Wie gehe ich richtig mit einem Teleskop um?

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Curiosity150

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Hallo,

ich bin neu hier, 16 Jahre alt und habe zu Weihnachten ein Amateurteleskop (Celestron AstroMaster 70AZ) geschenkt bekommen. Ich habe aber noch ein paar Fragen zu dem Umgang mit Teleskopen.
Das Teleskop steht aufgebaut im Haus. So wie es aussieht, kann ich das Teleskop erst in zwei Wochen verwenden. Das Wetter spielt nämlich nicht mit...
Kann ich das Teleskop im Haus stehen lassen oder soll ich es lieber abbauen?
Kann ich das Teleskop, nachdem ich Planeten, ... beobachtet habe, wieder ins Haus stellen oder beschädige ich damit das Teleskop? Muss ich noch irgendetwas beachten?

Vielen Dank im Voraus + Liebe Grüße
 
Hallo Curiosity,
willkommen im Forum!
Ja, Du kannst das Teleskop so stehen lassen. Allerdings mit Staubschutzkappen und möglichst so, dass es ausbslanciert ist ;-)
Das Teleskop beschlägt eventuell draußen oder nach dem reintragen. Auch lässt sich Staub nie ganz vermeiden. Wichtig ist nur dass Du nie die Glasflächen abwischst, Tau geht wieder weg und Staub bedeck prozental wenig tatsächliche Fläche. Mit einem Tuch kann man aber kleinste Kratzer verursachen und beschädigt eventuell die Okularvergütungen.

Dein Teleskop ist jetzt keins dass ich uneingeschränkt empfehlen würde, aber einem geschenktem Gaul, schaut man nich ins Maul ;-)
Immerhin ist es etwas stabiler montiert als viele andere Einstiegsteleskope, hat einen Leuchtpunktsucher und ein Öffnungsverhältnis das den Farbfehler der einfachen Refraktoroptik vermutlich noch recht gering hält.
Warscheinlich könntest Du mit einem Okular zwischen 6 und 7mm sowie einem 30/32mm Plössl noch ein wenig mehr heraus holen, aber du solltest ganz gut Jupiters Monde und die zwei mittleren Wolkenbänder sehen können, erkennen können das Saturn Ringe hat, und zahlreiche Sternhaufen sowie einige Galaxien und Nebel kommen schon in Reichweite, auch wenn da 70mm Öffnung natürlich ein wenig einschränken.

Lade Dir mal Stellarium herunter und schaue Dir die Einstiegstouren auf http://deepsky-brothers.de an.
Auch die Tägliche Übersicht was es zu sehen gibt auf http://news.astronomie.info/hah oder als Newsletter ist sehr praktisch, so verpasst man nichts.

Viel Spaß mit deinem Teleskop!
 
Hallo Marcus!

>> Dein Teleskop ist jetzt keins dass ich uneingeschränkt empfehlen würde, aber einem geschenktem Gaul, schaut man nich ins Maul <<

So weckt man Freude am Beobachten und am Hobby! Würdest Du es toll finden, wenn Jemand Deine Weihnachtsgeschenke madig macht?

VG


Hallo Curiosity!

Die wesentlichen Fragen (mit oben zitierter Ausnahme) hat Dir ja Markus schon beantwortet.
Mit Deinem Teleskop kann man schon einen sehr schönen Einblick in die Welt der Astronomie gewinnen. Es ist sehr transportabel und schnell einsatzbereit und braucht im Gegensatz zum Newton nicht ständig justiert werden. Auch ist die Zeit für den Temperaturausgleich der Optik recht kurz.
Mit 70mm Öffnung sind sinnvoll 140fache Vergrößerung drin. Damit kann man viele Einzelheiten auf dem Mond, Sonnenflecken (Achtung! Nur mit Objektivsonnenfilter in auf die Sonne richten!!! Sonst ist das Augenlicht futsch!!!), den Saturnring, Wolkenbänder auf dem Jupiter, Venusphasen usw. beobachten.

Sternhaufen und Doppelsterne, hellere Nebel usw. sind ebenfalls gut beobachtbar.
Aber die bunten Bildchen von Himmelobjekten aus Büchern und Zeitschriften, kannst Du getrost vergessen. Diese zeigen Dir aber auch größere "empfehlenswertere" ;-) Teleskope ebenfalls nicht in dieser Pracht!

Also, den Spaß nicht verderben lassen und ran ans Hobby!

VG,
Michael
 
Hi!

Das Teleskope hatte ich 2009 als Kursteleskop für das Einsteigerpaket ausgewählt, das Astronomie.de, Kosmos-Verlag, Redshift und Celestron geschnürt hatten. Also keine Sorge: Mehr Geld bringt zwar mehr Leistung, aber es ist ein gutes Gerät, um in das Hobby hereinzuschnuppern. Der Öffnungswahn kann früh genug kommen:-)

Das Teleskop ist schön robust und kann immer aufgebaut bleiben. Um Ausbalancieren brauchst du dir auch keine Sorgen machen - dafür sorgt schon die Position der Prismenschiene. Tipp: Beim Beobachten die Azimut-Klemme offen lassen und die für die Höhe nur so lose anziehen, dass du das Teleskop ohne viel Widerstand bewegen kannst - so kannst die die Bewegung der Sterne gut ausgleichen, mit dem langen Klemm/Nachführgriff geht das ganz gut und ist wesentlich stabiler als bei einer parallaktischen Montierung.

Sinnvolles Zubehör sind ein besseres Okular um die 6mm und eines um die 10mm Brennweite (das mitgelieferte 10er ist brauchbar, hat aber ein recht kleines Bildfeld - das 20er ist ganz ordentlich) und ganz wichtig: Ein Stuhl. Ein billiger Camping-Klappstuhl vom Aldi langt schon, damit du auch dann recht bequem beobachten kannst, wenn du weit nach oben schaust.

Mond, Planeten und Doppelsterne sowie offene Sternhaufen sind die schönsten Ziele für das Gerät.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Micha,
da zig Leute zu Weihnachten irgendwelche überteuerten, wackligen Teleskope mit mäßigem Zubehör geschenkt bekommen, finde ich es legitim darauf hinzuweisen.
Ich mache das nicht aus Bosheit, nicht um Einsteiger zu ärgern und auch nicht um rumzustänkern.
Ganz oft gibt es die Möglichkeit das Gerät zu tauschen und etwas besseres zuzulegen. Natürlich könnte ich auch schreiben "Toll, viel Spaß" und es dabei belassen. Doch das finde ich nicht richtig.
Woher sollen denn Eltern, Verwandte und Bekannte es immer wissen, dass Händler zum Teil wackelige Teleskope zu Höchstpreisen verkaufen?
Mit noch mehr ungenutzen Frust-Teleskopen in deutschlands Kellern ist keinem geholfen. Wenn sich der Murks nicht mehr verkauft und die Rücksenderate hoch ist, vielleicht schon.

Ich schreibe nun wirklich nicht gehässig und gebe zahlreiche Tipps. Dass es nicht lustig ist auf sowas hingewiesen zu werden ist klar, aber madig machen es die Hersteller, nicht ich. Wenn mir jemand sagen würde dass mein neues Tablet bei Temperaturen über 25 Grad abstürzt würde ich auch meine bessere Hälfte fragen ob sie es umtauscht. Da muss man doch differenzieren können, ich schrieb ja nicht "dein Teleskop ist total doof" und persönloch wurde ich auch in keinster weise, sondern habe konstruktiv Kritik geübt. Aus dem Alter wo man noch "ui, das ist aber toll" sagen muss sind wir hoffentlich alle raus.
Ausserdem habe ich ja auch die Vorzüge des Teleskops genannt und nicht nur zerissen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marcus,

naja, es ging ja eigentlich um gezielte Fragen zur Handhabung des Teleskopes, das nun mal schon vorhanden ist. Ich finde es ja gut und bewundere deine Energie, die du zur Beratung aufbringst und dich da ins Zeug legst, aber ist das nun hier in diesem Falle unbedingt nötig? Klar du siehst dich auf der Seite der Rechtschaffenden, die jeglichen Schaden von Neueinsteigern abwenden wollen. Gute Idee, aber um jeden Preis? Der Helferreflex ist ja gut und schön, er führt hier aber dazu, dass vielleicht tatsächlich der Beobachtungsspaß, die Vorfreude, durch gut gemeinte Beratung verdorben werden. Der Standpunkt >>das Wohl vieler steht über dem von wenigen (einzelnen)<< ist nicht der letzte Schluss der Weisheit, was wir spätestens, ich glaube ab Star Trek 3 wissen sollten. :D




Ich habe selbst mit einem 60mm Refraktor angefangen und es war einfach toll. So ein Teleskop würde von manchem Beratungsgenie heute oft in einer übertrieben Art madig gemacht werden, dass einem schlecht wird. Das Weltall mit solch auch kleinen Teleskopen zu entdecken ist eine tolle Sache und nicht immer ist viel mehr auch gleich viel besser. Ein Teleskop ist zum beobachten da, also sollte man das auch mit viel Freude tun!


In diesem Sinne: Viel Spaß mit dem Celestron AstroMaster 70AZ! :super:


Viele Grüße,
Christian


EDIT:
Dazu gut passend ist das nur noch gebraucht erhältliche aber sehr schöne Buch von Klaus Lindner:
Astroführer. Eine Anleitung zur Beobachtung von Himmelserscheinungen
http://www.amazon.de/Astroführer-Eine-Anleitung-Beobachtung-Himmelserscheinungen/dp/3332000306
Vielleicht gibt es aber auch neuere Bücher, die sehr schön sind.
 
Hallo Marcus!

Sorry wenn das so rüber gekommen ist, aber ich wollte Dir keine Bosheit unterstellen.
Wenn der Threadstarter, sagen wir mal z.B. ein Seben Big Boss unter dem Gabentisch gefunden hätte, dann wäre es sicher legitim einmal vorsichtig auf eine Umtauschmöglichkeit hinzuweisen bzw. mal nachzufragen. Hätte ich auch gemacht!
Das Teleskop um was es sich aber in diesem Fall handelt, ist ein gut brauchbares Gerät. Und nur weil es vielleicht Deinen Vorstellungen und Ansprüchen nicht gerecht wird, ist es noch lange kein "Geschenkter Gaul" ;-)
Solche Sprüche wecken nur Zweifel und Unzufriedenheit.
Wie gesagt: ich unterstelle Dir keine bösen Absichten! Es war vielleicht nur etwas unüberlegt? ;-)

VG,
Michael
 
hallo Michael, hallo Christian,
Ich gelobe aber Besserung und werde mich da in Zukunft etwas zurückhalten :-)
Ich sehe ein dass der Satz samt Redewendung etwas salopp ist, im Gesamtbild mit dem Rest sollte es aber hoffentlich verschmerzbar sein.

Ich wünsche euch noch einen schönen und klaren Abend.

Hochachtungsvoll, euer gegen Windmühlen kämpfender
Marcus

\\//_ ;-)
 
Besserung jeloben nützt hier (auf A.de) nüscht! :neinnein:
Wenn de durch bist, biste durch! :niemals:
Ich spreche aus eigener arg garstiger Erfahrung!!! :confused:

:/ :D
 
Hallo Curiosity,
alle geben Dir gute Ratschläge und von mir bekommst Du auch noch einen, stell dein Teleskop besser eine Stunde vor der Nutzung raus, damit das Teleskop abkühlen (Abkühlen = an die Umgebungstemperatur anpassen) kann, dann bekommst Du ein besseres Bild. Lass Dich nicht entmutigen aller Anfang ist schwer.
Lothar Dresden
lowdd@web.de
 
Hi!

Zitat von Curiosity150:
Das Teleskop steht aufgebaut im Haus. So wie es aussieht, kann ich das Teleskop erst in zwei Wochen verwenden. Das Wetter spielt nämlich nicht mit...
Ach?! Normalerweise gibt jedes Zoll Öffnung etwa eine Woche Mistwetter, die Regel scheinst Du schon ungefähr erkannt zu haben. ;) Manchmal bekommt man aber gutes Wetter mitgeliefert. War bei meinem ersten Teleskop (114-mm-Katadiopter) und beim vierten (150/1200-Newton) so.

Nahezu alles Wichtige wurde bereits erwähnt, den Rest kriegst Du meiner Meinung nach größtenteils selber hin. Die Objekte findest Du?

Grüße

fquadrat

PS
Wenn es wackelt, hilft ein Anziehen diverser Schrauben und nötigenfalls der Einsatz von Tesa, um Durchmesser zu ändern.
 
Hallo,

vielen Dank für eure guten Ratschläge!!! :)
Ich habe mich für dieses Teleskop entschieden, da es leicht zu bedienen ist und sehr gute Bewertungen erhalten hat. :)
Ok, dann werde ich das Teleskop erst mal im Haus stehen lassen.
Wo stellt ihr euer Teleskop hin, wenn ihr es gerade nicht verwendet und welches Teleskop habt ihr denn?
So gerne würde ich mein Teleskop testen, aber dieses Jahr wird es wohl leider nicht mehr klappen. :(
Wie sieht es denn bei euch aus? Könnt ihr den Sternenhimmel beobachten oder spielt das Wetter bei euch auch nicht mit?

Liebe Grüße + schönes Wochenende
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Curiosity,

mein altes Teleskop steht im Keller mit Plastiktüte, mein Kofferteleskop im Schrank, und mein Heritage oft neben der Balkontür. Wenn es länger ungenutzt ist, wird es natürlich auch verstaut, das schützt vor Schäden und Staubschicht ;-)

Wenn Du abseits der Sonne beobachtest, kannst Du es ja auch am Tag ausprobieren. Auch gibt es Nachts ja immer mal Wolkenlücken, so konnte ich gestern die Plejaden und Jupiter mal kurz sehen :-)
Ansonsten auch hier: Wolken.
Hier helfen Stellarium und Kekse.

Schönes Wochenende!
 
Hallo,
bin ebenfalls neu hier, wie auch in der Astronomie. Ich habe mich zwar schon immer sehr dafür interessiert aber irgendwie nie den einstieg gefunden, nun mit etwas über 35 habe ich es endlich geschafft und trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Enttäuschungen im Umgang mit meinen Teleskop bin ich trotzdem noch feuer&flamme. Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen:

Ich bin auf der suche nach Tipps bzw Erläuterungen wie ich die verschiedenen Okulare einsetze oder wenigstens welches Okular für welchen Zweck am besten geeignet ist.

Ich habe auch den hier mehrmals zitierten "geschenkten Gaul" auf der Weide stehen, ein SEBEN 76700 Teleskop nach Newton mit Azimutaler Montierung (bestimmt nicht das beste aber ich hoffe das es auch nicht das schlechteste Teleskop ist).Stellarium habe ich schon und kann auch bereits damit umgehen. Ich habe in meiner ersten Beobachtung bereits Beteigeuze und Jupiter (Jupiter eindeutig identifiziert durch die äquatorialen roten Sturmbänder, jedoch sehr sehr schwach) beobachtet. Nun will ich MEHR!

Ich bin jede Info dankbar.
Viele grüße Oliver
 
Hallo Oliver,

willkommen im Forum!


Vielleicht erstellst Du hierzu einen eigenen Thread, sonst kommt das alles immer ein wenig durcheinander ;-)

Mit einem baugleichen Modell habe ich auch angefangen.
Für ca. 5 Euro kannst Du Dir eine Rockerbox bauen, dann lässt sich mit dem Teleskop ziemlich gut beobachten.
Das habe ich mit meinem auch gemacht, und baue gerade mit Schülern ein paar Rockerbox-Dobson-Montierungen.

Sind da 3 "K"ellner- oder "H"uygensokulare in 20, 12.5 und 4 oder 6mm dabei, plus Plastik-2x-Barlow und 1.5x errecting eyepiece?

Auch damit lässt sich natürlich beobachten, von Sternhaufen über die Andromedagalaxie bishin zum Orionnebel. Die helleren Objekte eben.

Beim Okularupgrade ist natürlich die Frage wie viel man ausgeben will.

30mm Plössl, 10mm Plössl und eine etwas bessere achromatische Barlow wären das "Budget-Upgrade" für dieses Teleskop. Auch wenn die Seben-Teleskope oft (zurecht) in der Kritik stehen, deren günstige Plössl-Okulare sind brauchbar und mit 10-15 Euro preiswert.

So würde das genannte Upgrade ca. 30-40 Euro kosten, und ein besserer Sucher bzw. sehr einfachen Leuchtpunktsucher gibts für 10-15 Euro.


 
Hallo Oliver,

wilkommen im Forum. :)

Ich bin auf der suche nach Tipps bzw Erläuterungen wie ich die verschiedenen Okulare einsetze oder wenigstens welches Okular für welchen Zweck am besten geeignet ist.

beginnen wir mit der Beschriftung der Okulare. Da stehen Zahlen drauf. Diese Zahlen bezeichnen die Brennweite der Okulare. Zusammen mit der gegebenen Brennweite Deines Teleskopes ergebn sie die Vergrößerung. Brennweite Teleskop geteilt durch Brennweite Okular = Vergrößerung.

Konkretes Beispiel:
25 mm Okular, 700 mm Teleskopbrennweite
700/25 = 28 fache Vergrößerung.

10 mm Okular, 700 mm Teleskopbrennweite
700/10 = 70 fache Vergrößeerung

Das Okular mit der größten Brennweite (= größte Zahl) ist was für Übersichtsbeobachtungen. Z.B. Orionnebel, Andromedagalaxie, Plejaden, ganzer Mond...

Damit stellst aber auch die Planeten erstmal in die Gesichtsfeldmitte, dann wechselst zu Okularen mit weniger Brennweite. Neu scharfstellen und jetzt einzelne Mondkrater oder Planeten bei höherer Vergrößerung angucken. Probier dazu alle Okulare durch, die Du hast. :)

Ich habe auch den hier mehrmals zitierten "geschenkten Gaul" auf der Weide stehen, ein SEBEN 76700 Teleskop nach Newton mit Azimutaler Montierung (bestimmt nicht das beste aber ich hoffe das es auch nicht das schlechteste Teleskop ist)

Das ist für den Einstieg sicher nicht unbrauchbar. Schön klein und handlich, schnell mal eben rausgetragen. Mach Dir da mal keinen Kopf, das paßt schon. :Trost:

(Jupiter eindeutig identifiziert durch die äquatorialen roten Sturmbänder, jedoch sehr sehr schwach) beobachtet. Nun will ich MEHR!

Also, wenn Du bei Jupiter die beiden Äquatorbänder bereits sehen konntest, hast definitiv keine Gurke. Wie scharf man das Jupiterscheibchen stellen kann, hängt von mehreren Dingen ab.

- Teleskop muß schon einige Zeit draußen gestanden haben, um sich an die Außentemperatur angleichen zu können
- die Luft über unseren Köpfen sollte möglichst wenig Turbulenzen haben
- Jupiter sollte dann beobachtet werden, wenn er bereits aus den horizontnahen Luftschichten raus ist.

Guck Dir mal Deine Beobachtungsumgebung an. Steht da ein Haus "unter" Jupiter? Wir heizen ja alle unsere Wohnungen im Winter. Also blubbert warme Luft aus den Kaminen. Wenn Du jetzt Jupiter durch diese turbulente Warmluft hindurch beobachtest, dann wird auch das Blubbern vergrößert. Also solange warten, bis Jupiter nicht mehr über nem Kamin steht. ;)

Dann die Beleuchtungssituation. Stehst in der Nähe oder gar unter ner Straßenlaterne? Das stört gewaltig. Da können sich Deine Augen nicht an die Dunkelheit adaptieren. -> anderen Beobachtungsplatz (Garten, Park, Stadtrand) aufsuchen. ;)

Und fahr mal in ner Nacht ohne Mond raus aus der Stadt auf nen dunklen Platz. Dann kannst auch schon Kugelsternhaufen als fluffige graue "etwasse" im Teleskop sehen. In Einzelsterne kannst sie mit Deiner Öffnung wol noch nicht auflösen, aber Du kannst definitiv sehen, daß da was ist. :)

Und auch einfach mal mit dem Teleskop in die Wintermilchstraße halten. Hunderte Sterne werden Dir aus dem Okular entgegenwinken.

Druck aus Stellarium ein paar Karten aus, damit Du weitere Sternbilder am Himmel identifizieren kannst. Besorg Dir ne Rotlichttaschenlampe, um die Karten dann zu lesen. So lernst ganz entspannt langsam, Schritt für Schritt, die Orientierung am Himmel... Und irgendwann kannst dann auch auf ein etwas größeres Teleskop umschwenken...
 
Sind da 3 "K"ellner- oder "H"uygensokulare in 20, 12.5 und 4 oder 6mm dabei, plus Plastik-2x-Barlow und 1.5x errecting eyepiece?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen vielen Dank für die Zahlreichen und ausführlichen Antworten, hat mich sehr gefreut. Sobald Wetter und Zeit mitspielen wird ein neuer Versuch gestartet ;-)

Die "Beobachtungssitaution" war in meiner ersten Nacht sicherlich nicht ideal wenn ich das so lese, stand ja auch vor dem dem Teleskop wie der Ochse vorm Berg, deswegen bin ich allen sehr sehr dankbar für die Infos.
Der Wind hat mir auch sehr zu schaffen gemacht da dieser sich im Tubus sehr leicht fängt und das Bild zum Wackeln bringt.
Das teleskop hat auch nicht lange genug der Außentemperatur anpassen können.

Nun zu meinen Okularen:
Es waren H6mm, H20mm, SR4mm, H12,5mm, Zoom Eyepiece 7,5 - 22mm, Barlow 2x und 1,5x erecting eyepiece + Mondfilter dabei. Werde aber dazu einen neuen thread öffnen wie es mir angeraten wurde ;-)

Ich freue mich schon auf den Mond, der wird eher zum eingewöhnen geeignet sein als Jupiter.

Wie schon gesagt vielen, vielen Dank für die Infos. Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
 
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