Wie mit Kamera durchs Teleskop vergrößern

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BjoernFischer

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Guten Abend!

Wusste nicht, welchen Betreff ich sonst hätte wählen sollen.

Ich habe mir ein Teleskop (Newton 200/1000) zugelegt. Zudem die HEQ-5.
Ende März wollte ich dann in die Astrofotografie
einsteigen und meine erste Kamera kaufen.

Welche nimmt man da am besten zum Preis von max. 650 Euro?

Nun zum Anschluss, ich benötige zum anschliessen der Kamera an das Teleskop nur den entsprechenden T2 Adapter?

Zur Vergrößerung... Benötige ich beim Einsatz
einer Kamera spezielle Okulare/Objektive die an dieser angebracht werden?
Oder wie funktioniert das? :help:

Planlos halt ;) Würde mich freuen wenn man
mir da weiterhilft!
 
Hallo,

vergiss, damit fotographieren zu wollen. Der 8" an der HEQ5 ist wegen des Hebels zu wackelig fürs fotographieren.

Ansonsten sind die Hyperions samt Adapterring zu empfehlen. Schau mal auf die Baaderseite, da ist der Aufbau ganz genau erklärt.

Es hängt halt davon ab, ob Du eine umgebaute DSLR oder eine Astro-CCD (dürfte am Budget scheitern) nimmst, um zu sehen, welche Adapter Du benötigst.
 
Zitat von NickQuick:
Hallo,

vergiss, damit fotographieren zu wollen. Der 8" an der HEQ5 ist wegen des Hebels zu wackelig fürs fotographieren.

Hmm, Suche mit Google führt z.B. hierhin

http://www.torstenmoerke.de/deepsky.html

Ich finde die Aufnahmen dort mit einer HEQ-5 (nach Angaben des Fotografen unmodifiziert) sehen doch ganz nett aus. Klar gibt's bessere Montierungen, aber ganz sinnlos scheint der Versuch nicht zu sein.

Ob man jetzt unbedingt noch eins draussetzt und durchs Okular fotografieren muss ist wieder eine andere Sache. Also erstmal einfach nur mit T2 Adapter versuchen.

CS
Heinz
 
Hallo Björn,
lies dich erstmal etwas in die Materie ein...

Grundlagen der Astrofotografie

Danach sollte einiges klarer sein.Die H-EQ5 ist deutlich stabiler als die EQ5...die wird immer wieder verwechselt?

Grüße Rainer
 
Zitat von Bikeman:
Hmm, Suche mit Google führt z.B. hierhin

http://www.torstenmoerke.de/deepsky.html

Ich finde die Aufnahmen dort mit einer HEQ-5 (nach Angaben des Fotografen unmodifiziert) sehen doch ganz nett aus.

Hallo Heinz,

das ist mir schon klar. Aber hier will kein Experte das ganze benutzen, sondern ein Einsteiger. Ich kämpfe schon ganz schön, Fotos mit dem C6-SC zu machen. Ist natürlich nicht soo schwer, aber fordert auch schon. Ein Scope zu benutzen, daß nur noch bei sehr exakter Einnordung und Ausbalancierung funktioniert, ist in meinen Augen nichts für Einsteiger. Da ist Frust vorprogrammiert.

Es freut mich umso mehr, wenn es bei Björn trotzdem klappt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
OK, auch wieder wahr.

Ich denke es liegt auch stark an den Erwartungen, die man hat. Man darf halt nicht erwarten dass dabei Hubble-Aufnahmen rauskommen :-).

Ich gehe es so an dass ich mir sage: solange man auf dem Foto mehr sieht als mit dem bloßen Auge ist es ein gutes Astrofoto (Pflicht), alles darüber hinaus ist Kür. Und das ist ja dann doch nicht so schwer, denn das menschliche Auge ist bekanntlich nachts ein gar grauslicher Sensor ;-)

CS
Heinz


 
Gute Nacht! :)

Erstmal ein Danke für die Seite Heinz.
Ja Martin es sollte doch eher eine DSLR sein.
Auf der Seite der DeepSky-Brothers hatte ich gelesen,
dass es gut möglich ist dieses Teleskop in Verbindung
mit der "H"EQ-5 zu verwenden, Rainer.

Zu meinen Erwartungen:
Es sollte länger Belichtet werden können um
auch Farbe ins Bild bringen zu können.
Mir ist klar, dass man auch mehrere Fotos zusammenfügen kann.
Einsteigen werde ich wohl mit M42... dem Orionnebel! Und an dem werde ich mich so lange versuchen, bis er sitzt! ;)

Nun noch eine Frage:
Ist das Feld nicht riesengroß, wenn man ohne zusätzliches Okular durchs Teleskop fotografiert?

Danke für die vielen Beiträge!!
EDIT: Und wenn es doch zu schwer ist, kann man dann nicht einfach einen Brennweitenreducer einsetzen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von BjoernFischer:
Nun noch eine Frage:
Ist das Feld nicht riesengroß, wenn man ohne zusätzliches Okular durchs Teleskop fotografiert?

Hallo Björn,

keine Sorge, das Teleskop ist in dem Falle ja dein Objektiv. Du erhältst also das selbe Feld wie mit einem 1000 mm Teleobjektiv. M42 müsste dann gerade aufs Bild passen. :/

Brennweitenreducer: Damit reduziert sich leider im selben Verhältnis auch das ausgeleuchtete Feld. Für einen DSLR-Chip reicht es dann oft nicht mehr.

mfg
Torsten
 
Da ich selber grade sehr viel am lesen bin um in der Wolkenzeit meine Fotokentnisse zu verbessern. Deswegen möchte ich dir ein wirklich gutes Buch empfehlen. Kostet zwar nicht unerheblich, aber wenn ich es mir vor nem Jahr gekauft hätte, dann hätte ich mich für eine andere Kamera entschieden, nen anderes Leitrohr, ect.... Also das Buch ist wirklich gut, und grade für Einsteiger sehr verständlich und erklärt einfach wichtige Dinge.....

Digitale Astrofotografie: Grundlagen und Praxis der CCD- und Digitalkameratechnik von a.Martin und B. Kock

Von Softwarevorstellungen, Praxistips und am Ende die Bildbearbeitung wird alles angesprochen, besprochen und verständlich erklärt.

Hat mir wirklich sehr geholfen!!!!

Liebe Grüße

Kai
 
Hallo Björn,

Zitat von BjoernFischer:
Einsteigen werde ich wohl mit M42... dem Orionnebel! Und an dem werde ich mich so lange versuchen, bis er sitzt! ;)

dann gehe ich mal davon aus, dass du da ein paar Jahre daran
arbeiten wirst, denn die Saison für M42 ist bald vorbei. :/
Es sei denn du fliegst auf die Südhalbkugel, da haste dann länger
was davon. :D

SCNR,
Peter
 
Hallo Thomas,

ok, vielleicht ein wenig unglücklich ausgedrückt. Ich meinte,
wenn M42 hier nicht mehr sichtbar ist, kann er ja auf die andere
Seite des Äquators, dort ist M42 dann wieder sichtbar.

Gruß
Peter
 
Hi Peter -
Nein, das stimmt so nicht. Das hat nichts mit Nord-/Südhalbkugel zu tun. Die Sichtbarkeit hängt damit zusammen, ob die Sonne scheint, wenn das Sternbild (in diesem Fall der Orion) am Himmel steht. Je weiter wir jetzt im Jahr fortschreiten, desto früher geht der Orion unter. So ab Mitte März, Anfang April können wir den Orion nur kurze Zeit nach Sonnenuntergang tief im Westen beobachten - und das gleiche gilt für alle Orte auf der Welt.

Thomas

P.S. In der Nähe der Pole sieht es allerdings etwas anders aus. Um Orion im Sommer beobachten zu können, müsstest du allerdings in die Nähe des Südpols reisen: Da ist dann 24h Nacht und du kannst M42 (allerdings tief am Himmel) beobachten, da M42 südlich vom Äquator steht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,

hast Recht, Asche auf mein Haupt. Für M42 ist aber hier
(52°N) die Saison bald gelaufen. So, genug OT. :D

Gruß
Peter
 
Zitat von TorstenK:
Hallo Björn,

...wie mit einem 1000 mm Teleobjektiv. M42 müsste dann gerade aufs Bild passen. :/

mfg
Torsten

Danke für die Empfehlung des Buches, Kai!

Tja, wenn der Orionnebel verschwunden ist
muss ich mir was vergleichbares suchen..
aber das Spielt hier derzeit keine Rolle!
Es sollte nur zum Ausdruck bringen, dass
ich mich sehr mit dem Thema auseinandersetzen
möchte! :)

@Torsten:
Wie kann ich dann das Feld, dass ich Fotografieren
möchte vergrößern? Hmm...

Dankeschön !
 
Hey, danke! Nun habe auch ich es verstanden ;)

d.h. ich muss wohl anbauen... wenn ich für jedes Foto nen
eigenes Teleskop brauche xD

Nadenn, schönen Abend!
 
Selbst wenn man so dekadent ist und für unterschiedliche Größen des objektes ein eigenes Teleskop hat - Der Grundton lautet (zumindest kenn ich es so):

Das Günstigste an der Astronomie (im fotobereich sowiso) ist eigentlich immer das Teleskop!

Wenn ich mir überlege das mein 8er Newton auf ca. 500 Euro kommt und die Montierung gerne 3x so teuer ist... kommt das schon hin.

Auch wenn es "löblich" ist sich um Bildfelder und vergrößerung gedanken zu machen.... Das Hauptproblem und die schwierigkeit ist die NAchführung. Egal ob du eine 200mm Optik hast oder eine 2000mm.... ohne ordentliche Nachführung wird es keine Deep Sky Fotos geben - zumindest keine "guten" - was immer das auch heißen mag. Also solltest du dich auch um ein Leitfernrohr bemühen... ein "Stand Alone" oder Computerbasiertem Guider umsehen.. bedenken das da nochmal 3 Kilo auf dein Teleskop obendraufkommen..... bedenken das die Montierung da evt zu klein sein könnte.... - bei einem lichtstarken Newton sollte man sich im klarem sein das bei großen Objekten wie M42 der ganze Chip gebraucht wird - also Koma einrechnen und evt. Komalinse einplanen... und und und....

Will sagen das der Bildausschnitt oder die Vergrößerung dein
kleinstes Problem sind..... nur das du vorgewarnt bist :)

Gruß Kai
 
Ja, meine Montierung war auch wesentlich teurer als der Tubus selbst.
Die Sache mit der Komalinse etc. ist mir bekannt.
Die HEQ-5 ist schon ein massives Teil und ich denke,
auch wenn die Kamera noch dranhängt, werde ich dennoch
nette Fotos schiessen können. Und Motorisiert ist das Teil ja.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Tag Leute,

die Sache mit der Nachführkorrektur ist am Anfang weit weniger kritisch, als von Vielen hier gemeinhin dargestellt wird: Wer eine vernünftige Montierung besitzt und sie präzise einnordet, der kann auch ohne Guiding wirklich sehr gute Astrofotos schießen. Hier nur mal zwei Beispiele.

M42 - EOS 350D - 23 x 56 sec - 8" SC auf CAM mit Reducer @ 1200 (!) mm bei fast Vollmond und suboptimaler Einnordung wegen kleinerer Schwierigkeiten mit dem Polsucher
Link zur Grafik: http://linuxfanmarcel.li.ohost.de/M42pre.jpg
http://linuxfanmarcel.li.ohost.de/M42pre.jpg

M31 - EOS 350D - 11 x 270 sec - 70/300er FH
Link zur Grafik: http://linuxfanmarcel.li.ohost.de/m31.jpg
http://linuxfanmarcel.li.ohost.de/m31.jpg

Beide Aufnahmen sind immernoch mehr oder minder Tests, bei denen es eher um Einzelteile denn um ernsthaftes Fotografieren geht: Da die Technik aber langsam ausgereift ist und nun bald der neue 70/600er FH eingeweiht werden soll, wenn mal passendes Wetter ist, betrachte ich beide Aufnahmen maximal als untere Messlatte: Mit längeren Belichtungszeiten sowie mehr Einzelaufnahmen geht da noch Einiges. Also Leute: Kopf hoch, mit etwas Mühe und Einsatz klappt das schon.

Gruß,
Marcel

P.S. : Funktioniert die "Link zur Grafik: "-Funktion nicht mehr...?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für den tollen Beitrag!

Zitat von Shockwave123:
wenn mal passendes Wetter ist, betrachte ich beide Aufnahmen maximal als untere Messlatte: Mit längeren Belichtungszeiten sowie mehr Einzelaufnahmen geht da noch Einiges.

Die Aufnahmen die du gepostet hast, reichen mir völlig aus. Das zu meinen Vorstellungen :)

Das mit dem Leitrohr ist wieder nen Thema für sich denke ich und ich kann mir vorstellen, dass ich auf
diversen Internetseiten dazu informationen finde,
aber weils gerade so passt und ich morgen früh raus muss
noch eine kurze Frage:

Wie kann ich mir das mit dem Leitrohr vorstellen?
Visiere ich mithilfe eines Fadenkreuzokulars einen
Stern an und behalte diesem "direkt am Teleskop" im Auge? (Verrenkungen vorprogrammiert) Oder
liege ich da total falsch?

Allen das Beste und Danke für die vielen Mühen !!
 
Hi

Das mit dem Leitstern hast du sehr genau erkannt. Dies ist eine (heute zum Glück leicht überholte) Technik, aber funktioniert sehr gutm und sehr einfach.
IdR. wird aber statt dem Auge eine Webcam oder Guidecam an das Leitrohr geschraubt, und an einen PC - oder eine Blackbox im Stand alone System angeschlossen, und die zeigt dir nicht nur die Abweichung an, sondern bemerkt schon eine Abweichung bevor das Auge sie wahrnehmen kann... und das Beste: Es heißt AUTOguiding - also kommt die Korrektur für die Montierung eben AUtomatisch.

Wenn es so läuft wie hier oben etwas witzhaft beschrieben kann man sich nachdem das Guiding läuft hinlegen und hat am nächsten Morgen schöne Fotos. In der Praxis ist das leider bei den allerwenigsten so. Gutes Guiding ist eine Kunst -> zumindest kann ich es noch nicht.... :)

Zum Thema Fotografie und so im alg.: Ich habe hier ne Menge geschrieben das sich anhört als wollte ich jemandem was ausreden, oder unmut machen. So war es natürlich nicht gemeint!!!! Es geht mir eigentlich ausschließlich darum das man weiß was auf einen zukommt... grade mit steigendem Anspruch wird die sache sehr schnell echt teuer :)

Also Kopf Hoch und Ran ans Werk

Gruß

Kai
 
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