Wie funktioniert ein Leuchtpunktsucher?

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sagittarius1

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Hallo

Ich habe mich in letzter Zeit mal intensiv mit dem Thema Leuchtpunktsucher beschäftigt. Nur frage ich mich, wie das funktioniert. Sehe ich mit einem Leuchtpunktsucher am Himmel einen Punkt, an dem ich erkennen kann wohin das Teleskop zeigt?
Ich würde mich über eure Erfahrungen sehr freuen.

cs
Markus
 
Hallo Rayko!

Gut, habe ich verstanden. Was ist aber nun besser:
Optischer Sucher, Leuchtpunktsucher oder Telrad?

cs
Markus
 
Hallo Markus!

Ich besitze zwar keinen Leuchtpunktsucher, kann Dir aber sagen, dass ich meinen Telradsucher nicht mehr missen möchte!
Wenn ich geahnt hätte, welche Erleichterung dieser beim Aufsuchen von Objekten bietet, hätte ich ihn mir schon wesentlich füher (vor dem ein oder anderen Okular) zugelegt. Anders als der Leuchtpunktsucher bietet der Telrad konzentrische (beleuchtete -> Helligkeit regelbar) Kreise. Darin sehe ich einen großen Vorteil gegenüber einem einzelnen Punkt.
Falls Du "Cartes du Ciel" verwendest: Hier kannst Du die Größe der Telrad-Kreise in Deine Sternkarten projezieren (die Größe des Gesichtsfeldes des jeweiligen Kreises lässt sich in der Software einstellen).
Den eigentlichen Sucher meines SCs benutze ich dann nur noch für genauere Ausrichtung.
Ich denke jedoch, wenn der Telrad gut zur Teleskopoptik justiert ist, dann erstetz er eigentlich ein herkömmliches Sucherfernrohr. Bei sehr langbrennweitigen Geräten mag dies nicht ganz zutreffen.
Das ist zumindest meine Meinung.
Mit meinem Sucherfernrohr (mit Zenitspiegel) allein bin ich eigentlich nie wirklich klar gekommen. Das veränderte Gesichtsfeld, das seitenverkehrte Bild und nicht zuletzt die relativ lichtschwache Optik hatten mich beim Aufsuchen von Objekten schon manches mal an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Den Telrad kann ich Dir in jedem Fall wärmstens empfehlen!

Gruß,

Kurt

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

zu deiner Frage, was besser sei...

das kommt auf dich an, und auf den Standort...

kuck durch alle mal durch, bei sternfreunden, und entscheide dich dann...

wenn du einen geradsichtigen optischen sucher hast, kannst du mit zwei augen anvisieren, mit dem einen hast du den stern im auge, mit dem andern schaust du durch den sucher, so bringst du beide sterne deckungsgleich, und hast ihn dann im sucher...

bei telrad oder leuchtpunkt entfällt das, da stellste einfach ein und hast ihn...

bei nem winkelsucher ist es etwas umständlicher, weil du von der seite rein kuckst, aber dafür hast du ein aufrechtes bild.

auch das hast du bei nem leuchtpunkt schon so...

aber einen nachteil haben leuchtpunkte, besonders die kleinen starpointer, die scheibe macht den himmel etwas dunkler, also für stadthimmel ist das nix, da findeste eh kaum sterne :)

ein optischer sucher jedoch arbeitet wie ein Teleskop oder Fernglas, und sammelt mehr licht als dein auge, dort kannst du also gleich mehr sterne sehen...

probiers einfach mal aus...

gibt auch edel-sucher mit leuchtpunkt, die haben gute vergütete scheiben, und lassen mehr licht durch...

wie die vergütung bzw. die verdunklung beim telrad aussieht kann ich nicht sagen, hatte noch keinen :D

Gruß

der Rayko wars
 
Moin zusammen!

> wie die vergütung bzw. die verdunklung beim telrad aussieht kann ich nicht sagen, hatte noch keinen

Naja, das ist auch nicht so wesentlich. Wenn man beide Augen offenhält, dann "verdunkeln" weder Telrad noch LP-Sucher. Den Telrad habe ich seit langem aus dem Verkehr gezogen: Er taut hier im Freien einfach zu oft dicht. Mich persönlich nervt das, und das muß ich mir nicht geben. Ich benutze grundsätzlich 6x30-Sucher und komme bestens damit klar. (Sogar die Fadenkreuze entferne ich in meinen Suchern!)
Es ist also Geschmackssache und ich für mein Teil habe mir abgewöhnt, Empfehlungen bei Suchern abzugeben. Dafür sind die Vorlieben einfach zu unterschiedlich.
 
Hallo,

der Telrad hat eine einfache Glasscheibe ohne Vergütung. Das stört aber wirklich nicht. Ist eben wie gesagt Geschmackssache. Am Besten also ausprobieren.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
Hallo,

ich hab immer mit optischen Suchern gearbeitet, ohne Zenitprisma.
Nun habe ich mir vor wenigen Tagen für meinen neu erstandenen Dobson einen Telrad gekauft. Puhhh, daran muss ich mich erst gewöhnen. Man muss ziemlich genau wissen, wo das Objekt am Himmel steht, denn man sieht es ja in der Regel nicht. Und dann taut das Ding in null komma nix zu. Da muss ich mir eine Taukappe basteln.
Einen Leuchtpunkt hatte ich mal an einem Mak mitgeliefert bekommen, hab ich nach einer Nacht gegen einen optischen Sucher getauscht.

Mein Fazit: Mit Telrad und Leuchtpunkt muss man sich am Himmel sehr gut auskennen, d.h. die Position der Objekte zwischen den sichtbaren Sternen genau kennen.
Bei optischen Suchern sieht man viele Objekte im Sucher oder findet sie per starhopping. (das bin ich gewohnt) Ein Nachteil ist natürlich, dass die Bilder meistens entweder auf dem Kopf stehen oder spiegelverkehrt sind, da tun sich viele schwer. Bessere optische Sucher liefern ein aufrechtes Bild, das wär meiner Meinung nach das ideale Aufsuchgerät.

cs

werner
 
Zitat von prokyon:
Man muss ziemlich genau wissen, wo das Objekt am Himmel steht

Hallo Werner,

muß man das nicht sowieso?
Wenn ich die Zielkreise beim Telrad bei der Orientierung benutze und mit der Sternkarte (mit eingezeichneten Zielkreisen oder transparenter Schablone)vergleiche ist das doch kein Problem. Und irgendetwas zur Orienierung ist immer in der Nähe.
Aber Du hast natürlich recht: Jeder wie er's gewöhnt ist...

CS
Andreas
 
Hallo Florian,

wie das bei den Leuchtpunktsuchern im Jahr 2008 war, weiß ich nicht. Aber bei denen von heute sollten Ecken und Kanten entgratet sein. Wenn Du also nicht zu doll mit dem Auge dagegenstößt, dürfte dem Auge nichts passieren.

Gruß André
 
Hallo Markus,
seit ich LP-Finder oder Telrad benutze, macht mir Astronomie mehr Spaß, da ich persönlich die Objekte der Begierde schneller finde.
Natürlich muss man sich am Himmel auskennen, wobei man ja Sternkarten benutzen kann. Prinzipiell kann man das gesuchte Objekt auf Anhieb finden, wenn man sich die Winkel- und Entfernungsverhältnisse zu Leitsternen einprägt. Dabei visiere ich das Objekt beidäugig aus einer relativ weiten Entfernung zum Finder an. Den Punkt rsp. die Teilkreise so platziert wie in der Sternkate vorher gesehen - so klappt's fast immer.
Ich kann solche Finder nur empfehlen.
Einen optischen Sucher kann man dann zum "Feintuning" verwenden. Für meine Person dann, wenn bei hoher Vergrößerung das Objekt beim Dobson schubsen mal verloren gegangen ist.
Das ist natürlich meine subjektive Vorliebe. Nach meiner Erfahrung ist ein Peilfinder für einen Anfänger leichter zu benutzen, als ein optischer Sucher, da man bei letzterem den Himmel viel besser kennen muss. Man sieht dann nämlich nur einen relativ kleinen Ausschnitt (trotz geringer Vergrößerung und WW-Okular) - womöglich auch noch in einer anderen Lage, als vorher in der Karte.
Probier es aus, ein einfacher Peilsucher kostet nicht die Welt. Allerdings haben die billigen eine eingefärbte Scheibe - das soll wohl eine Vergütung markieren, wer weiß? Die bringt nur einen Lichtverlust. Mich persönlich stört das nicht so sehr, da ich, wie gesagt, den Punkt zwischen den Leitsternen wahrnehme und nicht unbedingt einen Stern durch die Scheibe sehen muss.

Gruß Hans-Jürgen
 
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