Hallo Oliver,
wilkommen im Forum.
Ich bin auf der suche nach Tipps bzw Erläuterungen wie ich die verschiedenen Okulare einsetze oder wenigstens welches Okular für welchen Zweck am besten geeignet ist.
beginnen wir mit der Beschriftung der Okulare. Da stehen Zahlen drauf. Diese Zahlen bezeichnen die Brennweite der Okulare. Zusammen mit der gegebenen Brennweite Deines Teleskopes ergebn sie die Vergrößerung. Brennweite Teleskop geteilt durch Brennweite Okular = Vergrößerung.
Konkretes Beispiel:
25 mm Okular, 700 mm Teleskopbrennweite
700/25 = 28 fache Vergrößerung.
10 mm Okular, 700 mm Teleskopbrennweite
700/10 = 70 fache Vergrößeerung
Das Okular mit der größten Brennweite (= größte Zahl) ist was für Übersichtsbeobachtungen. Z.B. Orionnebel, Andromedagalaxie, Plejaden, ganzer Mond...
Damit stellst aber auch die Planeten erstmal in die Gesichtsfeldmitte, dann wechselst zu Okularen mit weniger Brennweite. Neu scharfstellen und jetzt einzelne Mondkrater oder Planeten bei höherer Vergrößerung angucken. Probier dazu alle Okulare durch, die Du hast.
Ich habe auch den hier mehrmals zitierten "geschenkten Gaul" auf der Weide stehen, ein SEBEN 76700 Teleskop nach Newton mit Azimutaler Montierung (bestimmt nicht das beste aber ich hoffe das es auch nicht das schlechteste Teleskop ist)
Das ist für den Einstieg sicher nicht unbrauchbar. Schön klein und handlich, schnell mal eben rausgetragen. Mach Dir da mal keinen Kopf, das paßt schon. :Trost:
(Jupiter eindeutig identifiziert durch die äquatorialen roten Sturmbänder, jedoch sehr sehr schwach) beobachtet. Nun will ich MEHR!
Also, wenn Du bei Jupiter die beiden Äquatorbänder bereits sehen konntest, hast definitiv keine Gurke. Wie scharf man das Jupiterscheibchen stellen kann, hängt von mehreren Dingen ab.
- Teleskop muß schon einige Zeit draußen gestanden haben, um sich an die Außentemperatur angleichen zu können
- die Luft über unseren Köpfen sollte möglichst wenig Turbulenzen haben
- Jupiter sollte dann beobachtet werden, wenn er bereits aus den horizontnahen Luftschichten raus ist.
Guck Dir mal Deine Beobachtungsumgebung an. Steht da ein Haus "unter" Jupiter? Wir heizen ja alle unsere Wohnungen im Winter. Also blubbert warme Luft aus den Kaminen. Wenn Du jetzt Jupiter durch diese turbulente Warmluft hindurch beobachtest, dann wird auch das Blubbern vergrößert. Also solange warten, bis Jupiter nicht mehr über nem Kamin steht.
Dann die Beleuchtungssituation. Stehst in der Nähe oder gar unter ner Straßenlaterne? Das stört gewaltig. Da können sich Deine Augen nicht an die Dunkelheit adaptieren. -> anderen Beobachtungsplatz (Garten, Park, Stadtrand) aufsuchen.
Und fahr mal in ner Nacht ohne Mond raus aus der Stadt auf nen dunklen Platz. Dann kannst auch schon Kugelsternhaufen als fluffige graue "etwasse" im Teleskop sehen. In Einzelsterne kannst sie mit Deiner Öffnung wol noch nicht auflösen, aber Du kannst definitiv sehen, daß da was ist.
Und auch einfach mal mit dem Teleskop in die Wintermilchstraße halten. Hunderte Sterne werden Dir aus dem Okular entgegenwinken.
Druck aus Stellarium ein paar Karten aus, damit Du weitere Sternbilder am Himmel identifizieren kannst. Besorg Dir ne Rotlichttaschenlampe, um die Karten dann zu lesen. So lernst ganz entspannt langsam, Schritt für Schritt, die Orientierung am Himmel... Und irgendwann kannst dann auch auf ein etwas größeres Teleskop umschwenken...