Wie geht platesolving?

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Ehemaliges Mitglieder [6370]

Hallo,
es interessiert mich, weil oft darüber berichtet wird und da ich bisweilen Astrofotos gemacht habe. Zwar wußte ich immer wovon, aber offenbar kann man das platesolving auch zu anderen Zwecken, als dem Identifizieren von unbekannten Bildinhalten verwenden. Die Hinweise, die ich zum Thema vorfand, waren entweder unvollständig oder in englischer Sprache, mit der ich ziemlich wenig anfangen kann. Versuche hatte ich vor längerer Zeit auch schon einmal gemacht, bin aber gleich zu Beginn an einer Fehlermeldung hängen geblieben, die einen Formatfehler anzeigte. Da ich nicht wußte, was dieser Fehler für einen Grund hatte, konnte ich diese Hürde nicht überwinden und habe meine Bemühungen daraufhin eingestellt.
Dazu kommt, daß ich in einem Flußtal lebe und keinen Internet-Anschluß mehr habe. Also muß ich immer in die nächste Stadt fahren, um dort per WLAN des Rathauses oder Funktelefon an's Internet zu kommen.
Vielleicht mag ein/e freundliche/r Sternfreund/in mal einen leicht gangbaren Weg zum platesolving aufzeigen?
Das würde mich freuen!
Grüße
*entfernt*
 
Hallo Dietrich,

hm, ohne Internet kannst du ja dann auch keine Videos gucken!? Vielleicht setzt du dich mal in ein Café oder so:

Ansonsten, es gibt auch PlateSolving Engines ohne Internet. Dazu musst du die entsprechenden Kataloge dann auf deinem Rechner haben. Dein Namensvetter hat dazu einen Blogeintrag geschrieben:

CS Frank
 
Hallo Dietrich,

ich verwende den ASTAP Platesolver in NINA zur automatischen Steuerung meines Setups. Das ging eigentlich ganz einfach. ASTAP installiert und in NINA in den Settings eingetragen und es hat funktioniert. Internet braucht es zum Platesolven nicht. Nur zum Herunterladen des Programs und den Datenbanken.

Ansonsten habe ich allerdings noch nie Platesolving verwendet. Die kleinen Fitzelobjekte und Sterne finde ich besser manuell in Stellarium und welches Objekt ich fotografiere, weiß ich ja.

CS Joachim
 
Hallo Dietrich,

meine Erfahrung mit dem Platesolven war, daß es oft an ein paar Einstellungsparametern lag, wenn das Platesolving nicht funktionierte. Bei vielen Platesovern muß man eine ungefähre Position vorgeben - oft reicht 20°-30° genau. Den Bildauschnitt (z.B. X° x Y°) oder den Pixelmaßstab muß man oft vorgeben. Dabei ist ein zu großer Ausschnitt besser als ein zu kleiner. Und einen Empfindlichkeitsparameter muß man einstellen sonst hat der Solver entweder zu viele oder zu wenige Sterne zur Auswahl. Bei der Belichtungszeit der Bilder reicht meist um die 10 sec, wenn der Verstärkungfaktor aufgedreht wird. Man will ja keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern nur die Position bestimmen. Die Sterne sollten trotzdem dafür nicht ausgebrannt sein.
Wie das genau aussieht hängt dann vom Programm ab, welches Du hast.

Gruß

*entfernt*
 
Moin Dietrich,

ich verwende den ASTAP Platesolver in Verbindung mit SharpCap, einer feinen Steuersoftware für CMOS-Kameras. ASTAP ist eine NEAR Solver, die Richtung muss ungefähr vorgegeben werden. Heiko hat es oben beschrieben. ANSRV als Platesolver in Verbindung mit SharpCap habe ich auch probiert, klappte bei mir gar nicht. ANSRV ist ein sog. Blind Solver, bei dem die ungefähre Richtung nicht vorgegeben werden muss. ASTAP als auch ANSRV benötigen kein Internet.

CS
Peter

www.pixlimit.com
 
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