Wie gut ist das Canon 15x50 IS am Nachthimmel?

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Hogel

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Hallo,
habe zwar gesehen, dass es hier schon mehrfach um Canon IS
Ferngläser gegangen ist, möchte aber speziell mal fragen,
wie gut das 15x50 IS von Canon am Nachthimmel ist. Und auch:
Wie gut funktioniert die Bildstabilsierung bei der Beobachtung
im Zenit?
Noch eine Frage: Ist nicht das 10x42 IS wegen der größeren AP
dem 15x50 IS zu bevorzugen?
Danke für eure Antworten!
Grüße :-) Rolf
 
Hallo Rolf,

möchte v.a. zu deiner dritten Frage antworten:
AP 3,3 gegenüber AP 4,2 (bis vor einige Zeit hatten die 10x42 AP 3,7! vgl. Beiträge im Jülich-Forum) wirkt sich allenfalls bei schwächeren nebeligen Objekten (Galaxien, Nebel) aus und ist in engstem Zusammenhang mit der vorhandenen Himmelsqualität zu sehen (Grad der Aufhellung). Beide Gläser eignen sich mit ihren kleinen bis mittelgroßen AP eher für aufgehellte Himmel, die wiederum für schwächere nebelige Objekte problematisch sind. Vermutlich wird die höhere Vergrößerung bei größerer Öffnung ein etwas schwieriges Testobjekt wie M 101 (Feuerradgalaxie, beim Großen Wagen) auch bei nicht optimalem Himmel trotzdem noch eher zeigen - das gälte es aber herauszufinden.
Lambert Spix (Buch "Fern-Seher") besitzt und empfiehlt das 15x50, wenn ich richtig interpretiere, auch für M 101 unter nicht optimalem Himmel.
Dunkler Himmel und ein Fernglas mit großer/maximaler AP bringen aber an solchen Objekten jedenfalls deutlich mehr. (Ich selbst hatte nur mit meinem 7x50 unter Alpenhimmel nennenswerten Erfolg.)
Insgesamt scheint mir ein stabilisiertes 15-fach-Glas die Vorteile der Stabilisierung für die Astronomie doch noch stärker auszunützen. Die maximal 0,9mm mehr AP (bei weniger Öffnung) dürften das "Kraut" vermutlich in den wenigsten Fällen "fett machen", die höhere Vergrößerung aber oft schon (v.a. was Grenzgröße und Auflösung anbelangt). Ausgedehnte offene Sternhaufen sind anderseits eher das Metier das 10-fach-Glases.

LG
Herbert
 
Hallo Rolf,
ich habe das 15x50is und es ist tatsächlich "mein" Lieblingsglas zur astronomischen Beobachtung. Das Canon halte ich an sich für ein gutes Porro-Glas, das Bildfeld ist weitgehend eben mit wenig Verzeichnung, über den größten Bereich scharf und den Farbfehler empfinde ich auch bei "schwierigen" Motiven tagsüber nicht störend. Entscheidend für mich ist aber die Bildstabilisation, die einen enormen Gewinn an Details bei der Himmelsbeobachtung bringt. Wenn man bei der Beobachtung sitzt, z. B. in einem Liegestuhl, kommt die Beobachtung bei aktivierter Bildstabilisation der Beobachtung mit Stativ sehr nahe. Freihändig neigt das Bild etwas zum schwanken (nicht zittern). Aber du solltest das Glas auf jeden Fall vorab testen, denn die Bildschärfe kann sekundenweise "schwimmen" - d. h. Sterne erscheinen scharf, verlieren kurz den Fokus, um danach wieder in den Schärfepunkt zu laufen. Für viele Beobachter ist das ein Ausschlusskriterium - ich habe damit keine Probleme, da mir der Detailgewinn und die freie Beobachtung ohne Stativ bei hoher Vergrößerung wichtiger sind.
Bei meinem aufgehelltem Vortorthimmel (zwischen 4,5m - 5,5m) finde ich die kleine AP nicht von Nachteil. Wirklich ausgedehnte und lichtschwache Nebelgebiete kann ich hier sowieso nicht sehen.
10x42 und 15x50 sind schwer miteinander vergleichbar, da der Unterschied der Vergrößerung und nicht unbedingt die AP der ausschlaggebende Faktor ist. Bei meinen bevorzugten Beobachtungszielen wie Offene Sternhaufen und Doppelsterne bringt mir die höhere Vergößerung im Vergleich zur größeren AP wesentlich mehr - auch an einem dunkleren Standort.
 
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