Wie kann ich die genaue Brennweite herausfinden?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Niklas
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Niklas

Aktives Mitglied
Hallo,
Mich würde bei meinem newton die genaue Brennweite interessieren.

Weiß jemand mit welcher software man das herausfinden kann?
Ich hab mal gehört dass es in Astap geht, aber da hab ich nix dazu gefunden...

Wenns da ein programm gibt, wärs gut wenns kostenlos ist.

Cs Niki
 
Hallo Niki,

Aufnahme mit Astap platesolven oder mit astrometry.net damit du den Abbildungsmaßstab erhältst. Die Pixelgröße deiner Kamera kennst du ja, dann kannst du auf die Brennweite unter astronomy.tools (FOV calculator - imagine mode) zurückrechnen.

Grüße,
Alex
 
Hallo Niki,

wenn du dann den Pixelmaßstab in “/px hast, ist die Brennweite einfach

f = Pixelgröße / tan(Pixelmaßstab/3600)

Pixelgröße der Kamera in mm, dann kommt auch die Brennweite in mm raus. Und der Taschenrechner muss auf „Deg“ stehen, damit die Tangensfunktion Grad und nicht Bogenmaß erwartet.

CS
Bernd
 
Sharpcap mit internem Solver geht auch. Zeigt dir die Brennweite nach dem Solven automatisch an.
 
Zollstock tuts eigentlich auch.
Spiegelkante bis Mitte OAZ, halber Tubusdurchmesser, OAZ Höhe (eingefahren), Backfokus.
Bei meinem 254/1200 war das 921mm, 286mm/2, 70mm, 65mm.
Komme ich auf 1199mm.
Die 1200 waren also sehr exakt.

LG
Olli
 
Visueller Ansatz
nehme mir ein Okular, dessen Feldblende genau auf Steckanschlag liegt, und adaptiere es auf den richtigen Arbeitsabstand.
Dann wird einmal mit und einmal ohne Korrektor zB an einem Hausdach Dachziegel gezählt, schon weiß man den Faktor, umso genauer je mehr Dachziegel insgesamt.

Fotografischer Ansatz
Einmal mit und einmal ohne das selbe Sternenfeld, Pixelabstand zwischen zwei markanten Sternen, schon hat man den Faktor.

LG
Olli
 
Moin zusammen,
Aufnahme mit Astap platesolven oder mit astrometry.net damit du den Abbildungsmaßstab erhältst.

Das kann man auch alles direkt in ASTAP erledigen:
  1. FITS in ASTAP laden
  2. astrometrische Lösung über das Bild laufen lassen (STRG+P)
    1709394841021.png
  3. Stackmenu anzeigen (STRG+A)
    1709394807408.png
  4. Pixel math 2 auswählen
    1709394652774.png

CS,

Dirk
 
hallo, für den abbildungsmaßstab brauch ich in Astap wieder die brennweite, die ich ja ermitteln möchte
 
Moin Niki,
ich bin davon ausgegangen, dass Du die ungefähre Brenweite kennst UND bereits eine FITS-Datei aus NINA hast.
Es geht auch mit z.B. einer RAW Datei. Ist dann aber zugegebenerweise etwas komplizierter. Da ist der Vorschlag von Alex wahrscheinlich schneller umzusetzten.
Aber der Vollständigheit halber wie es auch mit ASTAP funktioniert:

Benötigte Daten:
  1. ungefähre Brennweite
  2. genaue Pixelgröße (aus Datenblatt)
  3. ungefähre Position (Ra/Dec) des Bildmittelpunkts
Vorgehen:
  1. Datei laden (RAW, BMP, TIF, JPEG....)
  2. ungefähre Position eingeben
    1709470512962.png
  3. Stackmenu anzeigen (STRG+A)
    1709470606939.png
  4. Im Fov calculator (Pixel math 2) ungefähre Brennweite und Pixelgröße eintragen
    1709471228759.png
  5. Bei Alignment unter "Field of View (height)" die Höhe aus Punkt 4 eintragen (hier 1,54) anschließend auf "Solve current Image" klicken
    1709471353841.png
  6. Nach erfolgreicher astrometrischer Lösung sollte unter "Pixel math 2" die richtige Brennweite, FoV und Auflösung stehen.
    1709471448676.png
CS,

Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
Was willst du mir mit dieser Formulierung mitteilen?

Was wohl?
von der Kante kann man prima zum OAZ hoch messen. Hab halt irgendwie wenig bedarf die Metallecke vom Zollstock mitten in die Spiegelfläche zu stecken.
Frag mich nicht warum, ist so ein Gefühl.
auf die paar mm Spiegeltiefe kommts nicht an.

Ich sollte aufhören auf so bewusst stichelnde Fragen zu reagieren
 
Was willst du mir mit dieser Formulierung mitteilen?

Was wohl?
von der Kante kann man prima zum OAZ hoch messen. Hab halt irgendwie wenig bedarf die Metallecke vom Zollstock mitten in die Spiegelfläche zu stecken.
Frag mich nicht warum, ist so ein Gefühl.
auf die paar mm Spiegeltiefe kommts nicht an.

Ich sollte aufhören auf so bewusst stichelnde Fragen zu reagieren

Dann aber auch bitte nicht vergessen die 3 mm oder was auch immer von der verbauten Kantenblende auf zu addieren :ROFLMAO:
 
Einfach in Siril die photometrische kalibration machen und die Brennweite steht auf dem Bildschirm. Das ist natürlich nur so genau wie die Pixelgröße. 1-2% sind da schon drin. Bei 1000mm sind das 10-20mm. Also nicht genau.

Wer es genau haben will, muss messen. Dazu stellt man entweder mit einer Kamera scharf von der man das Auflagemaßkennt oder einem Okular wo die feldblende in etwa auf Höhe des Endes der steckhülse liegt.
 
Wobei ich nie rausgefundenen habe, ab wo man bei einem Refraktorobjektiv misst, oder beim Schmidt-Cassegrain …
 
Was willst du mir mit dieser Formulierung mitteilen?

Was wohl?
von der Kante kann man prima zum OAZ hoch messen. Hab halt irgendwie wenig bedarf die Metallecke vom Zollstock mitten in die Spiegelfläche zu stecken.
Frag mich nicht warum, ist so ein Gefühl.
auf die paar mm Spiegeltiefe kommts nicht an.

Ich sollte aufhören auf so bewusst stichelnde Fragen zu reagieren

Die Überschrift des Beitrages ist: ....Brennweite GENAU messen.

Wenn du von der Spiegelkante aus mit einem Zollstock misst, ist das nicht genau.
Das hat nichts mit sticheln zu tun.
 
Hab zu diesem Thema noch eine andere Frage...
Kann ich in Astap auch die genaue Rotation herausfinden?
Falls ja, wie und wo seh ich das?

CS Niki
 
Wenn du von der Spiegelkante aus mit einem Zollstock misst, ist das nicht genau.
wenn man den Abstand des Brennpunktes von der Spiegelkante kennt, ist der rest triviale Geometrie. Außer für die, die nicht wissen, wie das Zeug funktioniert, das sie besitzen ?

Hab auf die Weise schon mehr Optiken sehr genau vermessen als ich jetzt zugeben möchte.
(Ja ich baue sehr viel mit Optik)

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
... wenn man den Abstand des Brennpunktes von der Spiegelkante aus misst und den Rest außer Acht lässt, und behauptet das sei die genaue Brennweite, wie weiter oben beschreiben, ist das nicht nur ungenau sonden.... ach, lassen wird das.
 
???

Dieser "ganze Rest" nennt sich übrigens Pfeiltiefe, und ist meist so sagenhafte 2 bis 3mm "groß". Wenn man weiß, was das ist, kann man das easy ermitteln. Aber wenn man weiß, was das ist, weiß man auch, dass man das genauso easy vernachlässigen kann. Denn ca 2‰ Fehler ist definitiv genau genug.


mit freundlichen Grüßen
Florian
 
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