Hallo Rolf,
ich habe das 15x50is und es ist tatsächlich "mein" Lieblingsglas zur astronomischen Beobachtung. Das Canon halte ich an sich für ein gutes Porro-Glas, das Bildfeld ist weitgehend eben mit wenig Verzeichnung, über den größten Bereich scharf und den Farbfehler empfinde ich auch bei "schwierigen" Motiven tagsüber nicht störend. Entscheidend für mich ist aber die Bildstabilisation, die einen enormen Gewinn an Details bei der Himmelsbeobachtung bringt. Wenn man bei der Beobachtung sitzt, z. B. in einem Liegestuhl, kommt die Beobachtung bei aktivierter Bildstabilisation der Beobachtung mit Stativ sehr nahe. Freihändig neigt das Bild etwas zum schwanken (nicht zittern). Aber du solltest das Glas auf jeden Fall vorab testen, denn die Bildschärfe kann sekundenweise "schwimmen" - d. h. Sterne erscheinen scharf, verlieren kurz den Fokus, um danach wieder in den Schärfepunkt zu laufen. Für viele Beobachter ist das ein Ausschlusskriterium - ich habe damit keine Probleme, da mir der Detailgewinn und die freie Beobachtung ohne Stativ bei hoher Vergrößerung wichtiger sind.
Bei meinem aufgehelltem Vortorthimmel (zwischen 4,5m - 5,5m) finde ich die kleine AP nicht von Nachteil. Wirklich ausgedehnte und lichtschwache Nebelgebiete kann ich hier sowieso nicht sehen.
10x42 und 15x50 sind schwer miteinander vergleichbar, da der Unterschied der Vergrößerung und nicht unbedingt die AP der ausschlaggebende Faktor ist. Bei meinen bevorzugten Beobachtungszielen wie Offene Sternhaufen und Doppelsterne bringt mir die höhere Vergößerung im Vergleich zur größeren AP wesentlich mehr - auch an einem dunkleren Standort.