Wie habt Ihr den damals Angefangen??? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Wie habt Ihr den damals Angefangen???

hubertus87

Mitglied
Ein freundliches hallo in die Runde!

Das hier ist mein erster Eintrag im Forum.
Ich bin schon seit meinen jüngsten Jahren begeistert von der Astronomie. Unzählige Stunden habe ich damit verbracht mit einem Feldstecher und einem kleinem klapprigen Bresser Refraktor in den nächtlichen Himmel zuschauen. Vor den Toren Hamburgs ist man mit der Beobachtung jedoch stark eingeschränkt, so dass ich es immer für Verschwendung hielt, sich ein "ordenltiches" Teleskop zuzulegen.

Nun hat es mich aber ins liebliche Vorpommern gezogen, wo die Lichtverschmutzung um einiges geringer ist. Und ich will mir auch endlich ein gutes einsteiger Teleskop kaufen.

Nur welches??? Wenn ich mich so durchs Forum lese, scheint ein Dobson das einzig wahre zu sein.
Ich interessiere mich für das Skywatcher 200/1000. Viele von euch werden jetzt sagen das Geld für die Montierung ist eine schlechte Investition.
Das Skywatcher reitzt mich jedoch, weil ich mir da mit erhoffe, erste Bilder von Jupiter, Saturn und Mond machen zu können. (Ich hab gehört mit einem Dobson gehe das nicht???)

Also wer so tapfer was, sich durch mein Roman zulesen, kann mir ja vielleicht sagen wie Er (Sie's gibts hier ja galub ich nicht) damals angefangen hat.
Und ob das Skywatcher 200/1000 eine totale Fehlinvestition wäre oder nicht.

Ich freue mich auf Eure Antworten!
 

UwePilz

Mitglied
Es ist mit einem Dob wohl möglich, zufriedenstehende Bilder von Sonne, Mond und Planeten zu erhalten. Die Belichtungszeiten können kurz gehalten werden und sind deshalb ohne Nachführung realisierbar. Dass man mit einer Nachführung qualitativ weiter kommt, ist klar.

Ziemlich augeschlossen ist es jedoch, Bilder der Nebelobjekte aufzunehmen. Hierzu benötigt man Belichtungszeiten im Minutenbereich. Als Anfänger sollte man ohnehin nicht durch das Instrument, sondern erst einmal mit normalen Kameraobjektiven anfangen. Für diesen ersten Schritt muss es keine Montierung sein, die ein so schweres Instrument trägt (da käme wohl eine EQ6 in Frage), sondern eine viel kleinere und billiger EQ3 genügt für die leichte Kamera samt Optik.
 

hubertus87

Mitglied
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich habe gehört, dass es möglich sei sein Dobson im nachhinein
auf eine gescheite Monti zu packen. Ich kann mir nur noch nicht vorstellen, wie das funktioniert und ob man das auch hinkriegt ohne ein Handwerklicher Überflieger zu sein?
 

Nasus

Mitglied
Natürlich kann man einen Dob (zumindest mit Volltubus) ohen jegliches Geschick auch auf eine Deutsche Montierung packen - passende Rohrschellen gibts bei jedem Händler.

Das Problem ist, dass die nicht gerade auf Leichtgewicht getrimmt sind und zudem eben scon recht groß.
Unterhalb einer eq6 machts eigentlich keinen Sinn, darüber nachzudenken nen Dob parallaktisch zu montieren.
Wenns um Fotografie geht, würde ich eher ein kleineres Zusatzgerät anschaffen (komplett billiger als eine schwere Montierung allein und einfacher handzuhaben - zudem kannst Du während dem Knipsen noch spechteln).
Wenns nur um Beobachtungskomfort geht oder Sonne(Mond(Planeten, dann reicht auch eine EQ-Plattform für den Dob aus. Das ist so eine Art variabler Keil, der als Polhöhenwiege fungiert; lässt sich zudem auch noch motorisieren.
edit: eigentlich brauchts nichtmal ne eq-Plattform zum fotografieren - machts nur ein wenig einfacher.

Ansonsten schau dir mal an, was fotografisch mit nem Dob alles geht: http://www.iceinspace.com.au/index.php?id=63,201,0,0,1,0

cs
Jürgen
 

Thomas_John

Mitglied
Moin,

"damals angefangen" war bei mir ein 60/350 Tasco Refraktor mit fest eingebautem Zoomobjektiv 20-50x auf einer Montierung so wie sie heute die Tschibo Torpedos haben, später ersetzt durch ein Vixen Sirius 60/800 Refraktor mit wieder genausoeiner dämlichen Montierung (der Vixen hat übrigens immerhin 300 DM gekostet so gegen 1987 herum ...!)

ähm, hey, also heute geht für gleiches Geld dann wohl doch viel mehr als das :)

Ich würd wohl auch visuell einen 8 Zoll Dobson nehmen an Deiner Stelle, und das Fotografieren GETRENNT davon angehen (also mit eigenen, kleineren Geräten, wie schon Jürgen vorschlägt).

Ansonsten hast Du halt schon ne deutliche Investition in Montierung usw. denn der 8 Zoll Newton fordert eben schon eine relativ schwere parallaktische Montierung. Die muß dann auch noch sauber nachführen und so weiter und so fort. Rein von der Traglast her mindestens EQ6....

CS
Thomas
 

hubertus87

Mitglied
Danke für Eure Ratschläge,
es läuft wohl alles auf ein Dob hinaus... Außer auf Fotos habe ich ein Dobson noch nie gesehn :) Ich kann mich noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, das das Teil einfach auf dem Boden steht. Wackelt das nicht wenn das auf nur etwas uneben Boden stellt? Wie zB auf einem Feld?

Was wäre den eine gutes seperates kleines gerät zum Einstig ins Fotographieren?
 

UwePilz

Mitglied
Ein vernünftiger Dob hat 3 Füße, kann also nicht wackeln. Außerdem ist er schwer, ein 8er wird wohl um die 30 Kilo wiegen (in 2 Teilen). Das gibt auch Stabilität, wenngleich es beim Transport lästig ist.
Wenn du nicht vom Balkon beobachten willst, dann machts du mit dem 8er Dob nichts falsch. Beim Balkon, mit Brüstung und so, ist er unzweckmäßig.
 

hubertus87

Mitglied
Achso ! :)
Außerdem wird ein Dobson leichter zu Transportieren sein, schätze ich.

Schade, dass das Skywatcher 200/1000 nicht einfach zusammen mit einer EQ-6 angeboten wird, das wäre doch eigentlich ganz ordentlich oder? Dann würde nur noch ein Motor fehlen, denn man sich irgendwann dazukaufen könnte. (Oder ist das eine
fehleinschäzung?)

Wäre das Mead 203/1219 denn ein guter Kauf? Dabei wären ein
SWA Okular 28mm und ein SWA 16mm. Für 549 Euro bei astroshop.de

Vielen Dank, dass ihr meine Fragen beantworte, die hier bestimmt schon 100 mal gestllt worden sind!
 

UwePilz

Mitglied
Zitat von hubertus87:
Wäre das Mead 203/1219 denn ein guter Kauf? Dabei wären ein
SWA Okular 28mm und ein SWA 16mm. Für 549 Euro bei astroshop.de

Vielen Dank, dass ihr meine Fragen beantworte, die hier bestimmt schon 100 mal gestllt worden sind!

Das Lightbridge ist nicht schlecht. Es lässt sich leichter transportieren (man kann ins Gestänge greifen) und zur Not zerlegen. Von der optischen Qualität wird es sich mit den GSOs nicht viel nehmen. Die größeren Brüder neigen zur Elastizität in der Montierung, sicher kann man das auch verbessern. Aber den 8er kenne ich auch, der ist steif genug.
 

Daniel_23

Mitglied
Also "damals" angefangen habe ich mit nem Baukasten aus der DDR, wo man sich nen (glaube 50mm) Refraktor zusammmenbauen konnte, mit Montierung mit Tischklemme sowie RA/Dec Skalen zum Aufkleben. Linsen waren natürlich alle aus Plaste, aber es hat funktioniert... :)
 

Daniel_23

Mitglied
Kann meinen Beitrag nicht ändern:

Den Baukasten gibts sogar heute noch, er heißt Astro-Cabinet 90. Bin ercht erstaunt, das Teil gabs so vor 25 Jahren schon.
 

NGC_2024

Mitglied
Hallo,

angefangen habe ich mit einem Bresser Pluto/S (ein absolut unbrauchbares Teil).
Das Ding hat einen sphärischen 114mm F/4 Hauptspiegel und dazu einen zu kleinen Fangspiegel, so dass von den 114mm Öffnung nur noch ca. 70mm übrig bleiben.
Praktisch war bei 50x Vergrösserung Schluss und für Richfieldanwendungen war das Bild aufgrund der schlechten Ausleuchtung zu dunkel.

Mit diesem Fernrohr war dann die darauffolgenden Jahre das Thema Astronomie für mich erstmal gestorben...
Erst das Internet und die Artikel über meine Optikgurke veranlassten mich zu einem zweiten Versuch und das dann mit einem 10" F/5 Dobson.

Allerdings gibt's die Teile des Pluto/s immer noch (so ein erinnerungsbehaftetes Stück verkauft man nicht) und diese warten darauf zu einer "Linsenlosen Schmidt-Kamera" mit tiefbauendem Okularschlitten verbaut zu werden (hier braucht man einen Kugelspiegel). Selbst auf der Achse bekommt man dann mit den original Fangspiegel 100% Ausleuchtung hin.

Soviel zu meinen Anfängen...

Gruß Norbert
 

Skolgi

Mitglied
Also erstmal MOIn hier im Forum.

Was das Scope angeht hänge ich mich einfach mal hinten dran und empfehle auch den Dobson. Würde aber von einer Lightbridge abraten. Klar hat es vorteile den Tubus zerlegen zu können..... aber wenn die aufbewahrung und der Transport es nicht absolut verbietet sagt man (so kenne ich es) nimmt man erst ab 10" Aufwärts den gitterrohrdobs. Ein Volltubus hat die Vorteile was streulicht angeht.... aber ich bin kein Visueller.

Zum Thema Foto möchte ich dir raten: Fange mit dem Dobson visuell an. Wenn es dich dann reizt, dann besorg dir später eine ordentliche (Astrotaugliche) Webcam und mach Mond / Planetenfotos. Wenn da die ersten Erfolgserlebnisse kommen und die Bildbearbeitung ein wenig sitzt kommt dann die Pigipack (Huckepack) Aufnahme mit einer DSLR mit normalem Objektiv auf einem nachgeführtem Teleskop.

Die Fotogeschichte will ich dir AUF KEINEN FALL ausreden, möchte nur im Vorfeld anmerken das Fotografie als "Anfänger" eine Menge Frust, sehr viele Fehlschläge und vor allem einen gehörigen finanziellen Aufwand nach sich zieht. Klar ist das zu meistern, und man kann auch gleich mit nem Newton anfangen und eine Digitale Spigelreflexkamera an den Okularauszug hängen, wird dann aber ziemlich schnell merken das es nichts wird... und dann weitere unsummen in das abschalten des Fehlers pumpen... wobei sich dann zwei neue Fehler bemerkbar machen ;) - so ging es mir zumindest.

*Eigenwerbung an* schau mal bei mir auf der HP vorbei (Link in der Signatur unten) und lies dir mal den Einsteigerlerifaden für Foto durch. Der ist sehr Oberflächlich gehalten, erklärt aber doch die Problematiken und die Tücken der Astrofotografie.

Aber das soll dich nicht entmustigen oder davon abbringen das Ziel vor Augen zu halten. Nur sollte man seinen Gegner kennen... und wissen was auf einen zukommt.

Zu den Okus kann ich nichts sagen.... ich brauch keine Okus - ich hab ne Kamera die ich an den OAZ hänge ;) .

Also viel Spaß und Erfolg mit deinem Dobson (wenn es denn einer wird) und wenn es zum Thema Anfängerfragen Foto was gibt, dann bin ich immer gerne bereit Antwort zu geben....

Gruß

Kai
 

hubertus87

Mitglied
Wow, tolle Website! Wirklich beeindruckende Bilder, besonders das von M51!
Mir ist durchaus klar, dass es sehr sehr viel an Erfahrung, Zeit und dem nötigen Kleingeld braucht, bis man irgendwann auch nur annähernd vergleichbare Ergebnisse erzielt.

Deswegen möchte ich mich ja auch erst auf Visuell konzentrieren, und mich dann langsam an Foto herantasten.

Meine größte Frage ist im Moment, was dafür der beste "Plan" in Sachen Investition wäre.

Zur Zeit denke ich, dass es richtig wäre sich jetzt ein Dobson mit guter Optik zu kaufen, sich damit visuell auszutoben, und sich dann später(wenn man denn auch ernsthaft in die Fotographie einstiegen will) eine geeignete Monti zu kaufen.

Aber ist jedes Dob gleichgut geeignet um im nachhinein montiert zu werden? Fragen über Fragen :)
 

Skolgi

Mitglied
Danke für das Lob.

Also...naja... ich bin jetzt 11 Monate bei der Astronomie dabei... habe das M51 Foto nach etwa 4 Monaten gemacht.... und das ganze mit einer Ausrüstung die auf jeden Fall als Einsteigerausrüstung zu betrachten ist. Also machbar ist vieles ;)

Einen Dobson zu kaufen den du dir später auf eine monti schnallen kannst ist denke ich wirklich keine schlechte Idee. Visuell wird ja immer gerne der 8er f/6 vorgeschlagen. Der ist auch Fotografisch gut zu gebrauchen, wobei ich eher zu f/5 tendiere. Das hat Visuel und auch Fotografisch leider einen anderen Anspruch auf die Okulare, bzw dann mit Komaausgleichslinse.....

Mein Tip:
Besorg dir JETZT einen Dobson mit f/6 und tobe dich Visuell aus - wie du es schon gesagt hast. Aber lass das Fotogedöhns erstmal völlig außer acht.

Wenn es dann (später) ernsthaft um Foto geht, dann kann man sich darüber immernoch gedanken machen, wobei ich denke das du dann eine Optik NUR fürs Fotografieren haben wirst (dann mit Feinuntersetzung am OAZ, einen "schnellen" f/5, evt auch extra leicht..... - Abnehmbarer Sucher und weiß der Teufel was) und dich nebenbei über deinen Dobson freust mit dem du "nebenbei" spechteln kannst. Fotografieren ist nämlich Stinkelangweilig.... Weil wenn mal alles so läuft wie es laufen soll sitzt du 4 Stunden vor einem Laptop, schaust auf Graphen die die Guidinggenauigkeit anzeigen... naja das macht man..... Der Rest ist einprogramiert und läuft völlig automatisch ab (theoretisch...)

Klar kann man auch andersrum anfangen und haut gleich in die Fotokiste rein (so wie ich es gemacht habe) und legt die erstausrüstung direkt auf Foto aus.. aber das ist... ansichtssache. Ich war jedenfalls hin und weg als ich das erste mal mit dem Auge durch mein neues 8er Teleskop geschaut habe. Da geht ja richtig was :) (Mein Mitspechtler wollte mich erschlagen wenn ich nicht mit dem Auge durch ein Oku schaue das an meinem Scope hängt.... und irgendwie hatte er recht. Muss man gesehen haben ;) )

In diesem Sinne

CS

Kai
 

hubertus87

Mitglied
Das du das bild schon nach 5 Monaten im Kasten hattest hätte ich nun wirklich nicht gedacht!

Auf was für einer Montierung hattest du den 6" ?
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Hubertus,

ein 60er Refraktor auf einer fürchterlichen azimutalen Monti wurde nach einem Abend gegen einen gegen einen Dörr-Danubia 114/900er Newton auf EQ-2 bis 3 auf gutem Holzstativ getauscht, nur weil ein einziges Mal Saturn durchs unhaltbare Bild des Spielzeugrefris gehuscht war.
Der 114er war dann jahrelang mein Teleskop.
Nach einem teuren Irrweg über einen 114/100oer (kathadiopter) auf GoTo Monti sollte ein größeres Teleskop her.
Mangels Budget war ich gezwungen, die parallaktische Montierung sausen zu lassen und entschied mich schweren Herzens für einen 8" F/6 Dobson.

Das war für mich(!) die beste Entscheidung, ich vermisse die Montierung bis heute nicht, auch weil ich keine fotografischen Ambitionen habe.

Selbst wenn irgendwann fotografische Versuche geplant sind kann ein Dobson der gute, weil günstige visuelle Einstieg sein, eventuell sollte man dann aber von 8" Öffnung auf montierungsfreundlichere 6" Öffnung mit F/5 bis F/6 gehen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:

pscharff

Mitglied
Zitat von Daniel_23:
Den Baukasten gibts sogar heute noch, er heißt Astro-Cabinet 90. Bin ercht erstaunt, das Teil gabs so vor 25 Jahren schon.
Mit genau diesem Optikkasten habe ich auch vor gut 25 Jahren angefangen. Das astronomische Fernrohr, welches man mit diesem Kasten bauen konnte, hatte 360mm Brennweite sowie 40mm Öffnung. Die Linsen waren in der Tat aus Plaste, aber am Mond waren verschwommen erste Krater zu erkennen. Ich weiß noch, wie ich mich wunderte, als das Bild im astronomischen Fernrohr dieses Bausatzes auf dem Kopf stand. Ich dachte, ich hatte irgend etwas falsch gemacht. Aber nach dem Lesen der Anleitung war alles klar. Und den Kasten gibt es heute noch?

Ja, jedenfalls kam bald der Wunsch nach einem besseren Gerät. Von Zeiss bekam ich eine Anleitung für einen Optiksatz 50/540mm. Diesen bekam ich dann auch zu Weihnachten, und mein Vater und ich bauten dann das ganze zusammen. Es war zu DDR-Zeiten gar nicht so einfach, das passende Rohr für den Tubus zu bekommen. Als es dann fertig war, und ich zum Geburtstag noch zusätzlich ein ordentliches Holzstativ geschenkt bekam, konnte ich endlich ordentlich beobachten.
Dann kam der Wunsch nach einer parallaktischen Montierung. Ich konnte mich auch schon einmal mit dem Telementor vertraut machen, welches ich an unserer Schule mal benutzen durfte. Also bestellte ich in Jena dieses Teleskop und fing an, in den Ferien zu arbeiten, um meinen Beitrag zu diesem Teleskop zu leisten. Da ich Nr. 15 auf der Warteliste des Teleskops war, hatte ich ja noch einige Zeit, etwas mehr Geld zu beschaffen. Das Telementor kostete zu DDR-Zeiten 1986 ca. 1500 Mark. Nach ca. 6 Monaten, also viel schneller als erwartet, bekam ich die Mitteilung, dass mein Telementor abgeholt werden kann. Schnellstmöglich bin ich mit meinen Eltern nach Jena gefahren und habe das Gerät abgeholt. Das Beobachten mit diesem Refraktor hat wirklich Spaß gemacht.

Dann kam die Wende und das Angebot an Teleskopen war auf einmal fast unüberschaubar. Vor alllem die Öffnungen waren im Vergleich zum Preis viel größer. Geblendetvon diesen Werten verkaufte ich mein Telementor 2 viel zu billig und erwarb ein Meade-Teleskop (Explorer 395), welches allerdings so schlecht nun auch nicht war. Aber der Unterschied in der ganzen Verarbeitung war riesengroß im Vergleich zum Zeiss-Gerät. Ich bereute schon ein wenig den Verkauf meines Telementors. Öffnung hin- oder her, was bringt einem die größere Öffnung, wenn der Rest nichts taugt.

Heute konnte ich mir wieder ein Telementor organisieren. Außerdem besitze ich als Hauptgerät einen Skywatcher ED 90/900mm Refraktor. Als Montierung für den Skywatcher kommt momentan eine Vixen-Porta zum Einsatz. So bin ich superschnell einsatzfähig.
 

astroali0977

Mitglied
Hallo,

@Hubertus87:
Also wer so tapfer was, sich durch mein Roman zulesen, kann mir ja vielleicht sagen wie Er (Sie's gibts hier ja galub ich nicht) damals angefangen hat.

Also einige Sie´s gibts hier schon, mich eingeschlossen.

Ich bin auch noch nicht so lange dabei.
Interessiere mich zwar schon sehr lange dafür, hab auch immer mal wieder bei jemandem gespechtelt und viel gelesen.
Mein erstes Teleskop hab ich mir dann letztes Jahr gekauft.

War auch ein Dobson, allerdings nur 6", hab aber damit bis jetzt immer meinen Spaß gehabt und sehr viel beobachtet.
Für einen Anfänger ist ein Dobson meiner Meinung nach super.
Man muß nicht viel aufbauen und rumstellen, kann gleich loslegen.
Ich würde jedenfalls immer wieder damit anfangen, vielleicht dann gleich mit einem 8".

Sogar einige Fotos hab ich mit dem Ding hinbekommen:

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/8267.jpg

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/7291.jpg


LG Alex
 

Gerd_Uwe

Mitglied
Hallo,

also angefangen hab ich mit einem 10x40 Feldstecher meines Nachbarn. Damit habe ich die Jupitermonde und die Plejaden "entdeckt". Damals vor über 20 Jahren war ich wie von den Socken. Ich bekam dann recht bald einen eigenen 8x30. Gleich nach der Wende ging es mit einem Quelle Revue 60/700 und einem Vixen NP R114-S weiter.

Heute würde ich je nach Interessen-Schwerpunkt parallaktisch montierte 90-100 mm Refraktoren oder 150 mm Newtons auf EQ3/4 für den Einstieg empfehlen. Wenn man gar nicht fotografieren will, ist vielleicht ein 8-10"-Dob das richtige. Mit Schmalband-Nebelfiltern (UHC) kann man auch an kleineren Öffnungen das Großstadtlicht bekämpfen.

Viele Grüße,
Gerd
 

Tankred

Mitglied
Hallo,

angefangen habe ich vor 5 Jahren mit einem Bresser Galaxia 114/900 Newton, den ich auch heute noch nutze, mittlerweile aber auf einer Vixen SP Montierung, die zusammen mit ein paar anständigen Okularen die Beobachtung deutlich erleichtert. Die Montierung nutze ich auch für Piggy-Back.

Ich gebe aber zu so richtig "damals" ist das jetzt nicht.

Gruß,
 

Phreedle

Mitglied
Hallo zusammen,

mein erstes... na ja, nennen wir's mal Teleskop.. war ein Zoom-Spektiv von Tasco. Furchtbar :) Aber damit habe ich zum ersten Mal durch ein geöffnetes Dachfenster *schäm* die Saturnringe "live" gesehen gesehen und mich dauerhaft mit dem Astro-Virus infiziert.

Das erste "richtige" war ein 8" Schmidt-Cassegrain, das ich noch immer verwende. Ein 10" Lightbridge der 1. Generation kam später noch dazu. Auf meiner Homepage habe ich ein paar Erfahrungen mit den Instrumenten aufgeschrieben, falls jemand näheres wissen möchte... siehe Signatur.

Was deinen Einstieg angeht, schließe ich mich den Vor-Postern an und rate zum 8" Dobson. Bis du alle Objekte durchhast, die im der Reichweite des Geräts liegen, wird einige Zeit vergehen. Viel Spaß dabei! :)

Viele Grüße, Wolfgang (der mittlerweile nicht mehr durch Dachfenster beobachtet... damit da keine hämischen Kommentare kommen :)
 

kleinermars

Mitglied
Ich habe als 6-jähriger mit bloßen Augen angefangen. Ich lag auf dem Rücken, mitten auf dem Parkplatz hinter einem Miethaus. Lichtverschmutzung gab es noch nicht, ich sah Millionen von Sternen, viele Nächte lang. Meine ersten Instrumente waren ein billiges 10x50 und eine drehbare Sternkarte. Danach ein geliehenes 20x80. Zum einäugigen Beobachten kam ich erst spät.

Gruß
Martin
 

DynaMax

Mitglied
Hallo,

auch ich habe ganz klein angefangen: 1973 mit
- drehbarer "selbstleuchtender" Sternkarte und
- 10-30x30mm Spektiv für Mond die Planeten bis Jupiter
- Mansardenfenster in Frankfurt/Main.

Drei Jahre später habe ich maßvoll aufgerüstet mit
- 25-60x60mm Spektiv mit Zusatzzenitprisma bis 130x
- geerbter 10x50 Feldstecher.

Den Feldstecher besitze und benutze ich immer noch zur schnellen Orientierung. Das kleine Quelle-Spektiv habe ich übrigens 1984 nach der ringförmigen Sonnenfinsternis in Marokko ( Sofi 1984 ) im Erg Chebbi gegen Teppich und Mineralien eingetauscht...

Gruß
Klaus
 

stefand

Mitglied
Hallo zusammen,

also Ende der 70er habe ich mit einem 10-30*30mm Spektiv von Bob angefangen, dazu ein 8*30 Feldstecher. Das ging ganz schnell zum 15-45*50mm Spektiv und einem 7*50mm Feldstecher.

Mein Gott, was habe ich mich verrenkt, um beim Spektiv in das Okular schauen zu können. sber beim 50mm waren Sterne bis 10,5m drin. Fehlende Lichtverschmutzung auf dem Land sei Dank.

Alle Geräte sind noch da, beim Feldstecher weiß ich sogar wo er liegt ...

CS,
Stefan
 
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astroMario

Mitglied
Hallo

Ich habe ebenfalls als kleiner 7 jährige Junge mit meinem ersten Fernrohr dem astro cabinet 90 angefangen.
Ich weiß noch ganz genau wie mir meine Eltern dieses Teleskop im Urlaub in Berlin gekauft hatten.....das war Mitte der 80er.
Dieses Jahr werde ich 50 aber die Begeisterung für die Sterne ist ungebrochen.
Ich habe übrigens auch mal vor einer Weile nach dem Teleskop gegoogelt und war erstaunt das es noch zu bekommen ist.
Gestern habe ich mir ein neues Exemplar gekauft.......
Nur halt der alten schönen Erinnerungen die ich als kleiner Junge damit damals hatte.
CS Mario
 
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