht "geklemmt" wenn man es so ausdrücken mag. Man kann es aber schon noch relativ leicht hin und herschieben. Meinst du das ist ok? Könnte der Spiegel davon denn überhaupt Schaden nehmen, wenn er zu eng sitzt?
Immerhin ist es jetzt relativ warm, 21° vielleicht. Da wird es eher kälter als wärmer. Und wenn es kälter wird zieht er sich ja zusammen und so ist die Gefahr, dass er sich klemmt, gering.

Grüße,
Florian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

> Und wenn es kälter wird zieht er sich ja zusammen und so ist
> die Gefahr, dass er sich klemmt, gering.

Nein, andersrum.
Die Metallfassung zieht sich stärker zusammen als das Spiegelglas.
Darum wird der Abstand bei kalter Witterung kleiner, und muss von
vorneherein ausreichend gewählt werden. Gegen das Verlieren der
Justage hilft es vielleicht, das Herumrutschen mit weichem Material
(z.b. Filzgleiter, Velourstreifen) auf das notwendige Maß zu reduzieren.

Zu klären wäre vielleicht noch, ob der Spiegel am geänderten Justage-
Zustand nach dem Schwenken überhaupt schuld ist, oder ob sich der
Tubus durchbiegt.

Ciao,
Roland
 
Hehe, so kann mans natürlich auch sehen. Sorum hatte ich gar nicht gedacht. Aber stimmt. Hast recht.
Kork und Papier ist ja beides relativ weich!?
Und der Spiegel ist 100%ig daran Schuld, man spürt es, bzw hört es ja wenn er verrutscht. Und das Bild verschiebt sich auch ungefähr in dem Maße wie wenn ich den Spiegel per Hand etwas ahnebe in seiner Fasuung.
 
Hallo,

> Und der Spiegel ist 100%ig daran Schuld, man spürt es, bzw hört es ja wenn er verrutscht.

Verrutschen kann er ja nur seitlich. Ich würde versuchen, mit passend
platzierten Filzstücken dieses seitliche Verrutschen zu verringern, dann
sollte die Sache in Ordnung sein. Ein Bisschen Spielraum braucht er
natürlich schon auch in seitlicher Richtung. Das Spiel nach oben zu den
Gummistoppern hin kann mit deinem Problem kaum zu tun haben,
außer der Spiegel würde bei extrem horizontnaher Beobachtung
vornüber kippen.

Ciao,
Roland
 
Naja, wenn ich den Tubus auf die Seite drehe, so dass er vielleicht im 45°-Winkel steht, dann verrutscht der Spiegel natürlich erstmal seitlich, aber dadurch ändern sich auch die Auflagepunkte und somit eben die Justierung.
 
Hallo,
Anheben tut er sich nicht von alleine es sei denn du beobachtest unter dem Horizont! Daher kann er ruhig 3 mm Spiel zum Anheben haben. Aber seitlich verrutschen darf er nur 1 /10 mm. Wenn du gerade noch ein Stück Packpapier seitlich zwischen Spiegel und Fassung schieben kannst, dann sind es ca 1/10mm .
Grüße Martin
 
Hmm...habe die Frage auch schon mal hier im Forum gestellt und mich nochmals damit beschäftigt, als sie wieder auftauchte. Klar, zu fest verspannt ist schlecht. Roland möchte ich hier beipflichten, das Hauptproblem bei meiner Dejustage war der Tubus. Seitdem ich das Problem mit dem Tubus gelöst habe , habe ich bis jetzt zumindest keine Dejustage mehr festgestellt, auch wenn der Spiegel etwas Spiel hat.Liegt der Spiegel zu locker, kann man aber auch eine Dejustage haben, obwohl die Korkscheiben das schon gut verhindern, wie Marty schreibt.Da ich aber auch mit Laser justiere, muß ich den Tubus zur Justage z.B. waagerecht legen.
Ein paar weitere Gedanken zur Ausdehnung und zu dem Thema habe ich daher gemacht.
Bei mir ist der HS in Gummihalterungen und ebenfalls auf Kork gelagert. Gummi hat einen deutlich höheren Ausdehnungskoeffizienten( je nach Gummiart 160-220 !!!)als Glas (z.B. Fensterglas 7,98, Quarzglas 0,6)oder Metalle ( je nach Legierung zwischen 10 und 25).Daten habe ich von http://tumb1.ub.tum.de/publ/TBPhy/daten/pdf_tabs/t.pdf
D.h.bei der Abkühlung: auch wenn sich das Metall der Fassung stärker zusammenzieht als dein Spiegel, so ziehen sich die Gummihalterungen deutlich am stärksten zusammen.
Das Spiel bleibt bei Abkühlung in jedem Fall erhalten,ganz im Gegenteil, es wird sogar größer! Das habe ich mal in der Praxis ausprobiert und meinen 150mm HS samt Fassung 40 min. in den Kühlschrank <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> gelegt( Temperaturdifferenz 15°).Sah echt lecker aus.Vorher hatte ich die Halterungen so angezogen, daß kaum noch Spiel vorhanden war. Nach der Abkühlung war deutlich mehr Spiel vorhanden!
M.E. gibts für das Problem aber keine eindeutige Antwort, dat is für mich so´ne Gretchenfrage. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
Du kannst das für einen bestimmten Temperaturbereich vieleicht einstellen, aber wie stark sich das ganze bei großen Temperaturschwankungen genau verhält lässt sich nur schwer messen. Wenn du den Eindruck hast, das ganze sitzt zu fest,dann bleibt nur der Test am Stern, ggf. ist dann die Beobachtungsnacht im Eimer.
Vieleicht kriegst du durch etliches Rumprobieren eine akzeptable Lösung ( so hab ich es zumindest gemacht).
Ich würde z.B. auf jeden Fall lieber eine minimale Dejustage in Kauf nehmen, als den Spiegel zu verspannen.
Grüße
Mario
P.S. ich habe hier noch so Metallblättchen zur Dickebestimmug von 0,05 - 1 mm
rumfliegen gehabt. Obwohl der Spiegel noch deutlich "kippelte", passte das 0,1 mm-Blatt
nicht mehr zwischen Halterung und HS.
 
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